Exporte rückläufig, Importe Sachsens Außenhandel 2025: auf Rekordniveau AußenwirtschaftsNachrichten Weltweit erfolgreich – Seite 8 Umfrage Going International 2026: Handelshemmnisse auf Rekordniveau Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen – Seite 20 Messen und Unternehmerreisen Geschäftsverbindungen – Seite 25 Aktuelle Kooperationsangebote ausländischer Unternehmen 3 Juni/Juli 2026
Inhalt Weltweit erfolgreich 3 Sachsens Außenhandel 2025 6 Internationale Markterkundungen und Unternehmensreisen in Zukunftsmärkte 8 Umfrage Going International 2026: Handelshemmnisse auf Rekordniveau 11 Hidden Champions im Umbruch – Japans Mittelstand sucht neue Wege 16 Erfolgreich starten in Japan: Praxisnahe Tipps für sächsische Unternehmen Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen 18 Markt- und Länderveranstaltungen 18 Online-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft 19 Präsenz-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft 20 Messen und Unternehmerreisen Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 23 Länderinformationen Geschäftsverbindungen 25 Aktuelle Kooperationsangebote ausländischer Unternehmen Ansprechpartner | Impressum 29 Ansprechpartner 29 Impressum Im Interview: Fumihiro Asano über Geschäfte in Japan Ob Mikroelektronik, Robotik oder Konsumgüter – der japanische Markt bietet vielfältige Optionen für sächsische Unternehmen. Was es dabei zu beachten gibt und wo besondere Chancen bestehen, erläutert Fumihiro Asano, Beauftragter der WFS für Japan. … mehr auf Seite 16 Sachsens Außenhandel 2025 Die sächsischen Exporte gingen 2025 leicht zurück, während die Importe auf einen Höchststand anstiegen. Damit verringerte sich der Exportüberschuss erheblich. Wichtigstes Exportland wurden trotz rückläufiger Werte die USA, da die Exporte nach China stark einbrachen. … mehr auf Seite 3 Internationale Markterkundungen und Unternehmensreisen Die AWIS-Partner bieten 2026 wieder eine Reihe internationaler Markt- und Unternehmensreisen in ausgewählte Zukunftsmärkte außerhalb Europas an. Ziel ist es, sächsische Unternehmen bei der Internationalisierung und Diversifizierung zu unterstützen. … mehr ab Seite 6
Die sächsischen Exporte gingen 2025 leicht zurück, während die Importe auf einen Höchststand anstiegen. Dadurch verringerte sich der Exportüberschuss erheblich. Wichtigstes Exportland wurden trotz rückläufiger Zahlen die USA, da die Exporte nach China stark einbrachen. Der Fahrzeugsektor blieb dominierend, während bei den Importen vor allem Elektronik und stark wachsende Luftfahrzeugimporte hervorstechen. Insgesamt gewannen europäische Märkte an Bedeutung, während außereuropäische Märkte an Gewicht verloren. Die sächsischen Exporte haben im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen, und zwar um ein Prozent. Während im Vorjahr noch Waren im Wert von 51,1 Milliarden Euro exportiert wurden, waren es 2025 nur knapp 50,6 Milliarden. Die sächsischen Importe nahmen dagegen deutlich zu. Von 34,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 stieg der Wert der importierten Güter nach Sachsen um zwölf Prozent auf fast 39 Milliarden Euro an. Die Importwerte erreichten damit im Jahr 2025 in Sachsen einen neuen historischen Höchststand. Die Handelsbilanz des Landes Sachsen verringert sich dementsprechend. Der Exportüberschuss sinkt von reichlich 16,3 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 11,6 Milliarden Euro im letzten Jahr. Trotz der erratischen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump rücken die Vereinigten Staaten im Jahr 2025 auf Platz eins der wichtigsten sächsischen Exportländer. Der Trend ist jedoch eindeutig rückläufig. Die Exporte lagen vor allem im ersten Jahresdrittel deutlich über den Vorjahreswerten – ein Grund für die gute Platzierung – , um in den Folgemonaten spürbar zu sinken und sichtlich unter den Vorjahreswerten zu notieren. Obwohl in die Vereinigten Staaten aus Sachsen 2025 sechs Prozent weniger exportiert wurde, ist ein weiterer Grund für den Spitzenplatz des Landes, dass die sächsischen Exporte nach China, dem sächsischen Hauptexportzielland aus dem Jahr 2024, 2025 um mehr als ein Viertel einbrachen. Das Vereinigte Königreich bleibt mit nur geringfügigem Rückgang auf Platz drei der sächsischen Exportländer. Stabilität an der Spitze Bei der Einfuhr nach Sachsen, die insgesamt deutlich stieg, bleibt es bei den wichtigsten Herkunftsländern zunächst bei der alten Reihenfolge. China und Tschechien dominieren mit jeweils zwei Prozent Steigerung die Importe, gefolgt von Polen, das elf Prozent mehr nach Sachsen einführte. Sehr starke Zuwächse gab es jedoch bei den Importen aus den Vereinigten Staaten. Hier wurden im Jahr 2025 172 Prozent mehr eingeführt als im Vorjahr. Rückgänge unter den Top 20 Importländern gab es lediglich bei Frankreich (-23 Prozent, Rang 10), der Schweiz (-5 Prozent, Rang 14), Japan (-4 Prozent, Rang 15) und dem Vereinigten Königreich (-18 Prozent, Rang 16). Exportgüter: Fahrzeugsektor bleibt dominierend Wichtigste Exportgüter Sachsens bleiben die Personenkraftwagen und Wohnmobile. Die Rückgänge hier in Höhe von minus acht Prozent im Jahr 2025 tragen aufgrund der deutlichen Dominanz dieser Warengruppe (15,9 Milliarden Euro) wesentlich zum zurückgegangenen Exportergebnis Sachsens bei. Nennenswerte Änderungen gab es ansonsten noch bei den Halbwaren (+51 Prozent), den pharmazeutischen Erzeugnissen (-18 Prozent) und den chemischen Vorerzeugnissen (-32 Prozent). Importgüter: Elektronik vorn, Luftfahrzeuge mit Wachstum Bei den importierten Waren blieben 2025 die Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung die wichtigste Warengruppe. Der importierte Wert stieg weiter um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr und macht nun knapp 5,5 Milliarden Euro aus. Bei Fahrgestellen, Karosserien, Motoren, Teilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge und dergleichen gab es keine Änderung. An dritter Stelle bei den importieren Waren stehen Luftfahrzeuge mit einer Steigerung zum Vorjahr um fast 600 Prozent. Europa gewinnt, außereuropäische Märkte verlieren Der Blick auf die absoluten Veränderungen der Handelswerte zeigt, dass Sachsen vor allem den Export in europäische Zielländer steigern konnte (Spanien +282 Mio. Euro, Frankreich +278 Mio. Euro, Italien +264 Mio Euro). Die größten Rückgänge betrafen China (-1,6 Mrd. Euro), Belgien (-304 Mio. Euro) und die Vereinigten Staaten (-292 Mio. Euro) und