Magazin wirtschaft 05/2020 der IHK zu Leipzig

ZUSCHUSS SICHERT AUSBILDUNG IN DER KRISE Forderung der Sächsischen Industrie- und Handelskammern erfüllt Am 21. April hat die Sächsische Landesregierung eine Forde- rung der Sächsischen Industrie- und Handelskammern umge- setzt und die „Richtlinie Ausbildungszuschuss“ erlassen. Damit unterstützt der Freistaat Ausbildungsbetriebe, die von Kurzar- beit während der Corona-Krise betroffen sind und nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen, mit einem einmaligen Zu- schuss zur Ausbildungsvergütung. Der Zuschuss in Höhe des 1,5-fachen des jeweiligen Ausbildungsentgeltes aus dem Mo- nat vor dem Beginn der Kurzarbeit wird für sechs Wochen bis zum Zeitpunkt des Anspruchs auf Kurzarbeitergeld gewährt. Dies gilt für Ausbildungsverhältnisse in Berufen nach Berufsbil- dungsgesetz beziehungsweise Handwerksordnung, für die Kurzarbeit bewilligt worden ist. Der zu fördernde Betrieb muss zum Jahresende 2019 wirtschaftlich gesund gewesen sein, ist aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 in Schwierig- keiten gekommen. Der Antrag auf Ausbildungszuschuss kann noch bis 30. Juni 2020 bei der Landesdirektion Sachsen eingereicht werden. Dem An- trag ist neben dem Nachweis der genehmigten Kurzarbeit (An- erkennungsbescheid der zuständigen Agentur für Arbeit) auch eine Bestätigung des Ausbildungsverhältnisses durch die zustän- dige Stelle (zum Beispiel die IHK zu Leipzig) beizufügen. Weitere Informationen unter www.leipzig.ihk.de/corona/ausbildung. AUSGEFALLENEN UNTERNEHMERLOHN KOMPENSIEREN Zuschussprogramm der Stadt Leipzig für Solo-Selbstständige Die Förderung zielt darauf ab, den infolge der Corona-Krise entstehenden betriebli- chen Liquiditätsengpass durch ausfallen- den Unternehmerlohn zu kompensieren und die Lebenshaltungskosten zu sichern. Darin liegt der wesentliche Unterschied zur Corona-Soforthilfe des Bundes, die Betriebsausgaben finanziert. Antragsberechtigt sind Solo-Selbststän- dige im Haupterwerb sowie Einzelunter- nehmen ohne Angestellte mit Betriebs- stätte und Hauptwohnsitz in Leipzig. Antragsteller müssen plausibel darlegen, dass sie einen signifikanten Umsatzrück- gang im Jahr 2020 (mindestens 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahresdurchschnitt) erwarten, den sie trotz eigener Gegen- maßnahmen und Zuschüssen für Be- triebsausgaben von Bund und Land nicht auffangen können. Im Folgejahr wird geprüft, ob sich der Umsatzeinbruch be- stätigt hat. Die Antragsteller müssen sich entscheiden; eine doppelte Förderung durch „Leipzig hilft Solo-Selbstständigen“ und Arbeitslosengeld I oder II ist nicht möglich. Die IHK zu Leipzig hatte sich am 22. April mit einem Offenen Brief an den Leipziger Oberbürgermeister gewandt und darin der Forderung nach Liquiditätshilfen für Solo- Selbstständige Nachdruck verliehen. www.leipzig.de/programm- soloselbststaendige Die Stadt Leipzig hat ein Sonderhilfs- programm „Leipzig hilft Solo-Selbst- ständigen“ aufgelegt. Das Programm gewährt Solo-Selbstständigen einen einmaligen Zuschuss für zwei Monate in Höhe von bis zu 2.000 Euro. · 15 · wirtschaft Mai 2020 · Titelthema ·

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