Außenwirtschaftsnachrichten

Zehn Jahre nach dem Brexit: Großbritannien bleibt wichtiger Handelspartner Sachsens AußenwirtschaftsNachrichten Weltweit erfolgreich – Seite 9 Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz: Tourismus und Wirtschaft im Wandel Weltweit erfolgreich – Seite 14 Zwischen Partnerschaft und Protektionismus: Die transatlantischen Handelsbeziehungen unter Druck Weltweit erfolgreich – Seite 17 Mit der Wirtschaftsdelegation nach Nanjing: Neue Geschäftschancen für Unternehmen aus Sachsen 4 Aug/Sep 2026

Inhalt Weltweit erfolgreich 3 Delegationen, Fachreisen und Messen: Sachsen vernetzt sich mit Polen 6 Erste Bestandsaufnahme nach der Euro-Einführung in Bulgarien 9 Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz am 8. Oktober: Tourismus und Wirtschaft im Wandel 10 Cryotecs Erfolgsgeschichte mit japanischer Unterstützung durch Nikkiso 12 Zehn Jahre nach dem Brexit: Großbritannien bleibt wichtiger Handelspartner Sachsens 14 Zwischen Partnerschaft und Protektionismus: Die transatlantischen Handelsbeziehungen unter Druck 17 Mit der Wirtschaftsdelegation nach Nanjing: Neue Geschäftschancen für Unternehmen aus Sachsen Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen 18 Markt- und Länderveranstaltungen 19 Online-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft 20 Präsenz-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft 21 Messen und Unternehmerreisen Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 24 Länderinformationen Geschäftsverbindungen 26 Aktuelle Kooperationsangebote ausländischer Unternehmen Tipps für die Außenwirtschaftspraxis 31 Passive Veredelung: Voraussetzungen, Antrag und Ablauf im Zollverfahren Ansprechpartner | Impressum 3​5 Ansprechpartner 3​5 Impressum Passive Veredelung: Voraussetzungen, Antrag und Ablauf im Zollverfahren Im Rahmen von Veredelungsverkehren können Zollvergünstigungen in Anspruch genommen werden, wenn Bearbeitungen an Drittlandsware (Ware aus nicht EU-Ländern) in der EU oder umgekehrt an EU-Ware in einem Drittland vorgenommen werden. … mehr auf Seite 31 Cryotecs Erfolgsgeschichte mit japanischer Unterstützung durch Nikkiso Wie gelingt einem Mittelständler aus Sachsen der Sprung auf internationale Märkte? Im Interview erklärt Corinne Ziege, Global Product Director for Carbon Capture Systems in Wurzen, wie das Unternehmen internationale Märkte erschließt und welche Erfolgsfaktoren im Exportgeschäft entscheidend sind. … mehr auf Seite 10 Delegationen, Fachreisen und Messen: Sachsen vernetzt sich mit Polen Neue Delegationsreisen, Fachveranstaltungen und Messebeteiligungen stärken die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Polen. Erfahren Sie, welche Kooperations- und Geschäftschancen sich 2026 für sächsische Unternehmen eröffnen. … mehr auf Seite 3 Erste Bestandsaufnahme nach der Euro-Einführung in Bulgarien Sechs Monate nach dem Euro-Beitritt fällt die Bilanz positiv aus: Unternehmen profitieren von günstigeren Finanzierungsbedingungen, mehr Planungssicherheit und vereinfachten Geschäftsprozessen. Bulgarien gewinnt als Investitionsstandort. … mehr ab Seite 6

Delegationen, Fachreisen und Messen: Sachsen vernetzt sich mit Polen Die wirtschaftlichen Beziehungen zum Nachbarland Polen werden enger. Damit wachsen auch die Chancen für sächsische Unternehmen, neue Kunden oder Kooperationspartner zu finden. Gemeinsam mit den AWIS-Partnern und Vertretern sächsischer Netzwerke organisiert die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) dafür verschiedene Projekte und Veranstaltungen. Polnische Delegationen zu Gast in Sachsen Dabei ist das Interesse an sächsischen Partnern auch von polnischer Seite groß, wie die Delegationsbesuche verschiedener Branchen im April dieses Jahres zeigten. So war eine Delegation aus der Woiwodschaft Oppeln zu Gast und besuchte neben den Messen Agra und BioOst in Leipzig die Krabat Milchwelt und das Schloss Wackerbarth und bekam einen Einblick in die Landwirtschaftstechnik und die Vermarktung regionaler Produkte. Auf der Sachsenback in Dresden informierten sich Bäckermeister und Konditoren aus Gostyn im Rahmen eines gemeinsamen Programms mit der Handwerkskammer Dresden über neueste Backmaschinen, hochwertige Rohstoffe und Zutaten sowie Ladenbau und IT-Dienstleistungen. Auf Einladung sächsischer Netzwerke der Life Sciences-Branche und als Follow-up zum 16. PolnischSächsischen Wirtschaftsforum „Medizin der Zukunft“ waren Vertreter des polnischen Forschungsnetzwerkes PORT Lukasiewicz zu Gast. Positives Fazit zur Geschäftsanbahnungsreise Mitte Juni reisten 13 sächsische Unternehmer im Rahmen einer gemeinsam mit der IHK Dresden organisierten Geschäftsanbahnungsreise nach Gliwice, Katowice und Wrocław. Im Mittelpunkt standen Besuche bei der Schlesischen Technischen Universität, einem modernen Ausbildungszentrum und verschiedenen UnterBäckermeister und Konditoren aus Gostyn zu Gast auf der Sachsenback 3 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

