MiRKo 2026: Wie Leipzig zur Bühne für junge Wirtschaft wird
11. Februar 2026Vom 12. bis 14. Juni 2026 wird Leipzig zum Treffpunkt für junge Wirtschaft, Engagement und Zukunftsgestaltung: Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Leipzig richten die Mitteldeutsche Regionalkonferenz 2026 (MiRKo) aus – ein Netzwerk- und Weiterbildungswochenende, das jährlich rund 350 Nachwuchsführungskräfte aus ganz Deutschland zusammenbringt.
Im Vorfeld haben wir mit der Konferenzdirektorin Julia Leppin gesprochen und uns einige Einblicke in die Idee hinter dem Motto „Leipzig verbindet“ geben lassen. Dabei hat sie uns auch berichtet, was die Teilnehmenden erwartet und warum die MiRKo weit mehr ist als ein klassisches Konferenzformat.
Wirtschaft Online: Wer oder was sind die Wirtschaftsjunioren (Leipzig)?
Julia Leppin: Die Wirtschaftsjunioren Leipzig sind ein Netzwerk junger Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte und Selbständiger unter 40 Jahren, die sich ehrenamtlich engagieren – für unternehmerische Themen, persönliche Weiterentwicklung und gesellschaftliche Verantwortung.
Das Netzwerk ist auf Kreis-, Landes- und Bundesebene organisiert. Der Kreis der WJ Leipzig gehört den Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) an, die mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedern den größten Verband von Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren bilden.
Bundesweit verantworten die Wirtschaftsjunioren bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 290 Milliarden Euro Umsatz rund 1,2 Millionen Arbeits- und 34.000 Ausbildungsplätze. Der Bundesverband WJD ist seit 1958 Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).
Was die Wirtschaftsjunioren für mich so besonders macht, ist die Kombination aus professionellem Anspruch und echter Ehrenamtlichkeit: Hier treffen Menschen aufeinander, die gestalten wollen, Verantwortung übernehmen und dabei voneinander lernen.
Wirtschaft Online: Was macht die Mitteldeutsche Regionalkonferenz (MiRKo) 2026 in Leipzig so besonders?
Julia Leppin: Die MiRKo ist kein klassisches Konferenzformat mit Frontalbeschallung – ich würde sie eher als Erlebniswochenende im Businesskontext beschreiben. 2026 wird Leipzig selbst zur Bühne: Workshops, Keynotes, Unternehmensbesichtigungen und kulturelle Programmpunkte verteilen sich über die ganze Stadt.
Was die MiRKo besonders macht, ist die Atmosphäre: Alle Teilnehmenden sind Wirtschaftsjunioren und -juniorinnen. Das schafft sofort Verbindung. Diese Augenhöhe und Offenheit erlebt man auf klassischen Business-Konferenzen so kaum.
Wirtschaft Online: Warum eignet sich Leipzig so gut als Gastgeberstadt für die MiRKo?
Julia Leppin: Leipzig steht wie kaum eine andere Stadt für Verbindung: von Tradition und Innovation, von Wirtschaft und Kultur, von Ost und West.
Hier wird eine offene und gestaltende Mentalität gelebt. Die Stadt ist geprägt von Menschen, die anpacken, Neues ausprobieren und Netzwerke auf Augenhöhe schätzen. Es geht weniger um Statusdenken als um Substanz.
Durch die Erfahrung von Wandel und Neuanfang ist Leipzig ein Ort, an dem Veränderung auch historisch als Chance verstanden wird. Diese Haltung spiegelt genau das wider, wofür die Wirtschaftsjunioren stehen: Verantwortung übernehmen, gemeinsam gestalten und voneinander lernen.
Wirtschaft Online: „Leipzig verbindet“ – wofür steht dieses Motto?
Julia Leppin: „Leipzig verbindet“ steht für eine Haltung des Miteinanders. Wir wollen die Mentalität der Stadt aufgreifen und sie erlebbar machen. Das heißt: Menschen zusammenbringen, verschiedene Perspektiven verbinden und Räume schaffen, in denen die Teilnehmenden wachsen können und in denen echte Begegnungen entstehen – auch über das Konferenzwochenende hinaus.
Wirtschaft Online: Welche beruflichen Erfahrungen bringst du in deine Rolle als Konferenzdirektorin ein?
Julia Leppin: Ich arbeite seit vielen Jahren als Wirtschaftspsychologin, Führungskräfte-Coach und Moderatorin komplexer Entwicklungs- und Veränderungsprozesse. In meiner beruflichen Praxis begleite ich Organisationen und Teams dabei, Klarheit zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam wirksam zu werden.
Diese Erfahrung bringe ich auch in die Konferenzdirektion ein: klare Strukturen, saubere Prozesse und ein gutes Gespür für Menschen – gerade in einem ehrenamtlichen Projekt, das von Engagement und Zusammenarbeit lebt.
Wirtschaft Online: Was können junge Unternehmende, Führungskräfte und Mitgliedsunternehmen konkret von der MiRKo mitnehmen?
