Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022

Potenziale nutzen: Indien im Fokus der Außenwirtschaft Im Blickpunkt Seite 1 Außenwirtschafts- Nachrichten Sachsen global Agrar- und Ernährungswirtschaft: Gute Exportchancen in schwierigem Umfeld Seite 2 Länder und Märkte Chinas Weg zur Klimaneutralität – Chancen für deutsche Unternehmen Seite 4 Sächsische Unternehmer in der Welt Mail Boxes Etc. Leipzig Seite 23 06 2022

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ Mahatma Gandhi Potenziale nutzen: Indien im Fokus der Außenwirtschaft Indien wird in Kürze das bevölkerungsreichste Land der Welt sein. Mit bald 1,5 Mrd. Menschen bietet dieser Markt große Geschäftschancen für die deutsche Wirtschaft. Bisher rangiert Indien nur auf Platz 24 der deutschen Handelspartner weltweit. Grund hierfür ist unter anderem die Handelspolitik des Subkontinents, die bislang vor allem auf Marktabschottung setzt. Angesichts zunehmender Herausforderungen in den globalen Handelsbeziehungen und weltwirtschaftlicher Ent- kopplungsbewegungen wäre eine engere Partnerschaft mit Indien für die deutschen Unternehmen eine gute Nachricht. Ein Handelsabkommen zwischen der EU und Indien, wie von Premier- minister Narendra Modi und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen jüngst angekündigt, könnte wichtige Türen öffnen und Lieferketten absichern. Viertwichtigster Handelspartner Deutschlands in Asien-Pazifik Indiens Bevölkerung ist jung und dynamisch; die Wirtschaft wächst. Gleichzeitig positioniert sich der Subkontinent in der Boom-Region Asien-Pazifik als ökonomische Alternative zu China. In Zeiten zunehmender internationaler Handel skonf l ik te und erodierender Welthandelsregeln wird der deutschindische Warenaustausch intensiver: Das bilaterale Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr 23,3 Mrd. Euro. Damit ist Indien immerhin viertwichtigster Handelspartner Deutschlands im Asien-Pazifik-Raum; umgekehrt zählt die Bundesrepublik zu den zehn wichtigsten Handelspartnern des südasiatischen Landes. Rund 1.800 deutsche Unternehmen sind über eigene Niederlassungen vor Ort vertreten – mit insgesamt über 500.000 Beschäftigten. Neuer Indopazifik-Fokus Europas Während sich China und die USA weiter voneinander entkoppeln und der Ukraine-Krieg globale Lieferkettenproblemen verschärft, möchten Deutschland und die EU eine Diversifizierung ihrer internationalen Handelsverflechtungen vorantreiben. Indien soll hierfür im asiatischen Raum eine bedeutende Rolle zukommen. Seit Anfang 2021 hat die EU eine eigene Strategie für Kooperationen im Indopazifik. Deutschland gab bereits 2020 seine Indopazifik-Leitlinien bekannt. Zentrale Punkte sind eine stärkere Kooperation bei globalen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, sowie bei der Reform der Welthandelsregeln. Auch der Schutz von Lieferketten und die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Innovation und Digitalisierung sind im Gespräch. Für deutsche Unternehmen könnten hierbei neue Markt-, Absatz- und Innovationschancen entstehen. Ambitionierte Handelsverhandlungen Der Besuch der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen in Indien am 24./25. April stellt eine wichtige Wegmarke für die Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen dar. Dabei wurde einer Wiederaufnahme der seit 2013 ruhenden Verhandlungen zu einem Handelsabkommen für Mitte dieses Jahres angekündigt – ein wichtiges Zeichen für regelbasierten Handel und fairen Wettbewerb zwischen diesen beiden großen Wirtschaftsregionen. Im Raum steht ein Handelsabkommen, das symbolträchtig beim indischen G20-Gipfel 2023 abgeschlossen werden könnte und wichtige Wettbewerbsvorteile für auslandsaktive deutsche Unternehmen schaffen würde. Zudem wurden bei dem Besuch ein bilaterales Investitionsabkommen sowie ein Abkommen zum Schutz geografischer Herkunftsbezeichnungen angekündigt – dies könnte etwa Bayerisches Bier, Moselwein oder Lübecker Marzipan in Indien besser schützen. Und nicht zuletzt vereinbarten die EU und Indien einen sogenannten „Handels- und Technologierat EU– Indien“ zur besseren wirtschaftlichen Vernetzung. Deutsche Unternehmen können von Zollsenkungen und einem Abbau von Handelshürden profitieren – etwa in den Bereichen Digitalisierung, Maschinen, Kraftfahrzeuge, Textilien, Pharma und Chemie. DIHK INHALT 1 ›› Im Blickpunkt 2 ›› Sachsen global 4 ›› Länder und Märkte 6 ›› Markt- und Länderveranstaltungen 9 ›› Messen und Messereisen 12 ›› Zoll- und Außenwirtschaftsrecht 15 ›› Fort- und Weiterbildung 18 ›› Geschäftsverbindungen 22 ›› Außenwirtschaftspraxis 23 ›› Sächsische Unternehmer in der Welt 24 ›› Impressum | Ansprechpartner 1 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Im Blickpunkt