auch sonst waren die größten Rückgänge in außereuropäischen Zielmärkten zu verzeichnen. Bei den Importen nach Sachsen kommt der größte absolute Zuwachs aus den Vereinigten Staaten (zwei Mrd. Euro). Den stärksten absoluten Rückgang verzeichneten Importe aus Frankreich (-277 Mio. Euro). Die Abnahme der Exporte Sachsens in die Vereinigten Staaten bei gleichzeitig extrem gesteigerten Importen von dort reduziert deutlich den Exportüberschuss Sachsens dahin. Von Platz eins rutschen diese an die dritte Stelle hinter dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Damit hat sich die vor einem Jahr an dieser Stelle gemachte Prognose realisiert: Die Zollpolitik der Vereinigten Staaten hinterlässt ihre Spuren auch in Sachsen. Ungarn bleibt das Land, in das Sachsen am deutlichsten weniger exportiert als importiert (Exportdefizit reichlich 1,7 Mrd. Euro), gefolgt von Tschechien (Exportdefizit reichlich 1,3 Mrd. Euro), welches nun auf Platz zwei folgt. Mit großem Abstand folgt Polen. Das sächsische Exportdefizit beträgt hier rund eine halbe Milliarde Euro. Sachsens Außenhandel 2025 3 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
(4) USA 8,1 % 3,16 Mrd. Euro (1) USA 9,5 % 4,78 Mrd. Euro Export Sachsens nach Ländern (Top-Ten) Import Sachsens nach Ländern (Top-Ten) Wert in Milliarden Euro und Anteil am sächsischen Gesamtimport bzw. -export in Prozent mit Veränderungspfeil gegenüber dem Vorjahresimport- bzw. -exportwert Starke Partner im Nahen Osten Der Außenhandel Sachsens mit den drei Nahost-Ländern Bahrain, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate hat im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. Sowohl die sächsischen Exporte dorthin als auch die Importe von dort nahmen um rund 17 bzw. 16 Prozent zu. Bei den Exporten gab es nach Bahrain einen Rückgang um rund sieben Prozent, der von den Zuwächsen in die anderen beiden Nahost-Staaten mehr als kompensiert wurde. Bei den Importen dagegen verdreifachten sich dagegen die Warenströme aus Bahrain nach Sachsen und glichen dabei Rückgänge bei den Importen aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Zu den Steigerungen der Importe trugen vor allem Aluminium und Aluminiumlegierungen bei. Heiko Hebenstreit/IHK Dresden 4 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
(4) Tschechien 6,2 % 3,14 Mrd. Euro (1) Tschechien 11,5 % 4,50 Mrd. Euro (9) Spanien 2,8 % 1,09 Mrd. Euro (6) Frankreich 5,9 % 2,97 Mrd. Euro (6) Niederlande 5,8 % 2,25 Mrd. Euro (7) Italien 4,5 % 2,26 Mrd. Euro (7) Italien 4,5 % 1,74 Mrd. Euro (9) Schweiz 3,7 % 1,87 Mrd. Euro (8) Österreich 4,3 % 1,66 Mrd. Euro (5) Ungarn 6,8 % 2,65 Mrd. Euro (5) Polen 5,9 % 2,99 Mrd. Euro (3) Polen 9,0 % 3,50 Mrd. Euro (3) Vereinigtes Königreich 8,4 % 4,23 Mrd. Euro (2) China 8,8 % 4,45 Mrd. Euro (1) China 12,0 % 4,69 Mrd. Euro (10) Niederlande 3,5 % 1,75 Mrd. Euro (8) Spanien 3,9 % 1,96 Mrd. Euro (10) Slowakei 2,6 % 1,03 Mrd. Euro 5 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
Internationale Markterkundungen und Unternehmensreisen in Zukunftsmärkte Im Rahmen der AWIS-Jahresplanung 2026 bieten die Partner wieder eine Reihe internationaler Markt- und Unternehmensreisen in ausgewählte Zukunftsmärkte außerhalb Europas an. Ziel dieser Reisen ist es, sächsische Unternehmen bei der Internationalisierung und Diversifizierung ihrer Geschäftsbeziehungen zu unterstützen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und innovative Partnerschaften zu fördern. Die geplanten Reisen ermöglichen einen direkten Zugang zu wichtigen Branchen, aktuellen Trends und potenziellen Kooperationspartnern in den jeweiligen Zielregionen. China – Markterkundungsreise Robotik, 10. bis 17.10.2026 China hat sich in den Bereichen Robotik und KI zu einem globalen Schwergewicht entwickelt und treibt diese Themen intensiv voran. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Integration der Robotik mit anderen Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, verbesserten Komponenten und neuen Anwendungsszenarien in der intelligenten Fertigung. Dafür ist ein öffentlich finanzierter Risikokapitalfonds geplant, in dem über einen Zeitraum von 20 Jahren rund eine Billion Yuan (128 Mrd. Euro) eingebracht werden. Eine Markterkundungsreise der WFS soll dazu dienen, sächsischen Unternehmen und Akteuren der Branche einen Einblick in das chinesische Ökosystem zu vermitteln und Trends aufzuzeigen, um Rückschlüsse für die eigenen Aktivitäten und Wettbewerbsfähigkeit ziehen, aber auch mögliche Kooperationen prüfen zu können. Auf dem Programm wird u. a. die China International Industry Fair (CIIF) stehen, die seit ihrer Gründung 1999 auf zukunftsorientierte Sektoren wie smarte Hochtechnologien fokussiert ist. Philippinen – Markterkundungsreise Medizintechnik & Digital Health, 21. bis 27.11.2026 Mit rund 117 Mio. Einwohnern sind die Philippinen das zweitbevölkerungsreichste Land der ASEAN-Staaten. Das Gesundheitswesen ist ein zentraler Wachstumssektor, angetrieben durch eine wachsende Mittelschicht, ein Wirtschaftswachstum von rund sechs Prozent pro Jahr und eine steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Trotz dieser Dynamik bleibt die Gesundheitsinfrastruktur unterentwickelt, mit nur einem Krankenhausbett pro 1.000 Einwohner. Besonders in ländlichen Regionen bestehen erhebliche Versorgungslücken, die Chancen für Investitionen in medizinische Infrastruktur, Geräte und digitale Gesundheitslösungen eröffnen. Zumal die Philippinen bei medizintechnischen Geräten fast vollständig auf Importe angewiesen sind, wobei Deutschland zu den wichtigsten Lieferländern zählt. Gleichzeitig wächst der Markt für Digital Health-Lösungen rasant, gestützt durch eine hohe Smartphone-Nutzung und den Ausbau des 5G-Netzes. Die Philippinen bieten somit vielfältige Potenziale für die Medizintechnikbranche, Life Sciences-Bereiche sowie angrenzende Themen der Gesundheitswirtschaft. Diese sollen im Rahmen einer Markterkundungsreise der WFS vor Ort geprüft werden. Zentralasien – Unternehmensreise unter Leitung von Staatsminister Dirk Panter nach Zentralasien, 10. bis 17.10.2026 Zentralasien gewinnt als Wachstums- und Kooperationsraum für die sächsische Außenwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Insbesondere Kasachstan und Usbekistan verfügen als wirtschaftlich und demografisch starke Länder über attraktive Absatz- und Investitionspotenziale. Die Region ist rohstoffreich, investiert verstärkt in industrielle Wertschöpfung und entwickelt sich durch ihre junge, wachsende Bevölkerung zu einem dynamischen Zukunftsmarkt. