IHK-Fachkräftemonitor: 2024 fehlen 71.000 qualifizierte Arbeitskräfte in Sachsen

Presse

25.04.2018

71.000 qualifizierte Arbeitskräfte werden 2024 im Freistaat Sachsen fehlen. Das Angebot an Arbeitskräften in Sachsen geht bis dahin um 7,6 Prozent zurück und das Durchschnittsalter aller Fachkräfte wird von heute 44,7 Jahre auf 45,4 Jahre steigen.

Am stärksten von drohenden Engpässen betroffen sind die kaufmännischen Berufe – allein hier wird für 2024 mit einer Lücke von 50 000 fehlenden Fachkräften gerechnet. Bei Akademikern und beruflich qualifizierten Fachkräften im technischen Bereich kann der Bedarf der Unternehmen besser gedeckt werden, wenngleich auch hier rund 12 000 beziehungsweise 9 000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen werden. Zu diesen Ergebnissen kommt der mit neuen Daten aktualisierte IHK-Fachkräftemonitor für Sachsen und die Wirtschaftsregion Leipzig. Das Online-Prognosetool unter www.fachkraeftemonitor-sachsen.de bildet die mittelfristige Entwicklung der Fachkräftesituation differenziert nach Wirtschaftszweigen und Berufsgruppen ab, wobei sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite des Arbeitsmarktes in die Berechnungen einfließen.

Kristian Kirpal, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig: "Die Prognose des IHK-Fachkräftemonitors ist deutlich: Es fehlt mittelfristig vor allem an kaufmännisch ausgebildeten Facharbeiterinnen und Facharbeitern – eine Herausforderung für Unternehmen aller Branchen. Wenn Stellen im Büromanagement, im Rechnungswesen, in der Unternehmensorganisation oder im Personalwesen nicht mehr besetzt werden können, trifft das die Firmen ins Mark. Unternehmen reagieren richtig, indem sie sich als attraktive Arbeitgeber aufstellen. Das allein wird aber nicht genügen: Wir müssen insgesamt wieder mehr junge Menschen für die duale Berufsausbildung und die damit verbundenen Karrierechancen begeistern. Darüber hinaus brauchen wir dringend ein Fachkräftezuwanderungsgesetz, um gezielt auch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben."

Das Online-Prognosetool kann kostenfrei unter www.fachkraeftemonitor-sachsen.de eingesehen und genutzt werden. Es bietet Übersichten zu Berufsgruppen, Branchen und Regionen. Unternehmen kann das Tool als wertvolles Instrument zur Personal- und Ausbildungsplanung dienen, Jugendliche erhalten nützliche Informationen bei der Berufswahl.

Der IHK-Fachkräftemonitor ist ein Projekt der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig, entwickelt und umgesetzt vom Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR aus Darmstadt.

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Leiter Kommunikation | Öffentlichkeitsarbeit

Jörg Hübner

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