Internationale Markterkundungen und Unternehmensreisen in Zukunftsmärkte Im Rahmen der AWIS-Jahresplanung 2026 bieten die Partner wieder eine Reihe internationaler Markt- und Unternehmensreisen in ausgewählte Zukunftsmärkte außerhalb Europas an. Ziel dieser Reisen ist es, sächsische Unternehmen bei der Internationalisierung und Diversifizierung ihrer Geschäftsbeziehungen zu unterstützen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und innovative Partnerschaften zu fördern. Die geplanten Reisen ermöglichen einen direkten Zugang zu wichtigen Branchen, aktuellen Trends und potenziellen Kooperationspartnern in den jeweiligen Zielregionen. China – Markterkundungsreise Robotik, 10. bis 17.10.2026 China hat sich in den Bereichen Robotik und KI zu einem globalen Schwergewicht entwickelt und treibt diese Themen intensiv voran. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Integration der Robotik mit anderen Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, verbesserten Komponenten und neuen Anwendungsszenarien in der intelligenten Fertigung. Dafür ist ein öffentlich finanzierter Risikokapitalfonds geplant, in dem über einen Zeitraum von 20 Jahren rund eine Billion Yuan (128 Mrd. Euro) eingebracht werden. Eine Markterkundungsreise der WFS soll dazu dienen, sächsischen Unternehmen und Akteuren der Branche einen Einblick in das chinesische Ökosystem zu vermitteln und Trends aufzuzeigen, um Rückschlüsse für die eigenen Aktivitäten und Wettbewerbsfähigkeit ziehen, aber auch mögliche Kooperationen prüfen zu können. Auf dem Programm wird u. a. die China International Industry Fair (CIIF) stehen, die seit ihrer Gründung 1999 auf zukunftsorientierte Sektoren wie smarte Hochtechnologien fokussiert ist. Philippinen – Markterkundungsreise Medizintechnik & Digital Health, 21. bis 27.11.2026 Mit rund 117 Mio. Einwohnern sind die Philippinen das zweitbevölkerungsreichste Land der ASEAN-Staaten. Das Gesundheitswesen ist ein zentraler Wachstumssektor, angetrieben durch eine wachsende Mittelschicht, ein Wirtschaftswachstum von rund sechs Prozent pro Jahr und eine steigende Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen. Trotz dieser Dynamik bleibt die Gesundheitsinfrastruktur unterentwickelt, mit nur einem Krankenhausbett pro 1.000 Einwohner. Besonders in ländlichen Regionen bestehen erhebliche Versorgungslücken, die Chancen für Investitionen in medizinische Infrastruktur, Geräte und digitale Gesundheitslösungen eröffnen. Zumal die Philippinen bei medizintechnischen Geräten fast vollständig auf Importe angewiesen sind, wobei Deutschland zu den wichtigsten Lieferländern zählt. Gleichzeitig wächst der Markt für Digital Health-Lösungen rasant, gestützt durch eine hohe Smartphone-Nutzung und den Ausbau des 5G-Netzes. Die Philippinen bieten somit vielfältige Potenziale für die Medizintechnikbranche, Life Sciences-Bereiche sowie angrenzende Themen der Gesundheitswirtschaft. Diese sollen im Rahmen einer Markterkundungsreise der WFS vor Ort geprüft werden. Zentralasien – Unternehmensreise unter Leitung von Staatsminister Dirk Panter nach Zentralasien, 10. bis 17.10.2026 Zentralasien gewinnt als Wachstums- und Kooperationsraum für die sächsische Außenwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Insbesondere Kasachstan und Usbekistan verfügen als wirtschaftlich und demografisch starke Länder über attraktive Absatz- und Investitionspotenziale. Die Region ist rohstoffreich, investiert verstärkt in industrielle Wertschöpfung und entwickelt sich durch ihre junge, wachsende Bevölkerung zu einem dynamischen Zukunftsmarkt. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus der geostrategischen Lage, dem Infrastrukturausbau sowie einem steigenden Bedarf in zentralen Zukunftsbranchen wie Maschinen- und Anlagenbau, erneuerbaren Energien, Agrartechnologie und Digitalisierung. Auch das zunehmende Interesse sächsischer Unternehmen an Messen und Markterschließung in der Region unterstreicht die wachsende Relevanz Zentralasiens. Chile – Marktsondierungsreise: Rohstoffe/ Bergbaunachsorge und Energie/Wasserstoff, 26.09. bis 03.10.2026 Chile ist weltweit führend bei Vorkommen kritischer Rohstoffe wie Kupfer und Lithium, die zentrale Bausteine der globalen Energiewende sind. Weitere Ressourcen wie Eisen, Silber, Gold, Molybdän, Zink sowie perspektivisch Kobalt und seltene Erden machen den Andenstaat zu einem strategisch wichtigen Lieferanten. Gleichzeitig steht der chilenische Bergbau vor einem tiefgreifenden Wandel: neue Untertagetechnologien, strengere Umweltauflagen und die Dekarbonisierung der Prozesse eröffnen vielfältige Geschäftschancen. Der historisch hohe Kupferpreis veranlasst Bergbaukonzerne zu Milliardeninvestitionen. Zahlreiche Großprojekte im Bergbau und Energiesektor – darunter das Wasserstoffvorhaben H2Magallanes – stehen kurz- bis mittelfristig vor der Umsetzung. Angesichts begrenzter Wasserressourcen gewinnen moderne Wasseraufbereitungs- und Abwassertechnologien für Bergbau und Landwirtschaft an Bedeutung. Chile will seine ausgezeichneten Bedingungen für erneuerbare Energien nutzen, um bis 2030 den weltweit günstigsten grünen Wasserstoff zu produzieren und bis 2040 zu den größten Exporteuren zu zählen; zunächst ist vor allem der Einsatz im Schwerlastverkehr geplant. Der Aufbau dieser Wasserstoffwirtschaft 6 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich
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