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der geostrategischen Lage, dem Infrastrukturausbau sowie einem steigenden Bedarf in zentralen Zukunftsbranchen wie Maschinen- und Anlagenbau, erneuerbaren Energien, Agrartechnologie und Digitalisierung. Auch das zunehmende Interesse sächsischer Unternehmen an Messen und Markterschließung in der Region unterstreicht die wachsende Relevanz Zentralasiens. Chile – Marktsondierungsreise: Rohstoffe/ Bergbaunachsorge und Energie/Wasserstoff, 26.09. bis 03.10.2026 Chile ist weltweit führend bei Vorkommen kritischer Rohstoffe wie Kupfer und Lithium, die zentrale Bausteine der globalen Energiewende sind. Weitere Ressourcen wie Eisen, Silber, Gold, Molybdän, Zink sowie perspektivisch Kobalt und seltene Erden machen den Andenstaat zu einem strategisch wichtigen Lieferanten. Gleichzeitig steht der chilenische Bergbau vor einem tiefgreifenden Wandel: neue Untertagetechnologien, strengere Umweltauflagen und die Dekarbonisierung der Prozesse eröffnen vielfältige Geschäftschancen. Der historisch hohe Kupferpreis veranlasst Bergbaukonzerne zu Milliardeninvestitionen. Zahlreiche Großprojekte im Bergbau und Energiesektor – darunter das Wasserstoffvorhaben H2Magallanes – stehen kurz- bis mittelfristig vor der Umsetzung. Angesichts begrenzter Wasserressourcen gewinnen moderne Wasseraufbereitungs- und Abwassertechnologien für Bergbau und Landwirtschaft an Bedeutung. Chile will seine ausgezeichneten Bedingungen für erneuerbare Energien nutzen, um bis 2030 den weltweit günstigsten grünen Wasserstoff zu produzieren und bis 2040 zu den größten Exporteuren zu zählen; zunächst ist vor allem der Einsatz im Schwerlastverkehr geplant. Der Aufbau dieser Wasserstoffwirtschaft 6 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
bringt neben großen Chancen jedoch auch erhebliche Herausforderungen für Energiebranche, Wassermanagement und Umwelttechnologien mit sich. Eine Unternehmensreise der WFS knüpft an Projekte und Veranstaltungen in der Region an, insbesondere an das Bund-Land-Projekt Sachsen-Perú „Gewässerschutz in der Bergbaunachsorge 2020 – 2024“, an chilenische Studienreisen nach Sachsen, an virtuelle Workshops von 2020 – 2023 sowie an zuvor realisierte Unternehmensreisen nach Chile. Sie wird in Kooperation mit sächsischen Akteuren wie dem WIR! Bündnis recomine, dem Industrieverein Sachsen 1828 e. V. sowie Partnern in Chile geplant und umgesetzt. Australien – Clusterreise Energie-, Umwelt- und Wasserstofftechnologien, 31.08. bis 04.09.2026 Australien gilt als einer der wichtigsten Zukunftsmärkte für Wasserstoff – sowohl für die Produktion als auch die Anwendung. Das Land strebt danach, ein weltweit führender Wasserstoffproduzent zu werden, eine wichtige Rolle als globaler Wasserstofflieferant zu spielen, die Energiesicherheit der Handels- und strategischen Partner zu unterstützen und die Einhaltung internationaler Emissionsziele zu ermöglichen. Deutschland wird als wichtiger Partner Australiens im Wasserstoffsektor betrachtet, der Wissen, technisches Know-how und innovative Lösungen für die Entwicklung kosteneffizienter Komponenten und Systeme bereitstellt. Auf der anderen Seite bietet Australien ein ideales Testgebiet für in Deutschland entwickelte Wasserstoffsysteme und -technologien, um deren Wirksamkeit in unterschiedlichen und anspruchsvollen Umgebungen zu gewährleisten. Die australische Industrie ist sehr daran interessiert, ihre Zusammenarbeit mit Deutschland zu vertiefen und strebt langfristige Partnerschaften an, die Innovation und Skalierbarkeit fördern. Sachsen hat durch seine technologische Stärke und F&E-Kompetenzen hervorragende Möglichkeiten, im aufstrebenden australischen Wasserstoffmarkt Fuß zu fassen. Der Schlüssel liegt in gezielten Partnerschaften, der Teilnahme an Förderprojekten und der frühzeitigen Positionierung in relevanten Marktsegmenten wie Bergbau, Mobilität und grüner Stahlproduktion. Um konkrete Kooperationschancen für sächsische Unternehmen, u. a. aus dem Maschinen- und Werkzeugbau, der Wasserstofftechnologie und der vernetzten Systeme, aber auch Forschungspotenziale für sächsische Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zu prüfen, führt Germany Trade & Invest (GTAI) im Rahmen des Programms zur Internationalisierung der Regionen im Strukturwandel (ISW), in Kooperation mit der WFS und dem HZwo e. V. eine Clustervermarktungsreise nach Australien durch. Mosambik – Branchenoffene Unternehmerreise, 29.08. bis 06.09.2026 Insbesondere im Rohstoffsektor erlebt Mosambik derzeit einen bemerkenswerten Aufschwung. Enorme Erdgas- und Ölreserven sowie bedeutende Vorkommen kritischer Mineralien ziehen internationale Investoren in großem Umfang an – ein Umfeld, das ideale Voraussetzungen für neue Partnerschaften, Projekte und Markteintritte schafft. Weit über den Bergbau hinausgehend, bietet Mosambik besonders in seinen Industriezonen erhebliches Potential. Dort werden mit Hilfe der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Fachkräfte ausgebildet, die KfW bietet strukturelle Unterstützung. Investoren erhalten zehn Jahre Zollfreiheit (In- und Export) sowie bis zu 25 Jahre Steuervergünstigungen. Mit diesen günstigen Konditionen können Unternehmen von Mosambik aus das ganze südliche Afrika beliefern. Die IHK Chemnitz führt anlässlich des 50-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Mosambik in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft, der Bergbaukammer Mosambiks und der IHK Gießen-Friedberg eine Unternehmensreise durch. Zeitgleich findet in Maputo die nationale Industriemesse FACIM statt – ein Highlight für das gesamte südliche Afrika, in dessen Rahmen sich deutsche Unternehmen präsentieren werden. Golfregion – Fortsetzung der Unterstützung zur Kontaktanbahnung im Rahmen der GITEX Global 2026, 07. bis 11.12.2026 Vorbehaltlich der sicherheits- und außenpolitischen Entwicklungen im Nahen Osten setzt die WFS die Marktbearbeitung der Golfregion durch Messeteilnahmen im Rahmen des Landesmesseprogramms des Freistaates Sachsen fort und ergänzt diese bei Bedarf um weitere Maßnahmen. Trotz der regionalen Volatilität ist davon auszugehen, dass Dubai aufgrund seiner einzigartigen Konnektivität und seines etablierten Ökosystems weiterhin den primären Ankerpunkt für internationale Geschäfte in der Golfregion darstellen wird. Für Dezember 2026 ist eine sächsische Beteiligung an der GITEX GLOBAL vorgesehen. Die WFS wird hierzu erneut ihre im Rahmen vergangener Reisen der Sächsischen Staatsregierung (u. a. zu Mubadala, ADNOC, ALAT, DEWA, RAKEZ) aufgebauten Kontakte vor Ort nutzen, um sächsische Unternehmen mit relevanten Akteuren im dortigen Ökosystem zu vernetzen. 7 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
