Krisenbewältigung

Auf vielerlei Wegen kann ein Unternehmen durch krisenhafte Entwicklungen in Schwierigkeiten kommen. Wenn sich Änderungen der Umweltfaktoren ergeben, bspw. der konjunkturellen Entwicklung, sich ändernde politische Rahmenbedingungen oder Schäden durch höhere Gewalt, kann das Unternehmen nur bedingt vorsorgen.

Anders gestaltet sich die Lage bei unternehmensimmanenten Veränderungen. Meist sind es strategische Fehlentscheidungen, etwa zur Marktbearbeitung, Produktpolitik, Investition und Finanzierung oder Personalpolitik, die Krisen auslösen können. Oft kann in diesen Fällen mit externer Beratung gegengesteuert werden.

Aus dem operativen Geschäft können sich demgegenüber negative Entwicklungen abzeichnen, wenn Streitigkeiten um das Produkt oder die Dienstleistung den Geschäftsbetrieb behindern oder, in sehr vielen Fällen, Forderungsausfälle auftreten bzw. sich häufen.

Forderungsausfälle

Eine wesentliche Ursache, dass Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, kann im Ausfall von Zahlungen für erbrachte Leistungen liegen. Bei einer Häufung von Forderungsausfällen oder bei einem Ausfall einer Forderung an einen Hauptkunden können Liquiditätsschwierigkeiten auftreten. Daraus wiederum können die Insolvenztatbestände der drohenden Zahlungsunfähigkeit oder der echten Zahlungsunfähigkeit resultieren, wenn die Eigenkapitaldecke sehr dünn oder aufgebraucht ist.

In Abhängigkeit davon, ob die Forderung unbestritten ist oder bestritten wird, kommen verschiedene Handlungsalternativen für den Gläubiger in Betracht. Im ersten Fall bietet sich das gerichtliches Mahnverfahren an. Ist von vorn herein die Rechtmäßigkeit der Forderung bestritten, bleibt die Klage beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht.

Mit präventiven Maßnahmen kann das Forderungsausfallrisiko im Vorhinein maßgeblich gesenkt werden. Entsprechende Maßnahmen sind im Merkblatt Zahlungsausfälle skizziert.

Ergänzende Informationen zu Factoring und Kreditversicherung finden Sie auch in der Broschüre "Finanzierungsalternativen". In der Leseprobe erfahren Sie die Themen im Detail. Die gebundene Broschüre erhalten Sie bei der IHK zu leipzig oder Sie beziehen diese direkt vom DIHK-Verlag.

Weitere Informationen zu den Themen Forderungsverfolgung und Insolvenzrecht erhalten Sie in unseren Merkblättern.

Konfliktlösung

Krisen in Unternehmen können auch von Streitigkeiten mit anderen Unternehmen herrühren. Das Konfliktpotential kann recht vielschichtig sein, scheinbar einfache Probleme können sich zu einem Rechtsstreit ausweiten. Es ist gar nicht so selten, dass eine sachlich geführte Diskussion plötzlich von Emotionen geprägt wird. Positionen verhärten sich. Im Ergebnis werden dann nur noch diese Positionen vertreten und in der Regel durch das Gericht entscheiden. Soweit muss es aber nicht kommen, denn die außergerichtliche Streitschlichtung hat in den vergangenen Jahren deutlich an Akzeptanz gewonnen.

Wir bieten Ihnen die Mediations- und Schlichtungsstelle der IHK zu Leipzig zur Beilegung unternehmerischer Konflikte, die kompetent, schnell, kostengünstig, überschaubar und nachvollziehbar eine Einigung zwischen und mit den Streitparteien erarbeiten kann.

Wettbewerbsstreitigkeiten

Im freien Wettbewerb kommt es immer wieder zu Streitfällen zwischen Unternehmen, weil eine Partei wettbewerbswidriges Verhalten eines Konkurrenzunternehmens vermutet. Die IHK zu Leipzig bietet Ihnen eine Einigungsstelle, die eine gütliche Einigung zwischen Unternehmen bei Wettbewerbsstreitigkeiten anstrebt. Diese Lösung ist zumeist einfacher, schneller und kostengünstiger als eine gerichtliche Entscheidung.

Zahlreiche Merkblätter geben Ihnen Anhaltspunkte bspw. bei Fragen zu Ladenöffnungszeiten, der Ausgestaltung von Eröffnungsangeboten oder erlaubte Werbemaßnahmen.

Weiterführende Informationen

Einen Leitfaden zum Verhalten des Unternehmers in Krisen stellt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit der Broschüre "Mit den richtigen Zahlen aus der Krise" bereit. Aufbauend auf einer Situationsanalyse, in welcher der Tatbestand der Zahlungsunfähigkeit geklärt wird, wird eine Fortführungsprognose gestellt. Für den positiven Fall werden Strategien vorgestellt, um ein Konzept zur Weiterführung zu erarbeiten. Für den negativen Fall wird erläutert, was im Falle einer Insolvenz zu tun ist. In der Leseprobe können Sie sich über den Umfang der Publikation informieren und über den DIHK Verlag bestellen.

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