IHK ZU LEIPZIG

Jahresabschluss zum 31.12.2025

Diese Seite enthält größere Tabellen, die auf dem Bildschirm von einem Smartphone ggf. nicht korrekt oder unvollständig angezeigt werden können. Wir empfehlen Ihnen, die Queransicht vom Smartphone zu nutzen, aber vorzugsweise diese Seite mit einem Tablet oder am PC aufzurufen.

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2025

  Ist 2025 (EUR)Ist 2024 (EUR)
1.Erträge aus IHK-Beiträgen14.535.524,7112.442.715,99
2.Erträge aus Gebühren5.639.325,485.405.974,61
3.Erträge aus Entgelten69.149,8653.070,98
4.Bestandsveränderungen0,000,00
5.Andere aktivierte Eigenleistungen0,000,00
6.Sonstige betriebliche Erträge

davon:
- Erträge aus öffentl. Zuwendungen
- Erträge aus Erstattungen
- Erträge aus Abführung von
  gesonderten Wirtschaftsplänen
1.056.592,48


115.098,48
71.964,00
0,00
1.385.763,50


90.486,50
243.317,05
0,00
Betriebserträge21.300.592,5319.287.525,08
7.Materialaufwand
a) Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
b) Aufwand für bezogene Leistungen
3.166.597,07
538.516,21
2.628.080,86
2.961.539,90
573.760,43
2.387.833,47
8.Personalaufwand
a) Gehälter
b) Soziale Abgaben, Aufwand für
Altersversorgung und Unterstützung
8.511.143,31
6.962.344,17
1.548.799,14
7.752.565,88
6.460.507,77
1.292.058,11
9.Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immat. Vermögensgegenstände 
des Anlagevermögens und Sachanlagen
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände
des Umlaufvermögens
398.949,28
398.949,28

0,00
366.460,58
366.460,58

0,00
10.Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon: - Aufwendungen aus Zuführungen an
gesonderte Wirtschaftspläne
10.295.173,33
0,00
9.080.167,03
0,00
Betriebsaufwand22.371.862,9920.160.787,39
Betriebsergebnis-1.071.270,46-873.262,31
11.Erträge aus Beteiligungen0,000,00
12.Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
152.501,99246.938,40
13.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge63.448,8265.711,72
14.Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
0,000,00
15.Zinsen und ähnliche Aufwendungen12.272,188.415,38
Finanzergebnis203.678,63304.234,74
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit-867.591,83-569.027,57
16.Außerordentliche Erträge0,000,00
17.Außerordentliche Aufwendungen0,000,00
Außerordentliches Ergebnis0,000,00
18.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag0,000,00
19.Sonstige Steuern12.796,3016.703,19
Jahresergebnis-880.388,13-585.730,76
20.Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr1.702.267,072.287.997,83
21.Zu-/Abnahme des Sonstigen Eigenkapitals876.904,040,00
Ergebnis1.698.782,981.702.267,07

 

Finanzrechnung für das Geschäftsjahr 2025

Ein- und Auszahlungsarten

Ist 2025 (EUR)

Ist 2024 (EUR)

1 Steuern und ähnliche Abgaben0,000,00
2+Zuwendungen und allgemeine Umlagen115.098,4890.486,50
3+Einzahlungen aus Beiträgen14.262.689,7612.073.937,04
4+Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte5.407.762,305.266.726,03
5+Privatrechtliche Leistungsentgelte43.515,6964.130,24
6+Kostenerstattungen und Kostenumlagen200.587,88281.053,19
7+Sonstige Einzahlungen721.058,96746.050,95
8+Zinsen und sonstige Finanzeinzahlungen249.315,76382.124,47
9=Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit21.000.028,8318.904.508,42
10-Personalauszahlungen8.347.715,807.876.111,54
11-Versorgungsauszahlungen76.010,0874.801,34
12-Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen3.166.597,072.961.593,90
13-Zinsen und sonstige Finanzauszahlungen34,1868,38
14-Transferauszahlungen0,000,00
15-Sonstige Auszahlungen/Steuern9.062.393,117.173.367,34
16=Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit20.652.750,2418.085.942,50
17=aSaldo aus laufender Verwaltungstätigkeit347.278,59818.565,92
18+Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen0,000,00
19+Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen0,000,00
20+Einzahlungen aus der Veräußerung von Finanzanlagen0,000,00
21+Einzahlungen aus Beiträgen0,000,00
22+Sonstige Investitionseinzahlungen0,000,00
23=Einzahlungen aus Investitionstätigkeit0,000,00
24-Auszahlungen für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden0,000,00
25-Auszahlungen für Baumaßnahmen0,000,00
26-Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen617.662,82290.881,25
27-Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen0,000,00
28-Auszahlungen von aktivierbaren Zuwendungen0,000,00
29-Sonstige Investitionsauszahlungen36.187,9032.241,87
30=Auszahlungen aus Investitionstätigkeit653.850,72323.123,12
31=bSaldo aus Investitionstätigkeit-653.850,72-323.123,12
32=cFinanzmittelüberschuss/-fehlbetrag-306.572,13495.442,80
33+Aufnahme und Rückflüsse von Darlehen0,000,00
34-Tilgung und Gewährung von Darlehen0,000,00
35=Saldo aus Finanzierungstätigkeit0,000,00
36=Änderung des Bestandes an eigenen Finanzmitteln-306.572,13495.442,80
37+Anfangsbestand an Finanzmitteln3.155.479,902.660.037,10
38=dLiquide Mittel2.848.907,773.155.479,90

a = Zeilen 9 und 16
b = Zeilen 23 und 30
c = Zeilen 17 und 31
d = Zeilen 36 und 37

 

Investitionsrechnung für das Geschäftsjahr 2025

 

Ist 2025 (EUR)

Ist 2024 (EUR)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
36.187,9032.241,87
Summe36.187,9032.241,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen20.778,840,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung87.501,54168.066,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau509.382,44122.814,54
Summe617.662,82290.881,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen0,000,00
2. Beteiligungen0,000,00
3. Sonstige Ausleihungen0,000,00
4. Sonstige Finanzanlagen0,000,00
Summe0,000,00
Gesamtsumme Investitionen653.850,72323.123,12

 

Plan-Ist-Vergleich zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2025

 Plan 2025
(EUR)
Ist 2025 
(EUR)
%Abweichung (EUR)
1.Erträge aus IHK-Beiträgen12.850.000,0014.535.524,7113,121.685.524,71
2.Erträge aus Gebühren5.400.000,005.639.325,484,43239.325,48
3.Erträge aus Entgelten75.000,0069.149,86-7,80-5.850,14
4.Bestandsveränderungen0,000,000,000,00
5.Andere aktivierte Eigenleistungen0,000,000,000,00
6.Sonstige betriebliche Erträge

davon:
- Erträge aus öffentl. Zuwendungen
- Erträge aus Erstattungen
- Erträge aus Abführung von
  gesonderten Wirtschaftsplänen

1.078.000,00


138.000,00
140.000,00
0,00

1.056.592,48


115.098,48
71.964,00
0,00

-1,99


-16,60
-48,60
0,00

-21.407,52


-22.901,52
-68.036,00
0,00

Betriebserträge19.403.000,0021.300.592,539,781.897.592,53
7.Materialaufwand
a) Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
b) Aufwand für bezogene Leistungen
3.010.000,00
705.000,00

2.305.000,00
3.166.597,07
538.516,21

2.628.080,86
5,20
-23,61

14,02
156.597,07
-166.483,79

323.080,86
8.Personalaufwand
a) Gehälter
b) Soziale Abgaben, Aufwand für
Altersversorgung und Unterstützung
8.486.000,00
7.021.000,00
1.465.000,00
8.511.143,31
6.962.344,17
1.548.799,14
0,30
-0,84
5,72
 
25.143,31
-58.655,83
83.799,14
9.Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immat. Vermögensgegenstände 
des Anlagevermögens und Sachanlagen
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände
des Umlaufvermögens
480.000,00
480.000,00


0,00
398.949,28
398.949,28


0,00
 
-16,89
-16,89


0,00
-81.050,72
-81.050,72


0,00
10.Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon: - Aufwendungen aus Zuführungen an
gesonderte Wirtschaftspläne
8.838.000,00
0,00
10.295.173,33
0,00
 
16,49
0,00
1.457.173,33
0,00
Betriebsaufwand20.814.000,0022.371.862,997,481.557.862,99
Betriebsergebnis-1.411.000,00-1.071.270,4624,08339.729,54
11.Erträge aus Beteiligungen0,000,000,000,00
12.Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
190.000,00152.501,99-19,74-37.498,01
13.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge70.000,0063.448,82-9,36-6.551,18
14.Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens
0,000,000,000,00
15.Zinsen und ähnliche Aufwendungen30.000,0012.272,18-59,09-17.727,82
Finanzergebnis230.000,00203.678,6311,44-26.321,37
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit-1.181.000,00-867.591,8326,54313.408,17
16.Außerordentliche Erträge0,000,000,000,00
17.Außerordentliche Aufwendungen0,000,000,000,00
Außerordentliches Ergebnis0,000,000,000,00
18.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag10.000,000,00-100,00-10.000,00
19.Sonstige Steuern17.000,0012.796,30-24,73-4.203,70
Jahresergebnis-1.208.000,00-880.388,1327,12327.611,87
20.Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr1.208.000,001.702.267,0740,92494.267,07
21.Zu-/Abnahme des Sonstigen Eigenkapitals0,00876.904,04k.A.876.904,04
Ergebnis0,001.702.267,07k.A.1.698.782,98

k. A. = keine Angabe

Plan-Ist-Vergleich zur Finanzrechnung für das Geschäftsjahr 2025

Ein- und Auszahlungsarten

Plan 2025
(EUR)

Ist 2025 
(EUR)

%

Abweichung
(EUR)

1 Steuern und ähnliche Abgaben0,000,000,000,00
2+Zuwendungen und allgemeine Umlagen138.000,00115.098,48-16,60-22.901,52
3+Einzahlungen aus Beiträgen12.695.000,0014.262.689,7612,351.567.689,76
4+Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte5.275.000,005.407.762,302,52132.762,30
5+Privatrechtliche Leistungsentgelte75.000,0043.515,69-41,98-31.484,31
6+Kostenerstattungen und Kostenumlagen194.000,00200.587,883,406.587,88
7+Sonstige Einzahlungen514.000,00721.058,9640,28207.058,96
8+Zinsen und sonstige Finanzeinzahlungen260.000,00249.315,76-4,11-10.684,24
9=Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit19.151.000,0021.000.028,839,651.849.028,83
10-Personalauszahlungen8.414.000,008.347.715,80-0,79-66.284,20
11-Versorgungsauszahlungen72.000,0076.010,085,574.010,08
12-Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen3.010.000,003.166.597,075,20156.597,07
13-Zinsen und sonstige Finanzauszahlungen5.000,0034,18-99,32-4.965,82
14-Transferauszahlungen0,000,000,000,00
15-Sonstige Auszahlungen/Steuern9.079.000,00
 
9.062.393,11-0,18-16.606,89
16=Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit20.580.000,0020.652.750,240,3572.750,24
17=aSaldo aus laufender Verwaltungstätigkeit-1.429.000,00347.278,59124,301.776.278,59
18+Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen0,000,000,000,00
19+Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen0,000,000,000,00
20+Einzahlungen aus der Veräußerung von Finanzanlagen4.000.000,000,00-100,00-4.000.000,00
21+Einzahlungen aus Beiträgen0,000,000,000,00
22+Sonstige Investitionseinzahlungen0,000,000,000,00
23=Einzahlungen aus Investitionstätigkeit4.000.000,000,00-100,00-4.000.000,00
24-Auszahlungen für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden0,000,000,000,00
25-Auszahlungen für Baumaßnahmen0,000,000,000,00
26-Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen2.236.000,00617.662,82-72,38-1.618.337,18
27-Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen0,000,000,000,00
28-Auszahlungen von aktivierbaren Zuwendungen0,000,000,000,00
29-Sonstige Investitionsauszahlungen97.000,0036.187,90-62,69-60.812,10
30=Auszahlungen aus Investitionstätigkeit2.333.000,00653.850,72-71,97-1.679.149,28
31=bSaldo aus Investitionstätigkeit1.667.000,00-653.850,72-139,22-2.320.850,72
32=cFinanzmittelüberschuss/-fehlbetrag238.000,00-306.572,13228,81-544.572,13
33+Aufnahme und Rückflüsse von Darlehen0,000,000,000,00
34-Tilgung und Gewährung von Darlehen0,000,000,000,00
35=Saldo aus Finanzierungstätigkeit0,000,000,000,00
36=Änderung des Bestandes an eigenen Finanzmitteln238.000,00-306.572,13228,81-544.572,13
37+Anfangsbestand an Finanzmitteln1.691.000,003.155.479,9086,601.464.479,90
38=dLiquide Mittel1.929.000,002.848.907,7747,69919.907,77

 

a = Zeilen 9 und 16
b = Zeilen 23 und 30
c = Zeilen 17 und 31
d = Zeilen 36 und 37

 

Plan-Ist-Vergleich zur Investitionsrechnung für das Geschäftsjahr 2025

 

Plan 2025
(EUR)

Ist 2025 
(EUR)

%

Abweichung
(EUR)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
97.000,0036.187,90-62,69-60.812,10
Summe97.000,0036.187,90-62,69-60.812,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,000,000,000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen1.969.000,0020.778,84-98,94-1.948.221,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung267.000,0087.501,54-67,23-179.498,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau0,00509.382,44k. A.509.382,44
Summe2.236.000,00617.662,82-72,38-1.618.337,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen0,000,000,000,00
2. Beteiligungen0,000,000,000,00
3. Sonstige Ausleihungen0,000,000,000,00
4. Sonstige Finanzanlagen0,000,000,000,00
Summe0,000,000,000,00
Gesamtsumme Investitionen2.333.000,00
 
653.850,72-71,97-1.679.149,28

k. A. = keine Angabe


Vorbemerkungen

Die IHK zu Leipzig ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Für das Rechnungswesen einschließlich Jahresabschluss der Industrie- und Handelskammern sind nach § 3 Abs. 7a IHKG die Grundsätze kaufmännischer Rechnungslegung und Buchführung in sinngemäßer Weise nach dem Dritten Buch des Handelsgesetzbuches in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden. Das Nähere wird durch die Satzung unter Beachtung der Grundsätze des öffentlichen Haushaltsrechts geregelt.

Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig führt ihre Rechnungslegung auf der Grundlage des durch die Vollversammlung beschlossenen Finanzstatuts (FS) sowie den dazu vom Präsident und Hauptgeschäftsführer erlassenen Richtlinien zur Ausführung des Finanzstatuts (RFS).

Die Regelungen und Ausführungen des FS folgen grundsätzlich den für alle Kaufleute geltenden Rechnungslegungsvorschriften (§§ 238 bis 257, 284 bis 286 und 289 HGB sowie Artikeln 28, 66 und 67 EGHGB) unter Berücksichtigung der Aufgabenstellung und Organisation der Industrie- und Handelskammern und ihrer Einbindung in das öffentliche Haushaltsrecht.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in Anlage III zum FS vorgeschriebenen Gliederungsschema.

A. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es werden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet. Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

Aktiva
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßig linearen Abschreibungen beruhen auf den betriebsüblichen Nutzungsdauerfestlegungen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen bewegt sich diese zwischen drei und acht Jahren. Das Gebäude in Leipzig, Goerdelerring 5 wird über eine Nutzungsdauer von 40 Jahren und die Gebäude in Leipzig in der Bogislawstr. 18 und 20 über eine Nutzungsdauer von 49 bzw. 56 Jahre abgeschrieben (seit der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2006). Die Nutzungsdauer für die Geschäftsausstattung lehnt sich an die steuerlichen AfA-Tabellen an.

Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen 250,01 EUR und 1.000,00 EUR zuzüglich USt. liegen, werden im Rahmen der Poolabschreibung linear über fünf Jahre abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR zuzüglich USt. werden sofort als Betriebsaufwand erfasst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der IHK zu Leipzig werden mit dem anteilig eingezahlten Stammkapital oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Unter den sonstigen Ausleihungen werden Anteile mit einer Beteiligungsquote von unter 20 Prozent mit den Anschaffungskosten oder dem erworbenen anteiligen Stammkapital ausgewiesen.

Die übrigen Finanzanlagen werden zum Nennwert ausgewiesen. Es handelt sich um Termingelder, die regelmäßig prolongiert werden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich werden Wertberichtigungen in angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken vorgenommen.

Die Forderungen aus Beiträgen werden in pauschalierter Form einzelwertberichtigt. Für diese Forderungen werden die gemäß der von der IHK zu Leipzig in der Bilanzierungsrichtlinie definierten Wertberichtigungsansätze ermittelt. Sie belaufen sich, soweit sie im laufenden Geschäftsjahr erhoben wurden, auf null Prozent bei Handelsregisterfirmen (HR) bzw. zehn Prozent bei nicht im Handelsregister eingetragenen Unternehmen/Kleingewerbetreibenden (KGT), soweit sie aus den drei vor dem laufenden Geschäftsjahr liegenden Jahren resultieren, auf 50 Prozent (HR und KGT); ältere Forderungen werden auf 90 Prozent (HR) und 100 Prozent (KGT) wertberichtigt.

Für die Forderungen aus Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung von 2,5 Prozent gebildet.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nominalwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die bis zum Bilanzstichtag erfolgten Ausgaben ausgewiesen, soweit sie Aufwand für künftige Perioden darstellen.

Passiva
Das Sonstige Eigenkapital ergibt sich gemäß § 12 Abs. 3 FS als Unterschiedsbetrag aus dem Vermögen abzüglich der Summe aus Ergebnis, Sonderposten, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Das Sonstige Eigenkapital ist bestimmt durch das zum Stichtag geplant vorgehaltene Volumen der finanziellen Vorsorge und den zum Stichtag erforderlichen Bedarf zur Finanzierung des Anlagevermögens gemäß der Finanzwirtschaftlichen Grundsätze der IHK zu Leipzig.

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden für Investitionsmaßnahmen für das ehemalige Bildungszentrum der IHK zu Leipzig in Höhe der im Falle einer Nutzungsänderung am 31.12.2025 bestehenden Rückzahlungsverpflichtung gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt gleichmäßig über die jeweilige Zweckbindungsdauer gemäß den zugrundeliegenden Zuwendungsbescheiden bzw. des Werteverzehrs zum 31.12.2025.

Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftigen kaufmännischer Beurteilung zur Deckung der erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken notwendig ist. Die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte grundsätzlich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Die Pensionsrückstellung wurde nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G berechnet. Sie wurde mit dem ihrer jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank für den November 2025 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer Restlaufzeit von unverändert acht Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 2,05 Prozent (Vorjahr 1,90 Prozent). Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde eine Rentensteigerung von unverändert jährlich zwei Prozent unterstellt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zum 31.12.2025 (Unterschiedsbetrag zwischen Verpflichtungswert zum 31.12.2025 mit Ermittlung des zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinses und des siebenjährigen durchschnittlichen Marktzinses) beträgt lt. Gutachten -5.610,00 EUR.

Die Bewertung der Jubiläumszuwendungen erfolgte ebenfalls nach modifiziertem Teilwertverfahren. Als Rechnungsgrundlagen wurde die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. Zur Bestimmung des Abzinsungssatzes wurde von der Vereinfachungsregelung Gebrauch gemacht, wonach von einer pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren ausgegangen wird. Der bei dieser Restlaufzeit nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung anzusetzende Rechnungszins beträgt 2,22 Prozent (Dezember 2025) nach 1,96 Prozent zum Vorjahresstichtag. Es wird ein Gehaltstrend von unverändert einem Prozent verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

B. Erläuterungen zur Bilanz per 31.12.2025

Zu den einzelnen Posten der Bilanz sind folgende Erläuterungen notwendig:

Aktiva

Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen für immaterielle Vermögensgegenstände, das Sachanlagevermögen und für die Finanzanlagen mit den Abschreibungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres 2025 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen in vollem Umfang auf verschiedene Softwareprogramme und -lizenzen.

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Für die im Eigentum der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig befindlichen Grundstücke, Gebäude und baulichen Anlagen sowie Bauten auf fremden Grundstücken ergeben sich folgende Bilanzwerte zum Bilanzstichtag:
 

  31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Leipzig:Goerdelerring 1 und 5
Bogislawstr. 18 und 20
4.317
2.953
4.469
3.030
-152
-77
Gesamt 7.2707.499-229

Daraus ergibt sich ein kumulierter Buchwert aller Objekte zum 31.12.2025 in Höhe von 7.270 TEUR. Davon entfallen auf Grund und Boden 1.668 TEUR sowie auf Gebäude und bauliche Anlagen 5.602 TEUR.

2. Technische Anlagen und Maschinen

Die technischen Anlagen und Maschinen betreffen den geplanten Bau der PV-Anlagen an den IHK-Standorten (Goerdelerring 5, Bogislawstr. 18 und 20/Neubau) inkl. der Planungsleistungen. Aufgrund von Verzögerungen bei der Baugenehmigung und dem daraus resultierenden Bauverzug wurden bis zum Bilanzstichtag lediglich die Alarmanlage und ein Stromerzeuger aktiviert (s. Bilanzposition A. II. 4.).

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Geschäftsausstattung238255-17
Geschäftsausstattung162178-16
Kunstgegenstände9629620
Geringwertige Wirtschaftsgüter73649
Gesamt1.4351.459-24

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen mit 541 TEUR die Errichtung der PV-Anlagen an den IHK-Standorten (Goerdelerring 5, Bogislawstr. 18 und 20/Neubau) sowie mit 96 TEUR das Kälte- und Klimasystem am Standort Goerdelerring 5.

III. Finanzanlagen
Die Prozentsätze in Klammern entsprechen dem Anteil am Stammkapital der jeweiligen Gesellschaft zum Bilanzstichtag.
Die Finanzanlagen betragen zum Bilanzstichtag 31.12.2025 insgesamt 7.797 TEUR.

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
ZAW Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig GmbH,
Leipzig (100 %)
2462460

agentur für innovationsförderung und technologietransfer gmbh leipzig i. L. (AGIL GmbH Leipzig), Leipzig (100 %)
davon:

- ausgereichte Kapitalrücklage in Höhe von 100 TEUR

1261260
Gesamt3723720

 

Die Vollversammlung hat am 11. Juni 2024 die Eröffnung des Liquidationsverfahrens der agentur für innovationsförderung und technologietransfer gmbh leipzig (AGIL GmbH Leipzig) i.L., Leipzig mit Ablauf des 30. Juni 2024 beschlossen.

Einzelheiten sind der Anlage 1/8/4 zu entnehmen.
 

2. Beteiligungen

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
HHL gemeinnützige GmbH, Leipzig (33,75 %) *000
Gesamt000

* Der Anteil der Beteiligung an der HHL gemeinnützige GmbH ist mit 1 EUR bewertet.

Einzelheiten sind der Anlage 1/8/4 zu entnehmen.

3. Sonstige Ausleihungen

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Bürgschaftsbank Sachsen GmbH, Dresden (2,08 %)2732730
Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH, Dresden (1,15 %)1191190
IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH, Dortmund (0,62 %)660
TMGS Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, Dresden (5,00 %)550
IHK DIGITAL GmbH, Berlin (1,04 %)
davon:
- ausgereichte Kapitalrücklage in Höhe von 21 TEUR
23230
Gesamt4264260

 

4. Sonstige Finanzanlagen

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Termingelder7.0007.0000

 

Umlaufvermögen

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und
Leistungen

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Beiträge1.4591.306153
Gebühren und Entgelte814864-50
Gesamt2.2732.170103

 

 

 

 

 

 

Zur periodengerechten Darstellung der Erträge aus Beiträgen wurde Mitte Dezember 2025 anhand aller bis zu diesem Zeitpunkt verfügbaren, noch nicht beschiedenen Bemessungsgrundlagen, eine Berechnung der sich daraus für den Berichtszeitraum und die Vorjahre ergebenden Beitragsansprüche und Erstattungsverpflichtungen vorgenommen.

Sie belaufen sich auf:

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Beitragsansprüche 7680-4
 laufendes Jahr19136
 Vorjahre5767-10
Erstattungsverpflichtungen 2537-12
 laufendes Jahr23-1
 Vorjahre2334-11
Gesamt 51438

Die letzten Veranlagungen wurden am 24.11.2025 versandt. Hierbei wurden die Verjährungsfälle und die inaktiven Unternehmen, die keinen weiteren Beitragsbescheid der IHK erhalten werden, ohne Untergrenze der Bescheidsumme berücksichtigt.
Die noch nicht bis zum 31.12.2025 veranlagten Bemessungsgrundlagen verteilen sich auf 8.661 (VJ: 9.692) Unternehmen. Diese werden mit der Hauptveranlagung im März 2026 abgerechnet.

2. Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 58 TEUR beinhalten im Wesentlichen Geschenkevorräte (20 TEUR), sonstige Forderungen (30 TEUR) und Forderungen gegenüber Kreditinstituten aus ausstehenden Zinszahlungen (4 TEUR).

II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Kontokorrentguthaben bei Kreditinstituten2.8313.153-322
Festgelder000
Sonstige18216
Gesamt2.8493.155-306

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 735 TEUR beinhaltet für Folgejahre bezahlte Rechnungen u. a. für Wartungs- und Telekommunikationsverträge sowie Lizenzgebühren und EDV-Dienstleistungen.

Insbesondere entfallen 649 TEUR auf bereits geleistete Auszahlungen für Neuleistungen der IHK DIGITAL GmbH, die in den Folgejahren zum Einsatz kommen.

