Kontingentflüchlinge

Für die meisten Staaten existieren keine rechtlichen Grundlagen nach denen eine Gleichstellung von beruflichen Abschlüssen möglich ist.

Ausnahmen bilden hier lediglich Österreich und Frankreich. Mit diesen Staaten wurden bilaterale Abkommen getroffen, aufgrund derer die IHK eine Anerkennung der Berufsabschlüsse prüfen kann.

Auch für EU-Bürger gibt es – zumindest im Zuständigkeitsbereich der Industrie- und Handelskammern – keine rechtliche Grundlage zur Anerkennung von beruflichen Abschlüssen. In der EU gilt das Prinzip des gegenseitigen Vertrauens in das Bildungssystem der anderen Mitgliedsstaaten - was jedoch nicht bedeutet, dass national erworbene Bildungsabschlüsse automatisch EU-weit anerkannt sind und sich aus diesem Grundsatz Rechte ableiten lassen. Deshalb kann die IHK nur eine fachliche Stellungnahme abgeben.

Kontingentflüchtlinge im Sinne von Art. 1 Genfer Flüchtlingskonvention, die nicht unter das Bundesvertriebenengesetz fallen, haben Anspruch auf eine freiwillige Stellungnahme seitens der zuständigen Stelle, wenn die Ausbildung mit einem deutschen Berufsbildungsabschluss vergleichbar ist.

Antragstellung

Bei Anträgen zur fachlichen Stellungnahme benötigen Sie folgende Unterlagen, die Sie zu dem vorher vereinbarten Termin bei Ihrer IHK mitbringen sollten

  • Reisepass
  • Bescheinigung gemäß § 5 FreizügG/EU (wenn vorhanden)
  • Originalzeugnis oder beglaubigte Kopie
  • deutsche Übersetzung der Originalurkunde und des Originalzeugnisses durch einen in Deutschland gerichtlich vereidigten Übersetzer
  • Arbeitsbuch
  • deutsche Übersetzung des Arbeitsbuches durch einen in Deutschland gerichtlich vereidigten Übersetzer
  • Lebenslauf

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