8 Außenwirtschaftsnachrichten 3 | Juni / Juli 2026 Weltweit erfolgreich Umfrage Going International 2026: Handelshemmnisse auf Rekordniveau Die Geschäftserwartungen im Auslandsgeschäft hellen sich leicht auf, bleiben aber insgesamt negativ. 69 Prozent der 2.400 international aktiven Unternehmen, die sich an der Umfrage im Februar 2026 beteiligt haben, berichten von steigenden Handelshemmnissen – ein Allzeithoch. Besonders die US-Zollpolitik, neue Exportkontrollen sowie komplexe Regulierung aus Deutschland und der EU setzen die exportorientierte deutsche Wirtschaft unter Druck. Lichtblicke gibt es in Indien und Teilen Lateinamerikas. Besonders stark im Fokus stehen derzeit die Folgen der US-Handelspolitik. 66 Prozent der Unternehmen, die von steigenden Handelshemmnissen betroffen sind, nennen höhere Zölle als Belastung. Von diesen wiederum sehen 86 Prozent die USA als zentrale Problemregion. Zollerhöhungen, sektorale Sonderzölle und die handelspolitische Unsicherheit führen dazu, dass die Vereinigten Staaten für die deutsche Wirtschaft zunehmend vom Leitmarkt zum Risikofaktor werden, das zeigt auch eine Sonderauswertung der Umfrage zu den USA. Neben Zöllen spielen nicht-tarifäre Handelshemmnisse eine zentrale Rolle. 51 Prozent der hiervon betroffenen Unternehmen berichten von zusätzlichen lokalen Zertifizierungsanforderungen, 37 Prozent von verstärkten Sicherheitsauflagen. 35 Prozent sehen sich durch verschärfte Exportkontrollregime eingeschränkt, 30 Prozent nennen Sanktionen als eigenständiges Handelshemmnis. Parallel dazu rücken strategische industriepolitische Instrumente in den Vordergrund. 19 Prozent der Unternehmen, die hier Hürden sehen, berichten von einer Zunahme von LocalContent-Vorschriften, also der Pflicht, einen bestimmten Anteil
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