Magazin wirtschaft 11/2017 der IHK zu Leipzig

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Vorträge zu Best-Practice-Beispielen aus der Region, das gegenseitige Kennenler- nen im Rahmen eines Speeddatings und verschiedene Themenworkshops zum di- gitalen Marketing, zur Kosten- und Finanz- planung sowie zur Kommunikation. Zu den Höhepunkten gehörten außerdem der Besuch von Petra Köpping, Schirmher- rin und Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, die ein Grußwort hielt, sowie ein ganz persönliches „Stärkungs- programm für Frauen in der Wirtschaft“ von Annekatrin Michler, „Ändertainerin“ ® und Vizepräsidentin der IHK zu Leipzig. Ziel des Events, den Unternehmerin Kerstin Weißgerber mit Unterstützung der Stadt MIT HERZ UND VERSTAND Leipzig, der Leipziger Gründerinitiative SMILE, des Freistaates Sachsen sowie von IHK und HWK zu Leipzig organisiert hatte, war es, die informellen Netzwerke zwischen Frauen zu stärken. Entsprechend rege nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegen- heit, sich auch abseits des offiziellen Pro- gramms auszutauschen. Dabei zeigte sich, dass die meisten Gründerinnen optimis- tisch auf die Entwicklung ihres Unterneh- mens blicken. Als beispielsweise während eines Workshops gefragt wurde, wer sich seinen Traum erfüllt hat, bejahten 90 Pro- zent diese Frage. „Frauen überholen anders“ – Networking für Gründerinnen „Begeistert Unternehmerin – Frauen überholen anders“. Unter diesem Motto trafen sich am 14. November im Rahmen der diesjährigen bundesweiten Grün- derwoche rund einhundert Gründerin- nen und etablierte Unternehmerinnen im Neuen Rathaus Leipzig. IHK-Vizepräsidentin Nancy Schneider (r.) führte als eine der Moderatorinnen durch die Veranstaltung. IHK-Vizepräsidentin Annekatrin Michler präsentierte den Teilnehmerinnen ein „Stärkungsprogramm für Frauen in der Wirtschaft“. Unternehmerinnen im Gespräch: Alexandra Pauly (r.) von Flamingocat aus Leipzig, die Schmuckdesign und kreative Workshops an- bietet, interessiert sich für die Tätigkeit der selbstständigen Maskenbildnerin Thora Pilling, die mit einem eigenen Stand auf dem Event vertreten war. Bei vielen Kontakten am Rande der Veranstaltung erweiterten die Gründerinnen ihre Netzwerke. „Frauen müssen sich auch selbst mehr zutrauen“ Darüber, dass Frauen dennoch besonde- rer Förderung bedürfen, herrschte jedoch ebenfalls Konsens. Die schwierige Ver- einbarkeit von Familie und Beruf kamen in diesem Zusammenhang genauso zur Sprache wie die strukturellen Hindernisse in einer nach wie vor von Männern dominier- ten Wirtschaft. „Die Benachteiligung liegt aber manchmal auch im Verhalten von uns Frauen selbst“, ergänzte IHK-Vizepräsiden- tin Annekatrin Michler. „So zum Beispiel, · 10 · wirtschaft November 2017 · Titelthema ·

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