Agrar- und Ernährungswirtschaft: Gute Exportchancen in schwierigem Umfeld Mit einer dynamisch wachsenden Weltbevölkerung, zunehmender Kaufkraft und Konsum in zahlreichen Industrie- und Schwellenländern sowie veränderten Ernährungsgewohnheiten sind in den vergangenen Jahren die Exportchancen für sächsische Produkte der Agrar- und Ernährungswirtschaft gestiegen. So haben sich seit 2008 die Ausfuhren von sächsischen Lebensmitteln verdoppelt – auf mittlerweile gut 1,7 Mrd. Euro. Exportiert werden vor allem Milcherzeugnisse, Backwaren, Öle und Fette sowie Spirituosen. Dabei ist die EU der wichtigste Absatzmarkt. Weitere relevante außereuropäische Exportmärkte sind Brasilien, Vietnam, die VAE und Chile. Auch innovative Lösungen sächsischer Landtechnikunternehmen sind international gefragt. Die vor allem durch klein- und mittelständische Unternehmen geprägte Branche hat sich als geschätzter Zulieferer und Kooperationspartner auf dem Weltmarkt etabliert. Gleichwohl nehmen auch die Herausforderungen zu – wachsende Anforderungen an Nachhaltigkeit, der Umgang mit dem Klimawandel sowie volatile Agrarlieferketten und steigende Lebensmittelpreise aufgrund der Corona-Pandemie. Aktuell belastet der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die beide auf den globalen Agrarmärkten eine wichtige Rolle spielen, die Branche weltweit. Expertise internationaler Kompetenzstellen Trotz eines schwierigen internationalen Umfelds bleibt es für sächsische Unternehmen wichtig, sich neue Märkte zu erschließen und bestehende, weltweite Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Zur Unterstützung stehen verschiedene Programme, Akteure und Netzwerke bereit. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – ein entsprechendes Unterstützungsprogramm aufgelegt. Die Maßnahmen dienen der Marktvorbereitung, dem Markteinstieg sowie der Marktpflege. Dazu zählen beispielsweise Schulungen und Seminare, die Bereitstellung von Marktinformationen sowie die Organisation von Markterkundungs- und Geschäftsreisen. Im Fokus stehen kaufkräftige, wachstumsstarke Industrie- und Schwellenländer. Zudem fördert das BMEL mit einem Pilotprojekt gezielt Kompetenzstellen, die Expertenwissen zur Markterschließung und -pflege sowie umfangreiche Kontaktnetzwerke in Deutschland und im Zielland vorhalten. Im März 2020 wurde die erste Kompetenzstelle für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft in Japan eröffnet. Es folgten weitere Kompetenzstellen in China, für das südliche Afrika, VAE und Vietnam. Über diese Kompetenzstellen werden auch verschiedene Veranstaltungen angeboten. So gab es beispielsweise im Mai ein Webinar „Moderner LebensmittelVertrieb in Vietnam“, das über die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) mitbeworben wurde. Im Fokus standen Markterfahrungen von deutschen Praktikern sowie Informationen zum Umfeld des Einzelhandels und zum Thema E-Commerce als Alternative zu klassischen Supermärkten. Regionale Netzwerke und Initiativen Regional in Sachsen ist der Agronym e. V. – ein Zusammenschluss aus Unternehmern der Landtechnikbranche, Anwendern sowie FuE-Partnern, Hochschulen und Universitäten – ein wichtiger Ansprechpartner. Das Netzwerk will Wissenschaft und Forschung für eine nachhaltige Bioökonomie fördern, dabei insbesondere Forschung unter Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen initiieren, den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie Fachkräfte auf innovativen Gebieten qualifizieren und den Austausch über die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung organisieren. Mit Projekten, wie Feldschwarm, dem Aufbau der Wertschöpfungskette SpreuStroh oder dem Zertifikatskurs Digitaler Pflanzenbau im Jahreszyklus, haben die Netzwerkpartner sowohl nationale als auch internationale Maßstäbe gesetzt. Über die Zusammenarbeit mit der Transatlantischen Cluster Initiative wird die Kooperation mit internationalen Partnern und potenziellen Kunden unterstützt. Auch die Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung initiiert und unterstützt relevante Projekte. Genannt sei das digitale Experimentierfeld LANDNETZ, das sich mit flächendeckenden Kommunikations- und Cloudnetzen für Landwirtschaft 4.0 beschäftigt. Bewährte Messeauftritte Ein bewährtes Instrument für den Eintritt in neue Märkte und für internationale Kooperationen ist nach wie vor die Präsentation auf nationalen und internationalen Messen. Für die Branche hat die WFS im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) in diesem Jahr bereits verschiedene Messeauftritte organisiert und in Planung: Das Know-how der sächsischen Agrar- und Ernährungswirtschaft präsentierten Foto: WFS 2 Sachsen global

16 Aussteller auf dem Marktplatz „Land & Genuss“ und neun interdisziplinäre Projekte auf dem Innovationsforum „AgriFood“ im April in Leipzig auf der Messe agra. Die größte Messe für Land- , Forst- und Ernährungswirtschaft in Mitteldeutschland ist eine wichtige Austauschplattform, wenn es um neueste Technologieentwicklungen zur Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung agrarischer Rohstoffe geht. Im Mittelpunkt der Entwicklungen in Sachsen steht der Aufbau kompletter Wertschöpfungskreisläufe vom landwirtschaftlichen Produkt über die prozessgerechte Technik bis hin zur industriellen Verwertung in der Ernährungswirtschaft oder anderen Anwenderindustrien, wie der Bau- oder Textilindustrie. Perspektivisch können solche Wertschöpfungskreisläufe auch auf andere Regionen national oder international übertragen werden. Das setzt sowohl Impulse für den Export und schafft gleichzeitig nachhaltige und resiliente Strukturen. Als Nummer eins der internationalen Wein- und Spirituosenbranche war die Messe ProWein Mitte Mai in Düsseldorf erneut die ideale Plattform, um die hochwertigen Erzeugnisse sächsischer Unternehmen einem breiten Fachpublikum vorzustellen und für die Region zu werben. Das Gleiche gilt für die Ende Mai in Amsterdam stattgefundene internationale Fachmesse für Handelsmarken PLMA. Auch sie ist ein fester Termin für sächsische Lebensmittelproduzenten, die den Einzelhändlern Waren zum Verkauf unter deren Marken anbieten und damit sowohl ihre eigenen Marken als auch Handelsmarkenprodukte herstellen. Andere Hersteller haben sich auf bestimmte Produktlinien spezialisiert und konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf die Herstellung von Handelsmarken, insbesondere zum Export. Die aus dem Februar in den Sommer (26. bis 29. Juli 2022) verschobene Messe BioFach, die Weltleitmesse in Nürnberg, rundet den Messekalender ab. Auf der ungewöhnlichen „Sommerausgabe“ des Branchentreffs haben sächsische Unternehmen die Gelegenheit, sich mit Ausstellern und Besuchern über die neuesten Entwicklungen aus den Bereichen Ökolandbau und Bio-Lebensmittel auszutauschen. Darüber hinaus informiert der BioFach-Kongress zu verschiedenen Themenbereichen, wie Fachhandel und Nachhaltigkeit, und bietet mit der Teilnahme zahlreicher Vertreter von Politik, Verbänden und NGOs ein breites Diskussionsforum zu Zukunftsfragen und einer künftigen Branchenpolitik. Im kommenden Jahr soll es, nach zweimaliger coronabedingter Absage, wieder eine sächsische Länderpräsentation auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin geben. Die Leitmesse, die zunehmend Nachhaltigkeit in den Fokus rückt, ist ein Treffpunkt von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung und markiert jährlich den Start ins neue Jahr für die Branchenteilnehmer. Für Rückenwind beim Restart soll ein neues IGW-Keyvisual und ein komplett überarbeiteter Internetauftritt der Messe sorgen. Eine Anmeldung ist immer bis zum 31. Juli jedes Jahres möglich. Darüber hinaus gibt es weitere interessante Angebote für die Branche: Learning Journey Österreich Vom 28. Juni bis 1. Juli 2022 organisiert die WFS im Auftrag des SMEKUL und in Zusammenarbeit mit der AHK Österreich eine Learning Journey zum Thema „Regionale Wertschöpfungsketten in der Land- und Ernährungswirtschaft“ nach Österreich. Dabei stehen vor allem die Themen: Direktvermarktung/regionale Vermarktung, Nachhaltigkeit in der Direktvermarktung, Logistik für regionale Erzeugnisse im ländlichen Raum sowie Erhalt und Förderung regionaler Erzeugnisse in der Landwirtschaft im Fokus. Ziel der Reise ist es, einen intensiven Austausch mit österreichischen Partnern zu ermöglichen. Insbesondere soll erörtert werden, welche in Österreich erfolgreichen und bewährten Verfahren im Hinblick auf die regionale Erzeugung und insbesondere Vermarktung nach Sachsen übertragen werden könnten. Geschäftsanbahnung Nahrungs- mittel- und Verpackungsmaschinen Für kleinere und mittlere Unternehmen aus dem Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen eines Markterschließungsprogramms für KMU 2022 Geschäftsanbahnungen nach Ägypten vom 19. bis 24. Juni 2022 und nach Irland vom 20. bis 23. Juni 2022 an. Die Teilnehmer erhalten durch eine Zielmarktanalyse detaillierte Informationen über die wirtschaftliche Lage, Marktchancen und rechtliche Rahmenbedingungen in den beiden Ländern. Networking-Veranstaltungen bieten die Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen und durch individuell vorbereitete Geschäftsgespräche für die einzelnen Teilnehmer werden die Kontakte vertieft und den Firmen der Einstieg in den ägyptischen bzw. irischen Markt erleichtert. Vorschläge für Delegationsbesuche in Sachsen Internationale Kooperationen sind keine Einbahnstraße. Deshalb koordiniert die WFS im Rahmen von branchenbezogenen BBA-Projekten bei Interesse sächsischer Unternehmen auch die Einladung von Fachdelegationen. Sächsische Unternehmen erhalten damit die Möglichkeit, Entscheider aus wichtigen Zielmärkten kennenzulernen sowie ihnen hier in Sachsen die eigenen Technologiekompetenzen und damit den Wirtschaftsstandort Sachsen zu präsentieren. Bei Interesse, sich an der Planung anstehender Delegationsbesuche oder anderer außenwirtschaftlicher Projekte zu beteiligen, melden sich Interessierte bitte bei Kerstin Leisering, Projektleiterin AWIS bei der WFS unter Tel.: 0351 2138-139 oder per E-Mail: kerstin.leisering@wfs. saxony.de. Aktuelle Termine im Veranstaltungskalender: www.standort-sachsen.de/ veranstaltungen Sandra Lange, WFS 3 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Sachsen global

