Aktuelle Meldungen
EU-Nutzungsbewertung von Gesundheitstechnologien bietet Chancen für Unternehmen
Die neue EU-Verordnung über die Bewertung von Gesundheitstechnologien (HTA) sieht erstmals klinische Bewertungen von Gesundheitstechnologien auf EU-Ebene vor. Ziel ist dabei auch, dass Unternehmen von Doppelarbeit entlastet werden. Die Verordnung trat am 11. Januar 2022 in Kraft.
Die Regelungen müssen seit dem 12. Januar 2025 angewendet werden. Damit soll der Zugang zu Arzneimitteln und Medizinprodukten erleichtert und für Hersteller die Einreichung von Gesundheitstechnologien vereinfacht werden. Der Verwaltungsaufwand, insbesondere für kleine Unternehmen, wird insofern verringert, weil die Daten und Nachweise, die für die gemeinsame klinische Bewertung erforderlich sind, nur noch einmal auf EU-Ebene eingereicht werden müssen. Auch die nationalen Gesundheitsbehörden können darüber wertvolle wissenschaftliche Informationen erhalten, die sie zur Entscheidung über die Preisgestaltung und die Erstattung einer Gesundheitstechnologie benötigen.
In der dreijährigen Übergangszeit Jahren ist vorgesehen, dass die EU-Kommission
- die Koordinierungsgruppe einrichtet
- das Netzwerk der Interessenträger aufbaut,
- die erforderlichen Durchführungsrechtsakte und delegierten Rechtsakte erlässt und
- die Entwicklung einer Methodik für die gemeinsame HTA-Arbeit durch die Koordinierungsgruppe, wie in der Verordnung vorgesehen, ermöglicht.
Die gemeinsame Nutzenbewertung wird schrittweise eingeführt. Seit dem 12. Januar 2025 unterliegen Krebsarzneimittel und Arzneimittel für neuartige Therapien einer gemeinsamen Nutzenbewertung. Später auch bestimmte Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika hoher Risikoklasse.
Hier gelangen Sie zur Verordnung.
Vernetzung und Kooperation
SMILE.medibiz – ist ein Programm innerhalb von SMILE, das Gründungen in den Branchen Life Science, Medizintechnik und Gesundheitsdienstleistungen unterstützt. Weitere Informationen und Kontaktdaten
Nationales Community-Portal Medtec Online – eine Initiative vom BMBF im Bereich des Gesundheitswesens zur Vernetzung, Kommunikation und barrierefreiem Webconferencing mit geschützten Räumen für die Projektentwicklung mit externen Partnern, freien Zugang zu Fachwissen zum Thema Innovation, direktem Austausch mit Wissenschaft und Versorgung und Einbringen von eigenen Ideen und Expertise etc. Zum Portal.
biosaxony – Ihr Cluster für Biotechnologie, Medizintechnik & Gesundheitswirtschaft in Sachsen ist der gesamtsächsische Verband für Biotechnologie, Medizintechnik und Gesundheitswirtschaft. Weitere Informationen finden Sie hier.
In der Bio City Leipzig forschen und arbeiten seit 2003 auf ca. 20.000 Quadratmetern ansässige Unternehmen gemeinsam mit sechs biotechnologisch ausgerichteten Professuren und außeruniversitären Einrichtungen. Der Standort ermöglicht, Kooperationen im F & E-Bereich aufzubauen und Synergien zu eruieren.
Healthy Saxony - Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft e.V. ist eine Plattform zur Förderung der Zusammenarbeit der Gesundheitswirtschaft in Sachsen. Weitere Informationen und Angebote finden Sie hier.
Das Pflegenetzwerk Leipzig e.V. wurde 2006 gegründet, um die Qualität der Arbeit in Pflege und pflegenahen Tätigkeiten zu verbessern und den fachübergreifenden Austausch zu fördern, sowie umfangreiche Beratung für die zu Pflegenden und Ihren Angehörigen zu bieten.
Die MedicalMountains GmbH mit Sitz in Tuttlingen vernetzt und unterstützt alle Akteure der Medizintechnikbranche. Sie fördert den Dialog, verbindet Stärken und schafft Plattformen für den Austausch. Durch strategische und systematische Abstimmungen werden Kooperationen und Synergien ermöglicht: Die Zusammenarbeit und gegenseitige Befruchtung mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern liefert vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen einen wichtigen Wissens- und Technikvorsprung. Der Marktplatz macht Gesuche und Angebote öffentlich.
