Gesetzlicher Mindestlohn

Aktuelle Höhe des Mindestlohnes

Zum 1. Juli 2022 wurde der flächendeckende Mindestlohn um 63 Cent auf 10,45 Euro brutto angehoben. Dies entspricht der Empfehlung der Mindestlohnkommission aus dem Juni 2020, die zum damaligen Zeitpunkt eine schrittweise Anhebung sowohl für 2021 als auch für 2022 vorgeschlagen hatte. 

Zum 1. Oktober 2022 wird der Mindestlohn auf 12 Euro erhöht. Gleichzeitig wird der Minijob mit seiner bisher geltenden 450-Euro-Grenze an den Mindestlohn angepasst. Damit wird er künftig zum 520-Euro-Job. Die Grenze des sogenannten Übergangsbereichs („Midijobs“) wird von 1.300 auf 1.600 Euro angehoben.

Auf der Seite des Zolls finden Sie eine Auflistung der berücksichtigungsfähigen Lohnbestandteile (Zulagen und Zuschläge), die den Mindestlohnanspruch arbeitergeberseitig erfüllen. 

Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn gelten nur noch für die gesetzlich definierten Fallgruppen (z. B. Jugendliche unter 18 Jahre ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Praktikanten während eines Pflichtpraktikums oder eines bis zu dreimonatigen Orientierungspraktikums, Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten einer Beschäftigung nach Beendigung der Arbeitslosigkeit usw.).

Regelungen zu (höheren) Branchen-Mindestlöhnen bleiben vom gesetzlichen Mindestlohn unberührt.

Für Auszubildende gilt bereits seit 2020 die Mindestausbildungsvergütung. Für das 1. Ausbildungsjahr stieg diese zum 1. Januar 2022 auf 585 Euro pro Monat. Die nächste Erhöhung folgt zum 1. Januar 2023 auf 620 Euro.

Ansprechpartner

Beschäftigungspolitik und Fachkräftesicherung | Geschäftsfeldmanager Standortpolitik

Martin Steindorf

E-Mail martin.steindorf@leipzig.ihk.de
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Fax0341 1267-1422