Chinas Weg zur Klimaneutralität – Chancen für deutsche Unternehmen Im September 2020 verkündete Chinas Staatspräsident Xi Jinping vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen das Ziel der Volksrepublik zur Erreichung des Scheitelpunkts der CO2-Emissionen bis 2030 und der Kohlenstoffneutralität bis 2060. Mit der Aktualisierung des nationalen Klimaschutzbeitrags zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens bekannte sich China noch im Dezember desselben Jahres dazu, dem Land schon vor 2030 den Weg zum „Carbon Peak“ zu bahnen. Anderthalb Jahre später zeichnen sich die Chancen und Herausforderungen hierfür klarer ab. Zeit für einen Zwischenstand. Der im März 2021 erlassene 14. Fünfjahresplan, zentrales Planungsdokument für Chinas wirtschaftliche Entwicklung, bestätigte die Geltung der 30.60-Ziele und formulierte konkretere Vorgaben für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Bis 2025 sollen sie ein Fünftel des chinesischen Energiemix ausmachen. Zudem strebt die Regierung an, die nationale CO2- und Energieintensität – das relative Maß von Emissionen und Energieverbrauch pro BIP-Einheit – im gleichen Zeitraum um 18 Prozent bzw. 13,5 Prozent zu senken. Jedoch schreckt die Zentralregierung bis jetzt davor zurück, eine Obergrenze in absoluten Zahlen für die CO2-Emissionen des Landes festzulegen. Gleichzeitig werden auch die Kapazitäten von Kohlekraftwerken weiter ausgebaut. Der im März dieses Jahres erlassene Fünfjahresplan für die Energiewirtschaft setzt im Namen der Energiesicherheit ebenfalls auf die Nutzung von fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdgas. Chinas Wirtschaft sendet gemischte Signale Den neuesten Zahlen des National Bureau of Statistics (NBS) zufolge wuchs die chinesische Wirtschaft im Jahr 2021 um 8,1 Prozent, die CO2-Emissionen stiegen dagegen um vier Prozent an. Die chinesische Wirtschaft wird also kohlenstoff- und energieeffizienter, aber ein „Carbon Peak“ ist noch nicht in Sicht. Vielmehr schreitet der Ausbau von erneuerbaren und fossilen Energien fast im Gleichschritt voran. So gingen 2021 mehr als 110 Gigawatt Strom aus Wind- und Solarkraft ans Netz – mittlerweile liegt ihr relativer Anteil bei über 16 Prozent. Auf der anderen Seite wurden im letzten Jahr 4,23 Mrd. Tonnen Kohle verbrannt. Kohlekraft macht weiterhin mehr als die Hälfte der nationalen Energieversorgung aus. Der Verbrauch liegt mittlerweile fast auf dem Niveau des bisherigen „Coal Peak“ von 2013. Außerdem lagerte China im Jahr 2021 über 200 Mio. Tonnen Kohle ein, um Lieferengpässen und Stromausfällen vorzubeugen. Dass Chinas politische Führung sich derart auf Energiesicherheit und die Erhaltung der Kohlekraft fokussiert, ist auch Ausdruck der politischen Herausforderungen, mit denen sich das Land konfrontiert sieht. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die anhaltende Corona-Pandemie können wirtschaftliche Disruptionen und Engpässe bei Energieimporten nach sich ziehen. Vor allem jedoch steht die chinesische Wirtschaft vor einem fundamentalen Strukturwandel. Strukturwandel erforderlich Die Zentralregierung in Peking hat in den letzten Jahren immer wieder bekräftigt, Chinas investitions- und exportgetriebenen Wachstumspfad hin zu einer konsumgetriebenen wirtschaftlichen Entwicklung zu lenken. Hierfür müssen der Lebensstandard und die Kaufkraft der Bevölkerung weiter angehoben werden. Diese Entwicklungslogik bildet auch einen wichtigen Hintergrund für die Kampagnen zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit unter Präsident Xi Jinping. Gleichzeitig könnte die Transformation ein Meilenstein auf dem Weg in die Klimaneutralität werden. So geht der jüngste Länderbericht des Internationalen Währungsfonds (IWF), Bestandteil der sogenannten Article IV Consultation, davon aus, dass China seine CO2-Emissionen in den nächsten 30 Jahren allein durch eine stärkere Binnenwirtschaft und weniger öffentlich forcierte Investitionen, insbesondere im Immobiliensektor, um bis zu 15 Prozent reduzieren könnte. Bislang treibt die chinesische Bauwirtschaft die Nachfrage der CO2-intensiven Stahl- und Zementindustrie nach oben. Die beiden Branchen sind die größten industriellen Emissionstreiber: Allein die Stahlproduktion verursacht 15 Prozent des nationalen CO2-Ausstoßes, auf die Zementindustrie entfallen rund sieben Prozent. Darüber hinaus sind beide Industrien extrem energieintensiv. Dies befeuert wiederum die Nachfrage nach Kohleenergie – ein Teufelskreis. Carbon Peak schon um 2027 möglich Ende März dieses Jahres veröffentlichte die Chinesische Akademie der Ingenieurwissenschaften (CAE) als erster staatlicher Think-Tank einen konkreten Fahrplan für Chinas „Carbon Peak“. Danach könne China schon um das Jahr 2027 den Scheitelpunkt seiner CO2Emissionen bei 12,2 Mrd. Tonnen erreichen. Bis zum Zeitpunkt der angestrebten Kohlenstoffneutralität könnten die kumulativen Treibhausgasemissionen der chinesischen Wirtschaft zudem bei 2,6 Billionen Tonnen CO2-Äquivalenten gedeckelt werden. Bei der Vorstellung des Berichts über Chinas „Carbon Peak and Carbon Neutrality Strategy and Pathway“ hob Li Xiaohong, Direktor der CAE, unter anderem industrielle Umstrukturierung und die Beseitigung überholter Produktionskapazitäten so4 Länder und Märkte

