Kreativwirtschaft

In den letzten Jahren hat sich die Kreativwirtschaft in ganz Deutschland zu einer der dynamischsten Branchen entwickelt. Über 4.400 Unternehmen mit mehr als 44.000 festangestellten und freien Mitarbeitern haben in und um Leipzig ihren Sitz. Als Innovationstreiber und Impulsgeber erlangten zahlreiche Firmen und ihre Angebote mediale Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist die Branche jedoch sehr heterogen und zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Klein- und Kleinstbetrieben sowie überdurchschnittlich viele Selbstständige aus.

NEUSTART KULTUR Förderprogramm des Bundes

Mit dem Rettungsprogramm NEUTSTART Kultur sollen verschiedene Bereiche von Kultur und Medien gefördert. Im Fokus stehen dabei privatfinanzierte Kultureinrichtungen, die pandemiebedingte Ausfälle zu verzeichnen hatten und nun vor der Wiedereröffnung ihrer Häuser stehen und somit der Kreativwirtschaft und deren Akteure eine Zukunftsperspektive bieten. Das Programm gliedert sich in folgende Förderbausteine:
 

NEUSTART KULTUR für pandemiebedingte Investitionen

  • Wer? Nicht überwiegend öffentlich geförderte Kultureinrichtungen (Kinos, Museen, Theater, Musikclubs und Festivals etc.)
  • Was? Pandemiebedingte intensive Umbau-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen (Sicherungsmaßnahmen in Kassenbereichen, Umbau von Lüftungs- und Sanitäranlagen, Ausbau von IT-Infrastruktur und Technikausstattung, räumliche Erweiterung
  • Wie? 5.000 - 100.000 EUR Förderhöhe, mindestens 10% an Eigen- und/oder Drittmitteln erforderlich (auch Spenden/Sponsoring)
     

NEUSTART KULTUR für kleinere und mittlere Musikbühnen/Musikclubs

  • Wer? BetreiberInnen von kleineren und mittleren Livemusik-Spielstätten (max. 2000 unbestuhlte Plätze, max. 1000qm Veranstaltungsfläche)
  • Was? Ausgaben, die zur konkreten Programmplanung, konzeptionellen und programmatischen Neuorientierung beitragen (u.a. auch Gagen und Mietkosten für Equipment); Formate der Nachwuchsförderung, Gender Equality, Professionalisierung, Vernetzung und Modellprojekte
  • Wie? Projektbezogener Zuschuss von bis zu 90% der Gesamtausgaben; Mindestförderhöhe von 10.000 EUR (je nach Kapazität des Musikclubs); Investitionen in technisches Equipment (max. 30% der Gesamtausgaben)
  • Wann? Antragsstellung bis 31.10.2020 möglich
     

NEUSTART KULTUR für VeranstalterInnen und Musikfestivals

  • Wer? Veranstalterinnen und Veranstalter von Livemusik-Programmen, musikalischen Veranstaltungsreihen und Musikfestivals
  • Was? Programmplanung zur Wiedergewinnung eines vielfältigen musikalischen Angebots, Nachwuchsförderung, Gender Equality, Professionalisierung, Vernetzung und Modellprojekte und pandemiegerechte Kulturerlebnismodelle
  • Wie? Mindestförderhöhe 10.000 EUR; Einmalig, projektbezogener Zuschuss bis zu 80% der Gesamtausgaben abhängig von der Anzahl der Veranstaltungen und verkauften Tickets in den Jahren 2017-2019; Investitionen in technisches Equipment bis max. 15% der Gesamtausgaben förderfähig
  • Wann? Antragsstellung bis 31.10.2020 möglich
     