Vermögenszweckbindung

Wesentliche Komponenten der Weiterentwicklung des Finanzstatuts bilden eine zusätzliche Darstellung der Aktivseite (Finanz- und Geldvermögen) und die Eigenkapitalstruktur.
Die Darstellung des Finanz- und Geldvermögens ist darauf ausgerichtet, die Zweckbindung aller vorhandenen Vermögenswerte schlüssig und nachvollziehbar auszuweisen. Sie ist gemäß dem beschlossenen Finanzstatut obligatorischer Bestandteil des Jahresabschlusses.

Finanz- und Geldvermögen

Die finanzielle Vorsorge hat sich wie folgt entwickelt:

 01.01.2025
in TEUR
Abbau
in TEUR
Aufbau
in TEUR
31.12.2025
in TEUR
Risikovorsorge4.3361.56802.768
Instandsetzungs- bzw. haltungsvorsorge3.46501703.635
Pensionsverpflichtungen532043575
Gesamt8.3331.5682136.978

 

 

 

 

 

 

 

Der Zweck der zum Stichtag vorhandenen Vermögenswerte ergibt sich aus der Darstellung „Finanz- und Geldvermögen“ (siehe Anlage 1/8/5).

Um eine angemessene und zuverlässige Vorsorge für die Deckung nicht geplanter Verluste zu schaffen, wurde die notwendige Risikovorsorge im Rahmen der Wirtschaftsplanung ermittelt. Basis für die Bemessungshöhe bildet dabei eine Risikoanalyse und -bewertung. In dieser Risikoermittlung werden ausschließlich Sachverhalte aufgenommen, die nicht bereits durch die Wirtschaftsplanung, Versicherung, Rücklagen sowie Rückstellungen abgedeckt sind, wie die Vorsorge für konjunkturbedingte Schwankungen im Beitragsaufkommen, bei den Eintragungsgebühren in der Erstausbildung und Fortbildung, technische IT-Risiken, mögliche Rückforderungen für erhaltene Fördermittel sowie Risiken aus Verträgen mit Dienstleistern im Bereich der Vertrags- und Leistungsrisiken. Die durchgeführte Risikoanalyse ergab unter Beachtung eines wirtschaftsüblichen Konfidenzintervalls von 95 Prozent bei der Risikosimulation aller Risiken für das Jahr 2025 einen Risikowert von rd. 2.768 TEUR.

Die Instandsetzungs- bzw. haltungsvorsorge erfolgt auf der Grundlage eines Gutachtens für die Gebäude der Bogislawstr. 20 (Alt- und Neubau) in Höhe von 3.635 TEUR. Es wird von einer Umsetzung der Maßnahmen bis zum Jahr 2035 ausgegangen.

In Höhe von 575 TEUR spiegelt sich der Bedarf zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen aufgrund von Pensionsverpflichtungen wider.
 

Passiva

Eigenkapital

Das Finanzstatut sieht eine Eigenkapitalstruktur mit einem sonstigen Eigenkapital und einem Ergebnis vor.

Das Eigenkapital ist eine Residualgröße, die sich aus dem Saldo von Vermögen und Schulden ergibt. Es dient gemeinsam mit dem Fremdkapital der Finanzierung der vorhandenen Vermögenswerte. Der Zweck der zum Stichtag vorhandenen Vermögenswerte ergibt sich aus der Darstellung „Finanz- und Geldvermögen“ (siehe Anlage 1/8/5) gemäß der Finanzwirtschaftlichen Grundsätze der IHK zu Leipzig.

Das Sonstige Eigenkapital ist Bestandteil des Eigenkapitals und beträgt 16.210 TEUR.

Zum 31.12.2025 beträgt das Ergebnis inkl. Vortrag 1.699 TEUR.

Sonderposten

Die ausgewiesenen IHK-Immobilien wurden, beginnend ab 1990, mit Nutzung unterschiedlichster Förderprogramme (Bund, Land, EU) vor allem zu Weiterbildungszwecken mit Bau- und Ausrüstungsinvestitionen gefördert. Entsprechend den definierten Förderbedingungen sind unterschiedliche Bindungsfristen für den geförderten Zweck (insbesondere Bildung) zu beachten.

Für die Gebäude in Leipzig, Bogislawstr. 20 (Altbau/Neubau) wurden für die Errichtung eines Bildungszentrums in zeitlich voneinander abgegrenzten Phasen Mittel in einem Gesamtumfang von 7.818 TEUR ausgereicht. Die Bindungsfrist läuft aufgrund der unterschiedlichen Phasen der Errichtung/Modernisierung spätestens am 30.09.2027 aus. Unter Beachtung des Wertverzehrs bis zum 31.12.2025 ist ein Sonderposten in Höhe von 378 TEUR zu bilden.

In 2025 wurden dafür 216 TEUR ertragswirksam aufgelöst.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betragen 3.256 TEUR.
Davon entfallen auf sonstige Rückstellungen 2.681 TEUR sowie auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 575 TEUR.
Ein Rückstellungsspiegel ist als Anlage 1/8/2 beigefügt.

Verbindlichkeiten
 31.12.2025
in TEUR
31.12.2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1.0401.194-154
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen301515
Sonstige Verbindlichkeiten41034367
Gesamt1.4801.552-72

 

 

 

 

 

 

 

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist die Summe aller zum Bilanzstichtag unbezahlten Lieferantenrechnungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die ZAW Leipzig GmbH, Leipzig.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere kreditorische Debitoren (386 TEUR).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von 76 TEUR betrifft hauptsächlich die Projekte Enterprise Europe Network (EEN) (57 TEUR) und „Ab in die Mitte!“ (18 TEUR).

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

- im Folgenden auch „GuV“ -

1. Erträge aus Beiträgen

Die Beiträge setzen sich aus Grundbeiträgen und Umlagen zusammen. Die Bemessungsgrundlage für die Umlage ist der Gewerbeertrag bzw. der Gewinn aus Gewerbebetrieb.

Die Erträge aus Beiträgen werden unterschieden nach den Veranlagungen des laufenden Jahres (vorläufig) und den Veranlagungen aus Vorjahren (endgültig). Weiterhin werden sie nach den leistungsabhängigen Umlagen und den gestaffelten leistungsabhängigen Grundbeiträgen unterschieden. Der Umlagesatz für 2025 lag wie im Vorjahr bei 0,13 Prozent. Die Grundbeitragsstaffeln sind gegenüber 2024 unverändert und liegen zwischen 30 EUR und 8.500 EUR.

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Grundbeiträge laufendes Jahr6.5296.110419
Umlagen laufendes Jahr4.3323.672660
Grundbeiträge Vorjahre7771.285-508
Umlagen Vorjahre2.8981.3761.522
IHK-Beiträge14.53612.4432.093

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Erträge aus Grundbeiträgen und Umlagen liegen um 1.686 TEUR deutlich über den Planungen und sind stark geprägt von Einmaleffekten (siehe Anlage 1/8/3 Mindestgliederung zur GuV).

2. Erträge aus Gebühren

Aus den hoheitlichen Aufgaben der IHK ergeben sich Erträge aus Gebühren, die sich in Ausbildungs-, Weiterbildungs- und sonstige Gebühren gliedern.

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Gebühren Berufsbildung3.4283.39731
Gebühren Weiterbildung1.05498074
Sonstige Gebühren1.1571.029128
Gebühren5.6395.406233

 

 

 

 

 

 

 

Die Erträge im Bereich der Gebühren sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegen 239 TEUR über dem Planansatz. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Gebührenanpassung zum 1. Januar 2025.

3. Erträge aus Entgelten

Unter den Erträgen aus Entgelten werden alle kostenpflichtigen Serviceleistungen zusammengefasst.

Der größte Teil davon betrifft die Erlöse aus dem Verkauf von Prüfungsaufgaben (38 TEUR). Die sonstigen Entgelte beinhalten überwiegend entgeltliche Stellungnahmen und Beratungen (13 TEUR).

6. Sonstige betriebliche Erträge

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Erträge aus öffentlichen Zuwendungen1159025
Erträge aus Mieten und Pachten5859-1
Verwaltungskosten und sonstige Erlöse3638-2
Andere sonstige betriebl. Erträge438470-32
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten2162160
Sonstige Erlöse194513-319
Sonstige betriebliche Erträge1.0571.386-329

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Öffentliche Zuwendungen erhielt die IHK zu Leipzig für das Projekt „Passgenaue Vermittlung Auszubildender an ausbildungswillige Unternehmen“ vom Zentralverband des Deutschen Handwerks und das Projekt Enterprise Europe Network (EEN). 

Im Bereich der anderen sonstigen betrieblichen Erträge sind zum größten Teil die Zuwendungen für das Projekt „Ab in die Mitte – Die City-Offensive Sachsen“ und Kostenbeteiligungen dritter am Neujahrsempfang der IHK zu Leipzig enthalten. 

Die sonstigen Erlöse beinhalten Erträge aus Auslandsprojekten (54 TEUR VR China und 13 TEUR Ägypten), Erträge aus der Herabsetzung von Pauschalwertberichtigungen (3 TEUR), Erstattungen aus sonstigen Personalaufwendungen (4 TEUR), Auflösung von Rückstellungen (8 TEUR), sowie periodenfremde Erträge (111 TEUR) mit Zahlungseingängen aus abgeschriebenen Forderungen, Betriebskostenabrechnungen und Gutschriften aus Vorjahren.

7. Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von 3.167 TEUR setzt sich wie folgt zusammen:

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe539574-35
Aufwendungen für bezogene Leistungen2.6282.388240
 Honorare Dozenten66146-80
Gutachten07-7
Prüferentschädigungen95786592
Mieten604456148
Bewirtung12410816
Künstlerhonorare770
Sonstige Fremdleistungen64157368
Druckleistungen2292263
Materialaufwand3.1672.962205

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Materialaufwand überschreitet den Planansatz 2025 um rund 157 TEUR. Unter Berücksichtigung der gemäß § 9 Abs. 1 des Finanzstatuts der IHK zu Leipzig zulässigen Planabweichungen in Höhe von 50 TEUR ergibt sich ein verbleibender Mehraufwand von 107 TEUR. Dieser ist im Wesentlichen auf erhöhte Aufwendungen für Prüferentschädigungen zurückzuführen.

8. Personalaufwand

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Gehälter6.9626.461501
Soziale Abgaben, Aufwand
für die Altersversorgung und Unterstützung
1.5491.292257
Personalaufwand8.5117.753758

 

 

 

 

 

 

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2025 planmäßig um ca. zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Die dauerhafte Besetzung der Stellen (durchschnittlich 126,4 Vollzeitäquivalente/VJ: 116,0) aufgrund einer deutlich geringeren Fluktuation, gestiegene Sozialversicherungsabgaben sowie zusätzliche Stellen sind hierfür ursächlich.

9. Abschreibungen

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände624022
Gebäude und Gebäudeeinrichtungen2282280
Betriebs- und Geschäftsausstattungen76697
Geringwertige Wirtschaftsgüter33303
Abschreibungen39936732

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Abschreibungen werden grundsätzlich linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Sonstige Personalaufwendungen29425044
Mieten, Pachten, Leasing2112083
Aufwendungen für Fremdleistungen, Lizenzen u. a.3.4002.907493
Rechts- und Beratungskosten34324499
Sonstige Aufwendungen/IHK-Magazin5254-2
Bürobedarf, Literatur, Kommunikation67060862
Reisen, Bewirtung, Repräsentation531384147
Marketing, Öffentlichkeitsarbeit,
Ausstellg./Messen u. a.
500208292

Versicherungen, Mitgliedschaften, Beiträge zu
Wirtschaftsverbänden sowie Projekte, Studien und
Zuwendungen zur regionalen Wirtschaftsförderung

Aufwendungen DIHK

2.538

 

404

2.339

 

511

199

 

-107

Aufwendungen für Grundstücke und Gebäude sowie
Einrichtungsgegenstände bzw. IT
1.2431.21627
Andere betriebliche Aufwendungen513662-149
Sonstige betriebliche Aufwendungen10.2959.0801.215

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen den Sachaufwand aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Insgesamt ist ein Mehraufwand inkl. der Zuführung zu Rückstellungen von 1.215 TEUR gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Die Mehraufwendungen für Fremdleistungen, Lizenzen u. a. resultieren zum größten Teil aus zusätzlichen Aufwendungen bei den Sicherungsdiensten (Baustellenüberwachung) während der Errichtung der PV-Anlagen am IHK-Objekt in der Bogislawstraße.

Der Anstieg im Bereich der Beiträge zu Wirtschaftsverbänden resultiert u. a. aus der vom Präsidium beschlossenen Zuwendungen an die HHL gemeinnützige GmbH (HHL) und von der Vollversammlung beschlossenen Zuwendungen an die Invest Region Leipzig GmbH (IRL), die ZAW Leipzig GmbH (ZAW), das Sächsische Wirtschaftsarchiv e. V. (SWA) sowie die Wirtschaftsjunioren Leipzig e. V.

