Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR)

CSR positioniert sich immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung ist von betriebswirtschaftlichem Nutzen und Bestandteil der strategischen Ausrichtung.

Viele Betriebe engagieren sich heute stark in ihrem gesellschaftlichen Umfeld. Das tun sie nicht nur aus philantropischen Gründen: Vorrangige Aufgabe eines Unternehmens ist es, Gewinne zu erwirtschaften, innovativ zu sein, profitables Wachstum zu erzeugen und damit den Wohlstand zu mehren.

Um dauerhaft eine hohe Lebensqualität, eine Schonung der natürlichen Ressourcen und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum erreichen zu können, müssen aber die Wechselbeziehungen zwischen Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft beachtet werden. Die Unternehmen stehen deshalb immer mehr in der Pflicht, neben wirtschaftlichen auch ökologische und soziale Aspekte des Wirtschaftens zu belegen.

Öffentlichkeit, Verbraucher, Anleger und Politiker erwarten zunehmend, dass sich Firmen wie verantwortungsvolle Bürger (Corporate Citizen) verhalten und den gesellschaftlichen Fortschritt langfristig mitgestalten.

Der Nutzen von "Corporate Social Responsibility" (CSR): ein guter Ruf, ein wichtiges Differenzierungsmerkmal am Markt und der Erhalt von Werten. Damit gewinnt CSR im Geschäftsleben immer mehr an Bedeutung.

Seit 2006 engagiert sich auch die IHK zu Leipzig in der Projektarbeitsgruppe "CSR" des DIHK.


Weiterführende Themen

V FAKTOR – Mitteldeutsches Projekt zu verantwortungsvollem Wirtschaften

Das Projekt V FAKTOR – Verantwortlich Wirtschaften in Mitteldeutschland ist ein kostenfreies Programm für Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Im Fokus stehen der Austausch, die Entwicklung und die Vermittlung von praktischen Maßnahmen für ein nachhaltiges und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in Mitteldeutschland.

Mehr Informationen


  • Anonymisierte Bewerbungsverfahren
  • Logib-D misst Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern
  • Monitorbericht zum Engagement von Unternehmen erschienen
  • FAMILIENSTÄRKEN – Stiftung hilft Familien in Not

Nach einem Jahr Laufzeit wurden die Ergebnisse des Projekts "Anonymisierte Bewerbungsverfahren" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Den ausführlichen Abschlussbericht und einen Leitfaden mit praktischen Tipps für Unternehmen, die dieses Instrument für Ihr Personalrecruiting einsetzen möchten, finden Sie auf der Webseite der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS).

Instrument kostenlos verfügbar

Das Thema Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern steht seit einiger Zeit verstärkt in der politischen Diskussion. Grundsätzlich müssen die bestehenden Entgeltunterschiede von Männern und Frauen differenziert analysiert werden. Gründe für Entgeltunterschiede sind unter anderem häufigere und längere Erwerbsunterbrechungen von Frauen und ein hoher Anteil an Teilzeittätigkeit. Ein weiterer Grund für Entgeltunterschiede sind die – auch heute noch zu beobachtenden – unterschiedlichen Berufswahlverhalten von Frauen und Männern.

Die Bundesregierung hat in diesem Zusammenhang das Instrument Logib-D zur Messung etwaiger Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern in Unternehmen eingeführt. Logib-D eignet sich dabei insbesondere als ergänzendes Instrument der strategischen Unternehmensführung.

Da die Güte der Ergebnisse auch von der Größe des Datensatzes abhängt, wird seine Anwendung für Unternehmen mit einer Mindestbeschäftigtenzahl von 50 Personen, besser wären 80 bis 100 Personen, empfohlen. Auch sollte die Verteilung von Männern und Frauen nicht zu ungleichmäßig sein. Im Rahmen der Einführung von Logib-D hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in den Jahren 2010 bis 2012 für insgesamt 200 Betriebe, die sich für Logib-D interessierten, eine kostenlose, unterstützende Vergütungsberatung durch ein Beratungsunternehmen angeboten.

Die aktuelle Ausgabe des Monitor Engagement steht unter dem Titel "Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen in Deutschland – Zwischen Tradition und Innovation". Er beschreibt eine Vielzahl innovativer Beispiele des Unternehmensengagements und zeigt Weiterentwicklungspotenziale und Möglichkeiten zur Integrierung in die Geschäftsstrategie auf.

Unter der neuen Marke FAMILIENSTÄRKEN präsentiert sich seit Kurzem die Stiftung "Hilfe für Familien, Mutter und Kind" des Freistaates Sachsen.

Anliegen der Stiftung ist es, unverschuldet in finanzielle Not- und Konfliktsituationen geratene Familien und werdende Mütter zu beraten, sie zu unterstützen und ihnen Perspektiven zu zeigen. Die Stiftung stellt dafür unter anderem zweckgebundene finanzielle Hilfen zur Verfügung, die individuell als Schenkung oder als zinsloses Darlehen vergeben werden. Damit gelingt es beispielsweise, Wohnraum zu erhalten bzw. zu beschaffen, dringend notwendige Anschaffungen zu tätigen oder Hilfe zur Lebensführung zu geben.

Dazu stehen in ganz Sachsen Beratungsstellen zur Verfügung, in denen gemeinsam mit den Familien nach Auswegen aus der schwierigen Situation gesucht wird.

Ein wichtiger Pfeiler der Stiftungsarbeit sind Spender und Zustifter – gerade auch aus dem unternehmerischen Bereich.

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