NEUSTART KULTUR für Verlage und Buchhandlungen

  • Wer? Buchverlage, die in den letzten zwei Jahren mindestens drei Titel verschiedener AutorInnen publiziert haben
  • Was? Druckkosten, Produktionskosten für gedruckte und Hörbücher
  • Wie? Mindestförderhöhe 2.500 EUR, max. Förderhöhe 10.000 EUR; Einmalig, projektbezogener Zuschuss bis zu 70% der Gesamtausgaben; pro Vertrag Antragstellung
  • Wann? Antragsstellung bis 31.10.2020 möglich

Freiraumfinder der Stadt Leipzig

Der Freiraumfinder ist eine Vermittlungsplattform zwischen Kreativwirtschaft und Immobilienmarkt in der Stadt Leipzig. Das Online-Portal macht verfügbare Räume entsprechend der individuellen Bedürfnisse beider Seiten sichtbar. Ziel ist es, Immobilienanbieter und Raumsuchende in optimalen Partnerschaften zusammenzuführen – temporär, langfristig oder unbefristet.

Freiraumfinder

Business Speed Dating

Die IHK zu Leipzig organisiert gemeinsam mit dem Branchennetzwerk Kreatives Leipzig e. V. und der Handwerkskammer zu Leipzig ein Business Speed Dating. Bei diesem Veranstaltungsformat treffen Unternehmer der Kreativwirtschaft auf Vertreter der „klassischen“ Wirtschaft. Beim "Business-Speed-Dating" sitzen je ein Macher und ein Gestalter an einem Tisch. In den jeweils sechsminütigen Gesprächen können sich mögliche Kooperationspartner kennenlernen. Danach erfolgt ein Wechsel des Gesprächspartners, sodass jeder Macher auf jeden Gestalter trifft. In kürzester Zeit erhalten die Teilnehmer einen Überblick über regionale Kreativunternehmen und deren Dienstleistungen.

IHK-Branchenbericht der Kultur- und Kreativwirtschaft

Die sächsischen Industrie- und Handelskammern haben erstmals eine gemeinsame Befragung ihrer Mitgliedsunternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft durchgeführt.

Mittlerweile 26.000 sächsische IHK-Unternehmen sind in ihrem Hauptbetätigungsfeld der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) zuzurechnen. Das entspricht einem Anteil von 10,5 Prozent aller IHK-Mitgliedsbetriebe im Freistaat. Die Quote liegt damit leicht über dem Bundesschnitt von 8 Prozent.

Trotz dieser Entwicklung hat es die KKW nach wie vor schwer, in ihrer Wahrnehmung aus dem Schatten der im Freistaat traditionell starken Branchen wie Metall, Elektro, Chemie, Automobil, Ernährung, Energie etc. herauszutreten.

Daher zeigt der Branchenbericht wie sich die KKW im Vergleich zur sächsischen Gesamtwirtschaft darstellt, wodurch sich die einzelnen Teilmärkte der KKW auszeichnen, und, welche Handlungsfelder und Herausforderungen sich aus Branchensicht für die Zukunft abzeichnen.

Im Ergebnis ist ein Branchenbericht entstanden, der der KKW selbst als Arbeitsinstrument dienen, vor allem aber auch Interessierten aus anderen Branchen sowie Öffentlichkeit und Politik Einblicke in die KKW ermöglichen soll.

Internationalisierung von Dienstleistungen

Für Unternehmen der Dienstleistungsbranche stellt sich nicht selten die Frage, ob mit den eigenen Angeboten auch auf ausländischen Märkte vorgestoßen werden kann. Zur Beurteilung kommt es für Unternehmen zwar auch auf theoretisches Wissen in dem Bereich an, aber mehr noch auf praktische Hinweise. Diese gibt die Broschüre "Internationalisierung von Dienstleistungen" des DIHK, in der häufig gestellte Fragen praxisnah behandelt werden. In der Leseprobe erfahren Sie die Themen im Detail. Die gebundene Broschüre erhalten Sie über den DIHK-Verlag

Für Beratungen steht Ihnen die IHK zu Leipzig sowie das internationale Netzwerk der Außenhandelskammern zur Verfügung.