MB_04_20 | Schriftliche und praktische AEVOSeite drucken

Schriftliche und praktische Ausbilder-Eignungsprüfung (AEVO)

Die Ausbildereignungsprüfung vom 21.01.2009 (BGBI. I S. 88 vom 30. Januar 2009) umfasst einen schriftlichen Teil und einen praktischen Teil.

 

1. Schriftliche Prüfung

  • die bundeseinheitliche Prüfung dauert 180 Minuten
  • Sie besteht aus programmierten Aufgaben (multiple choice)
  • die aktuell gültige Hilfsmittelliste finden Sie auf Ihrer Einladung sowie auf der Homepage der IHK zu Leipzig

 

2. Praktische Prüfung

2.1 Allgemeines
  • die Dauer der praktischen Prüfung beträgt höchstens 30 Minuten
  • Sie besteht aus einer 15-minütigen Präsentation einer Ausbildungssituation oder praktischen Durchführung einer Ausbildungssituation sowie einem 15-minütigen Fachgespräch
  • es ist nicht notwendig einen Azubi mitzubringen

Unterweisungsmittel:

Whiteboard, Flipchart, Stifte, Overhead-Projektor, Tische, Stühle und 230 V – Elektroanschlüsse sowie Beamer stehen zur Verfügung. Weitere notwendige Unterweisungsmittel sind vom Teilnehmer mitzubringen.

Vorbereitung:

Für die praktische Prüfung ist vom Teilnehmer ein schriftliches Konzept (maximal fünf Seiten ohne Anhänge) über die pädagogische Gestaltung der Ausbildungssituation selbst-ständig auszuarbeiten.

Konzept:

  • verwenden Sie bitte für das Konzept das Deckblatt der IHK zu Leipzig
  • das Konzept ist in dreifacher Ausfertigung mit Unterschrift am Tag der praktischen Prüfung beim Prüfungsausschuss abzugeben
  • für das Konzept ist nicht der Umfang oder die betriebliche Bedeutung des Themas entscheidend, sondern die pädagogischen, sozialen und organisatorischen Aspekte zu Ihrer geplanten Ausbildungssituation

Als eine allgemeingültige Gliederung des Konzeptes kann gelten:

  • Ausgangssituation, Anliegen der Präsentation / praktischen Durchführung
  • Angaben zum Auszubildenden, Adressatenanalyse (z. B. Alter, Vorkenntnisse, Verhalten …)
  • Bezug zur gültigen Ausbildungsordnung
  • Förderung des Lernprozesses
  • Konkretisierung und Hierarchie der Lernziele und Lernbereiche
  • Methodik und pädagogische Begründung für die Ausbildungssituation
  • Ablauf, pädagogisch begründete Arbeitsgliederung, Zeitplanung
  • organisatorische Rahmenbedingungen
  • Auflistung und Begründung der genutzten Ausbildungsmittel
  • Darstellung und Begründung der geplanten Erfolgskontrollen
  • Nachbereitung

Eine gültige Verordnung des Berufes (Ausbildungsverordnung) ist ebenfalls mit abzugeben.

Präsentation oder praktische Durchführung einer Ausbildungssituation

Für die Präsentation oder die praktische Durchführung der Ausbildungssituation wird sich auf ein konkretes Ausbildungsziel (abzuleiten aus der Ausbildungsverordnung eines Berufes, aus dem Ausbildungsrahmenplan) oder auch auf einen anderen für die Ausbildung typischen Sachverhalt bezogen. Dabei soll die Ausbildungssituation einen kleinen Abschnitt der Ausbildung darstellen, der in sich geschlossen ist. Natürlich ist es auch möglich, einen umfangreicheren Ausbildungsinhalt zu beschreiben und darin einen Teil als Ausbildungseinheit abzugrenzen.

2.2 Präsentation

Die Entscheidung zugunsten einer Präsentation kann dann sinnvoll sein, wenn aufgrund des inhaltlichen und zeitlichen Umfangs der gewählten Ausbildungssituation, der geplanten Herangehensweise, der Methodenwahl, der erforderlichen Ausbildungsmittel, die praktische Durchführung nicht oder nur eingeschränkt erfolgen kann (z. B. bei Planung oder Durchführung eines Projektes, selbstständige Erarbeitung von Lerninhalten mit Leittexten, Beurteilungs- oder Vorstellungsgesprächen). Die Präsentation ist ein mediengestützter Vortrag über Planung, Durchführung und Kontrolle der gewählten berufstypischen Ausbildungssituation. Sie ist in Einleitung, Hauptteil und Schlussbemerkung zu gliedern.

2.3 Praktische Durchführung einer Ausbildungssituation

Die praktische Durchführung zu wählen, kann dann sinnvoll sein, wenn ein verhältnismäßig einfaches Lernziel, z. B. das Erlernen von Grundfertigkeiten oder eine andere, in sich geschlossene berufstypische Ausbildungssituation, durchgeführt wird. In jedem Fall führt der Ausbilder, unter Berücksichtigung seiner berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse, praxisnah durch die jeweilige Situation. Die praktische Durchführung der geplanten Ausbildungssituation wird in der vorgegebenen Zeit so praxisnah wie möglich simuliert, dabei übernimmt der Teilnehmer die aktive Rolle des Ausbilders.

 

3. Fachgespräch

In dem Fachgespräch, welches nicht länger als 15 Minuten dauern soll, ist die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation zu erläutern. Das pädagogische Fachgespräch soll zudem die berufs- und arbeitspädagogische Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung in den nach § 2 AEVO genannten Handlungsfeldern nachweisen.

Nach erfolgter Prüfung

Nach Abschluss der Prüfung erhält der Teilnehmer einen Bescheid über das Bestehen bzw. Nichtbestehen der Prüfung. Im Falle der bestandenen Prüfung werden dem Prüfling nach Fertigstellung die Zeugnisse durch die IHK zugesandt.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Aktualisierung: 30.06.2020

Ihre Kontaktperson

Bei Fragen hilft Ihnen Tilo Schermuck gerne weiter.

T: +49 341 1267-1367
F: +49 341 1267-1426
E: tilo.schermuck@leipzig.ihk.de

Aufnahme der IHK-Fahnen vor dem Haus