Russland: Gleichstellung ausländischer kleiner und mittelständischer Unternehmen

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10.01.2019

Ausländische Tochtergesellschaften sind seit dem 1. Dezember 2018 rein russischen Unternehmen praktisch gleichgestellt und können staatliche Fördermaßnahmen in Anspruch nehmen.

Tochtergesellschaften ausländischer Unternehmen konnten bisher nicht von den Fördermaßnahmen zur Entwicklung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Russland profitieren. Grund: Nur russische Kapitalgesellschaften mit einer ausländischen Beteiligung von maximal 49 Prozent am Stammkapital galten als KMU.

Nunmehr fällt diese Beschränkung weg, Grundlage ist das Gesetz Nr. 313-FZ „Über Änderungen des Gesetzes über die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen“ vom 3. August 2018.

Die gesetzlichen Bestimmungen, wann ein Unternehmen als klein oder mittelständisch zu qualifizieren ist, haben sich indes nicht geändert:

  • Als Kleinunternehmen gelten danach Unternehmen mit maximal 100 Mitarbeitern und einem maximalen Jahresertrag von RUB 800 Mio. (ca. EUR 11 Mio.).
  • Als mittelständische Unternehmen gelten solche, die maximal 101 bis 250 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresertrag RUB 2 Mrd. (ca. EUR 27 Mio.) nicht übersteigt.

KMU können unter anderem wie folgt profitieren:

  • vergünstigte Kredite und staatliche Garantien in Anspruch nehmen
  • an für sie vorgesehenen Vergabeverfahren bei der öffentlichen Beschaffung teilnehmen
  • an staatliche oder kommunale Grundstücke und sonstiges Vermögen zu Sonderkonditionen gelangen

Weitere Informationen

Eine Informationsveranstaltung zur Thematik "Marktupdate Russland" findet am 14. Februar 2019 von 14.30 bis 17 Uhr in der IHK zu Leipzig statt.

Weitere Informationen und Anmeldungen

Ansprechpartner

Consulting International

Natalia Kutz

E-Mail kutz@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1245
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