Frischer Wind fürs Leipziger Neuseenland: IHK-Workshop am Markkleeberger See

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12.05.2022

Ende April hatte die IHK gewerbliche und touristische Leistungsträger sowie Vertreter von Verbänden und Kommunen zum Workshop in den Kanupark eingeladen. Das Ziel war, wesentliche Forderungen an die Verwaltung, LMBV und Politik zusammenzutragen, um dem drohenden Entwicklungsstillstand zu begegnen.

"Menschen nicht bei Laune halten, sondern ein klares Signal geben, dass die Entwicklung weiter vorangeht!" war eine von zahlreichen Aussagen der anwesenden Unternehmer, die in dem moderierten Workshop wesentliche Forderungen und Lösungsvorschläge zusammengetragen haben. Damit soll dem gegenwärtig drohenden Entwicklungsstillstand der Region, der nicht allein der Corona-Pandemie anzulasten ist, entgegnet werden.

Einhelliges Votum war die Notwendigkeit der Fertigstellung des geplanten Gewässerverbundes, denn "das System funktioniert nur in aller Gänze. Gerade die Vernetzung bringt der Region erst die gewünschten positiven und ausstrahlenden Effekte! Wenn jetzt die Sanierung und der weitere Ausbau zum Erliegen kommen, dann werden die bisherigen Anstrengungen und Erfolge zunichtegemacht und die immensen Investitionen sowohl von Unternehmern als auch von Bund, Land und Kommunen bleiben wirkungslos. "Bisher Geschaffenes, damit sind u. a. die 15.000 Arbeitsplätze im Tourismus gemeint, dürfen nicht in Gefahr gebracht werden."

"In Sachsen sind etwa 1.000 Kitesurfer im Verband organisiert, Tendenz steigend. Allein es fehlt an Seen, wo dieser Trendsport erlaubt ist, weshalb sie in die Illegalität getrieben werden." Es bedarf daher einer Ausweisung durch die zuständige Wasserbehörde von zwei oder drei Seen in der Region, auf denen die sogenannte "gefahrgeneigte Nutzung" ausnahmsweise erlaubt wird. "Kitesurfen wird ab 2024 eine olympische Segeldisziplin, deshalb sollte die Region mit ihren optimalen Voraussetzungen auf den Tagebauseen diese Entwicklungschance ergreifen!"

Essentiell für die Nutzung der Seen durch Wassersportler ist die Erklärung der Schiffbarkeit der Tagebauseen. Die Verfahren dauern schon über ein Jahrzehnt an, sie müssen nun zeitnah zum Abschluss gebracht werden. "Wir Unternehmer brauchen Planungssicherheit für unsere Investitionen und die Touristen wollen keine komplizierten Beantragungsmodalitäten, wenn sie mit dem Boot das Seenland erkunden wollen.“

Weiterhin wurde die die fehlende Transparenz und die Lösungsorientiertheit der Verwaltung angemahnt. Die Unternehmer forderten "verbindliches Behördenhandeln“ sowie dass „Ermessenspielräume mehr genutzt und Entscheidungswege wesentlich verkürzt werden. Wo Menschen sind, muss ich Lösungen finden", deshalb ist auch das Thema Naturschutz eher pragmatisch als dogmatisch zu betrachten.

Nun heißt es für die IHK gemeinsam mit den Unternehmern und Verbänden die vorgeschlagenen Lösungsansätze in die Tat umzusetzen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, einerseits den Touristen im Einzugsgebiet optimale Bedingungen zu bieten und diese zahlreich und wiederkehrend anzulocken. Andererseits aber kann man einem internationalen Publikum, welches beispielsweise vom 30.5. bis 3.6.2022 zur World Canals Conference in Leipzig den Transformationsprozess von der Bergbaulandschaft zum Seenland zum Leitthema hat, von weitreichenden und beispielgebenden Erfolgen berichten.

Personen auf dem Foto von rechts nach links: Dr. Reinhard Bläser (Präsident Sächs. Seglerverband); Jana Thomas (Bürgermeisterin Stadt Markkleeberg), Holger Schulz, (Bürgermeister Stadt Zwenkau), Dr. Gert Ziener (Geschäftsführer Grundsatzfragen IHK zu Leipzig), Friedrich Richter, (Präsident Landesverband Sächsischer Angler e.V.), Claus Mann (Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen Wachau mbH)

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Antje Beimel

E-Mail antje.beimel@leipzig.ihk.de
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