Konferenz „Greater China Day 2022“ am 30.06.2022, 09:00 Uhr –17:00 Uhr Die Konferenz bietet die Möglichkeit, sich im Austausch mit Unternehmen, Geschäftsführungen, Experten und dem AHK-Netzwerk aus erster Hand über die neuesten Entwicklungen zu informieren. Der „Greater China Day“ ist eine gemeinsame Veranstaltung der IHK Dresden, der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und der Auslandshandelskammern in Peking, Shanghai, Guangzhou, Hongkong und Taipeh. Kontakt: IHK Dresden, Stefan Lindner, Tel.: 0351 2802-182, E-Mail: lindner.stefan@dresden.ihk.de 3. SÄCHSISCH-CHINESISCHES UMWELTFORUM (ONLINE) im September 2022 Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Ein Termin steht noch nicht fest. Unternehmen können aber bereits ihr Interesse dafür bekunden. Kontakt: Alexa von Künsberg, Tel.: 0371 6900-1240, E-Mail: alexa.kuensberg@chemnitz.ihk.de Veranstaltungstipps wie die ungleiche regionale Entwicklung innerhalb Chinas als Herausforderungen auf dem Weg zur Kohlenstoffneutralität hervor. Laut Li wird der Strategiebericht eine wichtige anleitende Funktion für künftige Schlüsselinnovationen und Chinas Übergang zu einer grünen Wirtschaft entfalten. Die CAE definiert acht Strategien und sieben Entwicklungspfade, um Chinas Klimaziele zu erreichen. Im Zuge der ersten und laut Li wohl wichtigsten Strategie soll flächendeckend Energie eingespart und eine höhere Energieeffizienz in der gesamten Wirtschaft erreicht werden. Die zweite Strategie setzt kurzfristig weiter auf Energiesicherheit durch die Versorgung mit fossilen Brennstoffen und will dabei das Risiko der Abhängigkeit beim Import von Gas, Öl und wichtigen Ressourcen vermindern. In der Folge sollen erneuerbare Energien, insbesondere in der Industrie, gezielt fossile Brennstoffe ersetzen. Die weiteren Strategien nehmen industrielles Ressourcenrecycling, die Erhaltung und Schaffung natürlicher Kohlenstoffspeicher (Carbon Sinks) und die Erforschung von sogenannten „Carbon Capture and Storage-Technologien“ in den Blick. Als Teil der sieben Entwicklungspfade schlägt der CAE-Bericht vor, die Mechanismen des Kohlenstoffmanagements durch digitalisierte Maßnahmen zu optimieren und betont die Potenziale internationaler Zusammenarbeit. Zudem sollen die „bestehenden Industriestrukturen Chinas optimiert“ werden. Hinter dieser eher diffusen Formulierung stehen auch die zuvor erläuterten strukturellen Dilemmata des chinesischen Wirtschaftsmodells. Diese stellen vielleicht die größte Herausforderung für die Erreichung der Dekarbonisierungsziele dar. Denn die Abkehr von der Kohle und der Abbau investitionsgetriebener und CO2intensiver Industriekapazitäten bringen großes systemisches Konfliktpotenzial mit sich, unter anderem, weil dadurch die Lebensgrundlage mehrerer Millionen chinesischer Arbeitnehmer und der Fortbestand mächtiger industrieller Interessensgruppen bedroht werden. Chancen für deutsche Unternehmen Gleichzeitig bietet der Übergang zu einem stärker konsumgetriebenen Entwicklungsmodell auch neue Geschäftsfelder: Mit einem höheren Lebensstandard in der Bevölkerung wächst der Absatzmarkt für Industrieprodukte und Serviceleistungen – und das auf Grundlage klimafreundlicher Lösungen. Hiervon können Unternehmen profitieren, die die Kohlenstoffneutralität als Chance begreifen. Dies spiegelt sich auch in einer Umfrage unter fast 600 in China tätigen deutschen Unternehmen im Rahmen der „AHK Business Confidence Survey 2021/22“ wider. Da- nach sieht knapp die Hälfte der befragten Unternehmen in den Dekarbonisierungszielen Chinas ein geschäftliches Potenzial. Auf der anderen Seite be-fürchten 57 Prozent der Unternehmen einen Anstieg der operativen Kosten durch striktere Umweltauflagen und höhere Energiepreise. Unternehmen der Chemie- und Elektronikbranche, Maschinenbauer und Hersteller von Industrieausrüstung rechnen mit den größten Chancen für den Absatz ihrer Produkte und Dienstleistungen. Zudem bereiten sich nach eigenen Angaben bereits mehr als zwei Drittel der Unternehmen aktiv auf die Umsetzung der Dekarbonisierungsziele vor, etwa indem sie Quellen für die Versorgung mit erneuerbaren Energien erkunden, Investitionen zur Energieeinsparung vorantreiben und den CO2-Fußabdruck ihrer Produktionsprozesse minimieren. Zudem entwickeln 31 Prozent der befragten Unternehmen schon jetzt eigene klimafreundliche Produkte oder Dienstleistungen. Fast ein Viertel der Unternehmen bezieht CO2Emissionen als Kriterium für die Auswahl ihres Netzwerks an Zulieferern ein. Schließlich will knapp die Hälfte der Firmen einen Teil ihrer Umsätze investieren, um selbst Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Vor allem Unternehmen der Chemie- und Automobilbranche streben hierfür Investitionen an. „Econet Monitor“, Magazin der AHK Greater China 5 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Länder und Märkte

Thema: Das Webinar wirft ein Schlaglicht auf die Wertschöpfungsketten der (Bio)Lebensmittelbranche in den Baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen). Von der Urproduktion der Landwirte über die Weiterverarbeitung bis zum Handel mit Lebensmitteln bieten sich zahlreiche Geschäftsoptionen. Besonders interessant ist dies für Einkäufer von Lebensmittelrohstoffen und verarbeiteten Lebensmitteln sowie für Hersteller von Maschinen und Anlagen aus dem Bereich der Lebensmittelverarbeitung sowie dem Agrarsektor. Im Webinar erhalten Unternehmen einen ersten Überblick über Marktentwicklungen und Möglichkeiten des Marktzugangs sowie eine Perspektive auf Entwicklungspotenziale in den nächsten Jahren. Ort: online Termin: 13. Juli 2022, 12:00 – 13:00 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Tobias Runte, Tel.: 0351 2802 184, E-Mail: runte.tobias@dresden.ihk.de (d/t.r.) Baltikum Digital Lunch Break: Bio-Lebensmittel und AgriBusiness im Baltikum Thema: Veranstaltung in Kooperation mit dem German-Indian Roundtable, mit HZwo, Hypos, Energy Saxony, Indo-German Energy Forum Delhi: Vorträge u. a. von Tobias Winter, Indo-German Energy Forum Delhi, Q & A Session Ort: online Termin: 14. Juni 2022, 10:00 – 12:00 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Alexa von Künsberg, Tel.: 0371 6900-1240, E-Mail: alexa.kuensberg@chemnitz.ihk.de (c/a.k.) Indien Indiens Wasserstoff-Strategie – Chancen für deutsche Unternehmen Thema: Internationale Kooperationen Ort: IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5, 04109 Leipzig Termin: 30. Juni 2022, 10:00 – 12:30 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Natalia Kutz, Tel.: 0341 1267-1245, E-Mail: natalia.kutz@leipzig.ihk.de (l/n.k.) Georgien | Kaukasus Kooperationsgespräche mit Unternehmen aus Georgien Thema: Internationale Kooperationen Ort: IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5, 04109 Leipzig Termin: 14. Juni 2022, 10:00 – 12:30 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Natalia Kutz, Tel.: 0341 1267-1245, E-Mail: natalia.kutz@leipzig.ihk.de (l/n.k.) Indien | Südasien Kooperationsgespräche mit Unternehmen aus Indien 6 Markt- und Länderveranstaltungen