Für die Lehrstuhlfinanzierung an der HHL besteht seit 2024 eine Rückstellung in Höhe von 170 TEUR p. a. Zusätzlich wurde für die Jahre 2026 bis 2029 eine Zuführung in Höhe von 117 TEUR (abgezinst) vorgenommen, um die jährliche Zuwendung auf 200 TEUR zu erhöhen.
Für das SWA wurden für die institutionelle Förderung Rückstellungen für die Jahre 2026 bis 2030 in Höhe von jeweils 85 TEUR p. a. gebildet (410 TEUR abgezinst). Für die IRL wurden Rückstellungen für den Zeitraum 2026 bis 2030 in Höhe von 75 TEUR p. a. gebildet (362 TEUR abgezinst). 
Für die ZAW wurden Rückstellungen zur Förderung der Berufsorientierung bis zum Ende des Schuljahres 2026/2027 in Höhe von 292 TEUR (abgezinst) gebildet. Für die Durchführung der Mitteldeutschen Regionalkonferenz (MiRKo) 2026 wurde eine Rückstellung in Höhe von 30 TEUR für die Wirtschaftsjunioren Leipzig e. V. gebildet.

Die anderen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u. a. Abschreibungen auf Forderungen wegen Uneinbringlichkeit (300 TEUR), periodenfremde Aufwendungen (48 TEUR), Verluste aus Forderungsverzicht (47 TEUR) und Wertberichtigung von Forderungen aus IHK-Beiträgen (50 TEUR).

Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses wird im Wege eines Umlageverfahrens erhoben. Berechnungsgrundlage des Umlageverfahrensanteils ist der Durchschnitt des in den letzten drei Jahren angefallenen Stundenaufwandes für diese Tätigkeit je IHK am Gesamtaufwand. IHK übergreifende Gemeinschaftsleistungen werden durch Grundbeiträge sowie für sonstige Leistungen mittels Tages- und Stundensätzen abgerechnet. Die jeweiligen Honorare enthalten anteilige Gemeinkosten und unterliegen dem Kostendeckungsprinzip.

Finanzergebnis

 2025
in TEUR
2024
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 
des Anlagevermögens
153247-94
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge6365-2
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf 
Wertpapiere des Umlaufvermögens
000
Zinsen und ähnliche Aufwendungen-12-8-4
Finanzergebnis204304-100

 

Die Erträge des Finanzergebnisses entfallen auf Finanzanlagen, die entsprechend den Regeln des FS angelegt sind.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen den Aufwand aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen.

Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen die Grund- und KFZ-Steuer.

Ergebnis

Inklusive des Vortrages aus dem Jahr 2024 schließt die Gewinn- und Verlustrechnung mit einem Ergebnis von 1.698.782,98 EUR.

D. Erläuterungen zur Finanzrechnung

Die Cash-Flow-Ermittlung erfolgt nach der direkten Methode gemäß Anlage V des FS.

1. Verwaltungstätigkeit

Die Einzahlungen aus laufendender Verwaltungstätigkeit beinhalten zum größten Teil Einzahlungen aus Beiträgen, Einzahlungen aus öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten (Erträge und Gebühren) sowie die sonstigen Einzahlungen.

Zu den Auszahlungen gehören im Wesentlichen die sonstigen Auszahlungen und Steuern, alle Personalauszahlungen sowie alle Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen. 

2. Investitionstätigkeit

Es wurden Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände (36 TEUR) und den Sachanlagen (618 TEUR) getätigt.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

 Plan 2025
in TEUR
Zugänge 2025
in TEUR
Veränderungen
in TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände9736-61
Sachanlagen
- Grundstücke und Gebäude
2.236
0
618
0
-1.618
0
Technische Anlagen und Maschinen
davon:
- PV-Anlage (Goerdelerring/Bogislawstr.)
- energetisch-/brandschutztechnische Dach- und Fassadenertüchtigung
- Planungsleistungen für energetisch-/brandschutztechnische Dach- und Fassadenertüchtigung sowie PV-Anlagen
- Kälte- und Klimasystem
1.969

640
790
220

300
21

0
0
0

0
-1.948

-640
-790
-220

-300

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
davon: 
- E-Ladestation (Bogislawstr. 20 Tiefgarage)
- Lichtreklame IHK-Logo

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

267

20
60

0
88

19
0

509

-179

-1
-60

509

Gesamtsumme Investitionen2.333654-1.679

3. Finanzmittelbestand

Am Ende der Periode liegt der Finanzmittelbestand mit -307 TEUR über dem Vorjahresniveau und beträgt somit 2.849 TEUR.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der jährliche Gesamtaufwand aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit über einem Jahr beträgt 113 TEUR.

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen der IHK zu Leipzig in Höhe von 728 TEUR aus öffentlichen Auftragsvergaben. Die im Jahr 2025 begonnene Errichtung von Photovoltaikanlagen an den IHK-Standorten Goerdelerring 5 sowie Bogislawstraße 18/20 in Leipzig bzw. Erneuerung der Kälte- und Klimatechnik werden 2026 abgeschlossen.

Darüber hinaus sind keine Verbindlichkeiten passiviert, die durch Pfand- oder ähnliche Rechte gesichert sind. Es bestehen keine Patronatserklärungen und Bürgschaften.

2. Mitglieder des Präsidiums und der Hauptgeschäftsführung im Geschäftsjahr 2025:

IX. Wahlperiode

Präsident:
Kristian Kirpal
KET Kirpal Energietechnik GmbH Anlagenbau & Co.  KG, Wermsdorf - Geschäftsführer

Vizepräsidenten:
Jeanette Baudach
DIPAT Vorsorgegenossenschaft e.G., Leipzig – Vorstand

Martin Buhl-Wagner
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig - Geschäftsführer

Andreas Heilmann
GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Leipzig - Geschäftsführer

Christophe Hug
Tilia GmbH, Leipzig - Geschäftsführer

Andreas Prokop
Cyrcle Media GmbH, Leipzig  - Geschäftsführer

Prof. Dirk Thärichen
Konsum Leipzig eG, Leipzig - Vorstandssprecher

Ingo Winkler
Ratskeller der Stadt Leipzig GmbH, Leipzig - Geschäftsführender Gesellschafter

Corinne Ziege
Nikkiso Cryotec GmbH, Wurzen - Geschäftsführerin

Eine Übersicht über die Mitglieder der aktuellen Vollversammlung ist unter www.leipzig.ihk.de

Hauptgeschäftsführer:
Dr. Fabian Magerl 

Stellvertretender Hauptgeschäftsführer:
Mario Bauer

3. Personalübersicht

 20252024
Führungskräfte
Mitarbeiter
12,0
114,4
11,0
105,0
Summe126,4116,0
davon:
- Projektbeschäftigte
- Befristete Arbeitsverhältnisse
- Geringfügige Beschäftigte/Studentische Hilfskräfte

4,4
3,9
0,3

3,1
2,1
0,1
außerdem:
- Beschäftigte in Mutterschutz/Elternzeit

3,0

2,0

(Übersicht nach Vollzeitäquivalenten in Durchschnittswerten je Quartal, Rundungsdifferenzen möglich)

Die Bruttogehälter der Geschäftsführung der IHK zu Leipzig (bestehend aus vier Mitgliedern unter Beachtung einer Kapazität von 4,0 % Vollzeitäquivalenten) betrugen im Jahr 2025 rd. 539 TEUR. 

Leipzig, 1. April 2025

Kristian Kirpal
Präsident

Dr. Fabian Magerl
Hauptgeschäftsführer


Anlage 1/8/1 | Anlagenspiegel

Anlage 1/8/2 | Rückstellungsspiegel

Anlage 1/8/3

Anlage 1/8/4 | Beteiligungsübersicht zum 31. Dezember 2025

Unternehmen, SitzHöhe des AnteilsEigenkapital
(EUR)
Ergebnis des
Geschäftsjahres
(EUR)
in Prozentin EUR
Zentrum für Aus- und
Weiterbildung Leipzig GmbH,
Leipzig
100,00245.600,005.111.948,90-637.904,91
agentur für innovationsförderung
und technologietransfer gmbh leipzig i.L.
(AGIL GmbH Leipzig), Leipzig*
100,0025.600,00370.167,2012.213,23
HHL gemeinnützige GmbH, Leipzig33,75230.085,00208.631,69-18.836,00

Die Angaben beziehen sich auf die geprüften Jahresabschlüsse der Gesellschaften des Geschäftsjahres 2025.

* befindet sich mit Ablauf des 30.06.2024 in Liquidation

 

Anlage 1/8/5 | Finanz- und Geldvermögen für das Geschäftsjahr 2025

Das Vermögen der IHK zu Leipzig zum 31. Dezember 2025 setzt sich zusammen aus den Immateriellen Vermögensgegenständen, dem Sachanlagevermögen, den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen und Sonstige Ausleihungen sowie dem Finanz- und Geldvermögen. Dieses setzt sich im Wesentlichen zusammen aus liquidierbaren Finanzanlagen und anderen Vermögensgegenständen sowie liquiden Mitteln. Die Darstellung "Finanz- und Geldvermögen" dient ausschließlich dem Nachweis der Zweckbindung der aufgeführten Bilanzposten.

Anlage 1/9 | Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025
 

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen


1. Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie im IHK-Bezirk Leipzig 2025
Die deutsche Wirtschaft hatte auch 2025 mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. Dennoch konnte nach zwei Rezessionsjahren ein minimales Wachstum erzielt werden. So ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2025 um 0,2 Prozent1 gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Basis für diese Entwicklung waren in erster Linie gestiegene Konsumausgaben – sowohl der privaten Haushalte als auch des Staates. Im Gegensatz dazu ist die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe erneut gesunken. Insbesondere die exportorientierte Industrie befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Lage. Neben den im internationalen Vergleich hohen Arbeits- und Energiekosten sowie bürokratischen Belastungen, führten die höheren US-Importzölle und Herausforderungen auf dem chinesischen Absatzmarkt zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsposition. Weiterhin rückläufig waren die Investitionen in Ausrüstungen und Bauten. 

Im Zuge der anhaltenden konjunkturellen Schwächephase blieb die Stimmung der Unternehmen im IHK-Bezirk Leipzig auch 2025 weiter angespannt. Die Lagebeurteilungen der Unternehmen haben sich zum Ende 2025 gegenüber dem Vorjahresstand kaum verändert. So melden aktuell 34 Prozent der Unternehmen eine gute Geschäftslage2 und damit ein Prozentpunkt weniger als vor einem Jahr.

Der Anteil mit einer schlechten Lageeinschätzung4 sank ebenfalls zum Vorjahresstand, und zwar um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent. Im Ergebnis stieg der aktuelle Saldo aus positiven und negativen Lagebeurteilungen5/4 lediglich von 13 auf 15 Punkte.

Im Vergleich der Wirtschaftsbereiche sind geringe Verbesserungen der Lagesalden in der Industrie, im Baugewerbe, im Einzelhandel und im Dienstleistungsgewerbe festzustellen. Etwas kräftiger fiel der Anstieg im Großhandel und im Verkehrsgewerbe aus. Eine große Ausnahme stellt hingegen die Entwicklung im Gast- und Tourismusgewerbe dar. Hier ist ein deutliche Stimmungseinbruch gegenüber dem Jahresende 2024 festzustellen. Der Lagesaldo stürzte von 14 auf -17 Punkte ab.

Auch wenn sich der Lagesaldo insgesamt minimal verbesserte, ist die konjunkturelle Schwächephase nicht überwunden. So bleibt in der aktuellen Konjunkturumfrage der Saldo der Umsatzentwicklung in den meisten Wirtschaftsbereichen negativ. Insgesamt melden für das vergangenen Jahr 36 Prozent4 der Unternehmen Umsatz- und 42 Prozent Ertragsrückgänge. Neben den gesunkenen Umsatzzahlen spielt dabei der unverändert hohe Kostendruck eine entscheidende Rolle.

Die nachfolgende Tabelle sowie die grafische Darstellung zu ausgewählten Strukturdaten für den IHK-Bezirk Leipzig bestätigen die insgesamt schwache wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr.

