Krimilounge: Mann raucht und tippt auf einer altmodischen Schreibmaschine
Unser gefährliches Angebot während der Buchmesse

Krimilounge in der IHK zu Leipzig

26. Februar 2024

Der große französische Schriftsteller Jules Verne sagte einst: „Alles, was ein Mensch sich vorzustellen vermag, werden andere Menschen verwirklichen können.“ Gerade deshalb ist Literatur solch ein wichtiges Gebiet für die Wirtschaft, die Gesellschaft und die weitere Entwicklung auf unserem Planeten. Schließlich erträumen Autorinnen und Autoren Welten.

Natürlich ist gerade das literarische Segment Kriminalliteratur hier eher am Rande zu sehen. Mord und Totschlag, Nervenkitzel durch dunkles Gruseln; aber eben auch Mitfiebern, Nachrecherchieren und detektivisches und empathisches Rätseln, gern in längeren Geschichten, erhöhen das Aufmerksamkeitslevel der Lesenden.

Gute Tradition, während der jährlichen Leipziger Buchmesse, wurde die einst vom Schkeuditzer Buchhändler André Mannchen initiierte „Krimilounge in der IHK zu Leipzig“. In diesem Jahr ist der Freitag der Buchmesse, der 22. März 2024, von 18:30 Uhr (Einlass) oder 19:00 Uhr (Beginn der Veranstaltung) in den Foyerräumen im Goerdelerring 5 in Leipzig für Blues und Mordsmärchen freigeschoben. Die Veranstaltung ist für das Publikum wie gewohnt kostenfrei.

Ruhr-Blues und Forensik

Der Bochumer Peter Reidegeld, der neben seiner Tätigkeit im öffentlichen Dienst dem Blues in Gesang und Mundharmonikaspiel frönt, hat beispielsweise seine Erfahrungen als Musiker in seinem mittlerweile dritten „Ruhr-Blues“-Roman in Text gegossen und bringt seine Texte zur Musik zu Gehör.

Franziska Steinhauer aus Cottbus, die immer ein wenig mehr zu erzählen hat, schließlich ist sie ausgebildete Forensikerin, liest aus ihren Geschichten und Daniela Richter-Wittenfeld und Uwe Wittenfeld aus Mühlheim an der Ruhr bringen ebenfalls Mordsverdächtiges mit, um aus dem Märchenhaften in die Realitäten des Hier und Jetzt zu springen.

Besonders freut es die Veranstaltenden, dass der Dresdner Erfolgsautor Andreas M. Sturm wieder mit an Bord sein kann. „Ich werde mein aktuelles Buch »Tod eines Spitzels« vorstellen, den dritten Band meiner DDR-Krimiserie. Die Krimilounge bei der IHK Leipzig ist der passende Rahmen für die Premierenlesung“, verrät er schon einmal im Vorfeld.

Kronprinzessin und Hauslehrer

Der auch als Herausgeber diverser Kriminal-Anthologien bekannte Schriftsteller erzählt über seine derzeitigen Pläne: „Leider herrscht zurzeit bei Anthologien Flaute. Romane verkaufen sich einfach besser, deshalb nehmen viele Verlage Abstand von Kurzkrimisammlungen.

Aus diesem Grund konzentriere ich mich derzeit ausschließlich auf meine Kriminalromane. Von »Tod eines Spitzels« sprach ich ja schon. Im März beende ich die Arbeit an meinem historischen Dresden-Krimi »Der Fluch des Dienstmädchens«. Den Schauplatz dieser Geschichte bildet die sächsische Residenzstadt im Jahr 1902. Der Auslöser des spannenden Kriminalfalls ist die Affäre der Kronprinzessin Luise von Toscana mit dem Hauslehrer ihrer Kinder und der Versuch der sächsischen Geheimpolizei, diesen Skandal zu vertuschen. Dieser Stoff ist einfach ein Geschenk für einen Krimiautor.“

Und für uns als Krimifreundinnen und -freunde ganz bestimmt ebenfalls.

Die Privatsphären anderer Leute

Was jedoch reizt so an Kriminalliteratur? Was bindet große Leserschichten an dieses Metier? „Die Lust auf Krimis scheint meiner Meinung nach ungebrochen. Gerade in der heutigen Zeit“, so Andreas M. Sturm weiter, „in der viele Menschen Ablenkung von belastenden Problemen suchen, finden sie die beim Miträtseln in spannenden Geschichten. Es ist das Eintauchen in die Privatsphären anderer Leute, auch wenn die in den meisten Fällen fiktiv sind. Dazu kommt das Mitfiebern mit den Helden, die den Fall aufklären oder unschuldig in den Strudel eines Verbrechens geraten sind, und nicht zu vergessen, der Wunsch, die Täter mögen ihre gerechte Strafe erhalten. Außerdem – und das erscheint mir persönlich als das Wichtigste – bekomme ich im Krimi als Autor die Möglichkeit, gesellschaftliche Zustände widerzuspiegeln. Ich glaube, dies kommt bei der Leserschaft an.“

Am Freitagabend der Buchmesse kann mitgefiebert werden und wer möchte, kann die Autorinnen und Autoren nach der Lesung auch ansprechen und hinterfragen, was da so geschrieben steht. Auf dass es ein wunderbarer literarischer Abend wird.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen.

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