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Pressemitteilung | 13.01.2026

Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig darf nicht länger auf der Strecke bleiben

Das heutige 3. Bahngespräch zur Ausbaustrecke Leipzig–Chemnitz im Chemnitzer Hof hat erneut gezeigt: Der Handlungsdruck ist enorm, doch die Antworten blieben vage. Vertreter der Deutschen Bahn stellten den aktuellen Projektstand vor – konkrete Aussagen zu Baustart und Fertigstellung blieben jedoch aus. Für die Wirtschaftsregion ist das enttäuschend und nicht akzeptabel.

„Die Strecke Chemnitz–Leipzig ist für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsens von zentraler Bedeutung. Sie verbindet die Industrieregion Chemnitz mit der Metropolregion Leipzig und schafft die Grundlage für eine leistungsfähige Mobilität von Fachkräften und Gütern“, betont Martin Witschaß, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Chemnitz. „Für die sächsischen IHKs ist dieses Vorhaben eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte – es muss endlich priorisiert und beschleunigt werden.“

Die Wirtschaft steht geschlossen hinter diesem Ausbau. Das zeigt die Online-Petition der IHK Chemnitz mit inzwischen fast 8.000 Unterstützern. Durch einen gemeinsamen Kraftakt der regionalen Akteure konnten im Sommer 2025 zusätzliche Mittel in Höhe von 9,3 Millionen Euro im Sächsischen Haushalt für die Planung gesichert werden. Dennoch liegt das Projekt deutlich hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wann beginnt der Bau – und wann wird die Strecke fertiggestellt?

Die IHKs fordern jetzt klare Verbindlichkeit:

  • Einen verbindlichen und realistischen Zeitplan für die Gesamtmaßnahme
  • Weitestgehend zweigleisigen Ausbau, um einen 30-Minuten-Takt zwischen Chemnitz und Leipzig sicherzustellen
  • Klare Aussagen zur Finanzierung und zum Zeitplan für den Nordabschnitt
  • Berücksichtigung des Güterverkehrs als zentralen Bestandteil der Strecke

„Wir dürfen uns keine weiteren Verzögerungen leisten. Die Region braucht diese Verbindung – für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, deren Mitarbeiter, für die Ansiedlung neuer Betriebe und für eine nachhaltige Verkehrswende“, unterstreicht Dr. Fabian Magerl, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig.

Die IHK Chemnitz und die IHK zu Leipzig erwarten von der Deutschen Bahn, dass spätestens im Frühjahr 2026 konkrete Planungen für den Nordabschnitt (Geithain–Leipzig) sowie eine verbindliche Zeitschiene für den Südabschnitt (Chemnitz–Geithain) vorliegen. Die Geduld der Wirtschaft ist erschöpft – jetzt müssen Taten folgen.

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Porträt von Carsten Wurtmann