"Unternehmen machen Schule" – IHK startet neue Initiative in der Leipziger Wirts

Aus- und Weiterbildung | Presse

07.08.2014

Leipzig, 7. August 2014 - Mit Beginn des neuen Schuljahres 2014/2015 startet die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig mit "Unternehmen machen Schule" eine neue Initiative an Oberschulen und Gymnasien der Region. Unternehmerinnen und Unternehmer stellen dabei im Rahmen einer Unterrichtsstunde ihren ganz persönlichen Werdegang, ihr Unternehmen, die Chancen und Risiken des Unternehmertums sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten und beruflichen Möglichkeiten ihrer Branche vor.

In einer ersten Pilotphase beteiligen sich folgende fünf Schulen aus dem IHK-Bezirk Leipzig (Stadt Leipzig sowie die Landkreise Nordsachsen und Leipzig) an der Initiative:

  • 20. Schule – Oberschule der Stadt Leipzig
  • Georg-Schumann-Schule – Oberschule der Stadt Leipzig
  • THOMASSCHULE Gymnasium der Stadt Leipzig
  • Sophienschule Colditz, Oberschule
  • Katharina- von- Bora-Oberschule, Torgau

"Neben der Verankerung eines positiven Unternehmerbildes wollen wir mit unserer neuen Initiative grundlegende Aufklärungsarbeit leisten, was es heißt, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein. Aber wir wollen auch die Jugendlichen motivieren, selber einmal ihr eigener Chef zu sein, denn die Region braucht Impulse für eine neue Gründerkultur", sagt Dr. Thomas Hofmann, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig, zur Zielstellung.

Sowohl engagierte Unternehmerköpfe als auch weitere interessierte Schulen des IHK-Bezirkes Leipzig können sich ab sofort online unter www.leipzig.ihk.de/schule für die Initiative registrieren

Regionale Umfrage zum Unternehmerbild in der Öffentlichkeit

Im Frühjahr 2014 führte die IHK zu Leipzig erstmals eine repräsentative Umfrage zum "Unternehmerbild in der Öffentlichkeit" durch. Diese wurde in drei Teilbereiche gegliedert:

a) Befragung von Unternehmerinnen und Unternehmern (ausgewählte Ergebnisse)

Die Frage "Wie ist das Unternehmerbild in der Öffentlichkeit Ihrer Meinung nach?" wird überwiegend positiv beantwortet. 63 Prozent bestätigen "positiv" bzw. "eher positiv" diese Aussage. 34 Prozent sehen das Unternehmerbild in der öffentlichen Wahrnehmung eher negativ. Der Saldo von +29 aus "positiven" und "negativen" Einschätzungen unterstreicht die positive Einschätzung. Dennoch stimmen knapp 60 Prozent der Befragten überein, zukünftig mehr für ein positives Unternehmerbild in der Öffentlichkeit tun zu müssen. Ein schlechtes Zeugnis wird der Politik und Verwaltung ausgestellt: 81 Prozent bewerten die Fragestellung "Unternehmer werden in ihrem Handeln von Politik und Verwaltung gefördert?" negativ. Besonders die Kleingewerbetreibenden, die im IHK-Bezirk Leipzig den Großteil der Wirtschaftsakteure ausmachen, sind mit 89 Prozent hier besonders unzufrieden.

An der schriftlichen Befragung beteiligten sich insgesamt 296 Personen des IHK-Bezirkes Leipzig.

b) Befragung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (ausgewählte Ergebnisse)

Die Frage nach dem Unternehmerbild in der Öffentlichkeit sehen 75 Prozent der Befragten "positiv" bzw. "eher positiv" besetzt. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen beträgt dabei +57 Punkte. Damit übertrifft der Wert die Einschätzung der Unternehmer um +12 Punkte. Auch die Bereitschaft von Unternehmerinnen und Unternehmern, mit ihrem Handeln soziale Verantwortung zu übernehmen, wird in der Öffentlichkeit zunehmend anerkannt: Fast zwei Drittel der Befragten stimmen dem positiv zu. Hohe Zustimmungswerte sind jedoch auch in dieser Gruppe dafür zu verzeichnen, dass Unternehmer noch mehr für ein positives Bild in der Öffentlichkeit tun sollten. Diese Aussage treffen 80 Prozent der Befragten.

Die Befragung wurde telefonisch im IHK-Bezirk Leipzig unter 200 Einwohnern im Alter von 18 bis 65 Jahren durchgeführt.

c) Befragung von Schülerinnen und Schülern (ausgewählte Ergebnisse)

Auch in dieser jungen Zielgruppe wird eine hohe Reputation des Unternehmertums registriert. 87 Prozent der Befragten sehen den Unternehmer als wichtiges Mitglied unserer Gesellschaft an. Gestützt werden die Zustimmungswerte durch ein konkret abgefragtes Meinungsbild: 93 Prozent stimmen der These zu, dass Unternehmer Arbeitsplätze schaffen, und 60 Prozent sehen in ihnen den Garanten für technischen Fortschritt. Der Fragestellung nach der Vorbildfunktion von Unternehmern für junge Menschen stimmen knapp 70 Prozent zu. Die Frage "Kannst Du Dir vorstellen, auch einmal ein Unternehmer zu werden und ein Unternehmen zu gründen?" beantworteten 27 Prozent mit "ja" und 39 Prozent mit "nein". 38 Prozent konnten dazu keine Aussage treffen. Vor allem bei der ältesten Teilnehmergruppe der 16- bis 17-jährigen überwiegt mit 36 Prozent die Vorstellung, einmal Unternehmerin oder Unternehmer werden zu wollen.

An der Umfrage mittels Fragebogen beteiligten sich 260 Schülerinnen und Schüler aus Oberschulen und Gymnasien des IHK-Bezirkes Leipzig.

Zum vollständigen Ergebnisband zur regionalen Umfrage zum "Unternehmerbild in der Öffentlichkeit" (blätterbare PDF)

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