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wirtschaft 8-9/2013

Editorial

Am 22. September 2013 wählt Deutschland einen

neuen Bundestag. Die Abgeordneten und die neue

Bundesregierung stehen in der kommenden Legis-

laturperiode vor wichtigen Entscheidungen für die

weitere erfolgreiche Entwicklung des Wirtschafts-

und Innovationsstandortes Deutschland. Aus Sicht

der ostdeutschen Bundesländer müssen in den kom-

menden Jahren die Weichen zu einer sich selbst

tragenden Wirtschaft ab 2020 gestellt werden. Der

Gestaltung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedin-

gungen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Herausforde-

rungen, denen sich die Unternehmen täglich gegen-

übersehen, hat die IHK zu Leipzig

Wahlprüfsteine

verabschiedet, die den am 22. September gewählten

Bundestagsabgeordneten der Region Leipzig als

Richtschnur ihrer parlamentarischen Arbeit dienen

sollen:

Energie- und Rohstoffversorgung zu

wettbewerbsfähigen Preisen sichern!

Fachkräfteangebot auch unter ungünstigen

demografischen Bedingungen sichern – durch

Bildung, Integration und Zuwanderung!

Deregulierung konsequent durchsetzen

– Gesetze vorausschauend gestalten!

Investitionsfreundliche Steuer- und

Finanzpolitik umsetzen!

Leistungsfähige Infrastrukturen vorhalten!

Innovationsfähigkeit und Internationalisierung

kleiner und mittlerer Unternehmen weiter unter-

stützen!

Detaillierte Aussagen zu den einzelnen Punkten –

eine kurze Analyse des gegenwärtigen Zustands und

daraus abgeleitete Forderungen für die Zukunft –

finden Sie unter

www.leipzig.ihk.de.

Damit sich unsere Mitglieder im Vorfeld der Wahl

einen Überblick über die jeweiligen Positionen der

derzeit im Bundestag vertretenen Parteien bzw. der

Kandidaten aus dem IHK-Bezirk Leipzig verschaf-

fen können, haben wir diese zu ihren wirtschafts-

politischen Schwerpunkten befragt. Die Antworten

lesen Sie bitte auf den ersten Seiten dieses Hefts.

Generell erwartet die Wirtschaft der Region Leipzig

von der Bundespolitik in der folgenden Amtsperiode,

dass sie den Unternehmen verlässliche und wachs-

tumsfördernde Bedingungen garantiert. Wirtschafts-

freundliche Gesetze, Verordnungen und Initiativen

auf Bundesebene kommen auch den Unternehmen

hierzulande zugute. Die spezifischen Interessen der

kleinen und mittleren Unternehmen müssen dabei

konsequent berücksichtigt werden. Und nicht zu

vergessen: Um Stabilität und Wachstum auch im

globalen Rahmen – vor allem innerhalb der Volks-

wirtschaften der Eurozone – zu sichern, sind auch

hier konzertierte und nachhaltige Maßnahmen drin-

gend erforderlich.

Wolfgang Topf,

Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig

Vor der Wahl: Bundespolitik muss

Wirtschaftsstandort Deutschland stärken