Wege in die Ausbildung

„Ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut“

27. Oktober 2026

Wege ins Berufsleben laufen nicht immer geradlinig. Zwei Auszubildende erzählen, warum sich manchmal ein Richtungswechsel lohnt und wie wichtig Unterstützung und Zusammenhalt sind. Ihre Erfahrungen mit der Berufswahl teilen sie regelmäßig mit Schülerinnen und Schülern in ihrer Rolle als Ausbildungsbotschafter der IHK zu Leipzig. 

Hallo, Paul. Du bist aktuell im zweiten Ausbildungsjahr zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen bei der Allianz. Wie kamst Du zu dieser Ausbildungsstelle?

Paul: Nach der Schule wollte ich eine Ausbildung bei der Polizei machen, doch das klappte aus gesundheitlichen Gründen nicht. Da es für andere Ausbildungsbewerbungen bereits zu spät war, habe ich mich für das Studium der Betriebswirtschaftslehre entschieden. Während des Studiums habe ich schnell gemerkt, dass mir eher praktische Tätigkeiten liegen. Nach langem Überlegen habe ich das Studium abgebrochen und meine aktuelle Ausbildung angefangen.

Wer oder was hat Deine Entscheidung für diese Ausbildung am meisten beeinflusst?

Paul: Die Allianz ist überall präsent, jeder hat schon mal davon gehört. Mein Vater arbeitet auch bei der Allianz und hat immer nur Gutes erzählt. Als ich mein Studium abgebrochen habe, hat er mir einen Probetag im Unternehmen organisiert, der mich absolut überzeugt hat. Ich möchte gern länger in der Firma bleiben und dort wachsen. Als großer Arbeitgeber bietet die Allianz viele Perspektiven. Ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut.

Was sollen die Ausbildungsunternehmen aus Deiner Sicht heutzutage bieten, um attraktiv für junge Leute zu bleiben?

Paul: Ein gutes, faires Miteinander und Kommunikation auf Augenhöhe sind sehr wichtig. Außerdem finde ich es sehr gut, dass wir als Gruppe durch unsere Ausbildung gehen und uns gegenseitig unterstützen und austauschen. Ein gutes Gehalt spielt natürlich auch eine Rolle. Man möchte als junger Mensch möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen. Dafür ist die Ausbildung ein guter Weg und ich bin hier sehr zufrieden.

 

Hallo, Mahabat! Du machst eine Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen. Wie bist Du zu dieser Ausbildung gekommen?

Mahabat: Ich wollte erst etwas im medizinischen Bereich machen und habe darüber nachgedacht, Operationstechnische Assistentin zu werden. Leider musste ich mein Abitur abbrechen, da ich mir die Privatschule und die Prüfungen dort nicht mehr leisten konnte. Danach habe ich mich neu orientiert und bin ich auf Bürojobs aufmerksam geworden. Ich habe mich bei der Allianz für eine Ausbildung beworben, leider zu spät für das damalige Ausbildungsjahr. Um die Zeit zu überbrücken, wurde mir die Einstiegsqualifizierung empfohlen. Das war eine sehr gute Vorbereitung für mich, denn dadurch habe ich die Arbeitsbereiche und andere Azubis bereits kennengelernt. Ich habe schnell gemerkt, dass mir die Arbeit und der Kontakt mit Menschen viel Spaß machen. Im Anschluss konnte ich direkt in die Ausbildung starten.

Was macht Dein Ausbildungsunternehmen besonders gut für Azubis?

Mahabat: Wir bekommen sehr viel Unterstützung, sowohl fachlich als auch finanziell. Das Unternehmen übernimmt zum Beispiel die Kosten für Tablets oder Arbeitswege. Wir dürfen zusätzliche Weiterbildungen machen, die uns allgemeine Skills fürs Berufsleben vermitteln. Besonders schön finde ich die familiäre Atmosphäre im Unternehmen. Alle Mitarbeitenden sind sehr offen und hilfsbereit. Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, bekomme ich auch bei sprachlichen Schwierigkeiten Unterstützung und viel Motivation. Mir gefällt das Gemeinschaftsgefühl in unserer Azubi-Gruppe, weil wir wie eine Klasse viele Schritte zusammen gehen und uns gegenseitig helfen. Dadurch fühlt man sich von Anfang an willkommen und kann sich beruflich und persönlich weiterentwickeln.

Ausbildungsbotschafter der IHK zu Leipzig
Azubibotschafter geben bei Schulbesuchen und auf Messen authentische und praxisnahe Einblicke in ihren Ausbildungsalltag. Sie berichten von ihrem Weg in die Ausbildung und geben Tipps zur Berufsorientierung. 
Interessierte Azubis erweitern in einem dreitägigen Workshop ihre Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten, knüpfen wertvolle Kontakte zu anderen Azubis und Schulen und gewinnen an Motivation und Selbstvertrauen. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von höherer Sichtbarkeit und einer stärkeren Nähe zur Zielgruppe. Weitere Informationen finden Unternehmen mit interessierten Auszubildenden unter www.leipzig.ihk.de/azubibotschafter.

Ihre Kontaktperson

    Bei Fragen hilft Ihnen Janett Streller gerne weiter.    

T: +49 341 1267-1358
M: +49 151 12670019
F: +49 341 1267-1422
E: janett.streller@leipzig.ihk.de

Ähnliche Artikel

Unternehmensbesuch bei Bell Flavors & Fragrances

Wo Ausbildung nach Karamell und Kaffee riecht

07. Oktober 2026

Ein Besuch bei Bell Flavors & Fragrances zeigt, wie die IHK zu Leipzig Ausbildungsqualität sichert und den Ausbildungsmarkt stärkt

Jetzt lesen
Ilja Koschew Vom Azubi zum Leiter Produktion und Instandhaltung

"Ich kenne hier jede Schraube"

09. September 2026

Ilja Koschew ist Produktions- und Instandhaltungsleiter bei ETEX in Lippendorf. Sein Weg dorthin zeigt, was Ausbildung und Weiterbildung möglich machen.

Jetzt lesen
Wie die IHK zu Leipzig in El Gouna Ausbildungsqualität sichert

Deutsche Ausbildung am Roten Meer

20. August 2026

Seit mehr als 20 Jahren bildet die Deutsche Hotelschule El Gouna nach deutschem Vorbild aus. Damit die Absolventinnen und Absolventen ein IHK-Zeugnis erhalten können, überprüft die IHK zu Leipzig regelmäßig Schule, Prüfungen und Ausbildungsbetriebe direkt vor Ort am Roten Meer.

Jetzt lesen