REACH - die Europäische Chemikalienverordnung

REACH ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe und ist eines der strengsten Chemikaliengesetze mit einem sehr detaillierten Regelwerk.

REACH resultiert aus dem englischen Titel der Verordnung: Regulation concerning the Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of CHemicals.

REACH beruht auf dem Grundsatz, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender  für einen speziellen Verwendungszweck/Anwendungsfall die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen. Sie müssen sicherstellen, dass Chemikalien, die sie herstellen und in Verkehr bringen, sicher verwendet werden. Die Hersteller und Importeure von Chemikalien müssen mit einer obligatorischen Registrierung Daten vorlegen und die von den Stoffen ausgehenden Risiken selbst bewerten. Es gilt: „Keine Daten – Kein Markt“, d.h. ohne Registrierung dürfen Chemikalien nicht in Verkehr gebracht werden.

REACH umfasst auch ein Auskunftsrecht für Verbraucher, Informationen über Chemikalien in Produkten zu erhalten. Die Weitergabe von Daten innerhalb der Lieferkette wird geregelt und die Substitution besonders besorgniserregender Stoffe wird gefördert. Es besteht darüber hinaus eine Zulassungspflicht auf der Grundlage einer Kandidatenliste. Mit diesem Zulassungsverfahren besteht die Möglichkeit, Chemikalien zu regulieren.

Die Kernaufgabe der Hersteller und Importeure von Chemikalien besteht darin, chemische Stoffe zu bewerten und diese bei der ECHA, der Europäische Chemikalienagentur zu registrieren.

Besorgniserregende Aspekte sind prioritär zu betrachten, zu bewerten und zeitlich zu befristen: wie krebserregend, erbgutverändernd, fortpflanzungsgefährdend, giftig, langlebig in der Umwelt, in Organismen anreichernd oder hormonelle Wirkungen haben.

Wenn Sie folgende drei Fragen mit ja beantworten, sind Sie wahrscheinlich von der Registrierungspflicht unter REACH betroffen. Diese endet am 31. Mai 2018.

  • Stellen Sie einen chemischen Stoff her oder importieren Sie einen in die EU?

  • Liegt die Menge des Stoffes bei mindestens einer Tonne pro Jahr?

  • Möchten Sie diesen Stoff auch nach 2018 vermarkten?