Suchen und finden Sie online Veranstaltungen der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und ihrer Partner. www.standort-sachsen.de/veranstaltungen Thema: Internationale Kooperationen Ort: IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5, 04109 Leipzig Termin: 21. Juni 2022, 10:00 – 12:30 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Natalia Kutz, Tel.: 0341 1267-1245, E-Mail: natalia.kutz@leipzig.ihk.de (l/n.k.) Iran | Mittlerer Osten Kooperationsgespräche mit Unternehmen aus dem Iran Thema: Bei Umfragen hat sich gezeigt, dass unser Nachbarland Polen direkt nach den USA der zweitbeliebteste Zukunftsmarkt ist. Der AHK-Expertentag Polen bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich individuell zum Markt beraten zu lassen und über rechtlichen Rahmenbedingungen, Lieferanten- suche sowie über Vertriebs- und Kooperationspartnersuche zu informieren. Das Zeitfenster zur Beratung kann nach Anmeldung individuell vereinbart werden. Ort: IHK Dresden, Langer Weg 4, 01239 Dresden Termin: 14. Juli 2022, 09:30 – 14:30 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Zygmunt Waroch, Tel.: 03581 4212-22, E-Mail: waroch.zygmunt@dresden.ihk.de (d/c.h.) Polen AHK-Expertentag Thema: Diskussionsrunde zum aktuellen Kuba-Geschäft mit der Botschafterin, Experten von Germany Trade & Invest zum wirtschaftlichen und rechtlichen Investitionsprozess bzw. der Auftragsvergabe und interessierten Unternehmen Ort: Sächsische Landesvertretung in Berlin, Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin Termin: 16. Juni 2022, 12:00 – 16:00 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Dr. Sebastian Liebold, Tel.: 0371 6900-1247, E-Mail: sebastian.liebold@chemnitz.ihk.de (c/a.k.) Kuba Unternehmerstammtisch Kuba 7 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Markt- und Länderveranstaltungen

Thema: ∙ Exportplanung, Zielmarktauswahl und -analyse, internationale Marketing- und Vertriebsstrategien, Informationsbeschaffung, Ressourcen, Werkzeuge ∙ Export digital, Website, Nutzung von Social (Business) Media ∙ Geschäftsaufbau auf internationalen Messen, Vorbereitung, Messeauftritt, Nachbereitung, Unterstützungs- möglichkeiten durch Bund, Land und IHK Ort: IHK Chemnitz, Regionalkammer Plauen, Friedensstraße 32, 08523 Plauen Termin: 9. Juni 2022, 13:00 – 17:00 Uhr Entgelt: 50,00 EUR Kontakt: Uta Eichel, Tel.: 03741 214-3240, E-Mail: uta.eichel@chemnitz.ihk.de (c/a.k.) Weltweit Wege ins Auslandsgeschäft – Internationale Geschäfte erfolgreich anbahnen Thema: Eine durchdachte, zielgerichtete und den lokalen Bedingungen angepasste Vertriebsstrategie ist unerlässlich. Im Workshop erfahren Unternehmen, welche Vertriebsformen in den Vereinigten Staaten Erfolg versprechend sind und wie sie den idealen Zugang zum Markt finden. Es referieren Anna Hack, Manager, Consulting Services und Gerrit Ahlers, Vice President & Director, Consulting Services der AHK USA-Chicago. Ort: online Termin: 15. Juni 2022, 15:00 – 17:00 Uhr Entgelt: 30,00 EUR Kontakt: Katja Hönig, Tel.: 0351 2802-186, E-Mail: hoenig.katja@dresden.ihk.de (d/k.h.) USA Vertrieb im digitalen Zeitalter und über LinkedIn Thema: Der Vortrag zeigt auf, was Schiedsgerichtsbarkeit ist und wie man sich ihrer, gerade im internationalen Kontext, bedient. Der Fokus liegt auf einer praxisbezogenen Darstellung und wendet sich an Geschäftsführer und Vorstände sowie alle, die im Unternehmen mit dem Vertragswesen beauftragt sind. Der Referent ist Wirtschaftsanwalt und auf nationales sowie internationales Recht spezialisiert. Er verfügt über praktische Erfahrung im Schiedsgerichtswesen. Ort: IHK Bildungszentrum Dresden gGmbH, Mügelner Straße 40, 01237 Dresden Termin: 28. Juni 2022, 10:00 – 12:00 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Eric Dreuse, Tel.: 0351 2802-194, E-Mail: dreuse.eric@dresden.ihk.de (d/c.h.) Nationale und Internationale Schiedsgerichtsbarkeit als Instrument in der Praxis verstehen und nutzen Thema: ∙ Konferenz für Akteure in der Tourismusbranche, für Hotel- und Gastronomie-Betreiber sowie für Betreiber von touristischen Zielen in Sachsen und Tschechien ∙ Vorträge und Debatten zu den Themen Besucherstromlenkung, grenzüberschreitendes Marketing und Zusammenarbeit sowie der Nutzbarmachung des UNESCO- Welterbes ∙ Zahlreiche Netzwerkmöglichkeiten Ort: Barockgarten Großsedlitz, Parkstraße 85, 01809 Heidenau Termin: 8. Juni 2022, 09:30 Uhr Entgelt: entgeltfrei Kontakt: Michaela Holá, Tel.: 0371 6900-1246, E-Mail: michaela.hola@chemnitz.ihk.de (d/c.h.) Tschechien Sächsisch-Tschechische Tourismuskonferenz 8 Markt- und Länderveranstaltungen

