MB_04_111 | Merkblatt AP Fachinformatiker/-in FR Systemintegration 1997Seite drucken

Merkblatt zur Abschlussprüfung im IT-Beruf

„Fachinformatiker/-in Fachrichtung Systemintegration“ (Verordnung von 2020)

1. Prüfungsteile

AbschlussprüfungPrüfungsbereichPrüfungszeitGewichtung
Teil 1Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes90 min

20 %

Teil 2Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegrationmax. 40 h50 %
Konzeption und Administration von IT-Systemen90 min10 %
Analyse und Entwicklung von Netzwerken90 min10 %
Wirtschafts- und Sozialkunde60 min10 %

2. Schriftliche Prüfungsleistungen

Die Prüfungsleistungen der Abschlussprüfung
Teil 1: „Einrichten eines IT-gestützten Arbeitsplatzes“und der Abschlussprüfung

Teil 2: „Konzeption und Administration von IT-Systemen“, „Analyse und Entwicklung von Netzwerken“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ sind an bundeseinheitlichen Terminen schriftlich zu absolvieren.

3.1 Betriebliche Projektarbeit

Die Projektarbeit soll einen betrieblichen Auftrag bzw. einen abgegrenzten Teilauftrag unter Beachtung kundenspezifischer Wünsche und wirtschaftlicher Gesichtspunkte beinhalten. Bei der Auswahl der Projektarbeit müssen Terminvorstellungen des Kunden und Prüfungstermine miteinander in Einklang gebracht werden.

Der Projektantrag ist fristgemäß über das Online-Portal des elektronischen Projektantrages (vgl. Terminkette auf der Homepage der IHK zu Leipzig) einzureichen.

  • Ist ein Projektantrag bis zum Ende dieser Frist nicht im Online-Portal hochgeladen, wird die Prüfung als „nicht bestanden“ gewertet.
  • Die Bestätigung des Themas zur Projektarbeit erfolgt lt. Terminkette durch eine E-Mail-Benachrichtigung aus dem Online-Portal.
  • Die Bestätigung des Themas der Projektarbeit gilt nicht als Prüfungszulassung!
  • Mit der Durchführung des Projektes darf erst nach Genehmigung des Projektantrages durch den Prüfungsausschuss begonnen werden.
  • Falls die Genehmigung nicht erteilt wurde, ist ein neuer Antrag über das Portal des elektronischen Projektantrages einzureichen – Termin siehe Bescheid der Ablehnung!
  • Wenn ein beantragtes und genehmigtes Projekt nicht realisiert werden kann, ist sofort Kontakt zur IHK aufzunehmen.
  • Ergeben sich im Rahmen der Abwicklung eines Projektes Änderungen gegenüber dem Projektantrag, die den wesentlichen Teil nicht verändern, so kann das Konzept weiterverfolgt werden. In der Dokumentation sind diese Änderungen jedoch zu erläutern und zu begründen.

Die Bearbeitungszeit der Projektarbeit beträgt max. 40 Stunden. Die Erstellung der Dokumentation gehört zur Bearbeitungszeit für das betriebliche Projekt. Der Nachweis der Bearbeitungszeit erfolgt mit dem „Nachweis über die Durchführung für die Betriebliche Projektarbeit“. Dieser ist mit der Dokumentation einzureichen!
Die Vorlage finden Sie auf unserer Homepage.

Die Dokumentation ist ausschließlich als eine PDF-Datei im Portal des elektronischen Projektantrages einzureichen.
Achten Sie auf Vollständigkeit der Unterlagen.

Hinweise dazu finden Sie in der Handreichung zur Durchführung der Projektarbeit unter dem Punkt „Aufbau der Dokumentation“

Der Abgabetermin der Projektarbeit laut Genehmigungsbescheid ist unbedingt einzuhalten!

Wird unbegründet keine Dokumentation zum Abgabetermin hochgeladen, gilt dies als nicht erbrachte Prüfungsleistung
und wird mit 0 Punkten bewertet.

Im Rahmen der Bestimmungen der Prüfungsordnung ist eine Wiederholung der Projektarbeit mit einer neuen Aufgabenstellung möglich.

