Leipzig und Moskau vertiefen Kooperation auch auf wirtschaftlichem Gebiet

International

19.06.2014

Unter der Leitung von Oberbürgermeister Burkhard Jung und von IHK-Präsident Wolfgang Topf weilte Ende April eine Delegation der Stadt Leipzig und der IHK zu Leipzig zu einem Besuch in Moskau. Ihr gehörten zahlreiche führende Vertreter von Unternehmen und Wirtschaftinstitutionen aus Leipzig und der mitteldeutschen Region an.

Auf dem Programm der IHK-Delegation in Moskau standen unter anderem ein Besuch der "TransRussia 2014", der größten Logistikmesse Russlands, und die Teilnahme am Wirtschaftsforum Moskau - Leipzig mit Kooperationsgesprächen. In Gesprächen mit der IHK Moskau und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer wurde über eine Vertiefung der Zusammenarbeit gesprochen.

So ging es im Gespräch zwischen dem Präsidenten der IHK zu Leipzig, Wolfgang Topf, und dem Vizepräsidenten der IHK Moskau, Suren Wardanjan, um die aktuelle wirtschaftliche Situation in beiden Regionen. Im Ergebnis des Austauschs vereinbarten beide Seiten die Erarbeitung eines gemeinsamen Maßnahmenplans für die Jahre 2014 und 2015, die Fortsetzung der Arbeit im Rahmen der im März in Leipzig und Moskau unterzeichneten gemeinsamen Absichtserklärung zum Thema "Berufsbildungsexport mit dem Schwerpunkt Logistik" sowie darüber hinaus die Zusammenarbeit im Bereich Messen.

Zur Delegation der IHK zu Leipzig gehörten auch vier Leipziger Unternehmen aus Branchen wie Berufsausbildung und Gesundheitswesen, an denen die Moskauer Seite im Vorfeld der Reise besonderes Interesse gezeigt hatte und die andererseits ebenso an geschäftlichen Aktivitäten in der Region Moskau interessiert sind.

Dr. André Henke, Inhaber von HCMC Marketing Consulting, Leipzig, stellte auf dem Wirtschaftsforum Leipzig-Moskau die Angebote der Gesundheitswirtschaft der Region Leipzig sowie seiner Unternehmensberatung vor. Sein Resümee der Reise lautet: "In politisch angespannter Zeit zeigten alle Beteiligten, wie wichtig konkrete Sacharbeit für die Zusammenarbeit der Städte Moskau und Leipzig ist. Die durch die Oberbürgermeister von Leipzig und Moskau unterzeichnete Kooperationsvereinbarung bezieht sich auch auf den Bereich Gesundheitswirtschaft. Damit können konkrete Projekte, insbesondere in den für mein Unternehmen wichtigen Bereichen Medizinische Ausbildung und Training, angeschoben werden. Für Ende des Jahres plane ich die Teilnahme an der Medizinmesse Zdravookhraneniye in Moskau."

Thomas Dressler, Leiter Berufsausbildung der ZAW Zentrum für berufliche Bildung Leipzig GmbH, erwartete von der Moskau-Reise weitere Schritte zur Anbahnung von Kooperationsbeziehungen im Bereich Ausbildung. Auf dem Wirtschaftsforum Moskau-Leipzig hielt er eine Präsentation über das deutsche duale Berufsbildungssystem und die Tätigkeit der ZAW Leipzig GmbH. Nach der Reise konstatierte Herr Dressler, dass seine Erwartungen in Erfüllung gegangen sind: "Die Organisation war perfekt. Gern nehme ich an weiteren Reisen der IHK zu Leipzig nach Russland teil."

Dr. Hans-Jürgen Mundinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Goldschmidt-Thermit-Gruppe, erwartete von der Reise "in erster Linie, Personen aus dem Bereich des staatlichen und städtischen Bahnverkehrs, z. B. der Moskauer Metro, zu treffen. Außerdem wollte ich neue Netzwerke knüpfen. Auf der Messe TransRussia hatte ich dann auch sehr gute Gespräche, unter anderem mit Vertretern der Russischen Bahn und mit dem Vizepräsidenten der IHK Moskau, aus denen jeweils konkrete Vereinbarungen entstanden sind. Auch innerhalb der Leipziger Delegation gab es während der Reise interessante Kontakte. Meine Erwartungen wurden somit zum ganz überwiegenden Teil erfüllt."

Konstantin Ermisch, Teilinhaber der HS Europe TL Beteiligungs GmbH, dankt der IHK zu Leipzig für gut geplante und organisierte Reise nach Moskau sowie für gute Betreuung vor Ort. Er nennt drei Schwerpunkte der avisierten Kooperationen mit seinen russischen Geschäftspartnern: Erstens verhandelte er erfolgreich mit der russischen Holding R-Style Group über die Gründung einer Niederlassung in Deutschland. Zweitens bereitete er mit dem Integrationsverein Vektor e. V. einen Vertrag über die Unterbringung russischer Kinder in Sachsen und im Gegenzug deutscher Kinder in einem Ferienlager am Schwarzen Meer vor. Und drittens war er bei der Vorbereitung eines für Ende Mai geplanten Symposiums in Moskau in Kooperation mit dem Leipziger Wirtschaftsverein Dialog e. V. – Vereinigung russischer und deutscher Wirtschaftswissenschaftler aktiv.

Dieser Beitrag ist die Ergänzung zu Ausgabe 6/2014, Seite 26 des IHK-Magazins "wirtschaft".

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