KUBA FIHAV – Feria Internacional de Habana Havanna – 14. bis 18. November 2022 SPANIEN SMART CITY Expo World Congress – Internationale Fachmesse und Kongress zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität in Städten Barcelona – 15. bis 17. November 2022 Firmengemeinschaftsstände im Ausland Thema: Die FIHAV ist die mit Abstand wichtigste Messe in Kuba sowie den karibischen Inseln und bietet einen optimalen Einblick in ein breit gefächertes Angebot von Investitionsgütern, Rohstoffen, Materialien, Energieversorgung und Umwelttechnik bis hin zu Lebensmitteln, Textilien, Schuhen und vielem mehr. Die Universal- und Mehrbranchenmesse ist der ideale Kontaktpunkt zu neuen Geschäftspartnern und dient gleichzeitig der Marktbeobachtung und der Imagewerbung für das eigene Unternehmen. Zur FIHAV kommen jährlich über 150.000 Besucher. Darunter sind alle wichtigen kubanischen und viele lateinamerikanische Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie wichtige Geschäftsdelegationen. Der Gemeinschaftsstand bietet dafür eine ausgezeichnete Plattform. Mit ausgewählten Länderexperten werden Kooperationsgespräche auf und außerhalb der Messe organisiert, sodass ein Rundum-Betreuungspaket für die teilnehmenden Unternehmen angeboten werden kann. Produkte: Nahrungsmittel, Nahrungsmitteltechnik, Verpackungstechnik, Energietechnik, Windkraft, Solartechnik, Wasserkraft, Maschinenbau, Medizintechnik Förderung: Auslandsmesseprogramm des Bundes Kontakt: IHK Chemnitz, Sandra Furka, Tel.: 0371 6900-1260, E-Mail: sandra.furka@chemnitz.ihk.de (c/s.f.) Thema: Der Smart City Expo World Congress ist als internationaler Kongress mit begleitender Fachmesse eine hervorragende Plattform, um Produkte und Dienstleistungen zum Thema nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung darzustellen, sich über Trends und Innovationen auszutauschen sowie aktuelle Projekte kennenzulernen. Der Kongress bringt die bedeutendsten Experten und Führungskräfte von innovativen Städten, Unternehmen, Start-ups, Forschungszentren und Initiativen zusammen. Im Jahr 2019 nahmen über 1.000 Aussteller teil, mehr als 25.000 Fachbesucher und Vertreter von über 700 Kommunen aus 146 Ländern besuchten die Messe. Produkte: branchenoffen, Smart City, Urbanisierung, Bauwirtschaft, Energie, Nachhaltigkeit, Mobilität, Umwelttechnologie, IT & Software Kontakt: Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, Markus Brömel, Tel.: 0351 2138-141, E-Mail: markus.broemel@wfs.saxony.de (l/c.g.) Foto: www.smartcityexpo.com Foto: © Sandra Furka – IHK Chemnitz 9 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Messen und Messereisen

USA International CES – Consumer Electronic Show Las Vegas – 5. bis 8. Januar 2023 Firmengemeinschaftsstände im Ausland Thema: Die Consumer Electronics Show (CES) ist die weltweit beliebteste Fachmesse für die Unterhaltungselektronik. Sie ist ein Treffpunkt für die besten Experten der Branche, die ihre neuesten und innovativsten Erfindungen und Produkte vorstellen. Seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 1967 wurde die CES als Event konzipiert, das die Trends der Elektronik- industrie und den alltäglichen Gebrauch von Hightech-Geräten anleitet. In den letzten Jahren ist die CES darüber hinaus zu einer der wichtigsten Messeveranstaltungen für Digitalisierung immobilen Bereich und autonomes Fahren geworden. Produkte: intelligente Mobilität, Car-IT, Telematik, Unterhaltungselektronik Förderung: Auslandsmesseprogramm des Bundes Kontakt: IHK Chemnitz, Sandra Furka, Tel.: 0371 6900-1260, E-Mail: sandra.furka@chemnitz.ihk.de (c/s.f.) Warum Zettelwirtschaft Digitale Buchhaltung schont Nerven und Ressourcen. www.riediger-legal.com Anzeige Foto: www.ces.tech 10 Messen und Messereisen

Weitere Beteiligungen 2022/2023 Interessenten wenden sich bitte an ihre zuständige IHK. ILA Innovation and Leadership Aerospace Berlin/Deutschland – 22. bis 25. Juni 2022 Branche: Mobilität SEMICON® WEST Semiconductor Equipment and Materials Exposition and Conference San Francisco/USA – 11. bis 14. Juli 2022 Branche: Maschinen- und Anlagenbau, Zulieferwirtschaft EUROBIKE Frankfurt Main/Deutschland – 13. bis 17. Juli 2022 Branche: Mobilität BIOFACH Nürnberg/Deutschland – 26. bis 29. Juli 2022 Branche: Ernährungswirtschaft Innotrans Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik, Innovative Komponenten – Fahrzeuge – Systeme Berlin/Deutschland – 20. bis 23. September 2022 Branche: Mobilität WETEX Dubai/VAE – 27. bis 29. September 2022 Branche: Umwelt und Energie, Wasserwirtschaft MSV Brünn 2022 Brünn/Tschechien – 4. bis 7. Oktober 2022 Branche: Maschinen- und Anlagenbau, Zulieferwirtschaft IZB Wolfsburg Internationale Zulieferbörse Wolfsburg/Deutschland – 10. bis 13. Oktober 2022 Branche: Mikroelektronik/IKT FRANKFURTER BUCHMESSE Frankfurt Main/Deutschland – 19. bis 23. Oktober 2022 Branche: Verlagswesen bauma Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge, Baugeräte München/Deutschland – 24. bis 30. Oktober 2022 Branche: Maschinen- und Anlagenbau, Zulieferwirtschaft Bike Motion Benelux Utrecht/Niederlande – 29. bis 31. Oktober 2022 Branche: Mobilität MEDICA Weltforum der Medizin Düsseldorf/Deutschland – 14. bis 17. November 2022 Branche: Medizintechnik, Diagnostika Manufacturing Indonesia Jakarta/Indonesien – Dezember 2022 Branche: Maschinen- und Anlagenbau, Zulieferwirtschaft intec Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik Leipzig/Deutschland – 7. bis 10. März 2023 Branche: Maschinen- und Anlagenbau 11 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Messen und Messereisen

