„Die Betreuung übernehmen die Auszubildenden selbst. So entsteht ein direkter Austausch“, so Bräunig. Dass frühe Ansprache wirkt, zeigt sich auch bei Erna Butschke. Die angehende Industriekauffrau im ersten Lehrjahr lernte LIFTKET über ihre Schule kennen. „Ich fand toll, dass es hier in der Nähe ein international tätiges Unternehmen gibt“, sagt sie. Später möchte sie gern selbst eine der internationalen Messen begleiten. Jonas Voigt hingegen findet seinen Ausbildungsplatz über die Empfehlung eines Freundes, der selbst bei LIFTKET gelernt hat. Für den angehenden Industriemechaniker war vor allem der strukturierte Start wichtig: „Bei meiner alten Ausbildung wurde ich einfach reingeschmissen. Hier gab es Kennenlernrunden und Zeit zum Ankommen.“ Zu Beginn führt jede Ausbildung zunächst in die Lehrwerkstatt. Dort bekommen die Auszubildenden ein Grundverständnis für Material, Werkzeuge, Maschinen und Produkte, bevor sie in die Fachbereiche wechseln. Auch kaufmännische Auszubildende durchlaufen Teile der Metallgrundausbildung. „So sollen junge Menschen nicht ,einfach reingeworfen', sondern Schritt für Schritt an den Beruf herangeführt werden“, erklärt Bräunig. „Wir wollen nicht für den freien Markt ausbilden“ Ausbildungsleiterin Ina Ullmann von G+D „Wir bilden aus, um bei uns einzustellen. Ausbildung ist bei uns erst der Anfang.“ Aus- & Weiterbildungsleiter Daniel Bräunig von LIFTKET Ausbildung sichert Nachwuchs Sichtbarkeit ist für beide Unternehmen nur der erste Schritt. Entscheidend ist, ob aus interessierten Jugendlichen Auszubildende werden – und aus Auszubildenden Fachkräfte, die im Unternehmen bleiben. Gerade in spezialisierten Berufen wie dem Banknotendruck oder in der Fertigung von Elektrokettenzügen dauert es lange, bis neue Beschäftigte vollständig eingearbeitet sind. Ausbildung ist deshalb für G+D und LIFTKET vor allem eine Investition in die eigene Zukunft. „Wir wollen nicht für den freien Markt ausbilden“, sagt Ullmann von G+D. Hinter jedem Ausbildungsplatz stünden personelle und finanzielle Ressourcen. Umso wichtiger sei es, Fachkräfte nach der Ausbildung weiterzuentwickeln und im Unternehmen zu halten. Auch LIFTKET bildet mit Blick auf den eigenen Bedarf aus. Bräunig betont: „Wir bilden aus, um bei uns einzustellen. Ausbildung ist bei uns erst der Anfang.“ Die IHK zu Leipzig unterstützt Unternehmen und Jugendliche mit verschiedenen Angeboten rund um Ausbildung und Berufsorientierung. Beim Aktionstag Lehrstellen – der größten Open-Air-Veranstaltung zur beruflichen Orientierung in Mitteldeutschland – kommen Jugendliche und regionale Ausbildungsbetriebe direkt miteinander ins Gespräch. Mehr Infos: www.aktionstag-lehrstellen.de Die Aus- und Weiterbildungsberatung unterstützt Betriebe, Ausbildende und Auszubildende bei allen Fragen rund um die Ausbildung. Kontakt: Maik Meyer maik.meyer@leipzig.ihk.de Die Passgenaue Besetzung unterstützt Unternehmen und Jugendliche bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen beziehungsweise Bewerbenden. Kontakt: Karen Marcus karen.marcus@leipzig.ihk.de Erna Butschke (links) merkte im Praktikum beim Optiker, dass ihr das Kaufmännische mehr liegt als der direkte Verkauf. 12 Seite
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