Weitere Stoffverbote für Elektro- und Elektronikgeräte

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22.08.2019

Die Übergangsfrist der Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS-Richtlinie; EU 2011/65) ist abgelaufen. Unternehmen, die entsprechende Geräte importieren oder in der EU vertreiben, müssen diese Vorschriften ab sofort einhalten.

Betroffen sind Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten sowie deren Lieferkette. Der Anwendungsbereich umfasst alle Elektro- und Elektronikgeräte, sofern diese nicht explizit ausgenommen sind. Auch die meisten Kabel sind betroffen. Die in Artikel 2 der RoHS-Richtlinie beschriebenen Ausnahmen bleiben bestehen. 

Weiterhin wurde die RoHS-Richtlinie (Anhang II) um die Verwendungsverbote von folgenden vier Weichmachern ab jeweils 0,1 Gewichtsprozent erweitert:

  • Di(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP)
  • Butylbenzylphthalat (BBP)
  • Dibutylphthalat (DBP)
  • Diisobutylphthalat (DIBP)

Daneben gelten gemäß Anhang II der RoHS-Richtlinie folgende Stoffverwendungsverbote (in Gewichtsprozent):

  • Blei (Pb): 0,1
  • Quecksilber (Hg): 0,1
  • Sechswertiges Chrom: 0,1
  • Cadmium (Cd): 0,01
  • Polybromierte Biphenyle (PBB): 0,1
  • Polybromierte Diphenylether (PBDE): 0,1

Die deutsche Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung setzt die RoHS-Richtlinie in nationales Recht um. Im Jahr 2021 steht eine Evaluation der Richtlinie an.

Zur Richtlinie

Ansprechpartner

Umweltberatung

Olaf Lehmann

E-Mail lehmann@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1262
Fax 0341 1267-1422

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