Ausstellung Ursprungszeugnis

Im internationalen Warenverkehr ist der eindeutige Nachweis des Ursprungs einer Ware unerlässlich. Nachgewiesen wird der Ursprung mit dem Urspungszeugnig. Diese wird von den Industrie- und Handelskammern ausgestellt.

Wann ist ein Ursprungszeugnis erforderlich:

  • entsprechend Länderinformationen aus "Konsulats- und Mustervorschriften"
  • auf Anforderung des ausländischen Kunden (z.B. Akkreditiv)

Wer kann ein Ursprungszeugnis beantragen:

  • Antragsteller mit Sitz im IHK-Bezirk (für Privatpersonen der Wohnsitz)

Beantragung und Ausstellung von Ursprungszeugnissen

Das Ursprungszeugnis (bestehend aus Antrag auf Ausstellung, Original und ggf. entsprechender Anzahl gelber Durchschriften) wird vom Antragsteller ausgefüllt und der zuständigen IHK zur Ausstellung eingereicht.

Der Antrag auf Ausstellung muss rechtsverbindlich unterzeichnet sein. Nach Prüfung der Ausstellungsvoraussetzungen bestätigt die Kammer Original und Durchschriften und/oder gibt die Dokumente dem Antragsteller zunächst zur Korrektur, Vervollständigung oder Neuausschreibung zurück.

Der Antrag verbleibt nach der Bescheinigung (Siegel und Unterschrift der IHK) des Ursprungszeugnisses bei der Kammer und wird evtl. Nachprüfungszwecke mit den dazugehörigen Anlagen (z. B. Ursprungsnachweise) 2 Jahre aufbewahrt.

Einreichung des Dokuments:

  • persönlich, per Post

Kosten für die Ausstellung:

  • Original 8,00 EUR; Kopie 1,50 EUR

Kauf der Formularsätze:

  • bei der IHK bzw. bekannten Formularverlagen

Ursprungsnachweise für Waren aus der Bundesrepublik Deutschland und den übrigen EU-Ländern

  • Ursprungszeugnisse
  • (Langzeit-) Erklärung-IHK für den nichtpräferenziellen Ursprung gemäß Verordnungen (EWG) Nr. 2913/92 (Zollkodex) und (EWG) 2454/93 (Zollkodex-DVO)
  • Lieferantenerklärungen (LE) mit Präferenzursprung (EG-VO 1207/2001)
    (mit positiven Kumulierungsvermerk wird LE nicht anerkannt!)
  • Herstellerrechnungen, Lieferscheine oder andere Geschäftspapiere mit Ursprungsvermerk (Hersteller / Eigenherstellung bestätigen)

Ursprungsnachweise für Waren aus Staaten bzw. Staatengruppen mit Präferenzabkommen

  • Ursprungszeugnisse
  • (Langzeit-) Erklärung-IHK für den nichtpräferenziellen Ursprung gemäß Verordnungen (EWG) Nr. 2913/92 (Zollkodex) und (EWG) 2454/93 (Zollkodex-DVO)
  • Lieferantenerklärungen (LE) mit Präferenzursprung (EG-VO 1207/2001)
    (mit positiven Kumulierungsvermerk wird LE nicht anerkannt!)
    Der Aussteller der LE muss in der Europäischen Union ansässig sein.
  • Präferenznachweise (EUR. 1, EUR-MED, Ursprungserklärung, Ursprungserklärung MED, Ursprungszeugnis Formblatt A, Ursprungserklärung nach Form A)
  • Lieferantenerklärung Türkei (mit positiven Kumulierungsvermerk wird LE nicht anerkannt!)

Ursprungsnachweise für Waren aus sonstigen Drittländern

  • Ursprungszeugnisse
  • Rechnungen und sonstige geeignete Geschäftspapiere, wenn darauf der Ursprung durch eine berechtigte Stelle bestätigt ist
  • (Langzeit-) Erklärung-IHK für den nichtpräferenziellen Ursprung gemäß Verordnungen (EWG) Nr. 2913/92 (Zollkodex) und (EWG) 2454/93 (Zollkodex-DVO)

Unser Tipp:
Ursprungszeugnisse können auch über das Verfahren der digitalen Signatur online beantragt werden.

Ansprechpartner

Außenwirtschafts- und Zollrecht

Nadine Thieme

E-Mail thieme@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1320
Fax 0341 1267-1126

Hauptgeschäftsstelle

Industrie- und Handelskammer zu Leipzig
Goerdelerring 5
04109 Leipzig

Telefon: 0341 1267-0
Telefax: 0341 1267-1421
De-Mail: epost@leipzig-ihk.de-mail.de
info@leipzig.ihk.de

Öffnungszeiten

  • Montag, Dienstag, Donnerstag
    08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und
    13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Mittwoch
    08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Freitag
    08:00 Uhr bis 14:00 Uhr