go-digital

Ziel

Das Förderprogramm go-digital fördert gezielte Beratungsleistungen durch autorisierte Beratungsunternehmen in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ in rechtlich selbständigen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial.

Empfänger

Im Förderprogramm go-digital wird die Beratungsleistung  an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial, die

  • zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen,
  • im Jahr vor dem Vertragsabschluss einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro haben und
  • eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung besitzen.

Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben und darf zusammen mit seinen „Partnerunternehmen“ und „verbundenen Unternehmen“ die zuvor genannten Voraussetzungen für Mitarbeiterzahl und Jahresumsatz oder Bilanzsumme nicht überschreiten

Gegenstand der Förderung

Die Beratungsleistung erfolgt in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“. Im Rahmen der Antragstellung muss ein Hauptmodul gewählt werden, welches mindestens 51 Prozent des Beratungsvolumens ausmacht. Da sich die Themenbereiche der Module teilweise überschneiden, können nach Bedarf ein beziehungsweise zwei Nebenmodule zusätzlich gewählt werden. 

Ziel und Inhalt im Modul „IT-Sicherheit“:

  • Risiko- und Sicherheitsanalyse (Bewertung von Bedrohungen und möglichen Schwachstellen) der bestehenden oder neu geplanten betrieblichen IKT-Infrastruktur
  • Maßnahmen zur Initiierung/Optimierung von betrieblichen IT-Sicherheitsmanagementsystemen
  • Ziel: Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden sowie Minimierung von Risiken durch Cyberkriminalität; selbständiger Betrieb von grundlegenden erforderlichen IT-Sicherheitsmaßnahmen

Ziel und Inhalt im Modul „Digitale Markterschließung“:

  • Aufbau einer professionellen Internetpräsenz
  • Entwicklung einer unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategie
  • Einführung eines eigenen Online-Shops oder Nutzung externer Auktions-, Verkaufs- oder Dienstleistungsplattformen, sowie auch Social-Media-Tools, Website-Monitoring und Content-Marketing
  • nachgeordnete Geschäftsprozesse im E-Commerce, wie bspw. die Warenbereitstellung und Zahlungsverfahren
  • Ziel: Beratung zu den vielfältigen Aspekten eines professionellen Online-Marketings

Ziel und Inhalt im Modul „Digitalisierte Geschäftsprozesse“:

  • Einführung von e-Business-Software-Lösungen für Gesamt- oder Teilprozesse des Unternehmens einschließlich ihrer möglichst sicheren Abwicklung im Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Kunden bzw. Geschäftspartnern.
  • In Abhängigkeit vom Wissens-, Erfahrungs- und Umsetzungsstand innerhalb des Unternehmens, können bspw. folgende Beratungs- und Umsetzungsleistungen erfolgen: Versand- und Retourenmanagement, Logistik, Lagerhaltung, elektronische Zahlungsverfahren
  • Ziel: möglichst durchgängige Digitalisierung von Arbeitsabläufen im Unternehmen

Art, Umfang und Höhe

Im Hauptmodul sind maximal 20 Beratertage förderfähig. In den Nebenmodulen sind bis zu zehn weitere Beratertage förderfähig, so dass die maximale Anzahl an Beratertagen auf 30 Tage begrenzt ist.

Die Beratungsleistung sollte innerhalb von sechs Monaten ab dem Erhalt des Förderbescheides durchgeführt werden.

Es wird ein Beratertagessatz von maximal 1.100 Euro ohne Mehrwertsteuer mit 50 Prozent gefördert. Gleicher Maximaltagessatz gilt auch bei der Hinzuziehung von Sachverständigen Dritten. Beratertagessatz und Sachverständigentagessatz können sich unterscheiden.

Die Förderquote des Förderprogrammes liegt bei 50 Prozent. 

Berechnungsbeispiel: 15 Beratertage mit einem Tagessatz von 1.000 Euro ergeben 17.850 Euro Gesamtkosten, einschließlich der Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Gefördert werden hiervon 7.500 Euro, so dass ein Eigenanteil von 10.350 Euro verbleibt.

Verfahren

Um KMU und Handwerk in bürokratischen Erfordernissen zu entlasten, übernehmen autorisierte Beratungsunternehmen die Antragstellung für die Förderung. Sie sind nicht nur für die Antragstellung und die Beratungsleistung selbst zuständig, sondern auch für die Abrechnung und die Verwendungsnachweisprüfung. Alle für das Förderprogramm "go-digital" autorisierten Beratungsunternehmen werden zukünftig an dieser Stelle veröffentlicht - gegenwärtig läuft der Autorisierungsprozess der Beratungsunternehmen.

Kriterien für zu fördernde Unternehmen:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial
  • Beschäftigung von weniger als 100 Mitarbeitern
  • Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Millionen Euro
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung

Kriterien an Beratungsunternehmen für eine Autorisierung:

  • Fachliche Expertise
  • Wirtschaftliche Stabilität
  • Gewähr einer wettbewerbsneutralen Beratung
  • Bezug zu kleinbetrieblichen Beratungsklientel
  • Zusammenarbeit mit (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Erfüllung und Gewährleistung der Qualitätsstandards

Informationen

www.bmwi-go-digital.de

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Stralauer Platz 34
10243 Berlin

Telefon: 030 97003-333
Telefax: 030 97003-044
E-Mail: go-digital@euronorm.de

Ansprechpartner

E-Business | E-Government

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