go-digital

Da das neue Haushaltsgesetz 2022 noch nicht beschlossen ist, unterliegt auch das Programm „go-digital" der vorläufigen Haushaltsführung. Neubewilligungen von Anträgen können daher aktuell nicht vorgenommen werden. Somit sind aktuell auch keine Antragstellungen möglich.

Ziel

Das Förderprogramm go-digital fördert gezielte Beratungsleistungen durch autorisierte Beratungsunternehmen in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“, „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, "Digitalisierungsstrategie" und "Datenkompetenz" in rechtlich selbständigen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial.

Empfänger

Im Förderprogramm go-digital wird die Beratungsleistung  an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (KMU) einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial, die

  • zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen,
  • im Jahr vor dem Vertragsabschluss einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro haben und
  • eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung besitzen.

Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben und darf zusammen mit seinen „Partnerunternehmen“ und „verbundenen Unternehmen“ die zuvor genannten Voraussetzungen für Mitarbeiterzahl und Jahresumsatz oder Bilanzsumme nicht überschreiten.

Ausdrücklich ausgenommen sind Land- und Forstwirtschaftliche Betriebe und Freie Berufe.

Gegenstand der Förderung

Im Rahmen des Förderprogramms können Unternehmen in den Modulen „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“, „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, "Digitalisierungsstrategie" und "Datenkompetenz" unterstützt werden. Diese Unterstützung bezieht sich auf Beratung sowie Umsetzung. Für die Antragstellung muss ein oder mehrere Module ausgewählt werden. In jedem Projekt müssen mindestens zwei Pflichttage für IT-Sicherheitsberatung enthalten sein. 

Ziel und Inhalt im Modul „IT-Sicherheit“:

  • Risiko- und Sicherheitsanalyse (Bewertung von Bedrohungen und möglichen Schwachstellen) der bestehenden oder neu geplanten betrieblichen IKT-Infrastruktur
  • Maßnahmen zur Initiierung/Optimierung von betrieblichen IT-Sicherheitsmanagementsystemen
  • Ziel: Vermeidung von wirtschaftlichen Schäden sowie Minimierung von Risiken durch Cyberkriminalität; selbständiger Betrieb von grundlegenden erforderlichen IT-Sicherheitsmaßnahmen

Ziel und Inhalt im Modul „Digitale Markterschließung“:

  • Entwicklung einer unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategie
  • Nutzung externer Auktions-, Verkaufs- oder Dienstleistungsplattformen sowie Social-Media-Tools, Website-Monitoring und Content-Marketing
  • nachgeordnete Geschäftsprozesse eines Online-Shops, wie bspw. die Warenbereitstellung und Zahlungsverfahren
  • Ziel: Beratung zu den vielfältigen Aspekten eines professionellen Online-Marketings
  • NEU: Die erstmalige Erstellung und die Anpassung einer bestehenden Webseite ist nicht mehr förderfähig

Ziel und Inhalt im Modul „Digitalisierte Geschäftsprozesse“:

  • Einführung von e-Business-Software-Lösungen für Gesamt- oder Teilprozesse des Unternehmens einschließlich ihrer möglichst sicheren Abwicklung im Unternehmen oder zwischen Unternehmen und Kunden bzw. Geschäftspartnern.
  • In Abhängigkeit vom Wissens-, Erfahrungs- und Umsetzungsstand innerhalb des Unternehmens, können bspw. folgende Beratungs- und Umsetzungsleistungen erfolgen: Versand- und Retourenmanagement, Logistik, Lagerhaltung, elektronische Zahlungsverfahren
  • Ziel: möglichst durchgängige Digitalisierung von Arbeitsabläufen im Unternehmen

Ziel und Inhalt im Modul "Digitalisierungsstrategie":

  • Digitalisierung vorhandener oder Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle oder -prozesse
  • Ziel: Bedürfnisanalyse, Machbarkeitsanalyse und Risikoabschätzung zum eigenen Digitalisierungsvorhaben

Ziel und Inhalt im Modul "Datenkompetenz":

  • Erfassen und Erzeugen von Daten
  • Datenidentifizierung, Datenaus- und verwertung
  • Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Datenverarbeitung
  • Berücksichtigung von rechtlichen und sicherheitstechnischen Aspekten im Umgang mit Daten
  • Ziel: Aktive Beteiligung an der sich entwickelnden Datenökonomie und Generierung neuer Geschäftsfelder

Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • unterstützende Informationstechnik wie Hardware oder Standardsoftware
  • Beratungen, die ausschließlich im Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen seitens des Beraters an das KMU stehen. Gleiches gilt für Beratungen, die der Entwicklung eines konkreten marktfähigen Produkts beim KMU dienen
  • technische sowie organisatorische Leistungen zur Erhöhung der physikalischen Sicherheit

Art, Umfang und Höhe

Es sind maximal 30 Tagewerke durch den autorisierten Dienstleister förderfähig. Diese können im Rahmen eines Moduls eingesetzt oder auf mehrere Module verteilt werden.

Es wird ein Tagessatz von maximal 1.100 Euro ohne Mehrwertsteuer mit 50 Prozent gefördert. Gleicher Maximaltagessatz gilt auch bei der Hinzuziehung von Sachverständigen Dritten (bis zu sechs Tage möglich). 

Die Leistung sollte innerhalb von sechs Monaten ab dem Erhalt des Förderbescheides durchgeführt werden.

Verfahren

Um KMU und Handwerk in bürokratischen Erfordernissen zu entlasten, übernehmen autorisierte Dienstleister die Antragstellung für die Förderung. Sie sind nicht nur für die Antragstellung und die Leistung selbst zuständig, sondern auch für die Abrechnung und die Verwendungsnachweisprüfung. Alle für das Förderprogramm "go-digital" autorisierten Dienstleistungsunternehmen können über die Website von go-digital abgerufen und gefiltert werden.

Kriterien für zu fördernde Unternehmen siehe Abschnitt "Empfänger".

Kriterien an Dienstleister für eine Autorisierung:

  • Fachliche Expertise
  • Wirtschaftliche Stabilität
  • Gewähr einer wettbewerbsneutralen Beratung
  • Bezug zu kleinbetrieblichen Beratungsklientel
  • Zusammenarbeit mit (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen
  • Erfüllung und Gewährleistung der Qualitätsstandards

Sollte innerhalb eines Kalenderjahres nicht mindestens ein Vorhaben bewilligt werden, erlischt die Autorisierung. Ein erneuter Antrag auf Autorisierung kann für die Laufzeit der Förderrichtlinie nicht gestellt werden.

Weitere Informationen für die Autorisierung als Dienstleister sind auf der Website zum Förderprogramm zu finden.

Informationen

www.bmwi-go-digital.de

EuroNorm GmbH
Stralauer Platz 34
10243 Berlin

Telefon: 030 97003-333
Telefax: 030 97003-044
E-Mail: go-digital@euronorm.de

Ansprechpartner

E-Business | E-Government

Jenny Krick

E-Mail jenny.krick@leipzig.ihk.de
Telefon0341 1267 - 1176
Fax0341 1267 - 1420