Polen auf Wachstumskurs – Absatzchancen und Kooperationspotenziale für sächsische Unternehmen Polen zählt zu den dynamischsten Volkswirtschaften der EU, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner Sachsens entwickelt und gehört mittlerweile zu den TOP 5. Nach Angaben von Germany Trade & Invest wird für 2026 erneut ein Wachstum von über drei Prozent erwartet. Treiber sind vor allem der private Konsum, eine diversifizierte industrielle Basis sowie umfangreiche öffentliche und europäische Förderprogramme. Für sächsische Unternehmen bestehen somit zahlreiche Ansatzpunkte, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen und Kooperationen auf dem polnischen Markt einzugehen. Als Nearshoring-Standort innerhalb der EU bietet Polen zudem kurze Lieferwege und verlässliche Rahmenbedingungen für Beschaffungsprojekte. Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) plant vor diesem Hintergrund gemeinsam mit den AWIS-Partnern und Vertretern sächsischer Netzwerke verschiedene Projekte und Veranstaltungen. Modernisierungsschub für Mobilität, Infrastruktur und Produktion Der polnische Bahnsektor erlebt einen historischen Modernisierungsschub. Allein in den vergangenen beiden Jahren wurden über eine Mrd. Euro für neue Lokomotiven, Triebzüge und Waggons bereitgestellt. Zudem wird auch die Eisenbahninfrastruktur ertüchtigt. Polnische Unternehmen investieren intensiv in die Modernisierung ihrer Produktionskapazitäten. Automatisierung, Robotik, Industrie-4.0-Lösungen sowie energie- und ressourceneffiziente Technologien sind stark gefragt. Daraus ergeben sich sehr gute Absatzchancen für sächsische Anbieter von Maschinen, Anlagen und industriellen Dienstleistungen. Vom 16. bis 18. Juni 2026 wird in Zusammenarbeit mit dem Kontaktzentrum für sächsisch-polnische Wirtschaftskooperation der IHK-Geschäftsstelle Görlitz eine Geschäftsanbahnungsreise nach Oberschlesien (Gliwice, Katowice) und Niederschlesien (Wrocław) organisiert, die teilweise auch von Wirtschaftsminister Dirk Panter begleitet wird. Ziel der Reise ist es, sächsische Vertreter des Maschinenbaus und der Mobilitätsbranche bei der Anbahnung neuer Geschäftskontakte zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei innovative Themen wie Automatisierungstechnologien, KI und 3D-Druck. Die Delegation kann sich mit polnischen Unternehmen und Institutionen austauschen und Kooperationsmöglichkeiten ausloten. Energie: Fokusthema Wasserstoff Die polnische Wasserstoffstrategie verfolgt bis 2030 sechs zentrale Ziele, darunter den Einsatz von Wasserstoff in Energie, Wärme und Verkehr sowie die Dekarbonisierung der Industrie. Ein Schwerpunkt liegt auf der Produktion von grünem Wasserstoff und dem Aufbau sicherer Verteilungs- und Speichersysteme. Für die Umsetzung der Strategie sollen bis 2030 bis zu zwei Milliarden Euro an Fördermitteln bereitgestellt werden. Die Zuschüsse richten sich an Unternehmen, die emissionsarmen oder emissionsfreien Wasserstoff produzieren wollen. Auch für Solaranlagen und Windkraftanlagen gibt es Zuschüsse, solange der erzeugte Strom in die Wasserstoffproduktion fließt. Gemeinschaftsstand SAXONY! auf der internationalen Bahntechnikmesse TRAKO 2025 in Danzig Reger Austausch bei der Geschäftsanbahnungsreise nach Polen im April letzten Jahres 4 Außenwirtschaftsnachrichten 1 | Februar / März 2026 Weltweit erfolgreich
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