Gesetzlicher Mindestlohn in der Pflegebranche

Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 gelten in Deutschland neue Mindestlöhne in der Pflegebranche. Sowohl in den westdeutschen als auch in den ostdeutschen Bundesländern stieg der Mindestlohn um 30 Cent auf nun 11,35 Euro (West inkl. Berlin) und 10,85 Euro (Ost). Der Mindestlohn für die Pflegebranche ist für alle in diesem Bereich beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland einzuhalten. Er gilt sowohl für inländische als auch für ausländische Pflegeunternehmen.

Die aktuelle Mindestlohnregelung gilt allerdings nur befristet bis zum 30. Juni 2020.

Die neuen Festlegungen der Pflegekommission sehen vor, die Mindestlöhne für Pflegehilfskräfte im Osten und im Westen ab dem 1. Juli in vier Schritten auf einheitlich 12,55 Euro pro Stunde zu erhöhen. Die Angleichung der regional unterschiedlichen Pflegemindestlöhne soll auf diese Weise bis zum 1. September 2021 endgültig vollzogen werden.

Des Weiteren wird der Mindestlohn für qualifizierte Pflegehilfskräfte (Pflegekräfte mit einer mindestens 1-jährigen Ausbildung und einer entsprechenden Tätigkeit) bis zum 1. April 2022 einheitlich auf 13,20 Euro und für Pflegefachkräfte einheitlich auf 15,40 Euro erhöht.

Überall dort, wo der spezielle Pflegemindestlohn nicht gilt (zum Beispiel in Privathaushalten), findet der allgemeine gesetzliche Mindestlohn Anwendung. Dieser beträgt aktuell 9,35 Euro pro Stunde.

Wichtiger Hinweis
  • Eine Übersicht zu den geplanten Erhöhungsschritten im Einzelnen erhalten Sie auf den Seiten des BMAS.
  • Allgemeine Informationen zu Rechtsgrundlagen und geltenden Mindestlöhnen erhalten sie ebenfalls auf den Seiten des BMAS.

Gesundheitswirtschaft

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