8 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich Umfrage Going International 2026: Handelshemmnisse auf Rekordniveau Die Geschäftserwartungen im Auslandsgeschäft hellen sich leicht auf, bleiben aber insgesamt negativ. 69 Prozent der 2.400 international aktiven Unternehmen, die sich an der Umfrage im Februar 2026 beteiligt haben, berichten von steigenden Handelshemmnissen – ein Allzeithoch. Besonders die US-Zollpolitik, neue Exportkontrollen sowie komplexe Regulierung aus Deutschland und der EU setzen die exportorientierte deutsche Wirtschaft unter Druck. Lichtblicke gibt es in Indien und Teilen Lateinamerikas. Besonders stark im Fokus stehen derzeit die Folgen der US-Handelspolitik. 66 Prozent der Unternehmen, die von steigenden Handelshemmnissen betroffen sind, nennen höhere Zölle als Belastung. Von diesen wiederum sehen 86 Prozent die USA als zentrale Problemregion. Zollerhöhungen, sektorale Sonderzölle und die handelspolitische Unsicherheit führen dazu, dass die Vereinigten Staaten für die deutsche Wirtschaft zunehmend vom Leitmarkt zum Risikofaktor werden, das zeigt auch eine Sonderauswertung der Umfrage zu den USA. Neben Zöllen spielen nicht-tarifäre Handelshemmnisse eine zentrale Rolle. 51 Prozent der hiervon betroffenen Unternehmen berichten von zusätzlichen lokalen Zertifizierungsanforderungen, 37 Prozent von verstärkten Sicherheitsauflagen. 35 Prozent sehen sich durch verschärfte Exportkontrollregime eingeschränkt, 30 Prozent nennen Sanktionen als eigenständiges Handelshemmnis. Parallel dazu rücken strategische industriepolitische Instrumente in den Vordergrund. 19 Prozent der Unternehmen, die hier Hürden sehen, berichten von einer Zunahme von LocalContent-Vorschriften, also der Pflicht, einen bestimmten Anteil
9 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich der Wertschöpfung vor Ort zu erbringen. Besonders häufig wird dies aus den USA, China, der Asien-Pazifik-Region und Indien gemeldet. Hausgemachte Hemmnisse Ohnehin entstehen Belastungen im Auslandsgeschäft nicht nur durch Maßnahmen anderer Staaten: 83 Prozent der international aktiven Unternehmen sehen hausgemachte Hürden aus Deutschland und der EU als Herausforderung. Dabei geht es um Regelungen, administrative Vorgaben und nationale Besonderheiten, die das internationale Geschäft erschweren, obwohl der europäische Binnenmarkt eigentlich auf dem Abbau tarifärer und nicht-tarifärer Handelshemmnisse beruht. 49 Prozent der betroffenen Betriebe sehen sich durch Gesetze zu Sorgfalts- und Berichtspflichten in Lieferketten belastet – genannt werden insbesondere die Corporate Sustainability Reporting Directive, die Corporate Sustainability Due Diligence Directive und das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. 42 Prozent der Befragten, die hausgemachte Hürden wahrnehmen, verweisen auf Probleme bei der Abwicklung ihres Auslandsgeschäfts durch Ausfuhrbehörden, Zollstellen und Exportkontrollverfahren. Weitere 39 Prozent nennen Vorgaben zu Verpackungen und Verpackungsabfällen als Hemmnis, insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Packaging and Packaging Waste Regulation und der erweiterten Herstellerverantwortung. 32 Prozent berichten von Herausforderungen bei der Umsetzung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus der EU. 28 Prozent der Unternehmen bereiten sich auf die EU-Entwaldungsverordnung vor, die ab Ende 2026 gilt, und stoßen dabei vor allem bei der Datenerhebung und der Anbindung an IT-Systeme an Grenzen. DIHK Download Gesamtbericht Going International 2026 Sonderauswertung der Umfrage zu den USA
Hidden Champions im Umbruch – Japans Mittelstand sucht neue Wege Das Rückgrat von Japans Wirtschaft sind KMU, viele davon „Hidden Champions“ mit einzigartigem Nischen-Know-how. Demografischer Wandel, Digitalisierung und andere Herausforderungen zwingen sie nun zum Umdenken. Erste Beispiele zeigen, wie Tradition und Innovation sich verbinden lassen. Japans neue Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat mit ihrer Minderheitsregierung ambitionierte Pläne. Das machte sie bereits im ersten Satz ihrer Antrittsrede im Oktober deutlich. „Gestützt auf meinen festen und unerschütterlichen Glauben an die verborgene Kraft und Vitalität Japans und seines Volkes“ wolle sie „den Weg für die Zukunft Japans ebnen“. Die Schlagzeilen wurden durch ihre Pläne für die Stärkung der Wirtschaft, die Eindämmung der Inflation, die Erhöhung des Verteidigungsetats und ihre klare Haltung gegenüber China bestimmt. Doch Takaichi vergaß dabei auch das Rückgrat der japanischen Gesellschaft nicht: die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Für sie wird es ebenfalls größere Finanzspritzen und Reformen geben, um Lohnerhöhungen, Investitionen in moderne Maschinen, die Sicherung von Nachfolgern sowie Fusionen und Firmenkäufe zu unterstützen. Die Regierungschefin weiß, dass gerade dieses Wirtschaftssegment vor hohen Herausforderungen steht – und damit auch die Nation. Laut dem Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) machen KMU 99,7 Prozent aller japanischen Unternehmen aus, bieten etwa 70 Prozent der Arbeitsplätze und erwirtschaften rund die Hälfte der Wertschöpfung. Nur werden sie noch härter als Großunternehmen von einem mehrschichtigen, epochalen Wandel getroffen. Sie müssen nicht nur mit dem wachsenden internationalen Wettbewerb, steigenden Zinsen und Preisen, 11 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
