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Existenzgründung und Unternehmensförderung

wirtschaft 4/2013

Stichtag für Umstellung: 1. Februar 2014

Studie: Mehrzahl der deutschen

Unternehmen noch nicht bereit für SEPA

Mit der Abschaffung der bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren zum 1. Februar

2014 sind Unternehmen gezwungen, bis spätestens dahin die SEPA-Überweisung bzw. die SEPA-Lastschrift

einzuführen. Ein Jahr vor diesem Termin sehen aber viele Unternehmen in Deutschland noch keinen sofortigen

Handlungsbedarf. Dies ist das Ergebnis der unlängst veröffentlichten Studie „SEPA-Umsetzung in Deutschland“

von ibi research an der Universität Regensburg zusammen mit der van den Berg AG und der Bank-Verlag GmbH.

Analysiert wurden Unternehmen aller Größenklassen sowie Behörden und Vereine.

Mit SEPA (Single European Payments

Area) sollen der nationale und der grenz-

überschreitende Zahlungsverkehr harmo-

nisiert werden. Deshalb werden durch die

europäische Gesetzgebung zum 1. Februar

2014 die bestehenden nationalen Über-

weisungs- und Lastschriftverfahren abge-

schafft. Aus diesem Grund müssen sich

insbesondere Unternehmen, Behörden

und Vereine auf starke Veränderungen im

in- und ausländischen Zahlungsverkehr

einstellen, die sie zum Teil zu umfang-

reichen organisatorischen und technischen

Anpassungen zwingen.

Knapp einem Drittel ist SEPA noch

nicht bewusst

Laut der Studie ist SEPA einem knap-

pen Drittel der Befragten noch nicht be-

kannt. So haben 26 Prozent nach eigenen

Angaben nur vage Vorstellungen davon.

Sechs Prozent haben noch nie etwas davon

gehört. Vor allem kleine Unternehmen ha-

ben einen hohen Informationsbedarf zu

SEPA. Obwohl es bis zur Abschaffung der

bestehenden nationalen Überweisungs-

und Lastschriftverfahren ab 1. Februar

2013 nur noch rund 200 Arbeitstage sind

und die Zeit drängt, sehen viele Unterneh-

men nur mittelfristigen Handlungsbedarf.

Erst ein Drittel der Unternehmen

nutzt SEPA-Überweisung

Derzeit nutzt ungefähr jedes dritte der

befragten Unternehmen die SEPA-Über-

weisung für ausgehende Zahlungen. Dabei

wickeln aber nur sehr wenige den Großteil

ihrer Überweisungsaufträge mit der SEPA-

Überweisung ab. Die endgültige Umstel-

lung auf die SEPA-Überweisung ist bei vie-

len erst Ende 2013/Anfang 2014 geplant.

Viele Unternehmen haben nicht schriftlich

vorliegende Einzugsermächtigungen für

ihre bestehenden Lastschrifteinzüge. Bei

15 Prozent derer, die derzeit Lastschriften

im Einzugsermächtigungsverfahren ein-

ziehen, liegen sogar gar keine schriftlichen

Einzugsermächtigungen vor. Die meisten

der Befragten mit schriftlich vorliegenden

Einzugsermächtigungen möchten von der

AGB-Migrationsmöglichkeit Gebrauch

machen. Viele Firmen, die nicht schrift-

lich vorliegende Einzugsermächtigungen

haben, wissen noch nicht, wie sie damit

umgehen sollen. Zu den größten Heraus-

forderungen bei der Einführung der SEPA-

Zahlungsverfahren zählen die Anpassung

der internen IT-Systeme und bei SEPA-

Lastschrifteinzügen die Einholung und das

Management schriftlicher SEPA-Mandate.

Die komplette Studie „SEPA-Umsetzung

in Deutschland“ sowie eine SEPA-Check-

liste finden Sie kostenlos unter:

www.sepa-wissen.de

Wie schätzen Sie die Auswirkungen von SEPA auf

ihr Unternehmen/Ihren Verein ein?

Kontakt in der IHK:

Stefan Heilmann

Telefon: 0341 1267-1379

E-Mail:

heilmann@leipzig.ihk.de

Kurz & Knapp

Hilfe bei Kooperationen und

bei der Nachfolgeregelung

Für Unternehmen bzw. Personen, die an

einer zwischenbetrieblichen Kooperation

interessiert sind bzw. die im Zuge einer

Nachfolgeregelung ein Unternehmen

übergeben oder übernehmen möchten,

hält die IHK-Organisation mit

ihrer Online-Kooperationsbörse

(www.kooperationsboerse.ihk.de)

bzw. mit der Online-Nachfolgebörse

nexxt-change

(www.nexxt-change.org)

zwei geeignete Instrumente bereit.

Kontakt in der IHK:

Martina Kutzsche

Telefon: 0341 1267-1222

E-Mail:

kutzsche@leipzig.ihk.de