Ausgewählte Strukturmerkmaleakt. verfügbarer
Zeitpunkt/-raum7
IHK-Bezirk
Leipzig
Zahl der aktiven IHK-zugehörigen Unternehmen/
Gewerbetreibende (ohne Betriebsstätten)
Stand: Dez. 202570.014
dar. im Handelsregister eingetragene
Unternehmen
Stand: Dez. 202521.744
Anzahl der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten
Stand: Juni 2025452.923
Anzahl der ArbeitslosenStand: Dez. 202545.396
Arbeitslosenquote in ProzentStand: Dez. 20257,7
Umsatz im Bergbau/Verarbeitendes Gewerbe in 1.000 €Jan. bis Nov. 202514.866.968
Umsatz im Bauhauptgewerbe in 1.000 €Jan. bis Okt. 20251.415.137
Umsatz im Baunebengewerbe in 1.000 €Jan. bis Sep. 2025772.129
Anzahl der BaugenehmigungenJan. bis Nov. 20251.442
Anzahl der GewerbeanmeldungenJan. bis Sep. 20256.646
Anzahl der GewerbeabmeldungenJan. bis Sep. 20255.266
Anzahl der UnternehmensinsolvenzenJan. bis Sep. 2025214
Anzahl der ÜbernachtungenJan. bis Okt. 20254.772.067

Tabelle 1: Ausgewählte Strukturdaten für den IHK-Bezirk Leipzig im Jahr 2025

Die Zahl der IHK-zugehörigen Unternehmen bzw. Gewerbetreibenden hat sich 2025 nur noch leicht um 74 auf 70.014 erhöht. Damit hat sich der Anstieg der vergangenen Jahre deutlich abgeschwächt. 2024 lag die Zunahme noch bei fast 1.000 Unternehmen. Während die Zahl der Kleingewerbetreibenden um ca. 700 zurückging, stieg die Anzahl der im Handelsregister eingetragenen Firmen um fast 800. Da im Mai 2025 alle IHK-zugehörigen Unternehmen auf die neue Wirtschaftszweigsystematik WZ 2025 umgeschlüsselt wurden, ist eine branchenbezogene Betrachtung schwierig, da über 1.000 Unternehmen neben ihrem Branchenschlüssel auch ihre Branchenzugehörigkeit wechselten.

Die anhaltende konjunkturelle Schwächephase war 2025 deutlich auf dem Arbeitsmarkt zu spüren. So sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erstmals seit 2009 um 837 auf knapp 453.000 Personen. Absolut betrachtet waren die stärksten Rückgänge bei der deutschen Bevölkerung, bei Vollzeitkräften und Personen ab 50 Jahren zu beobachten. Zugenommen hat hingegen die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer sowie der Beschäftigten in Teilzeit.

Der bereits 2024 erkennbare Rückgang der Arbeitskräftenachfrage hat sich 2025 nochmals verstärkt. Aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung verzichten viele Unternehmen derzeit auf Neueinstellungen. Im Ergebnis ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gestiegen und lag im Dezember 2025 um mehr als 3.800 Personen über dem Vorjahresstand. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dementsprechend von 7,1 auf 7,7 Prozent.

Die Umsatzzahlen im Bergbau und Verarbeitenden Gewerbe konnten 2025 nach bisher vorliegendem Datenstand bis einschließlich November gegenüber dem Vorjahr um etwa 1 Prozent zulegen. Mit Ausnahme der Bereiche „Herstellung von Metallerzeugnissen“, „Herstellung von sonstigen Waren“, „Herstellung von elektronischen Erzeugnissen“ und dem „Fahrzeugbau“ konnte die Mehrheit der Industriebranchen meist geringe Umsatzzuwächse gegenüber 2024 erzielen. Etwas deutlicher fiel der Umsatzzuwachs in der „Chemischen Industrie“ und der „Herstellung von Papier und Pappe“ aus.

Auch die Umsatzentwicklung im Baugewerbe war in Summe positiv. So stieg der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe im Jahresvergleich um 6 Prozent (Januar bis Oktober) und im Baunebengewerbe um knapp 2 Prozent (Januar bis September). Dabei resultiert der Zuwachs vor allem aus den gestiegenen Baupreisen und weniger durch eine gestiegene Nachfrage. Wie die aktuelle Konjunkturumfrage zudem zeigt, kann nur ein Viertel der Baubetriebe einen Umsatzzuwachs vermelden, fast die Hälfte jedoch einen Umsatzrückgang.

Die Entwicklung im Gast- und Tourismusgewerbe verlief 2025 sehr unbefriedigend. Nachdem die Anzahl der Gästeübernachtungen im Beherbergungsgewerbe bereits 2024 um 2,3 Prozent gesunken war, hat sich die Abwärtsdynamik 2025 weiter beschleunigt. So sanken die Übernachtungszahlen bis zum Stand November 2025 um 5,2 Prozent. Auch im Gastronomiesektor waren viele Betriebe mit der Umsatzentwicklung unzufrieden. Zum einen reduzierten die privaten Verbraucher ihre gastgewerblichen Ausgaben, zum anderen verschlechterte sich aufgrund hoher Kosten für Energie, Personal und Nahrungsmittel vielerorts die Ertragslage. Insbesondere im ländlichen Raum führte der Mangel an Fach- und Arbeitskräften vermehrt zu Schließungen und Angebotsreduzierungen.

Der Blick auf die aktuelle Gewerbeanzeigenstatistik (Daten bis Ende September) zeigt hingegen sowohl einen Anstieg bei den Gewerbeanmeldungen (9,3 Prozent) als auch bei den Gewerbeabmeldungen (5,3 Prozent). Der Saldo aus Anmeldungen und Abmeldungen liegt nach wie vor mit über 1.300 Meldungen im Plus.

Ein weiterer Anstieg um über 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist 2025 bei den Unternehmensinsolvenzen zu beobachten. Dies ist Folge der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Entwicklung, die immer mehr Unternehmen in Schwierigkeiten bringt. Dass davon auch zunehmend größere Unternehmen betroffen sind, zeigt der Blick auf die insolvenzbedingten voraussichtlichen Forderungen. Diese stiegen von etwa 220 Mio. Euro im Jahr 2024 auf über 1,06 Mrd. Euro im vergangenen Jahr.

Die anhaltende Investitionsschwäche konnte auch 2024 nicht überwunden werden. Die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen der Wirtschaft waren weiter rückläufig. Zumindest konnte der Abwärtstrend bei den Baugenehmigungen gestoppt werden. So stagnierte die Zahl der Baugenehmigungen im IHK-Bezirk auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Nach dem starken Rückgang im Jahr 2024 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen wieder um etwa 10 Prozent. Die zurückhaltenden wirtschaftlichen Perspektiven sowie die hohen Baupreise und Bauzinsen dürften die Investitionsplanungen jedoch auch weiterhin eher bremsen.

2. Geschäftsverlauf und Lage der IHK im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der Geschäftsverlauf 2025 stellt sich im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2025 positiver dar als erwartet.

Das Jahresergebnis in Höhe von -880 TEUR liegt um 328 TEUR über den Planansätzen (-1.208 TEUR). Zusammen mit dem Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Ergebnis von 1.699 TEUR.

3. Inhaltliche Schwerpunkte der IHK-Arbeit

Strategische Ausrichtung

Grundsätzliches Ziel der IHK-Arbeit ist die Förderung der regionalen Wirtschaft und deren Weiterentwicklung an einem dauerhaft attraktiven Standort. Leitbild hierbei ist die Vertretung des Gesamtinteresses der Mitgliedsunternehmen im IHK-Bezirk Leipzig gegenüber Politik und Verwaltung. In allen Kompetenzfeldern, sowohl bei der Interessenvertretung, den angebotenen Serviceleistungen als auch bei den hoheitlichen Aufgaben, versteht sich die IHK zu Leipzig als Dienstleisterin mit besonderem Fokus auf die Kunden- und Vertriebsorientierung. Sowohl die interne als auch die externe Kommunikation sind zentrale Erfolgsfaktoren, um Themen frühzeitig zu erkennen, eine Positionierung dazu vorzunehmen und diese vermarkten zu können. Interessenvertretung erschöpft sich hierbei nicht im Verfassen von Stellungnahmen, Medienmitteilungen und Positionspapieren, sondern lebt vom regelmäßigen persönlichen Austausch mit Entscheidungsträgern und der Vermarktung der Positionen und Angebote in zeitgemäßen Formaten.

Das Jahr 2022 war mit Blick auf die Interessenvertretung der Mitgliedsunternehmen und der regionalen Wirtschaft geprägt von den folgenden politischen bzw. gesellschaftlichen Schwerpunktthemen:

Ausgewählte Schwerpunkte in der Interessenvertretung
Mehrwegkonzept

Auf lokalpolitischer Ebene wurde im Jahr 2025 ein Fokus auf die Diskussion rund um eine mögliche Einführung einer Steuer auf Einwegverpackungen und -besteck für Speisen und Getränke zum Mitnehmen („Verpackungssteuer“) gelegt. Nachdem die Stadtverwaltung Leipzig durch den Stadtrat aufgefordert wurde, ein Konzept zur Umsetzung der Abgabe beziehungsweise der Müllvermeidung zu erarbeiten, brachte sich die regionale Wirtschaft in diesen Prozess ein. Unter Federführung der IHK zu Leipzig wurde gemeinsam mit Akteuren wie dem DEHOGA Sachsen, dem Handelsverband Sachsen, der Handwerkskammer zu Leipzig oder dem City Leipzig Marketing e. V. ein alternatives Konzept zur freiwilligen Einführung eines Mehrwegverpackungssystems in Leipzig erarbeitet. Dieses Konzept wird nun 2026 über die Verwaltung in die Stadtratsbefassung eingebracht. Ziel der IHK zu Leipzig ist in diesem Kontext, die Müllvermeidung in der Innenstadt zu unterstützen und gleichzeitig eine monetär und administrativ die Unternehmen und Endverbraucher belastende Abgabe zu vermeiden.

IHK-Roadshow

Nachdem im Februar 2025 ein neuer Bundestag gewählt wurde, war das erklärte Ziel der IHK zu Leipzig, das politische Netzwerk zu den (neu) gewählten Bundestagsabgeordneten zu stärken. Hierfür wurde ein neues Format entwickelt und im Oktober durchgeführt. Mit einer eintägigen „IHK-Roadshow“ besuchten IHK-Präsident Kristian Kirpal und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Fabian Magerl gemeinsam mit Abgeordneten aus dem Kammerbezirk Leipzig drei ausgesuchte Unternehmen. Die Unternehmensbesuche dienten dazu, den Abgeordneten aktuelle unternehmerische Herausforderungen und wirtschaftspolitische Bedarfe aus unterschiedlichen Branchen im Austausch mit den Betrieben vor Ort darzustellen. Hierbei wurde im Rahmen der Interessenvertretung das Angebot der engen Zusammenarbeit zwischen IHK und Bundestagsabgeordneten für die Legislaturperiode 2025 bis 2029 deutlich gemacht.

Standortzufriedenheitsanalyse – Gespräche Lokalpolitik

Aller fünf Jahre erheben die IHK zu Leipzig, die IHK Halle-Dessau sowie die Handwerkskammern zu Leipzig und Halle-Dessau in einem aufwendigen Erhebungs- und Auswertungsverfahren die lokale Standortzufriedenheit der Unternehmen im mitteldeutschen Raum (Kammerbezirke Leipzig und Halle-Dessau). Hierbei wurden Unternehmen in den 26 größten Städten des genannten Raums zur Zufriedenheit mit insgesamt 47 lokalen Standortfaktoren befragt. Die im Sommer 2025 vorgelegten Ergebnisse der Befragung waren Anlass, um anschließend zwölf Einzelgespräche mit den Oberbürgermeistern der befragten Städte im Leipziger Kammerbezirk zu führen. Dabei wurden jeweils lokale Standortstärken und -schwächen identifiziert und Verbesserungsvorschläge diskutiert. Die IHK zu Leipzig hat damit die regionalpolitischen Netzwerke im Kammerbezirk gestärkt und ihre Aufgabe als Interessenvertreterin der Unternehmen auf lokaler Ebene wahrgenommen.

Arbeitsmarkt / Fachkräftesicherung

Im Bereich Arbeitsmarkt standen zwei Themen auf Bundesebene im Fokus der IHK-Arbeit 2025: die Erhöhung des Mindestlohns und die Einführung einer zentralen Work-and-Stay-Agentur. Vor dem Hintergrund einer sehr herausfordernden konjunkturellen Lage und hohen Kostendrucks für viele Mitgliedsunternehmen sprach sich die IHK wiederholt gegen eine unverhältnismäßig hohe Erhöhung des Mindestlohns aus. Insbesondere die Dynamik des innerbetrieblichen Lohnabstandsniveaus und damit einhergehende weitere Lohnerhöhungen setzen sowohl die Wettbewerbsfähigkeit exportorientierter industrieller Produktion als auch konsumnahe Branchen wie Gastgewerbe und Einzelhandel unter Druck.

Gemeinsam mit den IHKs aus Chemnitz und Dresden hat die IHK zu Leipzig die Einführung einer zentralen Bearbeitungsstelle für Fachkräfteeinwanderung auf Bundesebene (sogenannte Work-and-Stay-Agentur) konstruktiv begleitet. Die konkrete Ausgestaltung dieser Agentur beziehungsweise die Aufgabenzuteilung konnte mit Mitgliedsunternehmen reflektiert und als Umsetzungsempfehlungen an die DIHK und die Bundesebene weitergegeben werden.