Artikel von Germany Trade and Invest (GTAI) finden Sie auf der Startseite von www.gtai.de. Wählen Sie: Trade > Entdecken Sie unser Informationsangebot > Bleiben Sie auf dem Laufenden > Recht und Zoll > Überblick Recht und Zoll > Wissen zu Zoll und Einfuhr > Zollberichte und Meldungen. Hinweise LÄNDERINFORMATIONEN Ägypten Ägypten Äthiopien Luftfracht muss ab Oktober vorab registriert werden –Testphase seit Mai Ägypten erweitert das elektronische System zur Vorabregistrierung von Frachtinformationen „Advanced Cargo Information (ACI)“. Seit Oktober 2021 ist die Vorabregistrierung von Seefracht verpflichtend. Am 15.05.2022 startet nun auch die Testphase für Luftfracht. Ab Oktober 2022 wird die Warensendung in Ägypten nur dann verzollt, wenn die im System generierte Nummer (Advanced Cargo Information Declaration – ACID) in den Frachtdokumenten enthalten ist. Andernfalls wird die Ware ohne Entladung in den ägyptischen Häfen auf Kosten des Frachtführers oder seines Vertreters zurückgeschickt. Ägyptische Importeure oder ihre Agenten müssen ihre Unternehmensdaten, die Daten des Exporteurs und die Versanddaten in der „Single Window Plattform Nafeza“ eintragen. Aufgabe des Exporteurs ist es zunächst, seine Daten in der „Blockchain Cargo X“ zu registrieren. Daraufhin werden die Daten mit dem Nafeza-System synchronisiert. Schließlich erhalten beide Parteien die ACID-Nummer. Das neue System soll der Zollrisikobewertung dienen und die Abfertigungszeiten reduzieren. Die Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer empfiehlt, frühzeitig mit der Registrierung zu beginnen. GTAI vom 04.05.2022 (c/w.r.) Ausfuhrverbot für bestimmte Metalle Ägypten hat ein vorübergehendes Ausfuhrverbot für sechs Monate für bestimmte Altmetalle und Rohstoffe verhängt. Dazu gehören zum Beispiel Produkte aus Kupfer und Blei, Abfälle und Schrott aus Eisen, Stahl oder Aluminium sowie Zink in Rohform. Das Exportverbot gilt auch für Papier und Pappe mit dem HS-Code 4707. GTAI vom 14.04.2022 (c/w.r.) Konformitätsprüfung für Solarprodukte eingeführt Werden bestimmte Solarprodukte oder Komponenten nach Äthiopien exportiert, müssen sie seit Februar 2022 vor dem Export einer Konformitätsprüfung unterzogen werden. Davon sind folgende HS-Positionen betroffen: 8504.40, 8507.20, 8507.30, 8507.40, 8507.50, 8507.60, 8507.80, 8513.10, 8537.10, 8537.20, 8541.40, 8544.42, 8544.49 und 9405.20. Die Vorversandkontrolle soll sicherstellen, dass alle Einfuhren regulierter Produkte der äthiopischen Norm entsprechen. Nach erfolgreicher Inspektion wird ein Konformitätszertifikat (CoC) für die Waren ausgestellt, das für die Zollabfertigung zwingend erforderlich ist. Als Prüfgesellschaften beauftragt wurden Bureau Veritas und Cotecna mit der Durchführung des PVoC-Programms. Über die EU-Zolldatenbank können sich Unternehmen ein entsprechendes Konformitätszertifikat ansehen, wenn man für den Export nach Äthiopien als HS-Position die 854143 angibt und bei den Ergebnissen unter „Procedures and formalities“ > Specific auswählt. GTAI vom 21.04.2022 (c/w.r.) Großbritannien Start der Zollkontrollen für EU-Waren wird erneut verschoben – auf Ende 2023 Großbritannien verschiebt erneut die Zollkontrollen für EU-Waren auf Ende 2023. Die britische Regierung begründet das mit der Invasion Russlands in der Ukraine, steigenden Energie- kosten und Problemen bei Lieferketten. Durch die erneute Verschiebung sollen zusätzliche Belastungen für Unternehmen vermieden werden. Damit entfallen folgende, für Juli 2022 geplante, Änderungen und Kontrollen: ∙ Pflicht zur Abgabe einer summarischen Eingangsanmeldung (Safety and Security declarations) ∙ Physische Kontrollen von SPS-Waren an Grenzkontrollstellen (Border Control Post, BCP) ∙ Vorlage von Veterinärbescheinigungen (Export Health Certificates) und Pflanzengesundheitszeugnissen ∙ Einfuhrverbot für gekühlte Fleischerzeugnisse Höhere Anforderungen für Lebensmittel wird es damit vorerst nicht geben. Als Rechtsgrundlage soll das neue sogenannte „Target Operating Model“ im Herbst 2022 veröffentlicht werden; die darin festgelegten Kontrollen Ende 2023 in Kraft treten. GTAI vom 28.04.2022 (c/w.r.) 12 Zoll- und Außenwirtschaftsrecht

LÄNDERINFORMATIONEN Kongo Konformitätsbewertungsverfahren für die Republik Kongo Seit Mai 2022 stellen die Prüfgesellschaften Cotecna und Bureau Veritas Konformitätsbescheinigungen (Certificate of Conformity – CoC) für regulierte Produkte aus, die in die Republik Kongo eingeführt werden. Damit will die kongolesische Agentur für Standardisierung und Qualität (ACONOQ) sicherstellen, dass die eingeführten Waren den in der Republik Kongo geltenden Normen und Standards entsprechen. Nahezu alle Produkte gelten in der Republik Kongo als regulierte Waren und dürfen folglich nur mit einer CoC eingeführt werden. Die CoC ist bei Ankunft der Waren in der Republik Kongo ab dem 01.07.2022 bei der Zollabfertigung vorzulegen. GTAI vom 21.04.2022 (c/w.r.) Kenia Kenia Konformitätsprüfung im Exportland zurzeit ausgesetzt In Kenia unterliegen alle Importwaren – von Ausnahmen abgesehen – einer Konformitätskontrolle im Exportland. Damit soll die Einfuhr von minderwertigen und unsicheren Produkten verhindert werden. Autorisierte Prüfgesellschaften prüfen vor dem Versand, ob die Produkte bestehende Normen und Qualitätsanforderungen erfüllen und bestätigen das mit einem Konformitätszertifikat (Certificate of Conformity – CoC). Die bestehenden Verträge mit Prüfdienstleistern liefen Ende März 2022 aus. Ausstehende Anträge auf Zertifizierung mussten bis Ende April 2022 bearbeitet werden. Bis zum Abschluss der neuen Verträge inspiziert die kenianische Normenbehörde KEBS alle Importwaren bei Ankunft in Kenia. Für diese sogenannte Destination Inspection fällt eine Gebühr in Höhe von 0,6 Prozent des Zollwerts an, mindestens jedoch bis auf weiteres 265 US-Dollar und höchstens 2.700 US-Dollar. GTAI vom 13.05.2022 (c/w.r.) Einfuhr von gebrauchten Nutzfahrzeugen verboten In Kenia dürfen ab 01.07.2022 gebrauchte Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen und mehr sowie gebrauchte Busse nicht mehr eingeführt werden. Zugmaschinen und Sattelzugmaschinen, die nicht älter als drei Jahre sind, dürfen noch bis zum 30.06.2023 eingeführt werden, danach ist deren Einfuhr in gebrauchtem Zustand verboten. Davon ausgenommen sind Kleinbusse mit einer Gesamtlänge von bis zu sieben Metern, sofern sie nicht älter als acht Jahre ab dem Jahr der Erstzulassung sind. Das gilt auch für alle anderen gebrauchten Straßenfahrzeuge. Neue importierte Diesel- und Benzinfahrzeuge müssen die Abgasnorm Euro 4 erfüllen. GTAI vom 13.05.2022 (c/w.r.) Mexiko | Serbien | Türkei Paneuropa | Mittelmeer Aktualisierung „Zoll und Einfuhr kompakt“ Der bundeseigene Informationsdienstleister Germany Trade and Invest (GTAI) hat weitere Publikationen unter der Überschrift „Zoll und Einfuhr kompakt“ aktualisiert. Exporteure erhalten so einen Kurzüberblick über Einfuhrverfahren, Warenbegleitdokumente, zu zahlende Abgaben sowie Verbote und Beschränkungen. In den letzten Wochen wurden unter anderem die Informationen für Mexiko (08.04.2022), Serbien (22.03.2022) und die Türkei (11.05.2022) auf den aktuellen Stand gebracht. GTAI (c/w.r.) Leitfaden für neue Präferenzregeln Die EU und einige Partnerländer des Paneuropa-Mittelmeerraumes (PEM) haben modernisierte Ursprungsregeln beschlossen. Nur für diese besteht bei Exporten ein Wahlrecht, ob die bisherigen oder die neuen Präferenzregeln angewendet werden sollen. Um die praktische Anwendung zu erleichtern, hat die EU-Kommission eine Leitfaden erstellt, in dem Hintergrund, Änderungen und Anwendung erläutert werden. GTAI vom 19.05.2022 (c/w.r.) 13 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Zoll- und Außenwirtschaftsrecht