nehmen, wobei die Themenfelder Maschinenbau, Automatisierung und Additive Fertigung diskutiert wurden. Die Teilnehmer konnten dabei wertvolle Kontakte knüpfen. Den Abschluss der Reise bildete die Teilnahme an der 8. Deutsch-Polnischen Konferenz der Auslandshandelskammer Polen in Wrocław. Inhaltlich standen Themen wie Digitalisierung, der Einsatz und Nutzen von Künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit sowie Automatisierung im Mittelpunkt. Die sächsischen Unternehmen erhielten die Möglichkeit, sich und ihre Kompetenzen auf dem Podium vorzustellen. Im Anschluss konnten sie die vollständig ausgebuchten Matchmaking-Gespräche nutzen, um ihre Kontakte weiter zu vertiefen und konkrete Geschäftsmöglichkeiten auszuloten. Die Teilnehmer zogen ein durchweg positives Fazit der Reise. Fachreise Polen: Landtechnik und landwirtschaftliche Produktion Vom 7. bis 10. September 2026 haben sächsische Unternehmen die Möglichkeit, im Rahmen einer Fachreise in die Woiwodschaften Oppeln und Niederschlesien die polnische Landwirtschaftsbranche kennenzulernen und sich insbesondere über landwirtschaftliche Produktion sowie moderne Landtechnik zu informieren. Begleitet wird die Delegation von Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch. Ziel ist es, die polnische Landwirtschaftsbranche kennenzulernen, neue Kooperationspotenziale zu identifizieren, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu polnischen Verkaufsbetrieben für Landwirtschafts- und Sondermaschinen zu knüpfen. Die Teilnehmer erhalten zudem Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um Potenziale für den Technologietransfer zu sondieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Ideen und der Prüfung, wie eine grenzüberschreitende Wertschöpfungskette für nachwachsende Rohstoffe wie Stroh, Spreu, Holzreste oder Hanf aufgebaut werden kann. Rail Connect: Deutsch-Polnisches Matchmaking zur InnoTrans in Berlin Auf Einladung der Polnischen Bahnkammer und der Polnischen Agentur für Investitionen und Handel haben sächsische Unternehmen der Bahnbranche die Möglichkeit, am 22. September 2026 am Deutsch-Polnischen Netzwerkabend in der Botschaft der Republik Polen in Berlin teilzunehmen. Ziel der Veranstaltung ist es, die grenzüberschreitende Kooperation im Schienenverkehr zu stärken. Geschäftsanbahnungsreise nach Polen und Tschechien: Kreislaufwirtschaft Sowohl in Polen als auch in der Tschechischen Republik wird der Übergang zur Kreislaufwirtschaft durch massive Infrastrukturinvestitionen und strenge EU-Vorgaben rasant vorangetrieben. Im Fokus stehen derzeit die effizientere Nutzung von Rohstoffen – insbesondere in der Metall-, Automobil- und Chemiebranche, die Modernisierung bestehender Anlagen sowie die Einführung geschlossener Materialkreisläufe. Darüber hinaus sollen effiziente Rücknahme- und Recyclingprogramme sowie verstärkt energie- und ressourceneffiziente Technologien zum Einsatz kommen, unterstützt durch Digitalisierung, etwa durch Sensorik und Datenanalyse. Für sächsische Unternehmen gibt es interessante Perspektiven, die im Rahmen einer Markterkundungsreise vom 26. bis 29. Oktober 2026 gemeinsam mit polnischen Partnern ausgelotet werden sollen. Messebeteiligung: MSPO International Defence Industry Exhibition Polen zählt zu den am stärksten wachsenden Verteidigungsmärkten in Europa und entwickelt sich zu einem bedeutenden Sächsische Wirtschaftsdelegation zu Gast in Katowice 4 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

Standort für die Rüstungs-, Sicherheits- und maritime Industrie. Dafür investiert das Land massiv in den Ausbau seiner Streitkräfte und in Großprojekte wie den sogenannten „Ostschild“. Um die sicherheitspolitische und industrielle Souveränität zu stärken, sind gezielte Programme zur Förderung lokaler Produktions-, Kooperations- und Verteidigungskapazitäten aufgelegt worden. Mit dem Darlehen SAFE (Security Action for Europe) sollen gezielt Investitionen in die polnische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie intensiviert werden. Für sächsische Unternehmen ergeben sich daraus Geschäftschancen – genannt seien die Bereiche Energieinfrastruktur, Cyberverteidigung und KI-gestützte Sicherheitsarchitekturen. Vor diesem Hintergrund wird es vom 8. bis 11. September 2026 eine sächsische Beteiligung am deutschen Gemeinschaftsstand auf der 34. Internationalen Messe der Verteidigungsindustrie MSPO in Kielce geben, der durch die AHK Polen organisiert wird. Aber auch für sächsische Unternehmen, die als Besucher vorbeikommen, lohnt sich der Messetermin, um einen ersten Einblick zu bekommen. Konferenz „Deutsch-Polnische Zukunftsmärkte“ Am 24. November 2026 laden die AHK Polen und die IHK Chemnitz zur Konferenz „Deutsch-Polnische Zukunftsmärkte“ in die IHK Chemnitz ein. Bereits zum siebten Mal bringt die Konferenz Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um zentrale Zukunftsfelder der deutsch-polnischen Zusammenarbeit zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Geschäftsbereiche mit besonderem Wachstumspotenzial, darunter Maschinenbau und Umformtechnik, Digitalisierung und Automatisierung, Smart Solutions, Circular Economy, neue Mobilität sowie Medizintechnik. In Panels und Fachworkshops werden aktuelle wirtschaftspolitische Themen, Markttrends und konkrete Kooperationschancen praxisnah beleuchtet. Polnisch-Deutsch-Tschechisches Kooperationsforum Bereits zum 33. Mal findet das Polnisch-Deutsch-Tschechische Kooperationsforum in diesem Jahr am 27. November 2026 im Riesengebirge statt. Die größte trilaterale Kooperationsbörse der Region bietet vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus dem produzierenden Gewerbe und Dienstleistungssektor eine Plattform, um grenzüberschreitende Geschäftskontakte zu knüpfen. Die Veranstaltung wird im Rahmen des strategischen Projekts des Kooperationsprogramms Interreg Polen – Sachsen 2021 – 2027 „Grüne Zukunft der Grenzregion“ durchgeführt. Einen Überblick zu aktuellen Projekten, Terminen und Ansprechpartnern finden Sie in unserem Veranstaltungskalender www.standort-sachsen.de/veranstaltungen. Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie den 14- täglichen Newsletter der WFS unter www.standort-sachsen. de/newsletter. KONTAKT Anna Kurzynoga Projektleiterin Abt. Außenwirtschaft & Messen Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) Tel.: 0351 2138130 anna.kurzynoga@wfs.saxony.de 5 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

Erste Bestandsaufnahme nach der Euro-Einführung in Bulgarien Mit dem 1. Januar 2026 hat Bulgarien den Euro als offizielle Währung eingeführt und damit eine seit 1997 bestehende feste Wechselkursbindung in eine vollwertige Eurozonenmitgliedschaft überführt. Für Unternehmen, die im Land tätig sind, fällt die erste Bilanz günstig aus. Die Finanzierung wird billiger und sicherer, das Wechselkursrisiko im Euro-Geschäft ist verschwunden und ein Teil der AHK-Mitglieder verlagert zusätzliche Investitionen aus Deutschland nach Bulgarien. Im Tagesgeschäft bringt der Beitritt einmaligen Umstellungsaufwand, mittelfristig aber spürbare Vereinfachungen. Günstigere Finanzierung, höhere Bonität Mit dem Beitritt Bulgariens zur Eurozone verbessern sich für Unternehmen vor allem die Bedingungen, zu denen sie sich finanzieren. Die langjährige feste Wechselkursbindung hat das Risiko von Kursschwankungen gegenüber dem Euro bereits weitgehend ausgeschlossen, die Mitgliedschaft in der Eurozone verankert diese Sicherheit nun endgültig. Das stützt die Bonität des Landes. Im Vorfeld des Beitritts hoben Fitch und Standard & Poor's das Rating von BBB auf BBB+ an und würdigten damit die Euro-Perspektive ausdrücklich als Stabilitätsanker. Entsprechend verlangen Investoren für bulgarische Staatsanleihen nun einen geringeren Risikoaufschlag, die Renditen sinken. Sinkende Refinanzierungskosten des Staates schlagen erfahrungsgemäß auf die gesamte Volkswirtschaft durch. Mit dem allgemein sinkenden Zinsniveau dürften auch Kredite und Investitionsfinanzierungen für Unternehmen günstiger werden. In der Slowakei, in Litauen und in Kroatien gaben die Staatsanleiherenditen nach dem Beitritt jeweils deutlich nach. 6 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

