Neue Verwaltungsrichtlinie zu Fehlzeiten während der Ausbildung

Aus- und Weiterbildung

23.04.2019

Um die zurückgelegte Ausbildungszeit überprüfen zu können, sind mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung in der beruflichen Erstausbildung und Umschulung die Anzahl der Fehltage, die während der gesamten Ausbildungszeit entstanden sind, anzugeben.

Diese neue Verwaltungsrichtlinie der IHK zu Leipzig zur beruflichen Bildung gilt für die Anmeldung und Zulassung zur Abschlussprüfung ab Sommer 2019. Gemäß Paragraf § 43 Abs.1 Berufsbildungsgesetz ist zur Abschlussprüfung zuzulassen, wer die Ausbildungszeit zurückgelegt hat. Damit ist nicht nur ein kalendarischer Ablauf gemeint, sondern die Berufsausbildung muss in der Ausbildungszeit auch im Wesentlichen tatsächlich systematisch betrieben worden sein.

Über die Zulassung entscheidet die IHK zu Leipzig als zuständige Stelle. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen für nicht gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss. Rechtsgrundlagen sind die Paragrafen §§ 43, 46 und 62 BBiG sowie Paragrafen § 8 ff. der Prüfungsordnung für die Durchführung der Abschluss- und Umschulungsprüfungen der IHK zu Leipzig. Bei Überschreitung der folgenden Fehlzeiten behält sich die IHK zu Leipzig vor, Stellungnahmen des Auszubildenden, des Ausbildungsbetriebs sowie der Berufsschule einzuholen, um im Einzelfall näher überprüfen zu können, ob das Ausbildungsziel erreicht wurde.

Gesamtausbildungszeit in Monaten  Maximale Fehlzeit in Tagen (ohne Urlaubstage)

42

140
36 120
24

 80

Das Verhältnis von maximaler Fehlzeit zur Gesamtausbildungszeit gilt für abweichende Gesamtausbildungszeiten entsprechend. Die IHK zu Leipzig kann in diesen Fällen dem Prüfungsausschuss die Entscheidung über die Zulassung gemäß Paragraf § 46 Abs. 1 - S. 2 BBiG übertragen.

 

Ansprechpartner

Abteilungsleiterin Prüfungsorganisation

Patricia Siebert

E-Mail siebert@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1350
Fax 0341 1267-1426

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