Wirtschaftsstrategie „Vision 2040“

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie (SMWA) hat Mitte 2025 einen breiten Partizipationsprozess zur Erarbeitung einer langfristigen Wirtschaftsstrategie „Vision 2040“ für den Freistaat Sachsen ins Leben gerufen. Die Erarbeitung der Strategie wurde dabei in vier thematische Arbeitsgruppen eingeteilt, bei denen die IHK zu Leipzig in zwei Arbeitsgruppen maßgeblich beteiligt war: Arbeitsgruppe Finanzierung/Förderung und Arbeitsgruppe Energie. In beiden Arbeitsgruppen waren sowohl Ehrenamts- als auch Hauptamtsvertreter der IHK vertreten und haben die inhaltlichen Erwartungen und Forderungen der Unternehmerschaft eingebracht.

Sondervermögen

Die IHK zu Leipzig hat 2025 den Verteilungsmechanismus des vom Bund zur Verfügung gestellten Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität auf Landes- und Kommunalebene kritisch begleitet. Maßgabe war, dass die Gelder des Sondervermögens strategisch in langfristig wirkende Projekte mit hohem Wertschöpfungsfaktor fließen. Die IHK hat sich dabei in vielen Gesprächen mit der Staatsregierung, aber auch mit Kommunalvertretern, für die Beibehaltung des im Sachsenfondsgesetz fixierten Mindestvolumens von 250.000 Euro ausgesprochen.

Bürokratieentlastung

Die Staatsregierung hat nach der Regierungsbildung im Freistaat Sachsen Anfang 2026 eine neue Koordinierungsstelle für Bürokratieabbau in der Staatskanzlei installiert. Hierauf nahmen die drei sächsischen IHKs Kontakt mit den Verantwortlichen dieser Koordinierungsstelle auf und riefen einen regelmäßig tagenden persönlichen Austausch ins Leben. In diesen Gesprächen spiegeln die IHKs direkt Bürokratiebelastungen auf Landesebene wider, die Mitgliedsunternehmen melden. Ziel ist es, mit diesem Austauschformat ab 2026 eine systematische Bürokratieentlastungsstrategie des Freistaats auf den Weg zu bringen.

Die IHK zu Leipzig hat ergänzend dazu einen sogenannten „Bürokratiemelder“ für die Mitgliedsunternehmen zur Verfügung gestellt. Dabei können Unternehmen per Formular konkrete Bürokratiebelastungen der IHK melden. Die Kammer sammelt diese und leitet sie systematisch an die verantwortlichen Stellen in Kommune, Land oder Bund weiter.

Ausbildungssituation zum 31.12.2025

Das Jahr 2025 schließt die IHK zu Leipzig mit insgesamt 3.175 neu eingetragenen Berufsausbildungsverträgen ab. Im Vorjahr wurden 3.425 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse im Verzeichnis registriert. Das entspricht einem Rückgang von 250 neu registrierten Ausbildungen bzw. minus 7,3 Prozent.

Kaufmännische Ausbildungsberufe

Im Jahr 2025 beträgt der Anteil der kaufmännischen Berufe weiterhin 59 Prozent an der Gesamtzahl der neu eingetragenen Berufsausbildungsverträge. Die am häufigsten gewählten Berufe sind Kauffrau/-mann im Einzelhandel (217), Verkäuferin/Verkäufer (215) sowie Kauffrau/-mann für Büromanagement (171). Mit zusammen 551 neu abgeschlossenen Berufsausbildungsverträgen in den Berufen des stationären Handels besteht im IHK-Bezirk weiterhin ein Schwerpunkt der dualen Berufsausbildung.

Gewerblich-technische Ausbildungsberufe

Im gewerblich-technischen Bereich wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.312 Ausbildungsverträge neu eingetragen, 92 Verträge weniger als 2024. Einzig die Berufe im Bereich Bau/Steine/Erden konnten 2025 mit 190 neuen Verträgen ein Plus erreichen (Vorjahr: 153).

Ausbildung im Rahmen von Umschulungen

Zu den bei der IHK eingetragenen Ausbildungs- und Umschulungsverhältnissen wurden im Jahr 2025 über alle Berufe zusätzlich 504 betriebliche sowie überbetriebliche Umschulungsverhältnisse eingetragen und betreut. Im Jahr 2024 waren es 514 neue Umschulungsverhältnisse und damit weiterhin ein hohes Niveau.

Weitere Unterstützungsleistungen

Auch im Jahr 2025 unterstützte die IHK zu Leipzig ihre Mitgliedsunternehmen durch das Projekt Einstiegsqualifizierung („Azubi auf Probe“) und das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt „Passgenaue Besetzung“ im KMU-Bereich. Die Unternehmen erhielten Hilfen in Form von Beratungen und Vermittlungen. Im Ergebnis kam es insgesamt zum Abschluss von 157 betrieblichen Verträgen (2024: 156 Verträge).

Prüfungen

Die IHK zu Leipzig hat im Jahr 2025 insgesamt 12.781 Prüflinge betreut. An den Erstausbildungsprüfungen (Zwischen- und Abschlussprüfungen) nahmen 7.304, an den Fortbildungsprüfungen 1.982 und an den Sach- und Fachkundeprüfungen 3.495 Prüflinge teil. Die Bestehensquote über alle abgenommenen Abschlussprüfungen in der Erstausbildung lag im Jahr 2025 bei 83,2 Prozent. Für alle Prüfungsbereiche betrug diese 78,9 Prozent.

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragsentwicklung sowie -lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2025 verminderte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 31.12.2024 um 91 TEUR auf 23.100 TEUR. Das Vermögen ist im Wesentlichen vom Wert der Gebäude und der Finanzanlagen geprägt. Es setzt sich überwiegend aus 17.186 TEUR langfristigem Anlagevermögen und 5.179 TEUR kurzfristigem Umlaufvermögen zusammen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Anlagevermögen um 253 TEUR, während sich das Umlaufvermögen um 285 TEUR verringerte.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 21 TEUR auf 2.330 TEUR im Jahr 2025. Dabei erhöhten sich die Forderungen aus Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und Leistungen um 103 TEUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände verminderten sich um 81 TEUR auf 58 TEUR zum Bilanzstichtag.

Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um 1.008 TEUR auf 3.256 TEUR. Die Verbindlichkeiten verminderten sich um 72 TEUR auf 1.480 TEUR.

Die Eigenkapitalquote ist von 81,0 Prozent auf 77,5 Prozent gesunken.

Die Bilanz trägt allen heute erkennbaren Risiken und sonstigen Verpflichtungen Rechnung. 

Die Geldanlage erfolgt gemäß den RFS zu § 21 FS ausschließlich in Festgeldern. Diese gewährleistet auch zukünftig die Handlungsfähigkeit und die sachgerechte Aufgabenerfüllung der IHK zu Leipzig.

Der Zweck der zum Stichtag vorhandenen Vermögenswerte ergibt sich aus der Anlage 1/8/5 Finanz- und Geldvermögen.

2. Ertragsentwicklung und -lage

Die Ertragslage der IHK ist im Geschäftsjahr von überplanmäßigen Erträgen sowohl aus Beiträgen als auch aus Gebühren geprägt. Die Mehrerträge aus Beiträgen resultieren im Wesentlichen aus Einmaleffekten.

Die Betriebserträge betragen im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 21.301 TEUR (Vorjahr: 19.288 TEUR).

Dabei stiegen die Erträge aus IHK-Beiträgen im Vergleich zum Vorjahr um 2.093 TEUR auf 14.535 TEUR.

Die Erträge aus Gebühren betragen 5.639 TEUR (Vorjahr: 5.406 TEUR), die Erträge aus Entgelten 69 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR). Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.057 TEUR (Vorjahr: 1.386 TEUR) sind neben den sonstigen betrieblichen Erträgen mit und ohne Steuer in Höhe von 438 TEUR vor allem Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (216 TEUR), Erträge aus öffentlichen Zuwendungen (115 TEUR), periodenfremde Erträge (111 TEUR) sowie Erträge aus Erstattungen (72 TEUR) maßgeblich.

Der Betriebsaufwand beträgt 22.372 TEUR (Vorjahr: 20.161 TEUR) und liegt damit 2.211 TEUR über dem Vorjahreswert. Dabei entfallen auf den Materialaufwand 3.167 TEUR (Vorjahr: 2.962 TEUR), auf den Personalaufwand 8.511 TEUR (Vorjahr: 7.753 TEUR), auf die Abschreibungen 399 TEUR (Vorjahr: 366 TEUR) und auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 10.295 TEUR (Vorjahr: 9.080 TEUR).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Kostensteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zu nennen. Diese betreffen Lizenzen und Konzessionen, Sicherungsdienste, Fremddienstleistungen, Marketingmaßnahmen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie die finanzielle Unterstützung verschiedener Projekte in Form diverser Zuwendungen, die die Vollversammlung der IHK zu Leipzig im Dezember 2025 beschlossen hat.

Das Finanzergebnis beträgt 204 TEUR (Vorjahr: 304 TEUR) und liegt damit 100 TEUR unter dem Vorjahreswert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt mit -868 TEUR um 299 TEUR unter dem Vorjahreswert (-569 TEUR). Dazu haben allgemeine Preissteigerungen beigetragen, die sich in allen Aufwandsbereichen bemerkbar machen. Hinzu kamen erhöhte Instandhaltungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Abwassersystem im IHK-Gebäude sowie einmalige Aufwendungen für die IHK-Wahl beziehungsweise die entgeltliche Nutzung externer Prüfungsorte während der Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Photovoltaikanlage.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Jahresergebnis in Höhe von -880 TEUR erwirtschaftet. Mit dem Ergebnisvortrag in Höhe von 1.702 TEUR aus dem Vorjahr und unter Berücksichtigung einer Abnahme des sonstigen Eigenkapitals von 877 TEUR ergibt sich ein Ergebnis von 1.698.782,98 EUR.

3. Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 618 TEUR. Davon entfielen 21 TEUR auf technische Anlagen und Maschinen sowie 88 TEUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Weitere 509 TEUR wurden als geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen. Diese betreffen die Planung und Errichtung einer Photovoltaikanlage für die IHK-Standorte Goerdelerring 5 und Bogislawstraße 18/20 in Leipzig sowie die Installation eines neuen Kälte- und Klimasystems am IHK-Standort Goerdelerring 5.

In immaterielle Vermögensgegenstände wurden 36 TEUR investiert.

Insgesamt erreichten die Investitionen im Geschäftsjahr 2025 ein Volumen von 654 TEUR. Damit lagen sie um 331 TEUR über dem Vorjahreswert.

III. Personalbericht

Die durchschnittliche Anzahl der Vollzeitäquivalente im Jahr 2025 (vierter Teil der Summe des Beschäftigtenbestandes nach Vollzeitäquivalenten jeweils zum Quartalsende) betrug 126,4 (Vorjahr 116,0). Darin enthalten sind im Schnitt vier Beschäftigte, die auf der Grundlage eines Projektes (Unterstützung von KMU bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen, IHK-Fachkräfteprojekt, Enterprise Europe Network) eingesetzt sind. Weiterhin sind drei Beschäftigte auf geringfügiger Basis tätig.

Im Durchschnitt befanden sich drei Beschäftigte in Mutterschutz beziehungsweise Elternzeit. Diese Stellen wurden befristet besetzt.

Das Geschlechterverhältnis stellt sich folgendermaßen dar: 37 Prozent Männer, 63 Prozent Frauen.

Das Organisationsentwicklungsprojekt „Organisation im Wandel – gemeinsam neue Wege gehen“ ist im Jahr 2025 erfolgreich vorangeschritten. Es konnten bereits zwölf laufende oder bereits abgeschlossene Teilprojekte in den Bereichen 

Willkommens- und Begrüßungsprozess für IHK-Neumitglieder, Onboarding neuer Mitarbeitender, Organisationsstruktur, Information, Austausch und Wissensmanagement sowie Ausschreibungs-, Beschaffungs- und Rechnungsprozess 

verzeichnet werden. Dabei wurden von den Mitarbeitenden 26 neue Einzellösungen entwickelt. Im Folgejahr werden noch fünf weitere Einzelprojekte, unter anderem ein internes Kommunikationskonzept, ein Schnittstellenkonzept sowie neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und ein Innovation Lab, erarbeitet.

Künstliche Intelligenz wird im Rahmen der Arbeitsprozesse der IHK zu Leipzig bereits über die Produkte ChatGPT und Microsoft Copilot genutzt. In Vorbereitung ist der Einsatz generativer KI im Rahmen eines „virtuellen IHK-Mitarbeitenden“.

Bei den Themen Gesundheitsvorsorge und Prävention führte die IHK zu Leipzig regelmäßige Ersthelferausbildungen, Begehungen von Arbeitsplätzen sowie betriebsärztliche Pflichtuntersuchungen durch. Außerdem wurde im Jahr 2025 durch die IHK zu Leipzig eine Gesundheitswoche sowie ein zusätzlicher Gesundheitstag, vordergründig mit Präventionsthemen, veranstaltet. Abgerundet wurden die Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Beschäftigten unter anderem durch regelmäßige Teilnahmen an Firmenläufen, Firmenwandertagen und die Beteiligung an Gesundheitspräventionskursen.