AHK-Mitglieder sehen vor allem Stabilisierung Wie sich das im Geschäftsalltag niederschlägt, zeigt der aktuelle World Business Outlook der AHK Bulgarien, eine Umfrage, die jährlich unter AHK-Mitgliedern durchgeführt wird. Vier von fünf Unternehmen berichten, der Euro habe an geplanten Investitionsvorhaben nichts geändert. Darin zeigt sich vor allem Kontinuität, denn der bulgarische Lew war jahrzehntelang fest an den Euro gebunden, sodass das Wechselkursrisiko in der Praxis längst keine Rolle mehr spielte. Dreizehn Prozent der Befragten planen, Investitionen aus Deutschland nach Bulgarien zu verlagern, nur knapp fünf Prozent planen den umgekehrten Schritt. Dass dabei deutlich mehr Unternehmen Investitionen nach Bulgarien lenken als in die Gegenrichtung, spricht für die Attraktivität des Standorts. Wachsende Wirtschaft Die Arbeitskosten stiegen 2025 in Bulgarien um 13,1 Prozent, stärker als in jedem anderen Mitgliedstaat, und auch die industriellen Erzeugerpreise zogen deutlich an. Dahinter steht ein Aufholprozess, wie ihn andere EU-Beitrittsländer ebenfalls durchlaufen haben und der den Standort spürbar verändert. Mit Arbeitskosten von rund zwölf Euro je Stunde bleibt Bulgarien weiter das günstigste Land der Europäischen Union, der Kostenvorteil ist nach wie vor deutlich. Der Anstieg ist Ausdruck einer wachsenden, konvergierenden Volkswirtschaft. Bulgariens Vorsprung im regionalen Vergleich Im Wettbewerb um deutsche Investitionen steht Bulgarien neben Polen, Rumänien, Tschechien und Ungarn. Diese Länder sind wirtschaftlich vergleichbar, behalten aber ihre Landeswährungen und damit das Wechselkursrisiko, den Aufwand für Absicherung und die Möglichkeit politischer Einflussnahme auf die Geldpolitik. Mit dem Beitritt zur Eurozone hat Bulgarien diesen Schritt vollzogen und sich damit einen strukturellen Vorteil gegenüber den vergleichbaren Standorten in Mittel- und Osteuropa gesichert. Für Unternehmen, die in Mittel- und Osteuropa expandieren, ist das ein Argument, das es bisher in der Region nicht gab. Kein Preisschub durch den Euro Die verbreitete Sorge, der Euro werde die Preise in die Höhe treiben, hat sich nicht bestätigt. Die Europäische Zentralbank beziffert den direkten Umstellungseffekt auf 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte und damit als begrenzt und einmalig. Die Inflation ging in den ersten Monaten nach der Einführung sogar zurück, von 3,5 Prozent im Dezember 2025 auf 2,1 Prozent im Februar 2026. Der starke Preisanstieg ab April fällt zeitlich mit dem Energiepreisschock infolge des Nahostkonflikts zusammen, der die gesamte Eurozone erfasste. Was sich im Tagesgeschäft ändert Im operativen Geschäft erfordert der Beitritt eine Reihe praktischer Anpassungen. Buchhaltung, Verträge, Preislisten und ERPSysteme laufen nun auf Euro. Bis zum 8. August 2026 bleibt die doppelte Auszeichnung in Euro und Lew in der Preisauszeichnung gegenüber Verbrauchern Pflicht und wird von der Verbraucherschutzkommission geprüft. Mit dem Eintritt der Bulgarischen Nationalbank in das Eurosystem und den gemeinsamen Bankenaufsichtsmechanismus steht der Finanzsektor zudem unter europäischer Aufsicht. Mittelfristig überwiegen die Vereinfachungen. Die doppelte Kontoführung in Lew und Euro entfällt, Wechselkursumrechnungen und Hedging-Kosten im Euro-Geschäft verschwinden, SEPAÜberweisungen in Echtzeit sind im gesamten Euroraum möglich und Bank- und Transaktionsgebühren für Euro-Geschäfte sinken. Für deutsche Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Bulgarien wird das konzerninterne Cash-Management einheitlicher, der Preisvergleich mit Wettbewerbern im Euroraum direkter. Bilanz und die Rolle der AHK Bulgarien Somit fällt die erste Bilanz günstig aus. Die Finanzierung wird billiger, das Währungsrisiko ist verschwunden, ein euro-bedingter Preisschub ist ausgeblieben. Aus einer jahrzehntelangen festen Bindung, erst an die D-Mark, dann an den Euro, ist eine vollwertige Mitgliedschaft geworden. Für die Planung von Investitionen, Finanzierungen und Lieferbeziehungen zählt am Ende vor allem das, was diese Mitgliedschaft mitbringt: Verlässlichkeit. Genau diese Verlässlichkeit nennen die Mitgliedsunternehmen als ihre wichtigste Erwartung an die Politik. Hier sieht sich auch die AHK Bulgarien in der Pflicht: Sie begleitet Unternehmen, die den Standort prüfen oder ausbauen, mit Marktanalysen, Kontakten und konkreter Orientierung, und sie bringt die Anliegen ihrer Mitglieder dort ein, wo die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesetzt werden. Deniza Vrabcheva KONTAKT AHK Bulgarien Deniza Vrabcheva Tel.: +3592 81630-31 deniza.vrabcheva@ahk.bg 7 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

8 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026

Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz am 8. Oktober: Tourismus und Wirtschaft im Wandel Die Tourismuswirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Um resilient und zukunftsfähig zu bleiben, setzt die sächsisch-tschechische Grenzregion verstärkt auf Kooperationen und Innovationen. Am 8. Oktober 2026 veranstaltet die IHK Dresden im Rahmen des Kompetenzzentrums Tschechien gemeinsam mit der Bezirks-Wirtschaftskammer OHK Ústí nad Labem eine hochkarätige, ganztägige Fachkonferenz im Barockgarten Großsedlitz (Heidenau). Unter dem Titel „Tourismus und Wirtschaft im Wandel – Strategien für resiliente und vernetzte Regionen“ richtet sich das Event an Unternehmen, Organisationen und Institutionen der Tourismusbranche, die neue Marktchancen erschließen wollen. Die Konferenz bietet eine dynamische Plattform für den Erfahrungsaustausch zu wettbewerbsrelevanten Zukunftsthemen. Das dichte Programm verknüpft wissenschaftliche Impulse mit konkreten Praxisbeispielen aus beiden Ländern. Renommierte Experten wie Prof. Dr. Marco Richter von der Fachhochschule Dresden und doc. Ing. Petr Janeček, Ph. D. von der Universität Westböhmen und Pilsen beleuchten nachhaltige Strategien aus deutscher und tschechischer Perspektive. Weitere Fachvorträge widmen sich den wirtschaftlichen Vorteilen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz im Tourismus, darunter die Vorstellung wegweisender Smart-Region-Apps. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf der praktischen Umsetzung von Fördermöglichkeiten über die Euroregionen sowie auf Programmen zur dringend benötigten Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten. Das Herzstück für teilnehmende Unternehmen bildet der Nachmittag: Im Format „Pitch & Match“ präsentieren tschechische Betriebe ihre Produkte und Kooperationswünsche in prägnanten Kurzpräsentationen – komplett simultan gedolmetscht. Die anschließenden B2BGespräche und individuellen Business-Treffen im historischen Parkgelände bieten die ideale Gelegenheit, direkt vor Ort neue Kontakte zu knüpfen und grenzüberschreitende Partnerschaften anzubahnen. Die Referenten stehen zudem während der gesamten Veranstaltung für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Jana Omran KONTAKT Jana Omran Tel.: 0351 2802-171 omran.jana@dresden.ihk.de 9 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

