Gesundheitswirtschaft

Aktuelle Meldungen

Seit dem 26. Mai 2021 ist die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) verbindlich anzuwenden. Die damit verbundenen Herausforderungen für die betroffenen Hersteller von Medizinprodukten waren und sind groß. Zusätzliche Problemfelder bei der Implementierung des kompletten MDR-Systems erschweren die sichere Umsetzung der Verordnung.

Mit der nachfolgenden Umfrage möchten der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Zusammenarbeit mit SPECTARIS und Medical Mountains ein halbes Jahr nach Geltungsbeginn der MDR Daten zusammentragen, die eine realistische Folgenabschätzung für die Hersteller von Medizinprodukten zulassen und entsprechende Argumente gegenüber der Politik zur Gestaltung sinnvoller Lösungen liefern.

Alle Daten werden anonym erfasst und nach Vorgaben der aktuell gültigen Datenschutzbestimmungen gespeichert. Freiwillig können Sie Kontaktdaten angeben, damit Ihnen beispielsweise die Ergebnisse übermittelt werden können oder Sie die Möglichkeit zum direkten Dialog mit Politik und Behörden bekommen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Online-Umfrage, um ein möglichst umfassendes Bild zur Halbjahresbilanz MDR zu erhalten und entsprechende politische Forderungen zu formulieren. Die Umfrage wird ca. 10 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen und hat eine Laufzeit bis zum 31.01.2022.

Hier geht es zur Online-Umfrage: https://www.halbjahresbilanz-eu-mdr.de/

Vielen Dank für Ihre wichtige Unterstützung!

EU-Nutzungsbewertung von Gesundheitstechnologien bietet Chancen für Unternehmen

Die neue EU-Verordnung über die Bewertung von Gesundheitstechnologien (HTA) sieht erstmals klinische Bewertungen von Gesundheitstechnologien auf EU-Ebene vor. Ziel ist dabei auch, dass Unternehmen von Doppelarbeit entlastet werden. Die Verordnung tritt am 11. Januar 2022 in Kraft. Die Regelungen müssen ab dem 12. Januar 2025 angewendet werden. Damit soll der Zugang zu Arzneimitteln und Medizinprodukten erleichtert und für Hersteller die Einreichung von Gesundheitstechnologien vereinfacht werden. Der Verwaltungsaufwand insbesondere für kleine Unternehmen soll damit verringert werden, weil sie nur noch einmal die Daten und Nachweise auf EU-Ebene einreichen, die für die gemeinsame klinische Bewertung erforderlich sind. Auch die nationalen Gesundheitsbehörden können darüber wertvolle wissenschaftliche Informationen erhalten, die sie für die Entscheidung über die Preisgestaltung und die Erstattung einer Gesundheitstechnologie benötigen.

In der dreijährigen Übergangszeit Jahren ist vorgesehen, dass die EU-Kommission

  • die Koordinierungsgruppe einrichtet 
  • das Netzwerk der Interessenträger aufbaut,
  • die erforderlichen Durchführungsrechtsakte und delegierten Rechtsakte erlässt und
  • die Entwicklung einer Methodik für die gemeinsame HTA-Arbeit durch die Koordinierungsgruppe, wie in der Verordnung vorgesehen, ermöglicht.

Die gemeinsame Nutzenbewertung wird schrittweise eingeführt. Ab dem 12. Januar 2025 unterliegen zunächst Krebsarzneimittel und Arzneimittel für neuartige Therapien einer gemeinsamen Nutzenbewertung. Später auch bestimmte Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika hoher Risikoklasse. 

Hier gelangen Sie zur Verordnung.


Pflegereform – Alle Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif bezahlen

Das Kabinett hat am 2. Juni 2021 beschlossen, dass alle Pflege- und Betreuungskräfte künftig nach Tarif bezahlt werden sollen. Ab dem 1. September 2022 dürfen dann nur noch Pflegeeinrichtungen mit der Pflegeversicherung abrechnen, die ihre Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif bezahlen. Gleichzeitig sollen die Pflegebedürftigen dadurch nicht überfordert werden. Es soll eine gestaffelte Entlastung der Pflegebedürftigen je nach Dauer der Pflege möglich werden.