Hören Sie auch rein beim Medizintechnik-Podcast MedTalk ON AIR.
Branchenberichte zur Gesundheitswirtschaft
Die hohen Energie- und Rohstoffpreise verdrängen in der Gesundheitswirtschaft den Fachkräftemangel von Platz eins der Risikofaktoren. Damit setzt sich der gesamtwirtschaftliche Trend auch in diesem Sektor fort, der üblicherweise weniger stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen ist. Das zeigt der Gesundheitsreport der DIHK.
Der Gesundheitsreport basiert auf den Ergebnissen der DIHK-Konjunkturumfrage vom Frühsommer 2023, an der sich rund 800 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft beteiligten. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der DIHK.
Aktuelle Brancheninformation des Bundes finden Sie hier.
E-Health
Wichtige Wachstumsimpulse kommen aufgrund der steigenden Nachfrage aus dem Bereich der digitalisierten Gesundheitsangebote. Zu den größten Risiken der Branche zählen der Fachkräftemangel, die starke Reglementierung, etwa im Datenschutz und bei der Zulassung von Medizinprodukten, sowie ein unzureichender Breitbandausbau.
Wichtige Handlungsfelder des Bundes sind:
- Zukunftsfähige Basis aufbauen
- Digitale Versorgung als Normalität etablieren
- Einrichtungs- und Sektorengrenzen (digital) überwinden
- Datenkompetenzen stärken und Datenschutz sichtbar machen
- Neue Technologien nutzen, individuelle Medizin einsetzen und Ressourcen effektiv nutzen
Informationen zur e-Health-Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie unter diesem Link.
Wirtschaftspolitik
Studie zur Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Sachsen
Eine aktuelle Studie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) unterstreicht die große Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Sachsen. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Branche eine Bruttowertschöpfung von 17,4 Milliarden Euro und trug damit 12,2 Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung des Freistaates bei. Rund 334.000 Erwerbstätige und eine überdurchschnittliche Wachstumsdynamik machen die Gesundheitswirtschaft zu einem wichtigen Beschäftigungs-, Innovations- und Zukunftsfaktor. Besondere Entwicklungspotenziale bestehen unter anderem in den Bereichen Medizintechnik, Biotechnologie, E-Health, Künstliche Intelligenz und personalisierte Medizin. Die vollständige Studie und weitere Ergebnisse finden Sie beim SMWA.
Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Quelle: SMWA, 16.06.2026
Wirtschaftspolitische Themen und Standpunkte
Die Gesundheitswirtschaft ist und bleibt auch zukünftig ein Wachstumstreiber für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die wirtschaftspolitischen Themen und Standpunkte zu diesem Branchensegment finden Sie auf der Webseite der IHK-Dachorganisation DIHK. DIHK Gesundheitswirtschaft
Industrielle Gesundheitswirtschaft (iGW)
Die industrielle Gesundheitswirtschaft ist ein zentraler Teil der gesamten Gesundheitsbranche. Sie umfasst:
Humanarzneimittel – Medikamente für die Behandlung und Prävention von Krankheiten
Medizinprodukte und Medizintechnik – von Implantaten bis zu Hightech-Geräten
Digitale Gesundheitsanwendungen – z. B. Telemedizin, elektronische Patientenakten und KI-Diagnostik
Forschung & Entwicklung (F&E) – Innovationen für bessere Therapien und effizientere Prozesse
Großhandel – die Versorgungskette für medizinische Produkte
Die iGW verbindet Hightech, Forschung und digitale Lösungen, um die Gesundheitsversorgung effizienter und zukunftsfähig zu machen. Sie ist demnach der Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft in den nächsten Jahren. Noch mehr Fakten und Kennzahlen im Faktenblatt des Bundeswirtschaftsministeriums Faktenblatt Industrielle Gesundheitswirtschaft oder im Dashboard der Gesundheitswirtschaft.
Gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung
Sie misst den Wert der Gesundheitswirtschaft und von Investitionen in den Gesundheit. Weitere Informationen des WifOR-Institut finden Sie hier.
Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Sie unterstützt Unternehmen der Gesundheitswirtschaft bei der Positionierung in internationale Märkte. Weitere Informationen finden Sie hier:
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