10 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich INTERVIEW „Bauen Sie frühzeitig eine lokale Präsenz auf. Nicht nur im Vertrieb, sondern mit technologischer Substanz und Servicekompetenz vor Ort.“ Cryotecs Erfolgsgeschichte mit japanischer Unterstützung durch Nikkiso Von Wurzen in die Welt: Die Nikkiso Clean Energy & Industrial Gases Group (Nikkiso CEIG Group) liefert seit über 30 Jahren innovative Lösungen für Luftzerlegungsanlagen, CO2-Technologien und Small Scale LNG-Anlagen rund um den Globus. Im Interview spricht Corinne Ziege, Global Product Director for Carbon Capture Systems in Wurzen, darüber, wie das Unternehmen internationale Märkte erschließt, welche Hürden es dabei zu überwinden gilt und wie die Integration in die Nikkiso-Gruppe neue Türen öffnet. Wie lange sind Sie schon im Ausland aktiv und in welchen Ländern? Die Cryotec Anlagenbau GmbH wurde 1995 in Wurzen gegründet - unsere Anlagen werden bereits seit den ersten Tagen unseres Bestehens weltweit ausgeliefert. Seit Februar 2023 sind wir Teil der Nikkiso Clean Energy & Industrial Gases Group, die heute mehr als 1.800 Mitarbeiter in zwölf Ländern beschäftigt und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der an der Börse in Tokio notierten Nikkiso Co., Ltd. ist. Innerhalb dieser Gruppe nimmt unsere Produktionsstätte in Wurzen eine zentrale Rolle in Europa und der Welt ein. Unsere Aktivitäten reichen von Australien bis Kanada und von den USA bis Algerien. Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell im internationalen Geschäft? Die geopolitische Neuordnung der Energieversorgungsketten ist aktuell die größte Herausforderung, weil sich Handelsströme verschieben und die Befürchtung um die Versorgungssicherheit sowie vor Sanktionen wächst. Aus diesem Grund überdenken unsere nationalen und internationalen Kunden ihre Infrastrukturentscheidungen fast monatlich. Die regulatorischen Rahmenbedingungen in unseren Zielmärkten entwickeln sich unterschiedlich schnell. Ich bin dafür, fehlende Standards – wo immer möglich - gemeinsam mit unseren Partnern aktiv mitzugestalten. Als ich vor acht Jahren die Geschäftsführung übernahm, ging ich noch davon aus, wir würden schlicht globale Projekte abwickeln und Anlagen liefern. Doch dem ist nicht so: Wir hängen existenziell von der weltpolitischen Lage ab und die Situation wird sicher nicht einfacher. Was empfehlen Sie Export-Einsteigern? Bauen Sie frühzeitig eine lokale Präsenz auf. Nicht nur im Vertrieb, sondern mit technologischer Substanz und Servicekompetenz vor Ort. Auftraggeber von Großprojekten erwarten einen Ansprechpartner und schätzen die Zusammenarbeit mit lokalen EPC-Partnern, welche die Zertifizierung und Abnahme beschleunigen. Wählen Sie eine klare Spezialisierung und investieren Sie in belastbare Referenzen. Technische Einkäufer in langwierigen Entscheidungszyklen blicken zuerst auf Ihre Referenzen. Mein Rat: nicht zu lange überlegen und den ersten Schritt wagen. Das Vertrauen, welches für größere Folgeaufträge wichtig ist, entsteht durch diese ersten internationalen Projekte. Wie hat sich der Marktzugang in Asien und Nordamerika durch die Übernahme durch die US-japanische Nikkiso-Gruppe Anfang 2023 konkret verändert? Welche Märkte wurden dadurch neu erschlossen? Wir konnten dadurch in Märkten Fuß fassen, die für einen rein sächsischen Anbieter nur schwer erreichbar gewesen wären, etwa dem südkoreanische Wasserstoffmobilitäts-Markt mit dem Corinne Ziege, Global Product Director for Carbon Capture Systems in Wurzen

11 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich Aufbau von rund zwei Dutzend Flüssigwasserstoff-Tankstellen für SK Plug Hyverse, der Transit-Wasserstoffinfrastruktur in Kalifornien einschließlich der neuen Station für die Riverside Transit Agency, dem japanischen Marinegeschäft mit Kawasaki Heavy Industries für das weltweit erste wasserstoffbetriebene Schiff sowie dem kanadischen CCUS-Markt mit der weltweit ersten technologieübergreifenden Direct-Air-Capture-Plattform Deep Sky Alpha in Alberta, und umgekehrt fließt unsere Wurzener CO2Expertise heute zurück in die globale Gruppe, die genau diese Kompetenz vorher nicht im Portfolio hatte. Der Markt für Flüssigwasserstoff (LH2) und CO2- Rückgewinnung ist hart umkämpft. In welchen Weltregionen sieht Nikkiso aktuell die größte Nachfrage nach diesen sächsischen Technologien? Bei Flüssigwasserstoff liegt die operative Nachfrage derzeit klar in Asien und Nordamerika, wo bereits getankt wird, während Europa mit der AFIR-Verordnung erst in die Umsetzungsphase eintritt und die Wurzener dabei auf das Wissen aus über 35 weltweit realisierten Wasserstoffstationen zurückgreifen können; bei der CO2-Rückgewinnung bedienen wir zwei parallele Wachstumsmärkte, den etablierten globalen Industriegasmarkt, in dem unsere Anlagen bisher rund fünf Millionen Tonnen CO2 zurückgewonnen haben, und den neu entstehenden Dekarbonisierungsmarkt, der in Nordamerika durch Direct-Air-Capture-Projekte und in Europa durch die schwer abzubauenden Industrien Stahl, Zement und Chemie getrieben wird, die mit dem neuen deutschen Kohlendioxid-Speicherungsgesetz erstmals einen verlässlichen Rechtsrahmen erhalten haben. Was brauchen wir in Deutschland von der Politik, um auf dem Weltmarkt wieder „sichtbarer“ zu werden? Beschleunigte und verlässlichere Genehmigungsverfahren, kombiniert mit langfristiger regulatorischer Sicherheit. Da kryotechnische Infrastruktur einmalig errichtet wird und über Jahrzehnte läuft, bedarf es eines politischen Planungshorizonts, der mit dieser Lebensdauer korreliert. Nötig ist zudem eine Fortführung der gezielten industriepolitischen Unterstützung für Produktionsstandorte in strukturrelevanten Regionen. Genau diese Unterstützung hat den Ausbau unseres Standorts in Wurzen im Zusammenspiel mit dem Bund und dem Freistaat Sachsen erst ermöglicht. Dies muss einhergehen mit einer koordinierten europäischen Industriestrategie für Wasserstoff und CCUS sowie dem Anspruch, internationale Standards aktiv zu prägen, statt bloß auf sie zu reagieren. Die Fragen stellte Sandra Lange/WFS. UNTERNEHMENSPROFIL Die Nikkiso Clean Energy & Industrial Gases Group ist ein führender Anbieter von kryogenen Anlagen und Lösungen weltweit und begleitet die sich ändernde Marktnachfrage nach kohlenstoffärmerer Energie und Industriegasen mit innovativen Produkten und kooperativen Lösungen. Die Gruppe unterstützt die Zukunft der Energie-, Transport-, Schifffahrts-, Luft- und Industriegasmärkte.

