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Pressemitteilung | 10.07.2026

IHK-Umfrage: Auszubildende setzen auf Praxis, Perspektiven und gute Erreichbarkeit

Leipzig, 10. Juli 2026. Die Auswertung der diesjährigen Befragung von 307 Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr (2025/2026) der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig gibt spannende Einblicke in die Sichtweisen und Lebenswelten junger Menschen in der Ausbildung. Besonders erfreulich ist dabei die gute Gesamtbewertung der Ausbildung und Lehrbetriebe. Insgesamt 86 Prozent der Auszubildenden in IHK-Berufen würden die Ausbildung in ihrem Unternehmen weiterempfehlen. 

Besonders wichtig bleibt für junge Menschen der direkte Bezug zur Praxis: Rund 93 Prozent der Befragten gaben an, dass praktische Tätigkeiten essenziell für die Entscheidung zu einer Ausbildung sind. 83 Prozent nannten den unmittelbaren Einstieg in den Berufsalltag als wichtigen Grund. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass junge Menschen bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebes genau auf Perspektiven und Rahmenbedingungen achten. Besonders überzeugend wirken Unternehmen, wenn sie attraktive Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten, ein wertschätzendes Betriebsklima sowie eine qualitativ hochwertige Ausbildung bieten. Zunehmend gewinnt auch das Unternehmensimage für die Jugendlichen an Bedeutung“, so Dr. Gert Ziener, Geschäftsführer Grundsatzfragen der IHK zu Leipzig.

Sowohl bei der Berufsorientierung als auch bei der Berufswahl und der Entscheidung für den Ausbildungsbetrieb werden das persönliche Umfeld sowie praktische Erfahrungen zunehmend wichtiger.

Auch beim Bewerbungsprozess zeigt sich weiterhin ein ausbildungsfreundlicher Markt: 30 Prozent der Jugendlichen erhielten bereits mit nur einer Bewerbung eine Zusage für den Ausbildungsplatz. Rund 61 Prozent der Befragten bekamen innerhalb eines Monats eine positive Rückmeldung der Unternehmen.

Ungelernte Beschäftigung und KI im Aufwind

Die Umfrage liefert erstmals Daten zu Beschäftigungsverhältnissen vor der Ausbildungsaufnahme und zeigt dabei auf, dass der Übergang von Schule in den Beruf von vielen Rahmenbedingungen und Faktoren in der Berufsorientierung abhängig ist. 29 Prozent der Befragten haben vor der Ausbildung ungelernt gearbeitet. Von den ungelernt tätigen Jugendlichen führten 70 Prozent die Tätigkeit länger als sechs Monate aus. 

Künstliche Intelligenz (KI) ist inzwischen Teil des Ausbildungsalltags, wie die neu aufgenommenen Fragen der Umfrage zeigen. Rund 60 Prozent der Auszubildenden nutzen KI-Anwendungen in ihrer Freizeit. 52 Prozent arbeiten in der Berufsschule mit Künstlicher Intelligenz; in der betrieblichen Ausbildung sind es 25 Prozent.

Erreichbarkeit von Berufsschulen und Ausbildungsstätten oft problematisch

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen außerdem, dass Mobilität und Erreichbarkeit von Berufsschulen sowie Ausbildungsunternehmen weiterhin wichtige Themen in der Ausbildung sind. Rund ein Drittel der Jugendlichen benötigt zwischen 60 und 120 Minuten für den Weg zur Berufsschule. Gleichzeitig gaben 40 Prozent der Befragten an, bereits ein Ausbildungsangebot aufgrund zu großer Entfernung oder schlechter Verkehrsanbindung abgelehnt zu haben.

Detaillierte Ergebnisse und Zahlen der Umfrage finden Sie hier.

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