Abfallberatung

Auf der Grundlage des § 46 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) erhalten Sie Informationen und Beratung über die Möglichkeit der Vermeidung, Verwertung und umweltfreundlichen Beseitigung von Abfällen. Des Weiteren erhalten Sie Erstinformationen zu Ihrer Produktverantwortung und zu den politischen Randbedingungen in Form von Gesetzen, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften, kommunalen Satzungen und Andienungspflichen.

Hintergrundinformationen:

Im Jahr 1990 gab es im Kammerbezirk Leipzig 1900 erfasste Deponien/Ablagerungen. Davon wurden 266 Deponien für die Ablagerung von Asche, Bauschutt, Hausmüll und Gewerbeabfall genutzt. Seit dieser Zeit erfolgt eine ständige Überwachung und Sanierung dieser Altlasten. Im Jahr 2003 waren nur noch 222 Deponien in kommunaler Eigentümerschaft und seit dem 01. Juni 2005 erfüllt nur noch die Zentraldeponie Cröbern die rechtlichen Anforderungen an eine oberirdische Endlagerung von Abfällen im Kammerbezirk Leipzig. Diese wird von den entsorgungspflichtigen Körperschaften, dem Abfallverband Nordsachsen (Döbeln, Torgau-Oschatz mit 40.000 Mg/a), dem Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen (Leipzig, Stadt, Leipziger Land, Muldentalkreis mit 150.000 Mg/a) und dem Landkreis Delitzsch mit 30.000 Mg/a beliefert.

Am gleichen Standort betreibt die Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft mbH eine mechanischbiologische Restabfallbehandlungsanlage mit einer Anlagenkapazität von 300.000 Mg/a, davon 197.000 Mg/a für Hausmüll und 103.000 Mg/a für Gewerbeabfälle. Mit ausgereiften, innovativen Verfahrenstechniken erfolgt neben der mechanischen Aufbereitung unter anderem eine Abtrennung der heizwertreichen Fraktion, eine Metall- und Schwergutabtrennung mit dem Ziel stofflich bzw. energetisch nutzbare Sekundärrohstoffe zu erzeugen.

Betrachtet man das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig, welches am 17.02.2005 entschieden hat, dass § 7 Satz 4 der Gewerbeabfallverordnung – GewAbfV -, wonach Erzeuger und Besitzer gewerblicher Siedlungsabfälle mindestens eine Mülltonne des öffentlichrechtlichen Entsorgungsträgers nutzen müssen (sogenannte Pflichtmülltonne), mit höherrangigem Recht vereinbar ist, empfehlen wir unseren Unternehmen mit Sorgfalt das Mindestvolumen der Abfalltonne und den entsprechenden Leerungszyklus auszuwählen.

Bei der Beauftragung Dritter für Abfalltransporte zur Verwertung bzw. zur Beseitigung empfehlen wir die Überprüfung der Gültigkeit der Zertifikate als Entsorgungsfachbetrieb bzw. als Mitglied einer zertifizierten Entsorgergemeinschaft.

Wir vermitteln bundesweit und kostenlos über die Recyclingbörse (neues Fenster) Angebote und Gesuche zur Förderung der Abfallverwertung und leisten so einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung

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