Die IHK zu Leipzig beteiligt sich seit mehreren Jahren an der Ausbildung von Juristen und bietet Ausbildungsplätze für Rechtsreferendare in der Verwaltungs- und in der Wahlstation an. Im Jahr 2025 absolvierten zwei Referendare einen Teil ihres juristischen Vorbereitungsdienstes bei der IHK zu Leipzig.

Die Weiterbildung und Qualifizierung der Beschäftigten hatte im Jahr 2025, wie auch in den vergangenen Jahren, einen wichtigen Stellenwert in der Personalentwicklung.

Viele Impulse für die eigene Qualifizierung und Weiterentwicklung kommen von den Beschäftigten selbst, beispielsweise im Rahmen der jährlichen Leistungseinschätzungsgespräche. Somit bildete die individuelle Weiterbildung der Beschäftigten einen Schwerpunkt der Qualifizierungsmaßnahmen im Jahr 2025.

Themen waren zum Beispiel Künstliche Intelligenz, Prüfungsrecht, Führung und Existenzgründungsberatung.

Darüber hinaus nahmen die Beschäftigten der IHK zu Leipzig im Jahr 2025 an 31 Fachtagungen und Konferenzen teil. Insgesamt absolvierte jede Beschäftigte beziehungsweise jeder Beschäftigte der IHK zu Leipzig im Durchschnitt zwei Qualifizierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2025.

Die IHK zu Leipzig schult ihre Beschäftigten konsequent nach den Bedürfnissen der Mitglieder auf Basis der Erkenntnisse aus der Akzeptanzanalyse und entwickelt im Rahmen eines Leitbildprozesses die Führungsgrundsätze sowie das Handeln gegenüber den Unternehmen auf Basis zentraler Organisationswerte zielgerichtet weiter.

IV. Prognosebericht

Konjunktureller Ausblick für das Jahr 2026

Analog zur Entwicklung der aktuellen Geschäftslage bewegen sich auch die Geschäftsaussichten der Unternehmen zum Jahresbeginn 2026 kaum von der Stelle. Von Aufbruchstimmung ist momentan noch nichts zu spüren.

Die Unsicherheit in der Unternehmerschaft ist nach wie vor hoch und die Zurückhaltung entsprechend groß. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt auch 2026 herausfordernd.

Geopolitische Instabilität, die protektionistische US-Handelspolitik und der Umbruch der globalen Wirtschaftsordnung schwächen das globale Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus dämpfen strukturelle Risiken wie steigende Energie- und Lohnkosten sowie ausufernde Bürokratie nach wie vor die Investitions- und Wachstumspotenziale der hiesigen Unternehmen.

Der Saldo der Geschäftserwartungen steigt gegenüber dem Jahresbeginn 2025 lediglich um einen Punkt auf -4 und bleibt damit weiterhin im negativen Bereich.

Nur jedes fünfte Unternehmen rechnet mit einer Verbesserung seiner Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten, knapp jedes vierte jedoch mit einer Verschlechterung. Damit haben sich die Prognosen gegenüber dem Jahresbeginn 2025 faktisch kaum geändert.

Nur im Dienstleistungs- (Saldo +3 Punkte) und im Verkehrsgewerbe (+1 Punkt) liegen die Prognosesalden knapp im positiven Bereich. In allen anderen Wirtschaftsbereichen bleiben sie unverändert im Minus: Industrie (-5 Punkte), Baugewerbe (-21 Punkte), Einzelhandel (-5 Punkte), Großhandel (-7 Punkte) und Gast- und Tourismusgewerbe (-17 Punkte).

Die Nachfrage entwickelt sich nur äußerst schleppend. Die gestartete Investitionsoffensive der Bundesregierung kommt bisher nicht bei den Unternehmen an. Nur 16 Prozent der Unternehmen melden aktuell steigende Auftragseingänge. In doppelt so vielen Betrieben (32 Prozent) sind diese jedoch rückläufig. Zumindest liegen die Umsatzerwartungen per Saldo mit 5 Punkten im Plus.

Wie vor einem Jahr sehen die meisten Unternehmen ihre Geschäftsentwicklung durch die Entwicklung der Arbeitskosten gefährdet. Auf den weiteren Plätzen des Risikoradars folgen mit deutlichem Abstand die Inlandsnachfrage, die Höhe der Energiepreise und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Unter letzterem Faktor werden insbesondere die ausufernde Bürokratie, hohe Steuern und Abgaben, die steigenden Lohn- und Lohnnebenkosten, aber auch der zunehmende globale Protektionismus (Zölle) sowie Kriege und Unruhen genannt. Aufgrund der sinkenden Personalnachfrage geht das Risikopotenzial des Fachkräftemangels weiter zurück.

Angesichts der schwachen Geschäftsprognosen fehlt den Unternehmen weiterhin die Grundlage für eine Erhöhung ihrer Investitionsaktivitäten. Nur 16 Prozent der Unternehmen planen derzeit, ihre Investitionsausgaben aufzustocken, 22 Prozent werden diese jedoch zurückfahren. Damit sinkt der Investitionssaldo gegenüber dem Vorjahresstand um zwei auf -6 Punkte. Knapp jeder vierte Betrieb verzichtet ganz auf Investitionen.

Aufgrund der äußerst verhaltenen Geschäftsaussichten sehen die Unternehmen kaum Spielraum für Neueinstellungen. Freiwerdende Stellen werden in vielen Fällen nicht nachbesetzt. Die Folge: Die Personalnachfrage bleibt branchenübergreifend sehr schwach. Der Saldo aus Firmen mit steigenden beziehungsweise sinkenden Personalplanungen liegt momentan bei 0 Punkten und damit 6 Punkte niedriger als vor einem Jahr. Ein weiterer Rückgang der Beschäftigung in der gewerblichen Wirtschaft ist somit nicht auszuschließen. Die stärkste Nachfrage kommt derzeit von Verkehrs- und Logistikbetrieben.

Entwicklung des Geschäftsverlaufs für das Jahr 2026

Die IHK zu Leipzig hat im Dezember 2025 durch die Vollversammlung einen Erfolgsplan für das Geschäftsjahr 2026 verabschiedet, der ein voraussichtliches Jahresergebnis von -1.051 TEUR vorsieht.

Wie in den Vorjahren hat die Vollversammlung der IHK zu Leipzig auf der Grundlage eines Mittelfristplans eine Prognose aufgestellt.

Wie bereits im Jahr 2024 setzt sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr der Trend fort, dass sich im Bereich der Erträge eine positive Entwicklung gezeigt hat, die die geplanten Erwartungen bei den Beiträgen um rund 13 Prozent und bei den Gebühren um etwa 4 Prozent übertroffen hat. Lediglich bei den Entgelten gab es eine Unterschreitung des geplanten Jahreswertes von rund 8 Prozent. Im Saldo zeigt sich eine Überschreitung der geplanten Betriebserträge von etwa 10 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2026 wird davon ausgegangen, dass die Erträge aus Gebühren eine Stabilisierung auf dem Niveau des Jahres 2025 erfahren. Diese Entwicklung wird durch die kontinuierlichen Prüfungen in der Aus- und Weiterbildung durch die IHK zu Leipzig und durch die zum 1. Januar 2025 erfolgte Gebührenanpassung gestützt.

Auch im Bereich der Beiträge gehen wir von einer vorsichtig positiven Einschätzung der künftigen Entwicklung aus. Wir erwarten, dass im Geschäftsjahr 2026 an das Niveau des Jahres 2025 angeknüpft werden kann. Unsere Prognosen berücksichtigen die anhaltend schwierigen nationalen und internationalen wirtschaftlichen Bedingungen, bedingt durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die Inflation und die im internationalen Vergleich in Deutschland zu hohen Energiekosten, die die Konkurrenzfähigkeit der sächsischen Unternehmen auch künftig beeinträchtigen werden. Infolge dieser Rahmenbedingungen ist davon auszugehen, dass sich in den Folgejahren negative Auswirkungen auf die Höhe der Gewerbeerträge beziehungsweise des Gewinns aus Gewerbebetrieb der IHK-Zugehörigen bemerkbar machen.

Inflationsbedingte Kostensteigerungen sind, wie bereits in den Vorjahren, berücksichtigt, insbesondere bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie in den Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Die Personalaufwendungen sind entsprechend der Personalübersicht berücksichtigt.

Mit der Wirtschaftssatzung zum Wirtschaftsplan 2026 der IHK zu Leipzig wurden gegenüber 2025 unveränderte Grundbeiträge und Umlagen beschlossen.

Nach dem am 9. Dezember 2025 von der Vollversammlung der IHK zu Leipzig verabschiedeten Wirtschaftsplan 2026 wird ein negatives Jahresergebnis von 1.051 TEUR erwartet. Während der Aufwand 20.694 TEUR beträgt, werden Erträge in Höhe von 19.643 TEUR prognostiziert.

V. Chancen- und Risikobericht

Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Gesamtinteressen ihrer zugehörigen Unternehmen gegenüber allen Bereichen der Politik, des Staates sowie der Verwaltung. Die damit verbundenen Risiken können sich deshalb aus einer nicht sachgerechten Wahrnehmung der Mitgliederinteressen und des gesetzlich definierten Aufgabenrahmens ergeben. Ferner können Risiken aufgrund der zu erbringenden Dienstleistungen und Services entstehen.

Die möglichen bestands- und erfolgsgefährdenden sowie die Entwicklung beeinträchtigenden Risiken für die IHK zu Leipzig lassen sich wie folgt klassifizieren: Änderungen des IHK-Gesetzes, Prozessrisiken, unternehmerische Tätigkeit, Beteiligungen und Projekte, finanzwirtschaftliche Risiken, vertragsrechtliche Risiken, Personalrisiken, organisatorische Risiken sowie steuerliche Risiken.

Das im Jahr 2009 eingeführte Risikomanagementsystem der IHK zu Leipzig wird kontinuierlich überwacht und fortgeschrieben. Die Kernprozesse inklusive aller rechnungsrelevanten Prozesse der IHK zu Leipzig sind dokumentiert und werden regelmäßig überprüft.

Aus der Überprüfung und Bewertung der Risiken ergeben sich hauptsächlich rechtliche Risiken aus regulatorischen Einflüssen der Politik. Diskussionspunkte wie die Fragen zu Alternativen zur Selbstverwaltung der Wirtschaft, der Reform des IHK-Gesetzes oder die Übertragbarkeit hoheitlicher Aufgaben auf staatliche Stellen bergen dabei nicht nur Risiken, sondern bieten auch Chancen für eine interne Neuausrichtung der Prozesse und der Organisation.

Erlasse neuer, die Wirtschaft belastender Regelungen sowie protektionistische Tendenzen und Sanktionen im Welthandel werden im Falle ihres Eintritts nicht nur Auswirkungen auf die Mitgliedsunternehmen, sondern auch auf die Finanzen der IHK zu Leipzig haben.

Die finanzielle und wirtschaftliche Situation der IHK zu Leipzig wird maßgeblich durch die konjunkturelle Lage im IHK-Bezirk geprägt, da das Beitragsaufkommen unmittelbar von der Ertragskraft der Mitgliedsunternehmen abhängig ist. Die positive Entwicklung der Gewerbeerträge beziehungsweise Gewinne aus Gewerbebetrieb, die auch unmittelbar die Höhe der Umlagezahlungen der IHK-zugehörigen Unternehmen an die IHK zu Leipzig beeinflussen, wird sich aufgrund des Krieges in der Ukraine seit Anfang 2022 künftig rückläufig gestalten, womit auch die IHK-Finanzen beeinträchtigt werden.

Die regionalen Unternehmen werden vor allem durch hohe Energiekosten, bürokratische Hemmnisse sowie einen branchenübergreifenden Fach- und Arbeitskräftemangel wirtschaftlich belastet. Mit der jeweiligen Wirtschaftslage korrespondieren allerdings auch die weiteren Ertragsbereiche der IHK, die maßgeblich durch Gebühren bestimmt werden. So werden die Bereitschaft zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, die demografische Entwicklung und die Auslastung der Veranstaltungen stark von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation beeinflusst.

Eine weitere Zunahme der Gewerbeerträge in der Wirtschaftsregion Leipzig wie in den Vorjahren ist aufgrund der beschriebenen Auswirkungen auf die Wirtschaft nicht zu erwarten. Handelskonflikte nehmen immer mehr Einfluss auf wichtige Exportmärkte und damit auch auf die Wachstumschancen regionaler Unternehmen.

