KfW-Kredit für Wachstum gewerblicher Unternehmen

Ziel

Der Europäische Fonds für strategische Investitionen ("EFSI") hat zum Ziel, die Finanzierung und Durchführung produktiver Investitionen in der Europäischen Union zu fördern sowie den verbesserten Zugang zu Finanzierungen sicherzustellen.

Empfänger

Das Programm wendet sich an in- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, (die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden und) deren Gruppenumsatz bis in der Regel 2 Milliarden Euro beträgt.

Unternehmen, die im Rahmen einer Contracting-Vereinbarung (Energie-) Dienstleistungen für einen Dritten erbringen.

Auch Auslandsvorhaben von deutschen Unternehmen und deren Tochtergesellschaften mit Sitz im Ausland können finanziert werden. Vorhaben ausländischer Unternehmen sind auf Vorhaben in Deutschland beschränkt.

Gegenstand der Förderung

Mit dem KfW-­Kredit für Wachstum werden Investitionen und Betriebs­mittel für größere Vorhaben in den Bereichen Innovation und Digitalisierung gewerblicher Unternehmen gefördert.

Produkt- und Prozessinnovationen
Es können Vorhaben/Innovations­ausgaben finanziert werden, die dazu dienen, einen neuen Markt oder eine neue Kunden­gruppe zu erschließen. Dies muss aus dem vorgelegten Business­plan hervorgehen.

Als Innovations­ausgaben definiert sind alle finanziellen Aufwendungen und Investitionen, die für die Entwicklung und Einführung von Produkt-­ und Prozess­innovationen anfallen, zum Beispiel sämtliche interne und externe Forschungs-­ und Entwicklungs­ausgaben.

Digitalisierungsvorhaben
Es können Vorhaben finanziert werden, die zur deutlichen Intensivierung der Digital­isierung eines Unternehmens beitragen. Dies muss aus einem Digitalisierungs­konzept des Unternehmens hervorgehen.

Als Digitalisierungs­vorhaben definiert sind Projekte und Maßnahmen zur Erneuerung oder Verbesserung der IT-­Struktur und zur Nutzung digitaler Anwendungen in einem Unternehmen, sowie Maßnahmen zum Ausbau von firmen­spezifischem Wissen im Zusammenhang mit digitalen Anwendungen.

Kombination mit anderen Förderprogrammen
Die Kombination mit anderen Förderprogrammen ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen die Summe der förder­fähigen Aufwendungen nicht übersteigt und sofern der Risiko­anteil der öffentlichen Hand inklusive KfW-­Finanzierung insgesamt nicht mehr als 50 % der gesamten Fremd­finanzierung beträgt.

Eine Kombination mit den Förderangeboten ERP-Mezzanine für Innovationen und ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit ist ausgeschlossen.

Art, Umfang und Höhe

Die Finanzierung erfolgt im Rahmen eines Konsortiums (als Konsortialpartner oder indirekt als Risikounterbeteiligung). Zusätzlich kann eine Refinanzierung der Partnerbanken durch einen Durchleitungskredit in deren Risiko erfolgen.

Die KfW beteiligt sich an Finanzierungen pari passu zu Marktkonditionen. Das heißt die KfW übernimmt für die Risikounterbeteiligung die von den Finanzierungspartnern vereinbarten Konditionen (unter anderem Laufzeit, Tilgungsmodus, Margen, Bereitstellungsprovision, Gebühren, Besicherungsstruktur), sofern diese auf Basis einer Bonitäts- und Risikoeinschätzung durch die KfW als marktüblich angesehen werden. Der KfW-­Risikoanteil beträgt in der Regel 7,5 Millionen Euro bis maximal 100 Millionen Euro.

Die Risikoübernahme der KfW

  • erfolgt im Rahmen einer Risiko­unterbeteiligung,
  • kann bis zu 70 % der Vorhaben­finanzierung betragen,
  • darf nicht dazu führen, dass die KfW größter Risiko­träger wird, um eine adäquate Risiko­partnerschaft zwischen KfW und Finanzierungs­partnern sicher­zustellen.

Optional können teilnehmende Banken bilateral von der KfW refinanziert werden.

Das Gesamt­volumen von Risiko­unterbeteiligung zuzüglich Refinanzierungs­mittel ist je Maßnahme auf 100 Millionen Euro begrenzt.

Verfahren

Sie erhalten Ihren Kredit nicht direkt bei der KfW, sondern bei einem Finanzierungspartner, z.B. bei Ihrer Bank.

Die Beteiligung der KfW erfolgt im Rahmen einer Risiko­unter­beteiligung, das heißt die KfW beteiligt sich auf Einladung von Ihrem Finanzierungs­partner an Konsortial­finanzierungen und/oder bilateralen Fremdkapital­finanzierungen.

Dies erfolgt über eine gesonderte Vereinbarung (Risiko­unterbeteiligungs­vertrag) zwischen Ihrem Finanzierungs­partner und der KfW.

Optional können teilnehmende Banken bilateral von der KfW refinanziert werden.

Informationen

Weitere Fördervoraussetzungen und Informationen finden Sie auf der Internetseite der KfW.

Ansprechpartner

Consulting Unternehmensförderung

Maria Grimpe

E-Mailgrimpe@leipzig.ihk.de
Telefon0341 1267-1406
Fax0341 1267-1420