Previous Page  11 / 60 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 11 / 60 Next Page
Page Background

9

Für Schlagzeilen sorgen

wirtschaft 5/2013

Zum Autor

Volker Stößel, MBA

Zuerst als Leiter Marketing/PR, heute als

Pressesprecher, arbeitet Volker Stößel seit

Ende 2006 für die HHL Leipzig Graduate

School of Managment. Bevor er an die HHL

kam, war der 40-jährige Rheinländer im

Marketing einer transatlantischen Bildungs-

organisation, als Berater bei den internatio-

nalen Kommunikationsagenturen PUBLICIS

Public Relations sowie PLEON Kohtes Klewes

sowie als Freelancer für Unternehmen in

Deutschland und der Schweiz tätig.

gangslage vergleichen kann. Ziele

könnten bspw. sein, über Erfolge oder

herausragende Unternehmensleistungen

zu informieren und daraus Sympathie für

das Unternehmen oder eine Person da-

raus zu erzeugen. PR-Ziele werden durch

eine Presseauswertung, eine systematische

Beobachtung oder durch eine wissen-

schaftliche Analyse gemessen.

Welchen Mehrwert erzeugt

Social-Media-Marketing?

Unternehmen, die auf Facebook,

Twitter & Co. vertreten sind und diese

Kommunikation strategisch auf ihre

Marketingziele hin abstimmen, können

davon profitieren. Durch Social-Media-

Marketing können sie ihre Geschäftsbe-

ziehungen gezielter steuern. Neben dem

Internetauftritt schafft das Unternehmen

mit seiner Facebook-Seite eine kontinu-

ierliche Präsenz und stärkt so das Vertrau-

en des Kunden oder auch des Journa-

listen. Diese Aspekte können die

Kaufentscheidung beim Kunden oder die

redaktionelle Berücksichtigung durch

den Medienschaffenden positiv beein-

flussen. Über dialogorientierte Social-

Media-Aktivitäten können Unternehmen

direkt mit ihrer Zielgruppe in Kontakt

treten. Positive Effekte: Durch die gelebte

Transparenz steigt das Vertrauen in das

Unternehmen. Andererseits werden Kun-

denanforderungen an Produkte und

Dienstleistungen schneller erkennbar.

Genau wie bei der klassischen PR gilt

beim Social-Media-Marketing: Auf das

Story-Telling kommt es an. Unterneh-

men, die interessante Geschichten rund

um ihre Dienstleistungen und Produkte

erzählen können, werden den größten

Erfolg bei Kenngrößen wie Besuchen

und Kommentaren auf dem Unterneh-

mensblog oder den Followern bei Twitter

und Facebook haben. Die Frage nach

dem Return-on-Investment bei der So-

cial-Media-Kommunikation ist momen-

tan noch schwer zu beantworten. Hilf-

reich ist jedoch genau wie bei der PR eine

Erfolgsmessung, hier: das sogenannte

Social-Media-Monitoring. Anhand vorab

festgelegter Kennzahlen wird nach Ab-

schluss der Kampagne der Erfüllungsgrad

wichtiger Zielsetzungen gemessen. Der

Social-Media-Experte André Jontza er-

läutert: „Der wirtschaftliche Effekt der

Social-Media-Arbeit lässt sich ansatzweise

ermitteln, in dem man die Ergebnisse des

Monitorings auf beispielsweise die Ent-

wicklung des Umsatzes oder der Innova-

tionsideen überträgt. Hier kann man

ablesen, ob das eigene Social-Media-

Engage-ment tatsächlich dazu beiträgt,

die Unternehmensziele zu erreichen.“

Inwieweit Unternehmen die „klas-

sische“ Pressearbeit und auch neben dem

Internetauftritt Social-Media-Marketing

zur Erreichung ihrer Ziele einsetzen kön-

nen und welche Maßnahmen sich hier

am besten eignen, muss stets im Einzelfall

betrachtet werden. Eine allgemeingültige

Lösung gibt es dafür nicht.

Volker Stößel, Pressesprecher der HHL Leipzig

Graduate School of Management

Unternehmen profitieren

von Medienarbeit, wenn

… sie professionell, kontinuierlich und

nachhaltig PR und Online-Kommunika-

tion betreiben

… sie diese Kommunikation auf ihre

Marketingziele abstimmen

… sie vorab Ziele festlegen und später

auch Erfolgsmessungen durchführen

… sie gute Geschichten rund um das

Unternehmen, seine Dienstleistungen

und Produkte erzählen können