Quo vadis, Wirtschaft? Wahlforum der IHK zu Leipzig zur Bundestagswahl 2021

Presse

22.09.2021

Leipzig, 22.09.21. Am gestrigen Abend fand das wirtschaftsorientierte Wahlforum der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig anlässlich der anstehenden Bundestagswahl statt. Anders als bei vergleichbaren Formaten stellten sich die DirektkandidatInnen mehrerer Wahlkreise in einer Art Arena der zu erwartenden Auseinandersetzung mit den eingeladenen UnternehmerInnen der Region. Immerhin 16 KandidatInnen aus der Stadt Leipzig sowie den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen hatten die Einladung der IHK zu Leipzig angenommen und fanden sich am frühen Abend im „Da Capo“ im Leipziger Westen ein. Ihnen gegenüber saßen rund 70 Gäste.

In seiner Eröffnungsrede kritisierte Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig, dass die Themen der Wirtschaft im derzeitigen Wahlkampf kaum eine Rolle spielen und fand deutliche Worte zu den aktuellen Sorgen und Nöten der Unternehmen, aber auch zu drängenden Zukunftsfragen.

Zuvorderst stehe dabei die Überwindung der Corona-Pandemie, die eine der schwersten Wirtschaftskrisen der jüngeren Vergangenheit ausgelöst habe. Daneben blieben Digitalisierung, Energiewende und Strukturwandel als Mammutaufgaben auf der Agenda. Die Herausforderungen auf allen Ebenen seien offenkundig; an klaren Perspektiven, konkreten Konzepten und richtungsweisenden Plänen herrsche jedoch ein eklatanter Mangel, so Kirpal. Lösungsansätze zeigen die Kernforderungen der Wirtschaft der Bundestagswahl der sächsischen Industrie- und Handelskammern auf. Am Ende seines Statements ermutigte Kirpal die Gäste, kritische Fragen an die anwesenden KandidatInnen zu stellen.

Im Anschluss entwickelte sich unter der Regie von Moderatorin Wiebke Binder (MDR) eine äußerst lebhafte Diskussionsrunde. Während zwei Stunden sahen sich die Anwesenden mit kontroversen Fragen aus einem breiten Spektrum an Wirtschaftsthemen konfrontiert. Erwartungsgemäß vertraten die RepräsentantInnen unterschiedliche Positionen zu den einzelnen Fragen und konnten sich den einen oder anderen verbalen Schlagabtausch untereinander nicht verkneifen.Trotz deutlicher Überziehung der angedachten Redezeiten konnten nicht alle Themenbereiche abgedeckt werden.

IHK-Präsident Kristian Kirpal bemerkte zu der Veranstaltung insgesamt: „Unserer Überzeugung nach ist es von größter Wichtigkeit, dass wir als Repräsentanten der regionalen Wirtschaft einen regelmäßigen Austausch mit der Politik pflegen, der, wie in diesem Fall wortwörtlich, auf Augenhöhe stattfindet. Nur so stellen wir sicher, dass unsere Stimmen gehört und unsere Anliegen ernstgenommen werden.“

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