Zehn Jahre nach dem Brexit: Großbritannien bleibt wichtiger Handelspartner Sachsens Mit 52 zu 48 Prozent hatten die Briten am 23. Juni 2016 für einen Brexit gestimmt. Auch wenn drastische Auswirkungen erwartet wurden, sind diese ausgeblieben. Großbritannien gehört vielmehr auch zehn Jahre nach dem Austritt aus der EU zu den wichtigsten sächsischen Außenhandelspartnern. Im vergangenen Jahr exportierte Sachsen Waren im Wert von 4,23 Milliarden Euro – vor allem Erzeugnisse des Kraftfahrzeug- und Maschinenbaus. Damit war Großbritannien der drittwichtigste Exportmarkt für den Freistaat. Bei den Einfuhren liegt der Fokus auf Erzeugnissen des Kraftfahrzeugbaus sowie elektrotechnischen Produkten und Rohstoffen. Mit einem Umfang von rund 623.000 Euro belegt Großbritannien damit Platz 17 im Importranking. German-British Business Outlook 2025: Zuversicht dominiert Deutsche und sächsische Unternehmen blicken auch künftig sehr optimistisch auf den britischen Markt. Laut dem „German-British Business Outlook 2025“, den die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Deutschland gemeinsam mit der British Chamber of Commerce in Germany (BCCG) herausgibt, erwarten 85 Prozent der deutschen Unternehmen verbesserte Beziehungen und 48 Prozent steigende Umsätze im deutsch-britischen Handelskorridor – bis 2030 sind es sogar 72 Prozent. Besonders im Blickpunkt stehen dabei die Sektoren Advanced Manufacturing und Clean Energy, digitale Technologien und Life Sciences sowie Verteidigung und Sicherheit, der der am stärksten wachsende Kooperationsbereich ist. Er ist jetzt für 43 Prozent der Befragten relevant – eine direkte Folge der veränderten Sicherheitslage in Europa und des im letzten Jahr geschlossenen UK-EU-Sicherheits- und Verteidigungspakts. Der im März 2026 vom Deutschen Bundestag ratifizierte deutsch-britische Freundschaftsvertrag, der sogenannte Kensington Treaty, unterstreicht die langfristige gute Beziehung. Deutschland und Großbritannien erkennen darin die Bedeutung starker Geschäftsbeziehungen und direkter Kontakte zwischen den Menschen, auch bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen, als Grundlage ihrer wirtschaftlichen Beziehungen an und vereinbaren, die gemeinsame Arbeit im Bereich der Handels- und Investitionsförderung fortzuführen und so die Wertschöpfungsketten zwischen ihren Ländern weiter auszubauen. Attraktive Sektoren für sächsische Unternehmen Die britische Regierung investiert gezielt in Zukunftsbranchen, die interessant für sächsische Unternehmen sein könnten: ∙ Maschinen- und Anlagenbau: Der britische Maschinenbausektor mit über 71.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatzwachstum von derzeit etwa 23 Prozent bietet sächsischen Unternehmen u. a. aufgrund aktueller Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsbemühungen gute Geschäftsansätze sowie Zugang zu weiteren Sektoren, wie Automobil, Luftfahrt, Bauwesen und Erneuerbare Energien und ein breit aufgestelltes Netzwerk für Innovation und Forschung. Es besteht zudem Unterstützungsbedarf bei der Erreichung des Net-Zero-Zieles in der Industrie. Die britische Industrie modernisiert ihre Fertigungsprozesse stark. Sächsische Spezialmaschinen, Automatisierungslösungen und Präzisionswerkzeuge sind gefragt, da das Land einen großen Teil seines Bedarfs über Importe deckt. ∙ Umwelt- und Energietechnik: Der Energiemix in Großbritannien hat sich in den letzten Jahren gewandelt, hin zu erneuerbaren Energiequellen. Der Energiesektor bietet u. a. aufgrund der ehrgeizigen Ziele der britischen Regierung und damit verbundener Investitionen gute Optionen: Erneuerbare Energieressourcen sind reichlich vorhanden. Ein wachsender Markt für E-Autos erhöht den Bedarf an Ladeinfrastruktur, Batterietechnik und intelligenten Ladelösungen. Auch die Nachfrage nach Lösungen für energieeffiziente Gebäudetechnik und Infrastruktur steigt. ∙ Life Sciences & Medizintechnik: Der britische Gesundheitssektor (NHS) steht unter permanentem Modernisierungsdruck. Innovative sächsische Lösungen in den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Laborausstattung stoßen auf eine hohe Importnachfrage. Am stärksten wurde in den letzten fünf Jahren in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazeutische Erzeugnisse, medizinische Geräte und die medizinische Versorgung investiert. Es bieten sich auch für sächsische Unternehmen gute Möglichkeiten, insbesondere in der Entwicklung und Integration von digitalen Technologien im Gesundheitssektor. ∙ Sicherheits- und Verteidigungsindustrie: Die Verteidigungsausgaben steigen ab 2027 auf 2,5 Prozent des BIP und in den frühen 2030er Jahren auf drei Prozent. Investitionen von rund 17 Milliarden Euro fließen in die seegestützte nukleare Abschreckung, den Bau von Atom-U-Booten und neue Unterkünfte. Der Defence Investment Plan wird weitere Investitionen priorisieren und absichern. Konkrete Ansatzpunkte bieten u. a. die Bereiche Cybersecurity und Robotik sowie die Zulieferung von Komponenten (Sensorik und Elektronik). Sächsische Aktivitäten in Großbritannien Möglichkeiten zur Sondierung des britischen Marktes bot Ende Juni die SACHSEN Sail, die im Rahmen ihrer Tour Birmingham, Manchester und Coventry – die Partnerstädte von Leipzig, Chemnitz und Dresden besuchte und u. a. vom Präsidenten der IHK Chemnitz, Max Jankowsky begleitet wurde. Erst im Oktober 12 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

