Der Abgabetermin ist zwingend einzuhalten.
Wird die Dokumentation ohne triftigen Grund nicht fristgerecht eingereicht, gilt die Prüfungsleistung als nicht erbracht. Gemäß den Bestimmungen der Prüfungsordnung kann die Projektarbeit mit einer neuen Aufgabenstellung wiederholt werden.
Die Bearbeitung des Projekts erfolgt in vier aufeinander aufbauenden Phasen:
Ist-/Sollanalyse, Projektplanung, Projektdurchführung sowie die Auswertung und Dokumentation der Projektergebnisse.
1. Ist/Sollanalyse:
- Darstellung der Projektziele und Projektaufgaben
- Darstellung des Projektumfeldes
- Projektschnittstellen: technisch, organisatorisch, personell
- Anforderungsanalyse
2. Projektplanung:
- Variantenvergleich, Entscheidungsfindung
- Wirtschaftlichkeit, Kostenanalyse und Nutzenanalyse
- Ressourcen- und Ablaufplanung
3. Projektdurchführung:
- Darstellung der Prozessschritte
- Darstellung des fachlichen Hintergrundes
- Einhaltung von Standards, Normen und Qualitätssicherung
- Projetauswertung, technisches Fazit, Abweichungen, Anpassungen, Entscheidungen
4. Auswertung und Dokumentation:
- Tests und Abnahme
- Fazit (technisch, wirtschaftlich)
- Ausblick
- Kunden- oder Benutzerdokumentation
Die eingereichte Version der Dokumentation bildet die verbindliche Grundlage für die Bewertung der Projektarbeit sowie für das anschließende Fachgespräch.
Form der Projektdokumentation
Die Projektdokumentation ist online zum Termin im PDF-Format (bis maximal 4 MB) bei der IHK zu Leipzig im Azubi-Infocenter einzustellen!
Weiterhin gelten folgende Festlegungen:
- Schriftgröße: 11 Punkt
- Zeilenabstände: 1 1/2 -zeilig
- Herstellung: einseitig bedruckt
- Sprache: deutsch
- Format: DIN A4
- Textausrichtung: Blocksatz
- Seitennummerierung: fortlaufend und beginnend mit Seite 1 mit dem Deckblatt
Struktur und Umfang der Projektdokumentation
Die Projektdokumentation umfasst:
Deckblatt
a) Projektthema
b) Name und Vorname des Prüflings
c) Prüflingsnummer
d) Ausbildungsberuf
e) Ausbildungsbetrieb und Praktikumsbetrieb
f) Projektzeitraum
Inhaltsverzeichnis als gesondertes Blatt
Projektantrag: Als Projektantrag ist zwingend die Webversion zu nutzen sowie einen Screenshot vom Genehmigungsstatus des Projektantrages anzufertigen.
Nachweisblatt: bestätigter Zeitnachweis der Projektdurchführung
Textteil:
a) die Problemstellung (projektrelevanter Hintergrund) zu erläutern,
b) Zeitliche Ablaufplanung (Meilensteine)
c) betriebliche Ergebnisse zu dokumentieren (als umfassende Beschreibung der Prozessschritte und der erzielten Ergebnisse),
d) das Ergebnis zusammenfassend darzustellen
e) weitere Hinweise:
Die Untergliederung im Textteil richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen.
Der Textteil der Projektdokumentation soll einen Umfang von maximal 15 Seiten haben (ohne Anlagen, Verzeichnisse bzw. Kundendokumentationen).
Tabellen, Grafiken, Prozessdarstellungen, Schaubilder oder Bilder, die das Verständnis der Projektdokumentation unterstützen, sollten im Textteil an geeigneter Stelle integriert werden. Umfangreiche Tabellen, Grafiken oder sonstige Darstellungen, die den Textfluss stören, sind als Anlage(n) beizufügen.
Im Textteil ist grundsätzlich auf jede beigefügte Anlage zu verweisen (Querverweis).
Verweise auf den Anhang oder andere Stellen im Dokument sind so vorzunehmen, dass sie nicht nur als Verlinkung in der digitalen Version, sondern auch in ausgedruckter Formnachvollziehbar sind.
6. Literaturverzeichnis/Quellenangabe
7. Glossar
8. Abkürzungsverzeichnis (falls sinnvoll bzw. erforderlich)
9. Anlagen
a) Die Anlagen sind in einem Verzeichnis aufzuführen.
b) Alle Anlagen sind fortlaufend zu nummerieren.
c) Der Umfang der Anlagen darf maximal 20 Seiten betragen (davon max. 3 Seiten Quellcode/Sourcecode als Auszug)
10. Kundendokumentation und Administratordokumentation (alle Berufe außer Kaufmann für IT-System-Management)
Es sind beide Dokumentationen erforderlich. Beide Dokumentationen sind Bestandteil einer vollständigen Projektdokumentation und sollten jeweils auf die Zielgruppe zugeschnitten sein.
Kundendokumentation: Bedienung und Nutzung des Systems für Anwender.
Die Kundendokumentation richtet sich an die späteren Anwender bzw. Kunden des umgesetzten Systems.
Die Dokumentation sollte so aufgebaut sein, dass ein Anwender die vorgesehenen Funktionen ohne technische Vorkenntnisse nachvollziehen und nutzen kann.
2. Administratordokumentation: Installation, Konfiguration, Administration, Wartung und Fehlerbehebung.
Die Administratordokumentation richtet sich an Personen, die für den technischen Betrieb, die Administration und Wartung des Systems verantwortlich sind.
Die Administratordokumentation sollte so detailliert sein, dass ein anderer Administrator das System nachvollziehen, betreiben und bei Bedarf warten oder erweitern kann.
Ausnahme: Bei einem rein technischen Projekt ohne Benutzer kann auf die Kundendokumentation verzichtet werden. Dies muss in der Projektdokumentation entsprechend begründet werden.
Beispiel:
„Da es sich um ein rein technisches Projekt ohne Benutzer handelt, wurde auf eine separate Kundendokumentation verzichtet. Alle relevanten Informationen sind in der Administratordokumentation enthalten.“
Die Seiten der Dokumentationen sind, beginnend mit Seite 1, gesondert zu nummerieren.
Der Umfang einer Dokumentation sollte 9 Seiten (einschließlich der Anlagen) nicht überschreiten und ist eigenständiger Bestandteil der Projektarbeit.
Bewertung
Die Prüfungsleistungen werden wie folgt gewichtet:
50% Projekt- und Kundendokumentation
50% Präsentation und Fachgespräch
Für die Präsentation sind vom Prüfling entsprechende Präsentationsmittel (siehe Antrag) anzugeben. Präsentationsmittel, die nicht zum allgemeinen Raum-Standard gehören (z. B. Laptop) sind vom Prüfling selbst bereitzustellen.
Aktualisierungsstand: 7. August 2026