Steuerliche Regelungen zu innergemeinschaftlichen Lieferungen vereinheitlicht

Handel | Logistik | Verkehr | International | Recht und Steuern

06.02.2020

Mit dem Jahressteuergesetz 2018 wurden zum 1. Januar 2020 die innergemeinschaftlichen Lieferungen EU-einheitlich geregelt. Im Zentrum steht die Melde- und Mitteilungspflicht einer gültigen Umsatzsteueridentifikationsnummer des Abnehmers.

Laut Gesetz setzt eine umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung (§ 4 Nr. 1 Buchstabe b i.V.m. § 6a Abs. 1 Satz 1 UStG) voraus, dass der Abnehmer der Lieferung ein im anderen Mitgliedstaat für umsatzsteuerliche Zwecke erfasster Unternehmer oder eine juristische Person ist. Das heißt, der Abnehmer besitzt zum Zeitpunkt der Lieferung eine gültige Umsatzsteueridentifikationsnummer, die ihm in dem anderen Mitgliedstaat erteilt wurde und die gegenüber dem liefernden Unternehmen verwendet wird.

Weiterhin wird Steuerfreiheit abgelehnt, wenn das liefernde Unternehmen die Verpflichtung über eine zusammenfassende Meldung nach § 18a UStG nicht beziehungsweise nicht richtig oder nicht gänzlich einhält. Unvollständige oder nicht korrekte Meldungen müssen innerhalb eines Monats berichtigt werden.

Ansprechpartner

Consulting Steuern

Jens Bierstedt

E-Mail bierstedt@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1405
Fax 0341 1267-1420

Mediathek