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Aus- und Weiterbildung

wirtschaft 6/2013

Begabtenförderung in der Praxis

Berufliches Weiterkommen als Motivation

Ein Stipendium im Rahmen der Begabtenförderung durch die

IHK zu Leipzig brachte Katja Völkner einen wichtigen Schritt

weiter auf der Karriereleiter.

Für Katja Völkner stand nicht nur Englisch-Lernen bei

der Reise nach Malta auf dem Programm.

Kontakt in der IHK:

Robert Wichniewicz

Telefon: 0341 1267-1387

E-Mail:

wichniewicz@leipzig.ihk.de

Katja Völkner absolvierte eine Ausbil-

dung zur Kauffrau im Groß- und Au-

ßenhandel. Aufgrund ihres sehr guten

Abschlusses im Jahr 2009 wurde sie von

der IHK zu Leipzig mit dem Angebot

zur Begabtenförderung angeschrieben.

Katja Völkner zögerte keinen Moment

und bewarb sich für das Förderpro-

gramm des Bundesministeriums für Bil-

dung und Forschung. „Für mich stand

schon immer fest, dass ich mich nach

meiner Ausbildung weiterbildenmöchte

und auch muss, um den hohen Anfor-

derungen im heutigen Berufsleben ge-

recht zu werden“, erklärt sie ihre Moti-

vation. Nach positivem Bescheid

überlegte sie, wie sie die Fördersumme

in Höhe von 6.000 Euro für sich am be-

sten nutzen kann, was ihr mit vier ver-

schiedenen Weiterbildungsangeboten

auch gelang.

Sie startete ihre Bildungsoffensive mit

einem professionellen Verkaufstraining.

Dabei analysierte der Trainer ArvidMei-

nel von just-fair-consult direkt am Point

of Sale die Stärken und Schwächen im

Verkaufsgespräch und gab wertvolle

Tipps. An einem normalen Verkaufstag

generierte sie nun mehr Umsatz als an

einemTag imWeihnachtsgeschäft. Den

wichtigsten Teil ihrer Fortbildungen

nahm die Aufstiegsfortbildung zur ge-

prüften Handelsfachwirtin ein. Wäh-

rend des

18-monatigen berufsbegleitenden

Abendstudiums wurde Katja Völkner

ein geballtes betriebswirtschaftliches

Wissen vermittelt, um im Anschluss in

allen Betriebsformen des Handels Auf-

gaben der mittleren Führungsebene

übernehmen zu können. „Für diese Art

von Fortbildung benötigt man viel Mo-

tivation, Durchhaltevermögen und eine

gute Organisation. Das schafft man nur,

wenn man ein konkretes Ziel vor Augen

hat“, so die ehrgeizige und engagierte

junge Frau. Im Anschluss an ihr erfolg-

reich abgeschlossenes Studium legte sie

die Prüfung nach Ausbilder-Eignungs-

verordnung mit sehr gutem Ergebnis

vor der IHK zu Leipzig ab. Um auch

den internationalen Anforderungen des

Berufslebens zu entsprechen, entschied

sich Katja Völkner für einen Englisch-

Intensivsprachkurs. Ihr Weg führte sie

nach Malta, wo sie an der English Com-

munication School in Sliema aktiv am

Sprachunterricht teilnahm. „Es war ein

fantastisches Erlebnis und eine unver-

gessliche Zeit.“

Ende des Jahres 2011 kam neben der

anstrengenden Zeit des Abendstudiums

die berufliche Neuorientierung. Die Sti-

pendiatin bewarb sich auf eine freie Stel-

le imVertiebsinnendienst bei der Schen-

ker Deutschland AG in Leipzig. Auch

wenn ihr das branchenspezifische Wis-

sen anfangs noch fehlte, war der Leiter

der Geschäftsstelle Landverkehr/Logi-

stik, Reiner Liebscher, begeistert von der

jungen Frau: „Mich beeindruckte, was

Katja Völkner bisher alles für ihre Bil-

dung geleistet hat und welche Fähigkei-

ten sie erworben hatte. Außerdem

stimmte einfach die Chemie.“ Nach ei-

ner halbjährigen internen Schulung ist

die junge Frau auf einem sehr hohen

Qualifikationsniveau und passt genau

ins Team. „Ich bin von meinem neuen

Arbeitgeber sehr begeistert, denn dieser

fordert und fördert mich“, sagt Katja

Völkner.

Im Rahmen zweier IHK-Jahresab-

schlussveranstaltungen zur Begabtenför-

derung berichtete sie anderen Stipendi-

aten von ihren Erlebnissen. „Jeder, der

diese Möglichkeit bekommt, sollte die

Chance nutzen“, meint Katja Völkner.

Auch Reiner Liebscher hält jede Investi-

tion in die eigene Bildung für positiv

und findet für das Programm der IHK

nur lobende Worte: „Junge Menschen

mit einem Ziel vor Augen sollten in je-

dem Fall unterstützt werden, vor allem

wenn sich so ein Erfolg einstellt wie bei

Katja Völkner.“