Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei, IHK und HWK zu Leipzig

Am 4. August 2015 unterzeichneten der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Herr Wolfgang Topf, der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, Herr Claus Gröhn, sowie Leiter der Polizeidirektion Leipzig, Herr Polizeipräsident Bernd Merbitz, die gemeinsame Sicherheitspartnerschaft.

Daten und Fakten zur Kriminalitätsentwicklung

Diebstahldelikte betreffen im IHK-Bezirk Leipzig ansässige Industrie-, Handels- und Handwerksunternehmen in besonderer Weise, da in einer Vielzahl der Fälle in deren Räumlichkeiten eingebrochen und deren Eigentum gestohlen wird. Die weiter intensivierte Zusammenarbeit in sicherheitsrelevanten Belangen, insbesondere im Bereich der Vorbeugung, erfolgt maßgeblich aufgrund der regionalen Kriminalitätsentwicklung. Auf das Jahr 2018 bezogen, liegen statistische Zahlen für die Polizeidirektion Leipzig insgesamt und im Detail für die Stadt Leipzig und für die beiden Landkreise Leipzig und Nordsachsen vor.

Verstärkte Präsenz und Durchführung von Vor-Ort-Beratungen

Konkrete Maßnahmen der Sicherheitspartnerschaft sind neben der Durchführung von Vor-Ort-Beratungen bei Unternehmen die Terminierung und zielgerichtete Ausgestaltung von Beratungsangeboten seitens der Polizei in den Haupthäusern und Regionalbüros von Industrie- und Handelskammer zu Leipzig und der Handwerkskammer zu Leipzig. Diese Tätigkeiten ergänzen die regelmäßigen Sicherheitsforen ebenso, wie jene durch die polizeiliche Auswertung und Kartierung regionaler und lokaler Schwerpunkte sowie der dort verstärkten Präsenz unterstützt werden. Ein weiterer gewichtiger Baustein der Sicherheitspartnerschaft wird es sein, zunächst im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung, werthaltige Gegenstände der Unternehmen, wie beispielsweise Werkzeuge und Maschinen hinsichtlich ihrer Individualkennzeichnung, zu erfassen bzw. eine solche nachträglich vorzunehmen, um diese Daten zum Zwecke einer späteren Nachverfolgung/Zuordnung verwenden zu können. Im Gegenzug werden die beiden Interessenvertretungen in kontinuierlicher Form auf Kommunal- und Landespolitik bzw. -verwaltung einwirken, um von dieser Seite unter Beachtung demografischer Besonderheiten und des einhergehenden gesellschaftlichen Strukturwandels nachhaltige Schritte bei deren Grundpflichten zur Daseinsfürsorge in den Bereichen Sicherheit und Ordnung sowie Bildung zu erlangen.

Die Sicherheitspartnerschaft ist zeitlich unbegrenzt, kann bei Bedarf und im Rahmen der Möglichkeiten jederzeit eine Erweiterung des Inhalts und der örtlichen Reichweite erfahren.

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