LÄNDERINFORMATIONEN Vereinigte Arabische Emirate Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indien in Kraft Seit Mai 2022 besteht zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indien ein umfassendes Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Comprehensive Economic Partnership Agreement; CEPA). Es soll den Marktzugang sowohl für Waren als auch für Dienstleistungen verbessern. Hinsichtlich des Warenhandels sollen die Zölle in den nächsten zehn Jahren wechselseitig für etwa 80 Prozent der Waren gesenkt oder abgeschafft werden. Neben Zollabbau und dem Umgang mit nichttarifären Handelshemmnissen regelt das Abkommen auch folgende Bereiche: Handel mit Dienstleistungen, elektronischer Handel, öffentliches Beschaffungswesen, geistiges Eigentum, Investitionen, wirtschaftliche Kooperation, Streitbeilegung. Weitere Informationen im GTAI-Artikel. GTAI vom 26.04.2022 (c/w.r.) Russland Ausfuhrgenehmigungen für Blei und Bleischrott Die russische Regierung führt vorerst vom 15.05. bis 15.11.2022 ein Genehmigungsverfahren für den Export von unverarbeitetem Blei, Abfällen und Schrott aus Blei ein. Unternehmen müssen demzufolge eine Lizenz beantragen. Betroffen sind Waren der HS-Positionen 7801 und 7802. GTAI vom 15.05.2022 (c/w.r.) USA USA Befreiung von Zusatzzöllen auf chinesische Produkte verlängert Die USA haben die Befreiung von Zusatzzöllen für 352 chinesische Produkte bis Ende 2022 verlängert. Die Zusatzzölle waren 2018 und 2019 als Reaktion auf unfaire Handelspraktiken Chinas eingeführt worden. GTAI vom 25.04.2022 (c/w.r.) Höhere Einfuhrzölle für russische Waren Auch die USA haben Russland und Belarus den sogenannten WTO-Meistbegünstigungsstatus entzogen. Damit erhöhen sich die Einfuhrzölle für Waren aus diesen Ländern in einigen Fällen auf 35 bis 45 Prozent, teilweise sogar bis auf 90 Prozent. Zusätzlich sieht das Gesetz vor, dass Präsident Biden im Einzelfall noch höhere Zölle festsetzen kann. Die höheren Zollsätze sind festgelegt in Spalte 2 des US-Zolltarifs (Harmonized Tariff Schedule 2022 Revision 4) www.hts. usitc.gov/current und galten bisher nur für Kuba und Nordkorea. GTAI vom 12.05.2022 (c/w.r.) Russland Höhere Einfuhrzölle für russische Waren durch Entzug von WTO-Privilegien Als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine haben zahlreiche Staaten die Aussetzung des Meistbegünstigungsstatus (Most Favoured Nations – MFN) für russische Waren und Dienstleistungen angekündigt, um Russland wichtige Handelsvorteile zu entziehen. Einige haben sie bereits umgesetzt. Das Meistbegünstigungsprinzip ist eines der Grundprinzipien der Welthandelsorganisation (World Trade Organisation – WTO) und bedeutet, dass gleiche Wettbewerbsbedingungen unter den WTO-Mitgliedern geschaffen werden und kein Land einem anderen einseitige Vorteile zugestehen darf. Durch die Aufhebung des Meistbegünstigungsstatus müssen sich die beteiligten Staaten nicht länger an den Grundsatz halten und dürfen zum Beispiel höhere Einfuhrbeschränkungen verhängen. Beispielsweise müssen russischen Waren nicht länger MFN-Zölle gewährt, sondern dürfen mit höheren Einfuhrzöllen und Belastungen aller Art, wie zum Beispiel Importverboten, belastet werden. GTAI vom 26.04.2022 (c/w.r.) 14 Zoll- und Außenwirtschaftsrecht

Warenursprung und Präferenzen – Schwerpunkt Lieferantenerklärungen Richtig tarifieren – Die Einreihung von Waren in den Zolltarif Thema: ∙ Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ursprungsarten und Präferenzen, Handelspolitischer Ursprung ∙ Freiverkehrs- und Ursprungspräferenzen ∙ Eigenfertigung und Handelswaren, Kumulation ∙ Ausstellen von Präferenznachweisen ∙ Warenverkehrsbescheinigungen ∙ Lieferantenerklärungen bewerten und ausstellen ∙ Besonderheiten des Vereinfachten Verfahrens „Ermächtigter Ausführer“ ∙ Arbeits- und Organisationsanweisung zur Präferenz ∙ Arbeiten mit dem Internet WuP-Online Entgelt: 210,00 EUR Ort: IHK Chemnitz, Regionalkammer Plauen, Friedensstraße 32, 08523 Plauen Termin: 14. Juni 2022, 09:00 – 16:00 Uhr Kontakt: Annett Weller, Tel.: 03741 214-3401, E-Mail: annett.weller@chemnitz.ihk.de (c/a.w.) Thema: ∙ Arbeiten mit dem Elektronischen Zolltarif, TARIC im Internet ∙ Der Aufbau des Elektronischen Zolltarifs (EZT), Begrifflichkeiten: Harmonisiertes System, TARIC, EXT ∙ Die Systematik der Wareneinreihung in den Zolltarif ∙ Arbeiten mit den Anmerkungen zu den Abschnitten und Kapiteln ∙ Die „Erläuterungen zur Kombinierten Nomenklatur“ als Hilfsmittel bei der Einreihung Entgelt: 210,00 EUR Ort: IHK Chemnitz, Straße der Nationen 25, 09111 Chemnitz Termin: 15. Juni 2022, 09:00 – 16:00 Uhr Kontakt: Dr. Steffi Schaal, Tel.: 0371 6900-1413, E-Mail: steffi.schaal@chemnitz.ihk.de (c/st.s.) Zolltechnische Abwicklung von Exportgeschäften inkl. ATL@S-Ausfuhr – Basiswissen für Einsteiger Thema: ∙ Ablauf des Ausfuhrverfahrens: Grundlagen, Überführung in das Ausfuhrverfahren an der Ausfuhrzollstelle (Binnenzollstelle), Verfahrensabläufe bei der Ausfuhrabwicklung ∙ Ausfuhr nach dem Normalverfahren: Möglichkeiten zur Vereinfachung, Beendigung des Ausfuhrverfahrens an der Ausgangszollstelle (Drittlandgrenze), Erledigung des Ausfuhrverfahrens (Ausfuhrnachweis für Umsatzsteuerzwecke), Aufbewahrung von Unterlagen ∙ Einblick in das Exportkontrollrecht: Verantwortlichkeiten ∙ Überblick über Ausfuhrverbote/Ausfuhrbeschränkungen ∙ Präferenzrechtliche Grundsätze: Überblick über die Präferenzabkommen, Voraussetzungen für die Ausstellung eines Präferenznachweises, Möglichkeiten zur Vereinfachung (Ursprungserklärung auf der Rechnung) ∙ Der Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte: Voraussetzungen, Vorteile/Erleichterungen, Antragsverfahren Entgelt: 210,00 EUR Ort: IHK Chemnitz, Regionalkammer Erzgebirge, Geyersdorfer Straße 9 a, 09456 Annaberg-Buchholz Termin: 16. Juni 2022, 09:00 Uhr – 16:00 Uhr Kontakt: Andrea Nestler, Tel.: 03733 1304-4113, E-Mail: andrea.nestler@chemnitz.ihk.de (c/a.n.) 15 Außenwirtschaftsnachrichten 06/2022 Fort- und Weiterbildung

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