Beschäftigung ausländischer Fachkräfte

Die Fachkräftebedarfe der Unternehmen lassen sich bei immer mehr vom Arbeitsmarkt gefragten Qualifikationen allein mit einheimischen Potenzialen nicht mehr decken. Daher setzt sich die IHK gegenüber der Politik für erleichterte Zuwanderungsbedingungen für dringend benötigte Fachkräfte ein.

Zudem arbeiten wir aktiv an der Verbesserung der Willkommenskultur mit und informieren unsere Mitgliedsunternehmen über aktuelle Möglichkeiten der Fachkräfteakquise aus dem Ausland sowie über entsprechende Projekte, Aktivitäten und Fördermöglichkeiten.

  • Gehaltsuntergrenzen für die Blaue Karte EU im Jahr 2019
  • Positivliste der Bundesagentur für Arbeit für Engpassberufe
  • Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Die Rechengrößen der Sozialversicherung - und hier konkret die aktuell gültige Betragsbemessungsgrenze West der allgemeinen Rentenversicherung - bilden deutschlandweit die Grundlage für die Festlegung der Mindestgehälter für die Blaue Karte EU. Somit beträgt das Mindestjahresgehalt im Jahr 2019 für die Blaue Karte EU 53.600 Euro. Für Mangelberufe nach § 2 Absatz 2 Satz 1 Beschäftigungsverordnung beträgt das Mindestjahresgehalt 41.808 Euro.

Die Bundesagentur für Arbeit ermittelt unter Zuhilfenahme ihrer Engpassanalyse Engpassberufe und stellt eine Positivliste zusammen. Diese wird regelmäßig an die Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland angepasst.

Die Zustimmung zur Beschäftigung von Drittstaatlern in diesen Engpassberufen wird durch die Bundesagentur für Arbeit erteilt, wenn die Arbeitsbedingungen der zu besetzenden Stelle nicht ungünstiger sind als die vergleichbarer inländischer Beschäftigter.

Die Bundesagentur für Arbeit hat unter Berücksichtigung ihrer halbjährlichen Engpassanalyse erstmals eine Positivliste gemäß § 6 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 Beschäftigungsverordnung: Zuwanderung in Ausbildungsberufe veröffentlicht.

Bei den Pflegeberufen bleiben von der Zulassung Fachkräfte aus den Ländern ausgeschlossen, in denen nach den Feststellungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) selbst ein Mangel an Gesundheitsfachkräften besteht.

Im Juni 2019 haben Bundestag und Bundesrat zahlreiche Gesetzesänderungen im Rahmen des so genannten „Migrationspakets“ beschlossen. Darunter ist das in der Öffentlichkeit am stärksten diskutierte Gesetzesvorhaben, das „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“, das Anfang des Jahres 2020 in Kraft treten wird und die Einwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten erleichtert.

Informationen des Bundesinnenministeriums zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Informationen des Netzwerkes "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" zum Migrationspaket



Ansprechpartner

Beschäftigungspolitik und Fachkräftesicherung

Dr. Elena Temper

E-Mail temper@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1322
Fax 0341 1267-1422