neuen Handelskonflikten sowie technologischen Umbrüchen wie der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz umgehen. Demografische Trends wie Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung greifen ihre Grundlagen noch stärker an als die von Japans Großunternehmen, da es für KMU schwerer ist, im Ausland nach Wachstum zu suchen. Die Zahl der Pleiten nimmt daher zu und damit auch der Handlungsdruck für Japan, gerade den Mittelstand am Leben zu halten. Das KMU-Weißbuch 2025 des Wirtschaftsministeriums setzt hohe Erwartungen an ihre „Wachstums- und Transformationsleistung“. Der KMU-Berater Hirotaka Mizutani, der Unternehmen daheim und bei der Expansion ins Ausland berät, betont ihre Rolle noch deutlicher. „Diese Unternehmen sind nicht nur das Rückgrat der japanischen Wirtschaft, sondern auch dynamische Impulsgeber für Innovation, hochwertige Handwerkskunst und einzigartiges Nischen-Know-how.“ Damit stellt sich nicht nur für ihn die Frage, wie sich die KMU-Landschaft Japans im nächsten Jahrzehnt verändern wird, sondern auch, welche Chancen ausländische Unternehmen haben. „Hidden Champions“ der japanischen Art Die große Bedeutung von KMU ist eine Parallele zu Deutschland. Der deutsche Mittelstand ist jedoch technologisch oft höher entwickelt und ein wichtiger Teil der Exportwirtschaft, während japanische Hidden Champions vor allem in Japans Lieferketten eine wichtige Rolle spielen. Das deutet schon ein Vergleich des Informationsdienstes der deutschen Wirtschaft an: In der jüngsten, öffentlich zugänglichen Analyse von 2022 lag Deutschland mit 1.573 dieser Hidden Champions mit weitem Abstand auf dem ersten Platz. Japan reihte sich mit 283 Unternehmen hinter den USA auf dem dritten Rang ein. Die Besonderheit: Die japanischen globalen Hidden Champions scheinen größer zu sein, und stärker auf die Auto-, Elektronik- und insbesondere die Halbleiterindustrie fokussiert. Dort haben sie eine wichtige Rolle als Technologie- und Materiallieferanten inne. Disco hält zum Beispiel einen Marktanteil von rund 70 Prozent bei Schleif- und Schneidemaschinen für Chips. Ibiden und Shinko Electric Industries sind bei bestimmten Substraten für das Chip-Packaging, also der Kombination von verschiedenen Halbleitern, praktisch konkurrenzlos. JSR, Tokyo Ohka Kogyo und weitere Unternehmen kontrollieren den Großteil des weltweiten Marktes für Fotolacke, die beim Ätzen von Schaltkreisen zum Einsatz kommen. Wie die Regierung Japans KMU helfen will Die Regierung setzt daher verstärkt auf die Halbleiterproduktion, um Japans langfristige Wachstumsaussichten zu verbessern. Zum einen verspricht sie sich davon in der kommenden KI-Welt ein besonders hohes wirtschaftliches Potenzial. Zum anderen hat Japan zwar die Weltmarktführerschaft in der Chipherstellung verloren. Aber viele Zulieferer, die oft großen deutschen Mittelständlern entsprechen, konnten ihre Spitzenstellung aufgrund ihres hohen Know-hows verteidigen. Darauf will die Regierung aufbauen. Im ersten Schritt unterstützte sie 2022 die Ansiedlung des weltweit führenden Chipherstellers TSMC aus Taiwan. Nun hilft sie mit hohen Subventionen auch Rapidus, einem der ambitioniertesten Halbleiter-Start-ups der Welt, auf die Sprünge. Mit Hilfe von Subventionen, Investitionen von Konzernen wie Toyota und Sony sowie der Kooperation mit IBM und dem belgischen Chipanlagenhersteller Imec will Rapidus innerhalb weniger Jahre eine 20-jährige Technologielücke überspringen. Ab 2027 soll die Fabrik auf Hokkaido Halbleiter der neuesten Generation ausliefern. 12 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
Aber auch außerhalb der Chipindustrie wird gefördert, besonders bei den wichtigen Problemstellungen des Mittelstands: Zugang zu Krediten, Internationalisierung, Nachfolgeregelung und Startup-Gründungen. Dies spiegelt das Kreditprogramm der Japan Finance Corporation (JFC) wider. Laut dem Geschäftsbericht für 2024 nutzen rund 45 Prozent der KMU Kreditgarantien der JFC. Binnen drei Jahren stieg die Zahl der bei der Internationalisierung unterstützten KMU von 274 (2020) auf 643 (2023). Wie dringend Nachwuchs benötigt wird, zeigen die Darlehen zur Unterstützung der Nachfolgeregelung in diesen oft familiengeführten Unternehmen. Laut dem Jahrbuch 2025 stieg die Zahl der geförderten Unternehmen zwischen 2014 und 2024 von 176 auf 3.488; das Fördervolumen erhöhte sich im selben Zeitraum von 11,9 Milliarden Yen (rund 66 Millionen Euro) auf 133,2 Milliarden Yen (rund 738 Millionen Euro). Die Frühförderung von Start-ups in der Phase unmittelbar vor und nach der Gründung stieg in den drei Jahren bis 2024 um 9,8 Prozent auf über 28.000 Unternehmen. Auch lokale Behörden sind in diesem Bereich innovativ aktiv. So haben die Stadt Hamamatsu und die Präfektur Shizuoka das „Zentrum für Fahrzeuge der nächsten Generation“ ein gerichtet. Ein Team um den ehemaligen Chefingenieur des Autoherstellers Suzuki, Eiji Mochizuki, hat dort über 20 Elektroautos aus China, den USA, Deutschland, Japan und Südkorea auseinandergebaut und die Bauteile analysiert. Mochizuki erklärt den lokalen Unternehmen die Technik, um sie auf die Transformation der Autoindustrie vorzubereiten. Die schwerste Arbeit müssen die Unternehmen allerdings selbst verrichten. Beobachter sehen dabei ein extrem gemischtes Bild. Der amerikanische Japan-Experte Richard Katz hält die Zeit reif für einen möglichen Wandel: „Zum ersten Mal seit einer Generation bietet sich diese Gelegenheit.“ Allerdings setzten viele Unternehmen in der Exportindustrie anstatt auf Innovation eher auf den billigen Yen, auch ermutigt durch dessen 40-prozentigen Wertverlust in den letzten drei Jahren. Der Break-Even-Punkt, also die Schwelle, ab der ihre Exporte profitabel sind, sei in der Zeit von 100 auf 130 Yen gestiegen. Auch bei der Digitalisierung hinkten viele Unternehmen, gerade die kleineren, hinterher, sagt Katz. Es gebe aber auch viele positive Geschichten, wie er in seinem Buch „The Contest for Japans Future“ erläutert. Von den 55 Milliardären Japans im Jahr 2021 hätten 11 innerhalb der letzten 25 Jahre ein Unternehmen gegründet – junge, weltoffene, unkonventionelle Visionäre. „Dies ist die größte Welle neuer, wachstumsstarker Unternehmen seit Jahrzehnten“, sagt Katz im Interview. Familientradition auf neuen Wegen Ein Beispiel für den Zustrom neuer Ideen liefert Chinriu Honten in Odawara. Der 1871 gegründete Hersteller von umeboshi (eingelegten Pflaumen) stand vor 15 Jahren vor dem Bankrott, als der Schwiegersohn des damaligen Chefs das Ruder übernahm: Nicolas Sörgel, ein Konzernmanager aus Deutschland. „Wir hatten in zehn Jahren 56 Prozent des Umsatzes verloren“, erzählt er. „Die Firma war auf dem Weg in den Konkurs.