Um Heimen einen Anreiz zu mehr Pflegepersonal zu schaffen, soll ein bundeseinheitlicher Personalschlüssel eingerichtet werden. Außerdem bekommen die Pflegekräfte zukünftig bei der Verordnung von Hilfsmitteln mehr Entscheidungsfreiheit in der häuslichen Pflege. Des Weiteren soll die Kurzzeitpflege im Krankenhaus möglich werden.

Finanzieren will die Bundesregierung das über einen pauschalen Bundeszuschuss ab 2022 und einem Beitragszuschlag für Kinderlose. 

Weitere Informationen finden Sie hier 

Vernetzung

In der Bio City Leipzig forschen und arbeiten seit 2003 auf ca. 20.000 Quadratmetern ansässige Unternehmen gemeinsam mit sechs biotechnologisch ausgerichteten Professuren und außeruniversitären Einrichtungen. Der Standort ermöglicht Kooperationen im F & E-Bereich aufzubauen und Synergien zu eruieren.

Healthy Saxony - Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft e.V. ist eine Plattform zur Förderung der Zusammenarbeit der Gesundheitswirtschaft in Sachsen. Weitere Informationen und Angebote finden Sie hier.

Das Pflegenetzwerk Leipzig e.V. wurde 2006 gegründet, um die Qualität der Arbeit in Pflege und pflegenahen Tätigkeiten zu verbessern und den fachübergreifenden Austausch zu fördern.

Die MedicalMountains GmbH mit Sitz in Tuttlingen vernetzt und unterstützt alle Akteure der Medizintechnikbranche. Sie fördert den Dialog, verbindet Stärken und schafft Plattformen für den Austausch. Durch strategische und systematische Abstimmungen werden Kooperationen und Synergien ermöglicht: Die Zusammenarbeit und gegenseitige Befruchtung mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern liefert vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen einen wichtigen Wissens- und Technikvorsprung.

Die Nachfrage und der Bedarf an medizinischen Produkten ist enorm gestiegen. Für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung werden zusätzliche Produktionskapazitäten gesucht. Gleichzeitig stellen Unternehmen ihre Ressourcen zur Verfügung, um schnell helfen zu können.

Der Marktplatz macht Gesuche und Angebote öffentlich.

Branchenberichte Gesundheitswirtschaft

Die Corona-Pandemie hat nach wie vor negative Auswirkungen auf die Betriebe der Gesundheitswirtschaft – das verdeutlichen die Ergebnisse Frühsommer-Umfrage: Die Geschäftslage befindet sich noch unter Vorkrisenniveau. Nach dem Einbruch zu Beginn der Krise zeigt die Befragung allerdings auch, dass sich die Lage für viele Unternehmen aufgehellt hat. 

Der Gesundheitsreport basiert auf den Ergebnissen der DIHK-Konjunkturumfrage vom Frühsommer 2021 an der sich rund 700 Unternehmen der Gesundheitswirtschaft beteiligten. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des DIHK.

Den Branchenbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finden Sie hier.

E-Health

Wichtige Wachstumsimpulse kommen aufgrund der stetig steigenden Nachfrage aus dem Bereich der digitalisierten Gesundheitsangebote. Zu den größten Risiken der Branche zählen der Fachkräftemangel, die starke Reglementierung, z.B. im Datenschutz und bei der Zulassung von Medizinprodukten sowie beim unzureichenden Breitbandausbau.

Wichtige Handlungsfelder des Bundes sind:

  • Zukunftsfähige Basis aufbauen
  • Digitale Versorgung als Normalität etablieren
  • Einrichtungs- und Sektorgrenzen (digital) überwinden
  • Datenkompetenzen stärken und Datenschutz sichtbar machen
  • Neue Technologien nutzen, individuelle Medizin einsetzen und Ressourcen effektiv nutzen

Informationen zur e-Health-Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie im Link.

Wirtschaftspolitik

Die Gesundheitswirtschaft ist und bleibt auch zukünftig ein Wachstumstreiber für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die wirtschaftspolitischen Themen und Standpunkte zu diesem Branchensegment finden Sie auf der Webseite der IHK-Dachorganisation DIHK.

Bei Fragen zu den Vertragsbedingungen der Krankenkassen