2025 hatte das sächsische Kabinett eine internationale Strategie für den Freistaat Sachsen beschlossen, in der die Regionen West Midlands mit Birmingham und Coventry sowie North West England mit Manchester einen Schwerpunkt bilden sollen. Dabei gelten die West-Midlands, zu denen auch Leipzigs Partnerstadt Birmingham und Dresdens Partnerstadt Coventry gehören, als das industrielle Herz Englands. Auch Manchester, die Partnerstadt von Chemnitz, blickt auf eine spannende Industriegeschichte zurück, hat aber in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Strukturwandel vollzogen und sich als Standort für digitale Industrieanwendungen, Umwelttechnologie, Medizintechnik und Medienwirtschaft etabliert. Im Rahmen von Unternehmensbesuchen, Wirtschaftsforen und Symposien diskutierten die Teilnehmer u. a. darüber, wie Industrieregionen neue Märkte erschließen, den Wandel ihrer Wirtschaft gestalten und internationale Kooperationen gezielt für Unternehmen nutzbar machen können. Dabei wurde deutlich, dass beide Seiten großes Potenzial in einer engeren Zusammenarbeit sehen. Geplant sind konkrete Unterstützungsangebote für Unternehmen, die Nutzung bestehender Netzwerke sowie gemeinsame Maßnahmen zur Markterschließung. Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) konnte bei einer Veranstaltung im Rathaus in Manchester zusammen mit den Vertretern aus der Stadt und Region Chemnitz die konkreten Potenziale für mehr Handel und Kooperation zwischen sächsischen und britischen Unternehmen herausstellen. Auch zeigte sich wieder, dass neue Perspektiven dort entstehen, wo Wirtschaftsräume mit ähnlichen Erfahrungen und Ambitionen den direkten Austausch suchen. KMU-Markterschließungsprogramm des BMWE Um den britischen Markt zu sondieren und erste Geschäftskontakte zu knüpfen, fördert das KMU-Markterschließungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) Delegationsreisen. Diese branchenbezogenen Reisen finden noch in diesem Jahr statt: ∙ Sicherheits- und Verteidigungsindustrie: 30. November bis 3. Dezember 2026 ∙ Handwerk in der Möbelindustrie: 2. Jahreshälfte 2026 ∙ Exportinitiative Energie: Offshore-Wind und grüner Wasserstoff, 4. Quartal 2026. Ansprechpartner Für sächsische Unternehmen mit Fragen zum britischen Markt prüft die WFS im Einzelfall, zu welchen Bedingungen eine individuelle Unterstützung für den Markteinstieg möglich wäre. Darüber hinaus bietet die Deutsch-Britische Handelskammer ein breites Spektrum an Dienstleistungen, darunter auch die individuelle Vertriebspartnersuche oder Beratungen zum Arbeitsrecht an. Fragen zur Entsendung oder zu Zollthemen beantworten die Exportscouts der sächsischen Kammern. Sandra Lange/WFS 13 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich KONTAKT Kerstin Leisering Tel.: 0351 2138139 kerstin.leisering@wfs.saxony.de Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer (AHK) https://grossbritannien.ahk.de/ Exportscouts der sächsischen Kammern (IHKs und HWKs): https://www.iosax.de/angebot/persoenliche-beratung/ Der Chemnitzer IHK-Präsident Max Jankowsky, Wayne Jones, Chairman der Greater Manchester Chamber und Sebastian Liebold, Referent Internation/IHK Chemnitz, auf dem Albert Square in Manchester (v.r.n.l.)

14 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich Zwischen Partnerschaft und Protektionismus: Die transatlantischen Handelsbeziehungen unter Druck Die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen gehören seit Jahrzehnten zu den tragenden Säulen der deutschen Außenwirtschaft. Für viele deutsche Unternehmen sind die USA nicht nur Absatzmarkt, sondern auch Investitionsstandort, Innovationspartner und Bestandteil globaler Wertschöpfungsketten. Doch diese Verlässlichkeit ist ins Wanken geraten. Unter dem Leitmotiv „America First“ verfolgt die US-Regierung von Donald Trump eine klar protektionistische Linie. Zölle werden nicht mehr nur als handelspolitisches Instrument eingesetzt, sondern zunehmend als breites Druckmittel in politischen Konflikten. Dabei wechselt sich die Motivation ab: Einnahmeerzielung, Reziprozität und Schutz heimischer Industrien. Die transatlantischen Handelsbeziehungen waren auch in der Vergangenheit nicht immer problemfrei, jedoch sind aktuell insbesondere das Tempo und die Drastik der Konflikte neu. Deutschland im Zentrum der Betroffenheit Dabei ist Deutschland von diesen Entwicklungen besonders stark betroffen. Die USA sind Deutschlands wichtigster Exportmarkt: rund zehn Prozent der deutschen Exporte gehen dorthin. In einzelnen Schlüsselbranchen ist die Abhängigkeit noch höher: Bei Kraftfahrzeugen und Maschinen liegt der Anteil der USA an den deutschen Gesamtexporten jeweils bei rund 13 Prozent, bei Pharma sogar bei 24 Prozent. Gerade diese Branchen gehören zu den klassischen Stärken der deutschen Industrie. Damit treffen die US-Maßnahmen nicht irgendeinen Randbereich der deutschen Außenwirtschaft, sondern industrielle Kernsektoren. Die Auswirkungen zeigen sich bereits in den Handelszahlen. Während im ersten Quartal 2025 noch Vorzieheffekte zu beobachten waren, weil Unternehmen Lieferungen vor angekündigten Zöllen beschleunigten, brachen die Exporte ab dem sogenannten „Liberation Day“ im April 2025 ein. Insgesamt sanken die deutschen Warenexporte in die USA 2025 um 9,3 Prozentpunkte – ein Rückgang um rund 15 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Für Unternehmen bedeutet dies nicht nur weniger Umsatzpotenzial. Es geht auch um Margendruck, veränderte Lieferketten, zusätzliche Bürokratie und eine Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt. 72 Prozent der befragten Unternehmen in einer DIHK-Blitzumfrage aus dem August 2025 melden negative Auswirkungen infolge der US-Handelspolitik. Unter Unternehmen mit US-Geschäft ist die Belastung besonders ausgeprägt. Der EU-USA-Deal: Entlastung oder neue Zwischenstufe der Unsicherheit? Der im Juli 2025 vereinbarte EU-USA-Deal sollte die Eskalation zunächst einhegen. Vereinbart wurde ein Basiszollsatz von 15 Prozent, der im August durch ein Joint Statement konkretisiert wurde. Damit wurde zwar ein vorläufiger Rahmen geschaffen, doch von einer echten Befriedung des Handelskonflikts kann keine Rede sein. Hinzu kommt: Zahlreiche sektorale Maßnahmen bleiben ungelöst. Stahl- und Aluminiumzölle wurden erhöht, neue Zölle auf Küchen- und Badezimmermöbel, Holz sowie Lkw traten in Kraft, und weitere Untersuchungen zu Pharma, Halbleitern, kritischen Mineralien, Drohnen, Polysilizium und Robotik stehen im Raum. Der Deal ist damit weniger ein Abschluss als eine Zwischenetappe. Er verhindert möglicherweise kurzfristig Schlimmeres, schafft aber keine dauerhafte Sicherheit. Die Hauptbelastung heißt Unsicherheit Die zentrale Belastung für Unternehmen ist nicht allein der Zollsatz selbst. Noch schwerer wiegt die Unberechenbarkeit. In der DIHK-Umfrage Going International 2026 sehen rund zwei Drittel der befragten Unternehmen die handelspolitische Unsicherheit als größte Belastung im Zusammenhang mit den US-Spannungen. Danach folgen steigende Bürokratie und Kosten im Zollverfahren, Wechselkurs- und Finanzmarktrisiken sowie die Sorge vor neuen Zöllen.

