Sachsen verliert wichtigen Weichensteller

Presse

13.08.2021

Die Sächsischen Wirtschaftskammern trauern um den ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Kurt Biedenkopf

Chemnitz, Dresden, Leipzig, den 13.08.2021

Mit Prof. Dr. Kurt Biedenkopf verliert Sachsen einen renommierten sowie national und international anerkannten Politiker und Menschen, mit dessen Namen stets der politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Wiederaufbau unseres Freistaates in den ersten zwölf Jahren nach der deutschen Einheit verbunden bleiben wird. Sachsen erlebte unter seiner Führung in den 1990er Jahren auch deshalb eine Aufbruch- und Gründerzeit, weil er es wie kein anderer verstand, die Sächsinnen und Sachsen mit Sachverstand, Leidenschaft und Herzlichkeit auf neue Wege mitzunehmen. Die Bezeichnung „König Kurt“ stand dabei nicht nur für die Anerkennung seiner Erfolge, sondern vor allem auch für seine große Beliebtheit.

Bezogen auf den Werdegang der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern in Sachsen stellte die Zusammenarbeit mit Kurt Biedenkopf mehr als eine bloße Wegstrecke dar; vielmehr dürfen wir feststellen, dass er den gemeinsamen Weg nach der Wiedergründung der Kammern viele Jahre begleitet und die bis heute erfolgreiche Entwicklung in hohem Maße mit befördert hat. In einer Vielzahl von Begegnungen, Kontakten und Gesprächen konnten aktuelle Fragen und Probleme im Aufgabenbereich unserer Organisationen gemeinsam angepackt und gelöst werden.

„Mit seinem Engagement und seiner Persönlichkeit hat er maßgeblich die Grundlagen dafür geschaffen, dass sich unser Freistaat zu einem dynamischen Wirtschafts- und Investitionsstandort entwickelt hat. Ohne ihn wären Großansiedlungen im Bereich der Mikroelektronik oder im Automobilbau nicht möglich gewesen.“ erinnert Dr. Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der sächsischen Industrie- und Handelskammern, an die bis heute strukturbestimmenden Weichenstellungen, die maßgeblich vom ehemaligen Ministerpräsidenten beeinflusst wurden.

Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz und AG-Vorsitzender der sächsischen Handwerkskammern würdigt gleichermaßen sein wirtschaftliches Gespür: „Die sächsischen Handwerkskammern trauern um Kurt Biedenkopf, der als sächsischer Ministerpräsident, als Politiker, als Mensch immer ein offenes Ohr für die Belange des Handwerks hatte. In seiner Amtszeit war es ihm stets ein Anliegen, die Wirtschaft in Sachsen zu stärken – nicht nur durch die wichtige Ansiedlung von großen Unternehmen, sondern auch durch die Förderung des sächsischen Handwerks in der nicht immer einfachen Zeit nach 1990.

Er wusste, dass die im Handwerk gelebte Tradition nur durch Innovation gestärkt und zukunftsfähig gemacht werden kann und hat diesen Prozess immer unterstützt. Dafür gebührt ihm unser Dank.“

Das Ehren- und das Hauptamt der sächsischen Wirtschaftskammern werden Prof. Dr. Kurt Biedenkopf für immer verbunden bleiben und sein Andenken in Ehren bewahren. Seiner Familie gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.

 

Pressekontakte:

 

für die sächsischen IHKs                                  für die sächsischen Handwerkskammern

 

Lars Fiehler                                                       Romy Weisbach

Pressesprecher                                                 Referentin Medien & Öffentlichkeitsarbeit

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