“ Drei Geschäftsfelder waren gleichzeitig weggebrochen: Das Geschenkgeschäft schrumpfte, Warenhäuser gerieten unter Druck, der Tourismus litt. Dazu kamen massive Bankschulden. Sörgel handelte radikal: Er verkaufte Grundstücke und andere Vermögenswerte, konsolidierte die vielen Bankkonten in einem Finanzinstitut und konzentrierte sich auf das Kerngeschäft umeboshi. Zusätzlich baute er unter der Marke „Nihon Ichiban“ einen Onlinehandel auf, in dem er seine eigenen sowie exklusive Lebensmittel- und Handwerksprodukte anderer Familienbetriebe aus Japan verkauft. Seither wächst der Umsatz und die Schulden sind fast abgebaut. Besonders stolz ist er darauf, dass immer mehr Gourmetköche aus aller Welt bei ihm bestellen. Satt ist Sörgel dennoch nicht: Als Beitrag zur Belebung Japans propagiert er nun das Prinzip der deutschen Mittelstandsholding – eine Dachgesellschaft, die verschiedene Mittelständler kauft, weiterführt und mit Diensten wie Personalführung unterstützt. Seine Vision ist es, eine solche Holding einer Stiftung zu unterstellen, deren Ziel der Erhalt und die Weiterentwicklung von Familienunternehmen ist. Denn oft würden bei Übernahmen durch andere Unternehmen die Belegschaften entlassen und nur die Marke weitergeführt, moniert er. Fallbeispiele: Fusionsreaktoren und Chipkonsortium Doch auch in Japans Schlüsselindustrien gibt es Beispiele für den Wandel, gerade bei globalen Hidden Champions wie dem Sensor- und Laserhersteller Hamamatsu Photonics. Der Erfinder des Begriffs, der deutsche Unternehmensberater Hermann Simon, nahm dieses Unternehmen sogar in seine Liste der 500 globalen versteckten Industriehelden auf. 13 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
Das Unternehmen erwirtschaftete im Ende September abgelaufenen Bilanzjahr einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro und kämpft sich aus einer Schwächeperiode heraus. Nach einem schwachen Jahr sagt der Vorstand einen neuen Umsatzrekord voraus. Gleichzeitig nimmt das Unternehmen für aggressive Investitionen in neues Wachstum weniger Gewinn in Kauf. Zu den Initiativen gehört die Wette auf einen möglichen Riesenmarkt der Zukunft: Fusionsreaktoren zur Stromerzeugung. Hamamatsu hat sich dazu mit Ex-Fusion, einem Spin-off der Universität Osaka, zusammengetan. Dieses setzt auf Laserbeschuss statt auf konstante Plasmafelder. Ex-Fusion will bis 2030 beweisen, dass mit dieser Kettenzündung eine kommerzielle Stromproduktion möglich ist. Im Juli gelang dem Team ein Durchbruch: Sie schafften es, die sogenannten Pellets eine Stunde lang zu treffen – ein Rekord! Hamamatsu Photonics könnte nun auch zusätzlich zu einer Größe im Kraftwerksgeschäft werden. Besonders aktiv sind auch die Zulieferer der Chipindustrie. Selbst Taiwans TSMC sucht ihre Nähe, um neueste Packaging-Technologien zu entwickeln. Das Chemieunternehmen Resonac geht einen Schritt weiter: Es trommelt ein eigenes globales Konsortium zusammen – ein in dieser Form beispielloser Schritt. Resonac ist einer der größten Lieferanten bestimmter Chemikalien und Harze für die Chipindustrie. Eineinhalb Jahre lang sprachen die Verantwortlichen mit zahlreichen ähnlich wichtigen Zulieferern. Anfang September war es soweit: Unter Führung Resonacs bildeten 27 Unternehmen aus den USA, Japan, Deutschland und anderen westlich orientierten Ländern das Konsortium Joint 3. Bis 2030 wollen sie gemeinsam Materialien und Technologien für die nächste Generation von Verpackungen entwickeln – in Japan, bei Resonac. Management nach Marktprinzipien Disco, ein Hersteller von Schleifmaschinen, ist ein weiterer erfolgreicher „versteckter Sieger“. Zwischen 2020 und 2024 hat er seinen Umsatz auf 2,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Gewinnmarge ist von 29 auf 42 Prozent gestiegen und bleibt bis heute stabil. International berühmt wurde das Unternehmen 2011 mit der Einführung eines Managementsystems, das auf Marktprinzipien basiert. Mitarbeitende können täglich entscheiden, was sie tun wollen, und sogar Teams wechseln. Ermöglicht wird dies durch eine interne Währung: den Will. Über die Will-App sehen sie, mit welchen Aufgaben sie wie viel Will verdienen können. Allerdings zahlen die Mitarbeiter aber auch Will für Dinge, die die Produktivität nicht fördern oder die die Dienste anderer oder des Unternehmens selbst in Anspruch nehmen, zum Beispiel Raucherpausen oder das Buchen eines Sitzungsraums. Der Will-Saldo bestimmt dann den vierteljährlichen Bonus. Dieses System wurde viel studiert, aber wenig kopiert. Bei Disco funktioniert es. Fundgrube für M&A Der hohe Reformdruck, den neue Technologien, die alternde Gesellschaft, der wachsende internationale Wettbewerb und die immer stärkere Rolle von Anteilseignern ausüben, ist für Japan eine Herausforderung. Als Reaktion darauf stoßen Unternehmen Firmenteile ab, internationalisieren sich – und in manchen Fällen kommt es auch zu Pleiten. Das eröffnet gerade ausländischen Unternehmen Chancen. Das zeigen Fusionen und Firmenkäufe (M&A), die dieses Jahr wieder auf Rekordkurs sind. Unter den Geldgebern sind neben Investmentfonds auch viele japanische Unternehmen, die sich neu orientieren. Aber auch ausländische Unternehmen sind aktiv, um sich durch gezielte Akquisitionen Zugang zu japanischen Kunden, Lieferketten oder Technologien zu verschaffen. „Japan ist eine wahre Fundgrube für M&A“, sagt Nicolas Smith, Japan-Stratege des Investmenthauses CLSA. Laut der Wirtschaftszeitung „Nikkei“ machen Hedgefonds, die in japanische Aktien investieren, 70 Prozent mehr Gewinn als im globalen Durchschnitt. Es sind längst nicht mehr die verschrienen „Heuschrecken“, die auf schnelle Gewinne aus sind. Stattdessen boomen aktivistische Fonds, die mit konstruktiven Vorschlägen die Unternehmensergebnisse langfristig verbessern wollen. Dabei nehmen selbst globale Großinvestoren nicht mehr nur Großkonzerne, sondern auch mittelgroße und kleinere börsennotierte Werte ins Visier, die den Großteil der Tokioter Börse aus14 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
