Fachkräfte für die Region Leipzig: Wo sich die Suche nach Mitarbeitern lohnt

Standortpolitik

16.06.2017

Um den Bedarf der örtlichen Unternehmen besser abdecken zu können, hat die Invest Region Leipzig (IRL) eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse helfen sollen, neue Mitarbeiter aus dem In- und Ausland zu gewinnen.

Die Studie konzentriert sich dabei auf sog. Engpassberufe. In der Region Leipzig fehlen beispielsweise Fachkräfte in fertigungstechnischen Berufen, in der Unternehmensführung, in IT und Bauplanung, im Verkehrs- und Logistiksektor sowie in naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufen. Die Analyse identifiziert mögliche Herkunftsregionen für diese ausgewählten Berufsgruppen und macht Erfolgsfaktoren ausfindig, um daraus konkrete Handlungsmaßnahmen abzuleiten.

Geeignetes Personal findet sich demnach sowohl in anderen Bundesländern, als auch in ost- und südeuropäischen Ländern. National liegen Bayern, Baden-Württemberg und Hessen vorn. Auf europäischer Ebene sind vor allem in Tschechien, der Slowakei, in Italien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien potentielle Fachkräfte zu finden.

Doch die Rekrutierung und Bindung von Fachkräften ist aufwändig und vielschichtig. Um Menschen für den Raum Leipzig zu begeistern, bedarf es eines Bündels verschiedenster, aufeinander abgestimmter Maßnahmen, so das zentrale Ergebnis der Studie. Dazu zählen beispielsweise die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen, spezifische Weiterbildungen aber auch soziale Faktoren wie eine gelungene Integration und gesellschaftliche Aufstiegschancen.

Michael Körner, Geschäftsführer der Invest Region Leipzig GmbH, sieht diese Erkenntnisse als Ansporn: "Alle Akteure in der Region sind jetzt aufgerufen, auf Grundlage der Studienergebnisse gemeinsame Strategien zu erarbeiten. Nur zusammen und mit einem Mix unterschiedlichster Maßnahmen können wir die Region Leipzig langfristig als attraktiven Standort etablieren und so neue Fachkräfte rekrutieren, integrieren und binden."

Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sozialforschung Halle/Saale (ZSH) und wurde gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über das Regionalbudget der Fachkräfteallianz der Stadt Leipzig durch die Sächsische Aufbaubank.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie zum Download auf der Webseite unter https://goo.gl/5H8r5k. Die Vollversion der Quellmarkstudie kann bei Interesse bei Melanie Böhm, Managerin Fachkräfteservice unter fachkraefte@invest-region-leipzig.de angefordert werden.

Quelle: Pressemitteilung der Invest Region Leipzig GmbH (IRL)

Ansprechpartner

Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik

Kevin Löber

E-Mail loeber@leipzig.ihk.de
Telefon 0341 1267-1322
Fax 0341 1267-1422

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