15 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich Diese Unsicherheit wirkt direkt auf operative und strategische Entscheidungen. Unternehmen müssen prüfen, ob sie Preise erhöhen, Margen senken, Lieferketten anpassen oder Investitionen verschieben. Bei Unternehmen mit US-Exportgeschäft geben rund 62 Prozent an, Zollkosten überwiegend an Kunden oder Importeure weiterzugeben; rund 14 Prozent tragen die Kosten überwiegend selbst, während etwa 13 Prozent berichten, dass Zollkosten ihre US-Exporte verhindern oder reduzieren. Auch Investitionsentscheidungen geraten unter Druck. Rund ein Drittel der Unternehmen mit US-Geschäft vertagt Investitionen in den USA, rund 17 Prozent investieren weniger, während nur ein kleinerer Teil Investitionen neu aufnimmt oder verstärkt. Das ist bemerkenswert, weil Zölle eigentlich Investitionsanreize in Richtung USA schaffen sollen. In der Praxis erzeugt die Politik jedoch nicht nur Verlagerungsdruck, sondern auch Vorsicht und Zurückhaltung. Rechtliche Brüche und neue Zollrisiken Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die sich wandelnden rechtlichen Grundlagen der US-Zollpolitik. Infolge der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, wonach der International Emergency Economic Powers Act keine gültige Rechtsgrundlage für bestimmte Zölle darstellt, sucht die US-Regierung nach Ersatzinstrumenten. Für Unternehmen bedeutet das: Selbst, wenn einzelne Zölle per Gerichtsentscheid für rechtswidrig erklärt werden, ist damit keine dauerhafte Entspannung garantiert. Vielmehr kann die Unsicherheit in eine neue Phase eintreten, in der Unternehmen kontinuierlich mit neuen Untersuchungen, Fristen, Übergangszöllen und Produktlisten rechnen müssen. Die EU muss entschlossener auftreten Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage nach der europäischen Antwort. Die EU hat ein großes Interesse daran, eine Eskalation mit ihrem wichtigsten Handelspartner zu vermeiden. Ein unkontrollierter Zollkonflikt könnte auch europäische Unternehmen hart treffen, insbesondere wenn Gegenmaßnahmen seitens der EU wichtige Importgüter der Europäischen Wirtschaft treffen. Die richtige Strategie liegt daher zwischen Deeskalation und Durchsetzungsfähigkeit. Die EU sollte Verhandlungsräume offenhalten, aber gleichzeitig geschlossener, strategischer und entschlossener auftreten. Dazu gehört, Schäden für die eigene Wirtschaft zu minimieren und mögliche Gegenmaßnahmen gezielt dort anzusetzen, wo sie politische Wirkung entfalten, ohne kritische europäische Abhängigkeiten zu verschärfen. Entscheidend ist außerdem, dass die EU ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Laut einer Studie des Internationalen Währungsfonds wirken Hemmnisse im Warenhandel innerhalb des europäischen Binnenmarkts wie ein effektiver Zollsatz von knapp 44 Prozent. In einer Welt zunehmender Handelskonflikte kann Europa nur dann selbstbewusst verhandeln, wenn es selbst ein attraktiver wirtschaftlicher Partner ist. Dafür müssen wir den Binnenmarkt vollenden, regulatorische Hürden abbauen und die industriellen Standortbedingungen verbessern. Bei Schwierigkeiten im transatlantischen Geschäft nehmen Unternehmen zudem verstärkt andere Märkte in den Blick. Die USA bleiben für viele deutsche Unternehmen unverzichtbar, aber eine breitere internationale Aufstellung kann Verwundbarkeiten reduzieren und die Abhängigkeit von einzelnen politischen Entscheidungen verringern. Dabei spielen auch neue Handelsabkommen eine wichtige Rolle. Chancen trotz Konflikten So schwierig die aktuelle Lage ist: Die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen bleiben strategisch zu wichtig, um sie auf Zollkonflikte zu reduzieren. Gerade weil die USA und Europa wirtschaftlich eng verflochten sind, bestehen weiterhin erhebliche Chancen für Kooperation. Für Unternehmen lautet die Realität: Der US-Markt bleibt wichtig, aber er ist politisch riskanter geworden. Deshalb braucht es eine breitere Marktaufstellung, robuste Lieferketten und eine Europäische Union, die selbstbewusst zu ihren Interessen steht und sich jeden Tag dafür einsetzt. Paul Meyer/DIHK SAVE THE DATE: THEMENTREFF USA AM 1. DEZEMBER Das Potenzial des US-Marktes ist groß – das haben sächsische Unternehmen aus verschiedenen Branchen erkannt. Doch gerade diese Größe macht den Markt auch anspruchsvoll. Um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen, treffen sich regelmäßig USA-Erfahrene und Neueinsteiger aus allen Branchen in Dresden zum Thementreff USA, organisiert von der IHK Dresden und der Wirtschaftsförderung Sachsen. Der nächste Treff findet am 1. Dezember bei der IHK Dresden statt. KONTAKT Katja Hönig Tel.: 0352 2802-186 hoenig.katja@dresden.ihk.de