machen – viele davon sind wohl Hidden Champions in ihren Bereichen. Alicia Ogawa, Direktorin des Nippon Active Value Fund, sagt voraus, dass in fünf Jahren 50 Prozent der sogenannten „Small Caps“ vom US-Investmentfonds KKR gehalten werden. Weiterleben dank Übernahme Kongo Gumi, das älteste Familienunternehmen der Welt, erlitt dieses M&A-Schicksal bereits 2006. Im Jahr 578 von Handwerkern gegründet, baut es Tempel und Schreine. Doch irgendwann ging es ohne fremde Hilfe nicht mehr. So rettete der Baukonzern Takamatsu, der stolze 2,4 Milliarden Euro Umsatz macht, das alte Familienhandwerk. Der deutsche umeboshi-Hersteller Sörgel ist daher vorsichtig optimistisch. Zwar prophezeit er für den japanischen Mittelstand, gerade für die vielen Kleinstunternehmen, ein „Massensterben“. Das liege einfach an der Demografie, erklärt er. Wenn die Bevölkerung schrumpfe, brauche Japan nicht mehr so viele Unternehmen. „Aber bei größeren Betrieben mit kritischer Masse gibt es Entwicklungspotenzial.“ Gerade die oft gut ausgebildeten Nachfolger für das heutige Management machen Sörgel Hoffnung, die wie er neue Ideen ausprobieren wollen. Ob die neuen Chefinnen und Chefs von Japans alten Hidden Champions und jungen Start-ups den Sprung ins nächste Jahrzehnt schaffen, wird nicht nur über ihre eigene Zukunft entscheiden – sondern auch darüber, ob die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt ihren Platz behaupten kann. Martin Kölling (Erstveröffentlichung: „JAPANMARKT Ausgabe Q4/2025“) Seit 1992 gibt die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) das Magazin JAPANMARKT heraus. Als einziges deutschsprachiges Wirtschaftsmagazin mit Japanfokus berichtet der JAPANMARKT viermal pro Jahr über aktuelle Trends in der japanischen Geschäftswelt – direkt aus Tokio. Mit vielfältigen Interviews und Analysen deutscher und japanischer Experten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft spricht das Magazin alle Japaninteressierten an. Wenn Sie sich für ein kostenloses digitales Abonnement interessieren, melden Sie sich an: https://japan.ahk.de/de/japan-update/japanmarkt- umfragen/anmeldeformular 15 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
Erfolgreich starten in Japan: Praxisnahe Tipps für sächsische Unternehmen Ob Mikroelektronik, Robotik oder Konsumgüter – der japanische Markt bietet vielfältige Optionen für sächsische Unternehmen. Was es dabei zu beachten gibt und wo besondere Chancen bestehen, erläutert Fumihiro Asano, Beauftragter der WFS für Japan. Zum Außenwirtschaftstag Sachsen 2026 im April in Chemnitz stand er auch für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Was sind aktuell die Schwerpunkte in der Zusammenarbeit zwischen Japan und Sachsen? Die aktuellen Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen Japan und Sachsen liegen in den Bereichen Halbleiter und Robotik. In Sachsen ist ein deutlicher Anstieg der Investitionen im Bereich der Halbleiterfertigung zu verzeichnen. Auch in Japan wird dank starker staatlicher Unterstützung erwartet, dass die Produktion von Halbleitern – einschließlich modernster Chips für KI-Anwendungen – in den nächsten Jahren erheblich zunehmen wird. Da beide Regionen den Ausbau ihrer Halbleiterindustrie vorantreiben, werden sich für Unternehmen aus Japan und Sachsen wahrscheinlich mehr Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in diesem Bereich ergeben. Im Bereich der Robotik ist „physische KI“ in Japan zu einem wichtigen Thema geworden. Wie Deutschland ist auch Japan seit langem führend in der Industrierobotik. Mit der Integration von KI in die Robotik erweitert sich nun das Anwendungsspektrum, und es wird erwartet, dass die Nachfrage weiter wächst. In Japan ist der Arbeitskräftemangel bereits ein ernstes Problem, und es wird erwartet, dass der Einsatz von KIgestützten Robotern eine immer wichtigere Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderung spielen wird. Im letzten Jahr war Sachsen wieder auf der International Robot Exhibition (IREX) in Tokio vertreten und hat den Robotikstandort präsentiert. Welche weiteren Anknüpfungspunkte sehen Sie für dieses Technologiefeld? Auf der letztjährigen IREX in Tokio lag der Schwerpunkt Sachsens auf der Industrierobotik, doch wie bereits erwähnt, wird erwartet, dass die Kombination aus Robotik und KI das Anwendungsspektrum von Robotern erheblich erweitern wird. Über die Fertigungsindustrie hinaus besteht erhebliches Potenzial für Kooperationen in Bereichen wie Verkehr, Gesundheits- und Pflegewesen, Bauwesen und Landwirtschaft. In Japan besteht aufgrund des gravierenden Arbeitskräftemangels in all diesen Sektoren eine starke Nachfrage nach Automatisierung und Robotik. Wenn Sachsen über neue Ideen oder Technologien in diesen Bereichen verfügt, könnte eine Zusammenarbeit mit japanischen Robotikunternehmen neue Werte und innovative Lösungen schaffen. Auch das Thema Mikroelektronik spielt bei den derzeitigen Aktivitäten eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr war eine Unternehmensdelegation in Japan zu Gast und hat verschiedene Firmen besucht. Welchen Mehrwert haben solche Reisen für beide Seiten? Seit 2023 besuchen jedes Jahr Wirtschaftsdelegationen aus Sachsen Japan und besichtigen dort verschiedene japanische Unternehmen. Diese Besuche bieten für beide Seiten einen erheblichen Mehrwert. Sie bieten eine einzigartige Gelegenheit zum direkten Austausch von Informationen, Ideen und Best Practices zwischen führenden Vertretern der Industrie und Experten beider Seiten. Durch den direkten Dialog können die Teilnehmer ein tieferes Verständnis für die Stärken, Bedürfnisse und Innovationsansätze der jeweiligen Region gewinnen. Solche Reisen tragen zudem dazu bei, Vertrauen und persönliche Beziehungen aufzubauen, die für eine erfolgreiche langfristige Zusammenarbeit unerlässlich sind. INTERVIEW „Die aktuellen Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen Japan und Sachsen liegen in den Bereichen Halbleiter und Robotik.“ Fumihiro Asano 16 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026
In welchen weiteren Branchen bieten sich für sächsische Unternehmen Chancen auf dem japanischen Markt? Was ist mit der Konsumgüterindustrie? Neben den Technologiesektoren bieten sich sächsischen Unternehmen auch Chancen auf dem japanischen Konsumgütermarkt. Für Produkte aus Sachsen ist es wichtig, ihren einzigartigen Markenwert und ihre Attraktivität zu stärken, anstatt ausschließlich über den Preis zu konkurrieren. Dieser Ansatz kann dazu beitragen, Nachfrage zu generieren, ohne in einen intensiven Preiswettbewerb hineingezogen zu werden. Japanische Verbraucher sind zwar als preisbewusst bekannt, doch gibt es auch einen deutlichen Trend zur Polarisierung im Konsumverhalten: Während viele auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten, sind sie gleichzeitig bereit, für Produkte, die ihnen wirklich gefallen oder die etwas Besonderes bieten, einen Aufpreis zu zahlen. Sachsen hat Produkte wie Porzellan und Uhren, die in Japan eine starke Markenpräsenz aufgebaut haben. Wenn sächsische Konsumgüter weiterhin ihre Einzigartigkeit, Qualität und Geschichte vermitteln können, besteht ein großes Potenzial, japanische Kunden anzusprechen, die unverwechselbare und hochwertige Produkte schätzen. Sie haben