Julia Leppin: Die Teilnehmenden nehmen vor allem drei Dinge mit:
- neue Perspektiven und konkrete Impulse für den eigenen Berufsalltag
- ein starkes Netzwerk aus Gleichgesinnten aus ganz Deutschland
- das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein – einer Gemeinschaft, die gestalten will
Viele Kontakte, die auf der MiRKo entstehen, wirken weit über das Wochenende hinaus.
Ach, fast hätte ich es vergessen: und unvergessliche Erinnerungen an ganz besondere Programmpunkte, für die man sich normalerweise vielleicht nicht anmelden würde. Wir kitzeln unsere Teilnehmenden auch mal aus ihrer Komfortzone. [lacht]
Wirtschaft Online: Welche Themen oder Zukunftsfragen stehen im Mittelpunkt der Konferenz?
Julia Leppin: Wir haben uns bewusst nicht auf ein enges Leitthema festgelegt. Die MiRKo 2026 soll die Themen abbilden, die junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte aktuell beschäftigen. Und das geht weit über klassische Business-Fragen hinaus.
Neben Workshops und inhaltlichen Impulsen gehören auch Unternehmensbesichtigungen, kulturelle Programmpunkte und gemeinsame Erlebnisse dazu: vom Blick hinter die Kulissen Leipziger Unternehmen bis zu Formaten, die einfach Raum für Austausch schaffen. Jeder stellt sich das eigene Programm individuell zusammen und erlebt die MiRKo genau so, wie es gerade passt: fachlich, inspirierend, verbindend oder alles zusammen.
Wirtschaft Online: Wie profitieren Unternehmen und Mitglieder allgemein von der Arbeit der Wirtschaftsjunioren – über die Konferenz hinaus?
Julia Leppin: Die Wirtschaftsjunioren sind ein Verein mit einem klaren Zweck: Wir fördern die persönliche und unternehmerische Entwicklung junger Führungskräfte und geben der jungen Wirtschaft eine Stimme – auch über betriebliche Einzelinteressen hinaus.
Unsere Mitglieder profitieren vor allem von qualifizierter Weiterbildung, vom Austausch mit Gleichgesinnten aus unterschiedlichen Regionen und Branchen und von der Möglichkeit, Erfahrungen und Perspektiven zu teilen, die im eigenen Unternehmensalltag oft fehlen.
Außerdem finden sich hier für nahezu jedes unternehmerische Anliegen Anknüpfungspunkte – sei es durch Trainings, Projekte oder Gespräche beim Stammtisch. Gleichzeitig übernehmen unsere Mitglieder Verantwortung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen in der Kreisarbeit. Diese Verantwortung ist das, was uns in unserer Entwicklung als Unternehmerinnen und Unternehmer nachhaltig prägt.
Wirtschaft Online: Gibt es Programmhöhepunkte, die ihr besonders hervorheben möchtet?
Julia Leppin: Ich habe dazu zwei Gedanken. Der erste ist, dass die Teilnehmenden sich ihr Programm selbst zusammenstellen. Da das Programm so extrem vielseitig ist, ist alleine das schon ein Highlight. Aber es gibt auch zwei noch streng geheime Workshops, in denen es explizit nicht um Businessthemen geht. Ich bin sehr gespannt, wie die Resonanz ist, aber mehr kann ich dazu grade nicht verraten.
Der zweite Gedanke: Mein persönliches Highlight ist der Galaabend, an dem alle Teilnehmenden, große Sponsoren und viele helfende Hände zusammenkommen. Darauf, und auf die wirklich großartige Band, freue ich mich sehr!
Wirtschaft Online: Welche Rolle spielen Kooperationen und Sponsoren bei der Umsetzung der Konferenz?
Julia Leppin: Die MiRKo wird – wie alle Veranstaltungen der Wirtschaftsjunioren – ehrenamtlich organisiert. Damit eine Konferenz dieser Größenordnung realisiert werden kann, braucht es neben dem Engagement vieler Beteiligter starke und verlässliche Partner aus der Region. Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen leisten dabei einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung und inhaltlichen Ausgestaltung der Konferenz.
Die MiRKo 2026 wird maßgeblich von der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig unterstützt, die damit ein klares Zeichen für die Förderung der jungen Wirtschaft setzt. Ergänzend ist die MiRKo 2026 offen für weitere Partnerschaften mit Unternehmen und Institutionen, die sich im Rahmen der Konferenz engagieren möchten und den Austausch mit jungen Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften aus Mitteldeutschland suchen. Wer Interesse hat, kann auf https://mirko2026.de gern einen Blick in unsere digitale Sponsorenmappe werfen.
Wirtschaft Online: Was wünschst du dir für die MiRKo 2026 und was sollte aus deiner Sicht bei den Teilnehmenden im Gedächtnis bleiben?
Julia Leppin: Ich wünsche mir, dass die Teilnehmenden Leipzig als offenen, inspirierenden Ort erleben – und die MiRKo als Konferenz, die verbindet. Im Gedächtnis bleiben soll das Gefühl: Hier bin ich richtig. Das hallt nach. Das macht Spaß.
Wirtschaft Online: Vielen Dank für das Gespräch und maximale Erfolge für die MiRKo 2026, Frau Leppin!
Autorin: Caroline Grafe
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