Empfehlungen des DIHK für eine "Neue Gründerzeit"

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08.10.2014

Eine Sonderauswertung des DIHK-Gründerreports 2014 zeigt Defizite im Gründungsgeschehen in Deutschland auf.

So gehen die Existenzgründungen bundesweit nach einem kurzen Anstieg 2009 und 2010 kontinuierlich zurück. Langfristig führt dies zu einer Unternehmenslücke von einer Million Unternehmen bis 2050. Allerdings werden es auch positive Trends deutlich:

Zum einen liegt viel Potenzial in Gründungen durch Frauen. Der DIHK geht davon aus, dass jährlich bis zu 50 000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Allerdings wagen viele Frauen nicht den letzten Schritt in die Selbständigkeit und springen kurz vor der Gründung ab.

Weit größere Impulse sieht die Sonderauswertung in mehr Gründungen von Start-ups, jene vorrangig aus der Wissenschaft stammende oder internetaffinen Gründungen. Aufgrund einer hohen Skalierbarkeit ihrer Produkte und Leistungen wird dort ein schnelles Wachstum erreicht, wodurch binnen fünf Jahren doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen werden wie bei anderen Gründungen. Das Problem auch hier: Viele der Ratsuchenden setzen ihr Vorhaben letztlich nicht um.

Der DIHK gibt mit insgesamt 18 Empfehlungen der IHK-Organisation Impulse zur Verbesserung der deutschen Gründerkultur, damit aus guten Ideen erfolgreiche Gründungen werden, die Erfahrungen aus jährlich 200 000 Gründergesprächen einbeziehen.

Die Empfehlungen reichen von der Aktivierung zusätzlichen Wagniskapitals über die Vereinfachung des Betriebsübergangs oder die Erhöhung der steuerlichen Kleinunternehmergrenze bis hin zur Abschaffung des Formulars "Einnahme-Überschussrechnung", aber auch eine Verstärkung von Mentoring-Programmen wird gefordert.

Sonderauswertung des DIHK-Gründerreports 2014

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