als Repräsentant der WFS mittlerweile eine Vielzahl von Projekten betreut. Wo sehen Sie die größten Hürden und wo die besten Chancen für die Zusammenarbeit zwischen sächsischen und japanischen Unternehmen? Eine der größten Hürden bei unserer Zusammenarbeit besteht darin, dass es für eine erfolgreiche Partnerschaft unerlässlich ist, gegenseitiges Vertrauen zu den Partnerunternehmen aufzubauen, das auf einem korrekten Verständnis der Marktstruktur und der Besonderheiten dieser Unternehmen beruht. Dieser Prozess nimmt jedoch oft Zeit in Anspruch. Anstatt sofortige Ergebnisse zu erwarten, ist es für beide Seiten wichtig, in den Aufbau langfristiger Beziehungen zu investieren. Dennoch sind diese Herausforderungen auch Chancen. Indem sie diese meistern, können Unternehmen tiefere Partnerschaften aufbauen und wertvolle Einblicke in die jeweiligen Märkte gewinnen. Die besten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit liegen in Bereichen, in denen beide Regionen komplementäre Stärken aufweisen, wie beispielsweise bei Halbleitern, Robotik und Advanced Manufacturing. Ich bin überzeugt, dass wir durch die weitere Förderung des direkten Austauschs, gemeinsamer Forschung und eines offenen Dialogs die Beziehungen zwischen sächsischen und japanischen Unternehmen weiter stärken und gemeinsam neue Werte schaffen können. Welche konkreten Empfehlungen haben Sie für sächsische Unternehmen, die einen Markteinstieg in Japan planen? Für sächsische Unternehmen, die den Eintritt in den japanischen Markt planen, habe ich einige Empfehlungen: Erstens ist es unerlässlich, Zeit zu investieren, um ein Verständnis für die relevante Marktstruktur des jeweiligen Unternehmens zu bekommen, einschließlich der Situation von Wettbewerbern und Produkten. Ebenso wichtig ist es, die japanische Geschäftskultur zu verstehen. Japanische Partner legen Wert auf Zuverlässigkeit, langfristiges Engagement und Liebe zum Detail. Geduld und Beständigkeit sind wichtig, da Geschäftsverhandlungen und Entscheidungsprozesse länger dauern können als erwartet. Zweitens empfehle ich, einen starken lokalen Partner oder Vertreter zu finden, der den japanischen Markt versteht und dabei helfen kann, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden. Lokales Fachwissen ist von unschätzbarem Wert, um sich in Bezug auf Vorschriften, Vertriebskanäle und Kundenpräferenzen zurechtzufinden. Wenn sächsische Unternehmen diese Punkte berücksichtigen, können sie ein solides Fundament für den Aufbau eines nachhaltigen Geschäfts in Japan schaffen. Die Fragen stellte Sandra Lange/WFS Fumihiro Asano auf dem Außenwirtschaftstag 2026 in Chemnitz KONTAKT Andrea Voß Projektleiterin Außenwirtschaft & Messen/WFS Tel.: 0351 2138135 andrea.voss@wfs.saxony.de 17 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
Markt- und Länderveranstaltungen Datum Veranstaltung Ort 10.06.26 Business trifft Afrika: Märkte als Türöffner – Marokko und Südafrika Chemnitz 18.06.26 Taiwan Business Day Chemnitz (mehrere Orte) 19.06.26 Ländersprechtag Panama und Zentralamerika Chemnitz 22.06.26 Chemnitz Wirtschaftstag in Manchester Manchester 30.06.26 Beratungstag Tschechien Chemnitz 27.08.26 Europafest mit Vortrag zu aktuellen EU-Themen wie Zöllen, Freihandel, Buy European Chemnitz 28.09.26 USA-Tag zu regionalen Clustern in ausgewählten Bundesstaaten Chemnitz 08.10.26 Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz Heidenau 06.11.26 Internationale Kooperationsbörse CONTACT „denkmal“ Leipzig Online-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft Datum Veranstaltung Typ 09.06.; 11.06.; 16.06.26 Online Sprint „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“ Teilnahmebescheinigung 23.06.26 Auf den Punkt gebracht: Akkreditive im Außenhandel Teilnahmebescheinigung 24.06.26 Auf den Punkt gebracht: Exportkontrolle Teilnahmebescheinigung 06.07. – 28.07.26 Exportmanager (IHK) IHK-Lehrgangszertifikat 20.08.26 Auf den Punkt gebracht: Sanktionslistenprüfung – was ist zu tun? Teilnahmebescheinigung 31.08.26 Basics für die Aus- und Einfuhrpraxis im Unternehmen Teilnahmebescheinigung 01.09.26 Zollrechtliche Exportabwicklung – Abläufe und Gestaltungsmöglichkeiten Teilnahmebescheinigung 15.09. – 17.12.26 Exportmanager (IHK) IHK-Lehrgangszertifikat 15.09. – 17.12.26 Exportmanager (IHK) IHK-Lehrgangszertifikat 22.09.26 Basiswissen Zoll Teilnahmebescheinigung 18 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen
Datum Veranstaltung Typ 29.09.26 Richtig Tarifieren – Die Einreihung von Waren in den Zolltarif Teilnahmebescheinigung 30.09.26 Zoll- und Außenwirtschaftsprüfungen – sind Sie gut vorbereitet? Teilnahmebescheinigung 30.09.26 Zollmanagement – Organisation, Haftung, Verantwortlichkeiten im Außenhandel Teilnahmebescheinigung 30.09.26 Auf den Punkt gebracht: EMCS: verbrauchsteuerpflichtige Waren clever befördern Teilnahmebescheinigung 03.11.26 Reparaturen – Zollrechtliche Abwicklung mit dem Drittland Teilnahmebescheinigung Präsenz-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft Datum Veranstaltung Ort 08.06.26 Die richtige Warennummer – Einreihen von Waren in den Zolltarif Dresden 09.06.26 Präferenzen – Schwerpunkt Lieferantenerklärungen Zwickau 10.06.26 Exporte und innergemeinschaftliche Lieferungen abwickeln, aber richtig! Grundlagen Chemnitz 10.06.26 Zollabwicklung kompakt – Konfliktfrei durch den Zoll Zwickau 11.06.26 Warenursprung und Präferenzen Leipzig 29.06.26 Exporte und innergemeinschaftliche Lieferungen abwickeln, aber richtig! Freiberg 24.08.26 Basics für die Aus- und Einfuhrpraxis im Unternehmen Dresden 26.08.26 Präferenznachweise und Lieferantenerklärung in der Geschäftspraxis Annaberg 01.09.26 ATLAS Einfuhr konkret Dresden 08.09.26 Importieren – aber richtig! Grundlagen – Das Importgeschäft im Überblick Dresden 09.09.26 Importabwicklung intensiv – Der zolltechnische Ablauf beim Import Dresden 14.09.26 Exportkontrolle im Unternehmen praktisch umgesetzt – IHK Chemnitz Chemnitz 15.09.26 Incoterms® 2020 und ihre Verwendung in der Geschäftspraxis Dresden 16.09.26 Lieferantenerklärungen und Präferenznachweise praktisch handhaben Dresden 17.09.26 Umsatzsteuer im Außenhandelsgeschäft Dresden 28.09.26 Incoterms® 2020 und deren Verwendung in der Praxis Freiberg 05. – 06.10.26 Exportpraxis Kompakt Plauen 07.10.26 Internationale Lieferverträge rechtssicher gestalten Zwickau 19 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen
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