16 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich

17 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Weltweit erfolgreich Mit der Wirtschaftsdelegation nach Nanjing: Neue Geschäftschancen für Unternehmen aus Sachsen China bleibt einer der wichtigsten Innovations- und Absatzmärkte weltweit. Für Unternehmen aus Sachsen bietet sich vom 26. bis 30. Oktober 2026 mit der Wirtschaftsdelegation eine besondere Gelegenheit, neue Geschäftskontakte aufzubauen und den chinesischen Markt im Rahmen einer offiziellen Wirtschaftsdelegation nach Nanjing kennenzulernen. Die Delegation wird von einem öffentlichen Vertreter der Stadt Leipzig begleitet und knüpft an die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Nanjing an. Die Reise findet im Rahmen der Nanjing Europe Week 2026 statt, bei der sich Europas Partnerstädte mit einem vielfältigen Wirtschafts-, Kultur- und Sportprogramm präsentieren. Herzstück der Wirtschaftsreise ist die Innovation Fair, organisiert von der Messe Nanjing, der chinesischen Tochtergesellschaft der Messe Stuttgart, in Zusammenarbeit mit der Stadt Nanjing. Die Veranstaltung bietet Unternehmen eine umfassende Plattform für den Markteinstieg und die Geschäftsanbahnung in China. Zum Leistungspaket gehören unter anderem individuell organisierte B2B-Gespräche mit chinesischen Geschäftspartnern, ein eigener Messestand, lokale Organisation und Betreuung sowie die Einbindung in eine offizielle Delegation. Durch ein gefördertes Teilnahmekonzept wird insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen der Zugang zum chinesischen Markt erleichtert. Gesucht werden insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Intelligente Fertigung, Life Science & Medizintechnik, Umwelt & Neue Energien, Digitale Dienstleistungen & Software, Mobilität & Automobilindustrie sowie Bildung & Berufsbildung. Unternehmen aus ganz Sachsen sind herzlich eingeladen, sich der Delegation anzuschließen und die Gelegenheit zu nutzen, neue Geschäftspartner kennenzulernen, internationale Netzwerke auszubauen und eines der dynamischsten Innovationsökosysteme der Welt aus erster Hand zu erleben. Eine Anmeldung ist bis zum 5. September 2026 möglich. Für weitere Informationen nutzen Sie bitte die Teilnehmerinformationen oder www.innovationfair.net.

Markt- und Länderveranstaltungen Datum Veranstaltung Ort 25.08.26 Mitarbeitende nach Frankreich und Belgien entsenden Dresden 26.08.26 Grenzüberschreitender Mitarbeitereinsatz in der EU HWK Chemnitz 27.08.26 Frankreich und Luxemburg im Fokus: Entsendung rechtssicher meistern IHK zu Leipzig 27.08.26 European Summer Lounge IHK Chemnitz 12.09.26 Deutsch-Tschechisches Business Tennisturnier Chemnitz Küchwald 22.09.26 Rail Connect 2026 – Polish-German Supplier Day im Rahmen der InnoTrans Berlin, Botschaft der Republik Polen 27.09.26 17. Mitteldeutscher Exporttag: Weltmarkt neu gemischt Dresden 28.09.26 200 Jahre USA-Mitteldeutschland Hartmannfabrik Chemnitz 30.09.26 „Das 1x1 der EU-Forschungsförderung Infoveranstaltung für einen leichten Einstieg in Horizon Europe“ TU Chemnitz 07.10.26 Horizon Europe – Antragstipps von EEN Sachsen und ZEUSS TU Chemnitz 08.10.26 Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz Heidenau 14. – 15.10.26 Exkursion zur Smart Country Convention 2026 mit Besuch Modellprojekt Smart Cities Messe Berlin, Bad Belzig 27.10.26 Beratungstag Tschechien IHK Chemnitz 06.11.26 Internationale Kooperationsbörse CONTACT „denkmal“ Leipzig 18 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen

Online-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft Datum Veranstaltung Typ 20.08.26 Auf den Punkt gebracht: Sanktionslistenprüfung – was ist zu tun? Teilnahmebescheinigung 03.09.26 – 29.04.27 Geprüfter Fachwirt für Außenwirtschaft (Bachelor Professional in Foreign Trade) Teilnahmebescheinigung 15.09. – 17.12.26 Exportmanager (IHK) (ZAW Leipzig GmbH) IHK-Lehrgangszertifikat 15.09. – 17.12.26 Exportmanager (IHK) (IHK-Bildungszentrum Dresden gGmbH) IHK-Lehrgangszertifikat 22.09.26 Basiswissen Zoll online Teilnahmebescheinigung 24.09.26 Auf den Punkt gebracht: Die Incoterms® 2020 Teilnahmebescheinigung 29.09.26 Richtig Tarifieren – Die Einreihung von Waren in den Zolltarif Teilnahmebescheinigung 30.09.26 Zoll- und Außenwirtschaftsprüfungen – sind Sie gut vorbereitet? Teilnahmebescheinigung 30.09.26 Zollmanagement – Organisation, Haftung, Verantwortlichkeiten im Außenhandel Teilnahmebescheinigung 07.10.26 Auf den Punkt gebracht: EMCS: verbrauchsteuerpflichtige Waren clever befördern Teilnahmebescheinigung 12.10. – 15.02.27 Exportmanager (IHK) IHK-Lehrgangszertifikat 28.10.26 Zollrechtliche Exportabwicklung – Abläufe und Gestaltungsmöglichkeiten Teilnahmebescheinigung 29.10.26 Basics für die Aus- und Einfuhrpraxis im Unternehmen Teilnahmebescheinigung 29.10.26 Auf den Punkt gebracht: Der Weg zur richtigen Warennummer Teilnahmebescheinigung 03.11.26 Reparaturabwicklung mit dem Drittland (online) Teilnahmebescheinigung 05.11.26 Auf den Punkt gebracht: Lieferantenerklärungen Teilnahmebescheinigung 06.11.26 Auf den Punkt gebracht: Präferenzkalkulation Teilnahmebescheinigung 11.11.26 Zoll und Exportkontrolle für Einkäufer Teilnahmebescheinigung 12.11.26 Handhabung von Zoll und Exportkontrolle für Einkäufer Teilnahmebescheinigung 19 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen

Präsenz-Weiterbildungsangebote für die Außenwirtschaft Datum Veranstaltung Ort 20.08.26 Exportgeschäft kompakt – von A(uftragsbestätigung) bis Z(ahlungseingang) Dresden 24.08.26 Basics für die Aus- und Einfuhrpraxis im Unternehmen Dresden 26.08.26 Präferenznachweise und Lieferantenerklärung in der Geschäftspraxis Annaberg 01.09.26 ATLAS Einfuhr konkret Dresden 08.09.26 Importieren – aber richtig! Grundlagen – Das Importgeschäft im Überblick Dresden 09.09.26 Importabwicklung intensiv – Der zolltechnische Ablauf beim Import Dresden 14.09.26 ⁣Exportkontrolle im Unternehmen praktisch umgesetzt Chemnitz 15.09.26 Incoterms® 2020 und ihre Verwendung in der Geschäftspraxis Dresden 16.09.26 Lieferantenerklärungen und Präferenznachweise praktisch handhaben Dresden 17.09.26 Umsatzsteuer im Außenhandelsgeschäft Dresden 28.09.26 Incoterms® 2020 und deren Verwendung in der Praxis Freiberg 05. – 06.10.26 Exportpraxis Kompakt Plauen 09.10.26 Zollabwicklung kompakt – konfliktfrei durch den Zoll Dresden 07.10.26 Internationale Lieferverträge rechtssicher gestalten Zwickau 07.10.26 ATLAS Ausfuhr konkret Dresden 08.10.26 Unterlagencodierung in ATLAS AES 3.0 Dresden 29.10.26 Basics für die Aus- und Einfuhrpraxis im Unternehmen Annaberg 03.11.26 Versanddurchführung beim Export und Warenbegleitpapiere Zwickau 20 Außenwirtschaftsnachrichten 4 | August / September 2026 Veranstaltungen, Weiterbildungen und Messen

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