IHK-Vollversammlung: Positionspapier für längeres gemeinsames Lernen beschlossen

Presse

11.09.2019

Die IHK-Vollversammlung hat in ihrer gestrigen Sitzung ein Positionspapier zum längeren gemeinsamen Lernen im Freistaat Sachsen beschlossen. Die zentrale Forderung lautet, im sächsischen Schulgesetz einen späteren Übergang an das Gymnasium zu verankern.

Diese Forderung fußt unter anderem auf einer Unternehmensbefragung im Jahr 2016, wonach sich 82 Prozent der Unternehmen in der Region Leipzig für den späteren Übergang an das Gymnasium aussprechen. Ferner hat sich im Vorfeld des Beschlusses auch der Fachkräfte- und Weiterbildungsausschuss mit dem Thema befasst.

Kristian Kirpal, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig: „Ein gutes Schulsystem bildet das Fundament für eine leistungsfähige sächsische Wirtschaft, denn es ebnet den Weg für die Ausbildung des künftigen Fach- und Führungskräftenachwuchses. Dafür brauchen wir im Besonderen starke Oberschulen, denn die duale Ausbildung ist für die Unternehmen der wichtigste Rekrutierungsweg für ihre künftigen Fachkräfte. Seit einigen Jahren ist in Sachsen jedoch ein immer stärkerer Akademisierungstrend zu beobachten, forciert insbesondere durch den Wegfall der Bindungswirkung der Bildungsempfehlung. Immer mehr Schüler in Sachsen wechseln schon nach der 4. Klasse an das Gymnasium. Diesem Trend gilt es entgegenzusteuern, um Oberschulen wie Gymnasien gleichermaßen zu stärken. Das längere gemeinsame Lernen kann dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.“

Zum Positionspapier

Weitere Mittel für „Robotik im Schulalltag“

Die IHK-Vollversammlung hat zudem weitere Mittel in Höhe von 95.000 Euro für das Projekt „Robotik im Schulalltag“ bewilligt. Die IHK zu Leipzig unterstützt mit dem Projekt Schulen in der Region beim Einstieg in Robotik-Angebote. Insgesamt 82 Schulen aller Schularten und damit fast jede vierte Schule der Region Leipzig hatten sich im Frühjahr 2019 um Roboterbausätze und Mobilitätsprämien für die Teilnahme an MINT-Angeboten beworben. Im ersten Schritt konnten 32 Schulen in der Stadt Leipzig sowie den Landkreisen Nordsachsen und Leipzig mit Roboterbausätzen ausgestattet werden. Durch die Mittelaufstockung können zusätzlich etwa 165 Bausätze finanziert und somit weitere Schulen bei der Grundausstattung für Robotik-Angebote unterstützt werden. Weitere Informationen zum Projekt: www.leipzig.ihk.de/robotik

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Leiter Kommunikation | Öffentlichkeitsarbeit

Jörg Hübner

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