Wie der bevorstehende Strukturwandel in der mitteldeutschen Region aufgrund der Energiewende sowie die Transformation der Automobilwirtschaft gelingen kann und dabei die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes auf Dauer erhalten bleibt, wird in enger Abstimmung zwischen Wirtschaft und Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung diskutiert. Positive Effekte für die Wirtschaft sind jedoch erst langfristig zu erwarten.

Auf Gefährdungen, die die täglichen Geschäftsabläufe beeinträchtigen können, reagiert die IHK zu Leipzig auf verschiedenen Ebenen.

Durch interne Kontrollmechanismen sowie die Beachtung und Weiterentwicklung von Qualitätsstandards werden die Dienstleistungen und Produkte der IHK zu Leipzig permanent beobachtet und an die sich verändernden Bedürfnisse angepasst. Mittels Beteiligungscontrolling erkennt die IHK zu Leipzig frühzeitig mögliche Risiken und überprüft beispielsweise die verbundenen Unternehmen auf die Einhaltung der Regelungen laut Satzung und Geschäftsordnung sowie anhand ausgewählter Schwerpunkte.

Die Überwachung beziehungsweise Kontrolle des verbundenen Unternehmens der IHK zu Leipzig erfolgt zusätzlich unter anderem durch den im Jahr 2013 neu gebildeten Aufsichtsrat der ZAW Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig GmbH.

Durch den hohen informationstechnischen Vernetzungsgrad der Arbeitsprozesse in der IHK zu Leipzig und die daraus resultierende Abhängigkeit vom störungsfreien Betrieb der elektronischen Informations- und Kommunikationstechnik werden die Wiederherstellungszeiten der EDV-Systeme bei technischen Unterbrechungen vertraglich abgesichert und deren Einhaltung mittels Tests jährlich überprüft.

Risiken, die den Bestand der IHK zu Leipzig gefährden oder die Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können, werden aus heutiger Sicht nicht gesehen.

Im Rahmen der Risikovorsorge greift die IHK zu Leipzig auf das Eigenkapital zurück. Bei der Bildung und Vorhaltung von Kapital und Vermögen wurde beachtet, dass laut IHK-Gesetz Vermögen nur zur Erfüllung der Aufgaben der IHK vorgehalten werden darf.

Im Rahmen der Risikovorsorge werden die folgenden finanzwirtschaftlichen Grundsätze für die IHK zu Leipzig angewendet: Verlässlichkeit der Leistung, intertemporale Verteilung des Aufwands, Beitragsgerechtigkeit und Beitragsstabilität sowie Eigenfinanzierung vor Fremdfinanzierung.

Das sonstige Eigenkapital dient als Residualgröße und ermöglicht neben der Finanzierung der vorhandenen Vermögenswerte den Ergebnisausgleich bei ergebniswirksamen Schwankungen der geplanten Erträge und/oder Aufwendungen. Mit ihm werden Mindererträge (Ertragsausfälle) und unvorhergesehene Mehraufwendungen, die das geplante Ergebnis verändern, ausgeglichen.

Um bestehenden Verpflichtungen, beispielsweise aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen, sowie der Abdeckung finanzieller Risiken nach dem Gebot der Schätzgenauigkeit beziehungsweise zur finanziellen Vorsorge nach dem Grundsatz der Zweckbindung nachzukommen, wird die notwendige Höhe des vorzuhaltenden Finanz- und Geldvermögens im Rahmen der Wirtschaftsplanung ermittelt.

Für die IHK zu Leipzig wurden im Rahmen der Risikoermittlung im Zusammenhang mit dem aufzustellenden Zweckspiegel zum Finanz- und Geldvermögen die nachfolgend aufgeführten Risiken identifiziert.

Bei den Grundbeiträgen und Umlagen ergeben sich Risiken aufgrund von Schwankungen beziehungsweise durch den Ausfall großer Beitragszahler, die etwa ein Drittel des Umlagevolumens ausmachen. Als weiteres Risiko gelten in diesem Bereich die Abweichungen zwischen Vorauszahlungen und den endgültigen Beitragsabrechnungen.

Die Beitragszahlungen im Jahr 2025 waren unter anderem geprägt durch erhöhte Vorauszahlungen auf Basis der Gewerbeertragsdaten aus Vorjahren. Einige Unternehmen hatten aufgrund wirtschaftlicher Betroffenheit durch die Corona-Pandemie von der Anpassung ihrer Beitragsvorauszahlungen Gebrauch gemacht. Dies führt zu höheren Beitragszahlungen aus Vorjahren. Einige Unternehmen hatten von der Anpassung ihrer Beitragsvorauszahlungen aufgrund wirtschaftlicher Betroffenheit durch die Corona-Pandemie Gebrauch gemacht, was zu höheren Beitragszahlungen aus Vorjahren führt.

Die wirtschaftlichen Belastungen für die Wirtschaft werden sich in den künftigen Gewerbeerträgen niederschlagen und können so zu Mindererträgen aus IHK-Beiträgen führen.

Im Bereich der Gebühren bestehen Risiken bezüglich der geplanten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Prüfungen sowie aufgrund rückläufiger Ausbildungsverhältnisse in der gewerblichen Wirtschaft der Region.

Ein weiterer Risikobereich betrifft die vertraglichen Risiken im Zusammenhang mit den IT-Systemen, da die überwiegende Aufgabenerfüllung der IHK unter Nutzung der IT stattfindet. Hier wurde betrachtet, welche zusätzlichen Aufwendungen im Falle eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls der IT-Dienstleister zu erbringen sind.

Im Bereich der Haftungs- und Rechtsfragen bestand 2025 das Risiko möglicher Rückforderungen bei erhaltenen Fördermitteln für nicht zuwendungsfähige Ausgaben, da die Prüfungen durch die Zuwendungsgeber in der Regel vier Jahre nach der Verwendung erfolgen. Ein weiteres Risiko resultiert aus Verträgen mit Dienstleistern im Bereich der Vertrags- und Leistungsrisiken.

Auf Basis der unter Beachtung der genannten Grundsätze durchgeführten Risikoanalyse und -bewertung ergeben sich bei einem wirtschaftsüblichen Konfidenzintervall von 95 Prozent bei der Risikosimulation folgende Risikoprognosen für die IHK zu Leipzig:

Für das Jahr 2025 wurden im Zuge der Erstellung des Wirtschaftsplans Risiken in Höhe von rund 2.768 TEUR ermittelt. Die Betrachtung der möglichen Auswirkungen auf das finanzielle Risiko durch den andauernden Ukraine-Krieg hat sich entgegen den Erwartungen nicht in der erwarteten Härte ausgewirkt.

Bei den Sachanlagen besteht die Notwendigkeit zur Instandsetzung und Sanierung von Gebäuden. Die dafür zur Verfügung stehende Instandsetzungsbzw. -haltungsvorsorge gebildet auf der Grundlage von Gutachten - wurde vor dem Hintergrund der geplanten Investitionen 2025 am IHK-Standort Bogislawstraße 20 in Leipzig reduziert. 

Chancen, die sich für die weitere Entwicklung der IHK zu Leipzig ergeben, liegen vor allem in der weiteren Etablierung der IHK als Dienstleister für die gewerbliche Wirtschaft. Das Leistungsangebot, von der Gründung bis zur Unternehmensnachfolge, kann den Unternehmen in ihrer Breite und Tiefe unmittelbar angeboten werden. Die IHK zu Leipzig arbeitet kontinuierlich an der weiteren Verbesserung der Kundenbeziehungen und bedarfsgerechten Leistungserbringung gegenüber den gewerblichen Unternehmen im IHK-Bezirk. Dafür kommt u. a. ein CRM-System zum Einsatz. Weiterhin hat das Präsidium der IHK zu Leipzig im Jahr 2018 eine Digitalisierungsstrategie verabschiedet, die auf der Grundlage der Bedürfnisse der Mitglieder und Kunden Handlungsfelder für die IHK zu Leipzig bis zum Jahr 2030 vorgibt. Ziel ist es u. a., die Kontaktqualität und -häufigkeit der Mitglieder mit der IHK zu Leipzig zu erhöhen und damit die Akzeptanz zu verbessern.

Aber auch Effizienz bspw. durch den Abbau von Medienbrüchen und Prozessautomatisierung sowie Kundenzufriedenheit durch Erhöhung der Erreichbarkeit und Transparenz in den Leistungserstellungsprozessen gilt es zu erhöhen und dabei die Mitglieder, Kunden aber auch die IHK-Beschäftigten in diese Transformation einzubeziehen. Erste Digitalisierungsprojekte wurden erfolgreich abgeschlossen, weitere befinden sich in Planung, die sowohl nach innen wie nach außen wirken. 

Die Bindung der Unternehmen zur IHK und die Zufriedenheit werden dadurch nachhaltig gestärkt. Zudem bestätigt der jüngste Beschluss des Bundesverfassungsgerichts die gesetzliche Mitgliedschaft in den IHKs und stärkt damit die funktionale Selbstverwaltung. 

Es ist allerdings auch richtungsweisend zu Themen wie Binnenpluralität sowie zur Gesamtinteressenvertretung in der bzw. durch die IHK, woraus sich künftige Anforderungen für die IHK-Organisation ergeben. Beispielweise werden die wirtschaftspolitischen Positionen der IHK zu Leipzig unter Beteiligungsmöglichkeit aller IHK-Zugehörigen von der Vollversammlung verabschiedet. 

Zudem sprechen Wirtschaftsnähe, eine effiziente Aufgabenerbringung für die Wirtschaft, außenwirtschaftliche Kompetenz, die regionale und zugleich zahlenmäßige Bezirksstruktur sowie die vielfältigen Kontakte zu Behörden für die IHK zu Leipzig. Ebenso war die Beratung bzw. der Service der IHK zu Leipzig bspw. zu den Auswirkungen der Energiekrise sowie der dauerhaft hohe Fach- bzw. Arbeitskräftebedarf auf die Unternehmen im Jahr 2025 eine zusätzliche Herausforderung für die Organisation und insbesondere für das eingesetzte Personal der IHK zu Leipzig. 

Weiterhin wird die Aufbau- und Ablauforganisation der IHK zu Leipzig durch eine dienstleistungsorientierte Personal- und Organisationsentwicklung anhand der Anforderungen der IHK-Zugehörigen nach einer starken Interessenvertretung und einem kompetenten Dienstleister für die regionale Wirtschaft fortlaufend überprüft und optimiert. Vor diesem Hintergrund wurde 2025 das Organisationsentwicklungsprojekt „GO“ mit der erfolgreichen Umsetzung erster Maßnahmen fortgeführt. Dem regionalen Fachkräfteengpass und den daraus entstehenden Folgen nicht zuletzt auch für die IHK zu Leipzig als Arbeitgeber begegnet die IHK zu Leipzig mit dem erfolgreich umgesetzten Employer-Branding-Konzept, das 2025 fortgeschrieben wurde.

Mit der konstituierenden Sitzung der Vollversammlung der IX. Wahlperiode im Juni 2021 wurde zudem die Grundlage für die weitere Entwicklung der IHK im Zeitraum 2021 bis 2026 gelegt. Im Jahr 2021 verabschiedete die neu gewählte Vollversammlung die Schwerpunkte der IHK-Arbeit für die IX. Wahlperiode. Die darin aufgeführten Handlungsfelder und bereichsübergreifenden Zielstellungen orientieren sich an den gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben der IHK zu Leipzig in Verbindung mit den regionalen Erfordernissen. Aus diesen Schwerpunkten werden aufgrund aktueller Erfordernisse jährlich Aufträge abgeleitet und mit dem Wirtschaftsplan berücksichtigt.

Als wesentliches finanzielles Einzelrisiko sind die aktuellen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf Beiträge zu nennen. Bei den Beiträgen liegt das Risiko für das Geschäftsjahr 2026 in sinkenden Gewerbesteuervorauszahlungen.

Ausgewählte Unternehmen des IHK-Bezirks sind von den Sanktions- bzw. Embargobestimmungen für Russland, Weißrussland und die in der Ostukraine von Russland anerkannten Gebiete unmittelbar betroffen. Das kann bei Unternehmen zur Anpassung von Vorauszahlungen und perspektivisch auch zu einer geringeren Beitragszahlung aufgrund von sich verschlechternden Betriebsergebnissen in den betreffenden Einzelfällen führen. Auf erhebliche Teile der Wirtschaft wirkt sich der Krieg jedoch mittelbar aufgrund steigender Preise für Energie, Vorprodukte und Lieferungen aus.

VI. Nachtragsbericht

Über die normale Entwicklung der Geschäftstätigkeit hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, hervorzuheben.

 

Leipzig, 1. April 2026

 

gez. Kristian Kirpal                                                                gez. Dr. Fabian Magerl
Präsident                                                                                   Hauptgeschäftsführer

Ihre Kontaktperson

Bei Fragen hilft Ihnen Mario Bauer gerne weiter.

T: +49 341 1267-1112
M: +49 173 5877737
F: +49 341 1267-1150
E: mario.bauer@leipzig.ihk.de

Porträt von Mario Bauer