3.2 Präsentation und Fachgespräch

ProjektDokumentationPräsentation (13-15 min)Fachgespräch
50%25%25%

Sollte die Bewertung der Dokumentation unter 30 Punkte ergeben, wird der Prüfling nicht zum Fachgespräch zugelassen.

Präsentation
Zielgruppe der Präsentation ist der Prüfungsausschuss. Abhängig von Inhalt/Auftrag bzw. Auftraggeber kann dem Prüfungsausschuss für die Präsentation eine bestimmte Rolle zugewiesen werden, z. B. Kunde, Geschäftsleitung, Projektteam usw.

Die Funktion des Prüfungsausschusses bzw. Zielgruppe ist vor der Präsentation anzugeben.

Es wird keine erneute Verlaufsbeschreibung des Projektes erwartet, sondern die für das Projekt wichtigen Informationen über Projektumfeld, fachliche Entscheidungen und Handlungen sowie das Ergebnis des Projektes.

Fachgespräch
Die Fragen beziehen sich auf das durchgeführte Projekt und die Dokumentation. Das Nachfragen fachlicher Aspekte und daraus resultierender Grundkenntnisse ist erlaubt.

3.3 Bewertungskriterien

Bewertungskriterien der Dokumentation:

  • Ist-/Sollanalyse Darstellung Projektziele/Projektaufgaben (2 Pkt.), Darstellung Projektumfeld (2 Pkt.), Projektschnittstellen: technisch, organisatorisch, personell (3 Pkt.), Anforderungsanalyse (3 Pkt.)
  • Projektplanung Variantenvergleich/Entscheidungsfindung (3 Pkt.), Wirtschaftlichkeit, Kosten- und Nutzenanalyse (4 Pkt.), Ressourcen- und Ablaufplanung (3 Pkt.)
  • Projektdurchführung Darstellung Prozessschritte (3 Pkt.), Darstellung fachlicher Hintergrund (4 Pkt.), Einhaltung von Standards, Norman und Qualitätssicherung (2 Pkt.), Abweichungen, Anpassungen, Entscheidungen (1Pkt.)
  • Projektergebnisse Tests/Abnahme (6 Pkt.), Fazit (technisches, wirtschaftliches) (2 Pkt.), Ausblick (2 Pkt.)
  • Kundendokumentation (10 Pkt.)
  • Gestaltung der Dokumentation inhaltliche Form (Strukturierung, fach- und normgerechte Darstellung) (5 Pkt.), äußere Form (Gestaltung Text/Tabellen/Grafiken, Rechtschreibung, Grammatik, Bindung) (5 Pkt.)

Bewertungskriterien der Präsentation:

  • Zielgruppengerechte Darstellung Anpassung an gewählte Zielgruppe (5 Pkt.), sachliche und logische Gliederung der Präsentation (5 Pkt.)
  • Fachliche Hintergründe Verwendung und Erläuterung von Fachbegriffen (4 Pkt.), Darstellung von relevanten Zusammenhängen (6 Pkt.)
  • Präsentationstechnik Ausdrucksweise, Satzbau, Stil, Körpersprache (4 Pkt.), Medieneinsatz, Visualisierung, Rechtschreibung (4 Pkt.), Einhaltung zeitlicher Rahmen (2 Pkt.)

Bewertungskriterien des Fachgesprächs:

  • Beherrschung des relevanten Fachhintergrundes
  • Argumentation, Begründung, Gesprächsführung

4. Ermittlung des Prüfungsergebnisses (lt. Verordnung §16)

Auf Antrag des Prüfungsteilnehmers kann eine 15-minütige mündliche Ergänzungsprüfung beantragt werden, wenn:

  • sie für einen der drei schriftlichen Prüfungsbereiche der Abschlussprüfung Teil 2 gestellt wurde
  • der schriftliche Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend“ bewertet worden ist
  • die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann

Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten. Die Prüfung ist bestanden, wenn
1. im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mindestens „ausreichend“,
2. im Ergebnis von Teil 2 mindestens „ausreichend“,
3. in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mindestens „ausreichend“
und
4. in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 „ungenügend“ erreicht wurden.

Ihre Kontaktperson

Bei Fragen hilft Ihnen das Sekretariat Grundsatzfragen gerne weiter.

T: 0341 1267-1301
F: 0341 1267-1422
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